Apple Watch: 1Million Vorbestellungen in den USA, sagt Slice Intelligence

Apple betritt mit der Apple Watch ein für sich neues Gebiet, das der smarten Wearables. Das Unternehmen hat im Vorfeld nichts unversucht gelassen, um einen großen Hype um das Gadget zu erzeugen. Apple ist wieder einmal nicht das erste Unternehmen auf dem Markt, will aber alles besser machen. Erste Reviews bestätigen Apple – trotz zahlreicher und vor allem berechtigter Kritik – die beste Smartwatch auf dem Markt. Spannend sind natürlich die Verkaufszahlen, oder in diesem Fall besser die Zahlen der Vorbestellungen, weil kaufen kann man die Uhr noch nicht.

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Die Apple Watch wird ab dem 24. April verkauft, wer jetzt vorbestellt, sieht sich bereits mit längeren Wartezeiten konfrontiert. Wie viele Uhren Apple aber bereits loswerden konnte, ist nicht bekannt. Slice Intelligence will dies zumindest für die USA ermittelt haben. Slice Intelligence hat in den USA Daten von über 9.000 Ereceipt-Empfängern analysiert und kommt zu folgendem Ergebnis.

Nach der Analyse sollen in den USA 957.000 Apple Watches vorbestellt worden sein. Durchschnittlich wurden pro Bestellung 1,3 Apple Watches bestellt. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 503,83 Dollar pro Uhr. Die Apple Watch Sport ist dabei das beliebteste Modell, was wiederum am Kaufpreis liegen dürfte. Am häufigsten wurde die Apple Watch Sport in Space Gray, 40 Prozent der Käufer entschieden sich für dieses Modell.

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Die Space Black Edelstahl-Variante der Uhr (ist nur als teuerste Version der Apple Watch-Serie erhältlich) wurde lediglich von drei Prozent der Käufer in den Warenkorb gelegt. 23 Prozent der Käufer entschieden sich für das silberne Alumium-Modell, weniger als für die Edelstahl-Variante (silber), die von 34 Prozent der Käufer gewählt wurde.

Ist die Apple Watch eine Männersache? Die Uhr wird in zwei Gehäusegrößen angeboten. In der Regel ist es bei Uhren so, dass Modelle für Damen ein kleineres Gehäuse haben. Bei den Vorbestellungen zur Apple Watch entschieden sich 71 Prozent für das 42 mm-Gehäuse. 24 Prozent der Apple Watch-Käufer entschieden sich für das 38 mm-Modell, bei den Apple Watch Sport-Käufern sind es mehr, hier beträgt der Anteil 32 Prozent.

Auch bei den Armbändern gibt es Favoriten. Fast jeder zweite der Gesamtkäufer, genauer 49 Prozent entschieden sich für das günstige Sportarmband in Schwarz. Bei der Apple Watch, die ja auch mit anderen Armbändern kommt, ist die Verteilung gleichmäßiger, aber auch hier führt das günstige Sportarmband das Feld an. 28 Prozent entschieden sich für das Armband. Direkt dahinter, mit 25 Prozent, befindet sich das Milanese Loop Armband.

Was gibt es sonst noch über die Käufer zu erfahren? 72 Prozent der Apple Watch-Käufer haben in den vergangenen zwei Jahren mindestens ein Apple-Produkt gekauft, immerhin 21 Prozent der Vorbesteller waren auch dabei, als es darum ging, das iPhone 6 oder iPhone 6 Plus vorzubestellen.

Durchaus interessante Zahlen, wenn sie so denn stimmen. Immerhin handelt es sich um Hochrechnungen. Es wäre aber wenig überraschend, wenn Apple heute noch offizielle Zahlen bekanntgibt. Wir erinnern uns, Android Wear Smartwatches sollen sich 2014 lediglich 720.000 mal verkauft haben.

(via MacRumors)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

14 Kommentare

  1. Wie viel Geld kann man eigentlich ausgeben für eine Uhr, die man täglich bis mehrmals täglich laden muss?

  2. Soviel Geld wie einem so eine „Uhr“ wert ist?

  3. Richtig, muss jeder mit sich selbst ausmachen was bezahlen kann / will. Jeder hat ja auch andere finanzielle Mittel – für den einen sind 500€ viel Geld, für den anderen eher nicht.

    Ich spiele eigentlich auch mit dem Gedanken, mir eine zuzulegen – aber nur wegen den Notifications. Und da man die Watch „prominent“ am Handgelenk trägt, müsste dann auch das Edelstahlarmband her. Und dann wird das ein sehr teurer Spaß, leider.. Ich bin gespannt auf die ersten Langzeittests! Am liebsten würde ich die einfach mal ein paar Wochen ausprobieren!

  4. @Tim
    Nanednana..
    Mir sind bei den Laufzeiten 150€ noch zu viel für den gebotenen Mehrwert gegenüber einer normalen Uhr und der zu erwartenden Lebenszeit des Geräts.

