ARD investiert nächstes Jahr 20 Millionen Euro in Streaminginhalte


Streaming gewinnt in Sachen Videokonsum immer mehr an Bedeutung, das merken natürlich auch die klassischen TV-Sender. Die ARD reagiert entsprechend und möchte nächstes Jahr 20 Millionen Euro in Inhalte stecken, die primär für die Mediathek gedacht sind. Da sollen dann auch Genres bedient werden, die im normalen Programm vielleicht nicht so zum Zug kommen.

Die 20 Millionen Euro möchte man laut NDR-Programmdirektor Frank Beckmann vor allem in Eigenproduktionen stecken, nur ein kleiner Teil soll für Lizenzen verwendet werden. Zu vorstellbaren Inhalten zählen zum Beispiel solche aus den Bereichen Mystery und Science Fiction. Beckmann geht davon aus, dass man die Serien auch im TV sehen können wird, dort wird man aber keine hohen Erwartungen an die Zuschauerakzeptanz haben. Das Geld für die Produktionen stammt indes aus dem Topf für das lineare Programm, an dem Projekt beteiligen sich auch weitere Landesrundfunkanstalten.

Man darf gespannt sein, was man da nächstes Jahr so sehen wird. Und ob es von den Mediathek-Nutzern dann auch angenommen wird. Die Mediathek selbst scheint als Konsumplattform ja recht beleibt zu sein.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Hoffentlich wird aus der gemeinsamen Mediathek von ARD und ZDF bald mal was. Von mir aus darf auch gerne alles in die ZDF App integriert werden. Die ist um einiges besser als die der ARD.

  2. von ihren 8131 Millionen Einnahmen 20 Millionen, wow

  3. Vielleicht eine Neuauflage von „Raumpatrouille“. Diesmal in Farbe. Und natürlich ohne das kriegslüsterne Zeugs von damals. „Orion“-Commander Robert Harbecko und seine Crew retten das Öko-System der Galaxie.

  4. Da werden die Gebühren aber gut hochgeschraubt.

  5. Da haben sie ja wieder ein Grund die sogenannte „Demokratieabgabe“ zu erhöhen. 🙂

  6. Es kostet 17.50€ im Monat, noch, und sie nenen es FreeTV. Haha, die Lüge ist die älteste in der deutschen Fernsehgeschichte.

  7. Die ÖRs halten sich nur noch dank der Zwangsfinanzierung, sonst wären die längst Geschichte.
    Warum wohl spielt Deutschland in Sachen Film bestenfalls eine Statistenrolle?

    • Weil das Geld eh kommt… :/

    • Und das ist gut so.

      • Nö, weil aktuelles Angebot so mal rein gar nichts mehr mit dem Staatsauftrag zu tun hat.
        Unabhängige Medien unbedingt, und dafür gerne auch eine Abgabe, aber bitte keine Gebührenverschwendung, damit man mit den Privaten in Konkurrenz treten kann!

        • Nö, weil Staatsauftrag nicht nur Bildung beinhaltet sondern ganz allgemein Grundversorgung. Und das aus gutem Grund. Wie will man auch bei manchen Sendungen ganz objektiv Information und Bildung von Kultur und Unterhaltung trennen. Das wäre reine Willkür.

          • Das wäre in sehr viele Fällen ganz, ganz einfach. Oder wo genau siehst Du Kultur und Bildung bei Tatort, Mutantenstadel, Traumschiff oder wenn 22 Multimillionäre einem Ball hinterher rennen?

      • Stell Dich schon mal drauf ein, dass sich das ändern wird. Mit jedem Tag sterben den ÖR die Zuschauer weg und die Luft für die Zwangsabgabe wird damit jeden Tag dünner – und das ist auch gut so. Der Teil an Information und Bildung im Programm der ÖR lässt sich für einen Bruchteil der 17,50€ pro Monat finanzieren – der Rest ist Selbstbedienung, die abgestellt gehört.

          • Immerhin hat selbst die KEF schon mal bemerkt, dass die Nutzung den linearen Fernsehens in den letzten Jahren nur noch eine Richtung kennt: nach unten.

            Was nicht auf der Seite steht: der Altersdurchschnitt der ÖR-Zuschauer liegt inzwischen deutlich über 60 und sind damit die Ältesten im gesamten Markt – Tendenz seit über 15 Jahren steigend.

            Dem ÖR werden die Zuschauer wegsterben und damit wird auch der Druck auf die Politik steigen, den Begriff „Grundversorgung“ zeitgemäß neu zu definieren und den Selbstbedienungsladen ÖR samt der Zwangsgebühr auf ein verträgliches Maß zurück zu stutzen.

  8. Schon lässig, wenn man Streaming als Grundversorgung verbuchen kann… aber naja die inzwischen 20-30 Sender sind ja auch Grundversorgung, genauso wie die Apps der Sender sowie die Homepages

  9. Hoffentlich machen die dabei auch was an der App. Bspw. die auf dem FireTV ist ein absoluter Witz.

    Das fällt besonders auf, wenn man extra 3 in der ARD Mediathek APP und die heute Show in der ZDF sucht.

    ARD: fast 5 Minuten
    ZDF: ca. 15 Sekunden

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