Arcor stellt viele Dienste ein

arcorMan liest ja immer von diesen Geschichten, dass AOL in den USA noch Nutzer hat, die per Modem ins Netz gehen und dabei Minutenpreise zahlen. Das kann natürlich einem nicht vorhandenen Alternativ-Angebot geschuldet sein, auf der anderen Seite ist der Mensch ein Gewohnheitstier und nutzt vielleicht zufrieden angebotene Dienste. Doch irgendwann ist so ein Dienst vielleicht nur noch von so einer kleinen Nutzergruppe in Benutzung, sodass ein Aufrechterhalten nicht lohnt, könnte ja Pflegekosten bedeuten. Zukünftig werden auch Arcor-Kunden auf einige Dienste verzichten müssen, denn das zu Vodafone gehörige Unternehmen hat den Kunden nun fristgemäß zum 31. Januar 2017 einen Schwung Dienste gekündigt.

Zu den Diensten, die wegfallen, gehören: Homepage und Web-Visitenkarte, die persönliche Arcor Dienste Telefon-&Faxnummer, Kleingeldbörse, SMS, Postbrief-Versand und Postkarten-Versand, E-Cards, Online-Butler, Netpass, Foren und Chat. Was bleibt, das sind E-Mail, das Fotoalbum und der Organizer. Hier will man im vierten Quartal 2016 noch einmal ein frisches Design an die Nutzer verteilen. Nutzer finden auf dieser Übersichtsseite weitere Informationen.

(danke Karl!)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

42 Kommentare

  1. Mohnstollen says:

    Arcor ist ein Internet Ur-Viech. Erinnert mich noch gut an Arcor als Provider für Call-by-Call Verbindungen mit dem 56k Modem und der kostenlosen statischen Homepage. Den E-Mail Account habe ich immer noch

  2. @mohnstollen
    Ja, das weckt Erinnerungen. Ein ELSA 56K-Modem und wenn ich mich recht erinnere ein Minutenpreis von 10 bzw. 14 Pfennige (kopfkratz). Bei mir lief immer ein Tool namens Onlinecounter um die Kosten nicht aus den Augen zu verlieren.
    Einmal bin ich vor dem PC eingeschlafen und am Morgen aufgewacht. Auf dem Bildschirm stand ein mittlerer zweistelliger DM-Betrag und ich hätte mich in den Hintern beißen können. Das war eine teure Nacht. *lach*

  3. Toll. Ich hab deren FAX-Nummer noch immer in Benutzung und sogar auf meinen Visitenkarten wieder frisch drucken lassen. Und von deren Einstellung erfahre ich aus anderen Medien, nicht von Arcor selbst. Wenn das mal kein Kundenfreundlicher Service ist?

    FAX ist heute immer noch wichtig. Dank solcher Dienste braucht man aber kein echtes FAX-Gerät mehr. Gerade für Verträge/Kündigungen heute immer noch das sicherste Medium, da es (was E-Mail nicht hat) eine Empfangsbestätigung besitzt. Zwar gibt es solche Versuche in E-Mails auch, doch SPAM und die mangelnde Unterstützung der E-Mail-Clienten bzw. vermehrte Nutzung von Webclienten hat die Funktion quasi unmöglich gemacht.

    Zwar kann man längst in jeder FritzBox auch ein FAX-Dienst einrichten, doch die Nummer dahinter muss meist vom Heimprovider stammen. Diese Nummer ist aber an den Wohnort und Provider gebunden (so das man sich drei mal einen Providerwechsel überlegen sollte). Zwar gibt es auch Sipgate und andere unabhänige Provider, die aber wollen wieder eine Gebühr, wenn man T.38 nutzen möchte. Aber die 3 Euro ist das auch nicht mehr wert. Außerdem funktioniert diese FAX Nummer nur wenn man im Internet ist. Somit kann man die ganze Technik nicht abschalten, wenn man Bspw. in den Urlaub fährt oder einfach bei Abwesenheit Strom sparen möchte.

    Die Arcor-FAX-Nummer hatte zumal einen weiteren Vorteil: Sie war nicht über Festnetz-Flatrates erreichbar. Das verhinderte wiederum FAX-Spam.

    Große Danke wieder mal an Vodafone, wie es wieder mal den Rotstift angesetzt hat. Und ich verspreche das ich NIEMALS im Leben zu Vodafone wechseln werde. NIEMALS!

  4. Ich nutze (bald nutzte) arcor zum Hosting zweier kleiner privater Internetseiten. Alles noch schön in HTML handgeschmiedet. 😉 Die Faxfunktion war mir auch noch sehr wichtig, da ich gehörlose Schwiegereltern habe. Da muss ich halt mal wieder Alternativen suchen. Schade! Aber lebenslange und zugleich kostenlose Dienste kann man nun nicht erwarten.

  5. Solange der E-Mail-Dienst weiterexistiert und kostenlos ist, reicht mir das. Die Homepages waren zwar praktisch, aber da wird man Ersatz finden. Die Fax-Funktion übernimmt mittlerweile meine FRITZ!Box, dafür habe ich eine separate Telefonnummer laufen.

  6. @wpressy + alle:

    Bin leider auch vom FAX Wegfall betroffen.
    Die Fax Einrichtung in der Fritzbox gelingt mir (73) nicht – oder muss man dafür ein Faxgerät anschließen?