    @Stephan
    Wóbei man das Armband ja auswechseln kann gegen ein normales, oder?

  5. Schlimm wie die Leute über die Akkulaufzeit herziehen aber dabei nie erwähnen das die Uhr nach den 18 Stunden Nutzungszeit in einen Modus geht indem die Uhrzeit noch weitere 72 Stunden angezeigt werden kann.

    Ich meine mich zu erinnern, dass Android Wear so etwas nicht bietet und das ganze Ding einfach nach 24h den Geist aufgibt?

  6. Akkulaufzeit hin oder her, die Dinger sehen in der Regel einfach nach nix aus – unabhängig ob von den vielen Android Herstellern oder Apple. Gerade als Mann trägt man ja sonst so gut wie keine Accessoires oder Schmuck, da finde ich die Uhr schon relevant. Und eine alte Omega, eine Junghans Max Bill und viele andere sind einfach schöne Uhren (klar, Geschmackssache).

    Und bisher finde ich keine Smartwatch auch nur ansatzweise ästhetisch (am ehesten noch die Moto 360, aber auch die ist Meilenweit entfernt von einem wirklich guten Entwurf. Und so trägt jeder Smartwatchträger mit so einem Toaster am Arm laut in die Welt, dass ihm seine technikaffinität wichtiger ist als Stil.

    Wobei das natürlich nur meine Meinung ist.

  7. „1Million“

  8. Guckt mal auf EBay…..dann wisst ihr, warum viele die Watch bestellt haben. Viele Bestellungen wurden wohl nur aus Profitgier getätigt, nicht weil die Besteller die Watch haben wollten. Wer nun nicht bis Juni warten kann und deshalb die überteuerten (teilweise zum doppelten Preis) Watches bei EBay ersteigert/sofortkauft, dem ist wirklich nicht zu helfen.
    Warum hat Apple eigentlich bei der Watch darauf verzichtet, die Abgabemenge pro Besteller auf eine Watch zu begrenzen? Machen die doch sonst immer so.

  9. @Domi

    Ich frage mich bei der Kritik an den 18 Stunden vor allem oft, ob die Leute heutzutage gar nicht mehr schlafen? Sechs Stunden Schlaf sollte man sich schon gönnen!

    In den Testberichten geht es ja in der Regel sogar in Richtung 20-22 Stunden. Da wird es mit der Nachtruhe dann ganz ganz eng 😉

  10. Man kann doch eigentlich nur warten bis ein paar unabhängige Berichte kommen. Zumindest ich traue den bisherigen Artikeln nicht komplett über den Weg.

    Und was mich wirklich stört: Man behauptet zwar, dass es die beste Smart-Watch ist, aber direkte Vergleiche zu anderen Uhren habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht wurde das auch untersagt?

  11. @ChackZz
    Es kommt immer wieder vor, dass man mal länger aus dem Haus ist, nicht?
    Und die Laufzeit gilt mal grundsätzlich für die Uhr ohne irgendwelche Apps oder gealtertem Akku. Wenn ich die 18h-22h nur die ersten 1-2 Monate lang habe bin ich dann ordentlich sauer, wenn ich plötzlich mit nur mehr 10h auskommen soll.

  12. GongGonzo says:

    @ChackZz: Die Uhr soll als Gesundheitstracker dienen, deshalb sollte man sie auch über Nacht tragen.
    Die einzige Zeit wo man sie ablegen sollte wäre beim duschen oder baden.

  13. Mit dem mehrmals täglich Laden ist als Kritikpunkt doch völlig überbewertet. Wozu gibt es denn Powerbanks? Einfach am Oberarm befestigen, dann Kabel zur Apple Watch und das Problem ist gelöst 😀

    Und klar: Man kann die Uhr auch beim Schlaf ablegen. Aber bietet die Apple Watch nicht auch die Möglichkeit des Schlaftrackings an? (wie GongGonzo ja schon andeutete) Das Feature wäre dann ja wertlos, wenn die in der Zeit am Ladegerät hängt. Die Powerbank am Oberarm könnte beim Schlafen doch etwas unbequem sein *g* Ich würde sie dann auch eher beim Duschen oder vielleicht beim Essen ablegen. Nur: Wie lange braucht die Apple Watch bis sie vollständig geladen ist?

    @XLarge: Wenn 250k (einfach mal irgendeine beliebige Zahl) davon nur aus Profitgier gekauft wurde, dann aber mitunter deshalb, weil die genau wissen, dass die es für diesen Preis auch loswerden könnten. Ob die 1 Millionen dann direkt bei ihrem künftigen Besitzer landen oder noch irgendwelche Zwischenstationen haben… die werden trotzdem ihre Abnehmer finden. Schließlich ist ein Apfel drauf.