    Faxe selten. Meist reicht mir http://www.ecall.ch: Weltweit, 5 Gratis-Punkte/7Tage (2-3 Faxe mit Anhang; Punkte Verbrauch Zeit-abhängig), Empfangsbestätigung. Hab mir dort die ‚Partner ID‘ 160812arc erstellt. ~Freunde werben (nützlich, wenn über die ID Punkte gekauft werden).

  7. @Bodo, Die Faxfunktion war/ist aber nicht umsonst. (Nummer 032….) Wenn ich mich nicht irre, etwa 12c pro Fax für den Absender. Ich habe noch ISDN-Karte und über Fritzbox geht das prima. Faxe werden per E-Mail zugestellt. Abgesendet direkt aus irgendwelcher Applikation über Fritz Faxdrucker.

  8. Wolfgang Denda says:

    Arcor, und PIA. Das waren Zeiten, aber seit Schließung des nntp Servers habe ich die Dienste nicht mehr genutzt. Ob mein Mailkonto noch besteht?

  9. @thf – „Faxe … Abgesendet direkt aus irgendwelcher Applikation über Fritz Faxdrucker“:

    Bitte erklär mir das (möglichst detailliert) – vgl oben.

  10. Für diejenigen die eine Faxfunktion benötigen können sich bei epost.de registrieren. Habe ich selbst vor ein paar Tagen gemacht. Da gibt es eine Gratis Faxnummer. Soweit ich weiß – Irrtum vorbehalten – ist Senden und Empfangen gratis. Und als Ergänzung kann man auch PDF und Bilddateien versenden. Konnte man bei Arcor nicht. Da konnte man nur Freitext übermitteln.

  11. Mein 56k Modem liegt noch im Schrank für schlechte Zeiten…… man weiß ja nie 😀 😀 😀

  12. zockizocker, könntest du feststellen, ob Fax senden + empangen kostenlos sind (auch Ausland?)?

  13. Alternativen wären z.B. Web.de und GMX. Empfang ist immer kostenlos, senden nie. Bei GMX nur mit kostenpflichtigem pro-Zugang möglich, bei Web auch bei Freemail (bei mir ja, aber ob es noch gilt?). Ich sende FAXe über ein altes Modem aus der VM unter XP, weil FritzFax untauglich ist und mein Modem nicht mit Win 7-10 mag. Als Absenderkennung kann man problemlos beliebige Nummern angeben.
    Bei GMX+WEB gibt’s auch noch Telefonnummern und Anrufbeantworter und alles wird per Mail weitergeleitet.
    Ist schon praktisch, kein FAX-Gerät das ganze Jahr am Strom zu haben.

  14. Kann das Unternehmen http://simple-fax.de/ empfehlen. Wenn man einmalig min. 25 Euro aufladet bekommt man auch eine Faxnummer auf (Unternehmens-)Lebenszeit da umsonst. Guter Service da.

  15. @wpressy: Ich wundere mich auch regelmäßig, wie viele Leute auch heute noch per Fax kommunizieren. Trotzdem sind die Anwendungsfälle, die du genannt hast, wie etwa Kündigungen, nicht davon abhängig, dass du eine eigene Faxnummer hast, sondern da geht es ja mehr um die Möglichkeit, Faxe versenden zu können. Und dafür gibt es nun wirklich reichlich alternative Möglichkeiten. Aber gut, die Anforderungen sind offenbar sehr unterschiedlich. Ich jedenfalls hatte in den letzten Jahren keinerlei Probleme mit Kündigungen per E-Mail bzw. E-Mail-Anhängen.

  16. zockizocker says:

    @bat Lt. Preisliste ist es kostenlos. Ausland kann ich mangels Faxnummer bzw. ausländischer Teilnehmer nicht testen. Aber am Besten diejenigen befragen die verbindlich antworten können.
    „Chat mit epost“
    https://www.epost.de/privatkunden/hilfe-jana.html

    Preisliste:
    https://www.epost.de/privatkunden/preise.html

  17. zockizocker says:

    Nachtrag – gerade in den AGBs gefunden
    AGBs drittletzte Seite (Leistungsbeschreibung)
    https://www.epost.de/assets/downloads/EPOST_AGB_Privatkunden_01_03_2016.pdf

    Fax Versand
    Über eine beantragte und vom E-POST System vergebene Faxnummer können
    Faxnachrichten empfangen und innerhalb Deutschlands versendet werden.

  18. Schade dass dies eingestellt wird. Habe dort noch einen Account im „PIA Special“ Tarif für Arcor/Vodafone Kunden obwohl der mit diesem Account verbundene DSL Anschluss circa 2008 gekündigt wurde. Und im PIA Special Tarif gibt es pro Monat 30 SMS Benachrichtigungen bei E-Mail Eingang kostenlos. Lassen sich gut über Filter konfigurieren für was sie aktiv sein sollen und das völlig kostenlos. Das gibt’s so nirgends kostenlos als Ersatz denke ich…

  19. Wenn Ihr Faxen wollt, geht das auch wunderbar kostenlos bei Epost.de. Die 2-3 Faxe die versende mach ich immer damit.

  20. Savantorian says:

    Bis 31. Januar 2017 ist noch ein bisschen Zeit, sich drauf einzustellen, oder?

Bevor du deinen Kommentar abschickst:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.