Apple Watch im iFixit-Teardown: überraschend zugänglich

Nicht nur erste Vorbesteller haben ihre Apple Watch heute erhalten, sondern auch das Team von iFixit, den Allesauseinandernehmern. Für viele Käufer vielleicht interessant, gerade aufgrund des sowieso schon schwachen Akkus und der doch recht teuren Service-Gebühr, die Apple verlangt: es ist gar nicht so schwer an den Akku zu kommen, sodass er von geschickteren Händen sicher auch selbst getauscht werden könnte.

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Das Display verbirgt den Zugang zum Innenleben der Apple Watch. Ist diese Hürde einmal genommen, was mit Hitze und sanfter Gewalt zu bewerkstelligen ist, ist der Weg frei. So viel gibt es jedoch gar nicht zu sehen. Den meisten Platz nehmen der Akku und die Taptic Engine ein, das komplette System ist hingegen im S1-SoC untergebracht, ein in sich geschlossenes System.

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iFixit hat nicht nur die Apple Watch Sport auseinandergenommen, sondern auch die Edelstahl-Version. Ein Unterschied – außer den verwendeten Materialien – zeigt sich hier, die Digital Crown ist solider eingefasst, außerdem gibt es goldene Schrauben. Bei den verwendeten Schrauben macht es Apple den Bastlern wieder einmal ein Stück schwerer, es sind die kleinsten Schrauben, die iFixit bisher untergekommen sind, obwohl dies nicht notwendig gewesen wäre. Immerhin wird wenig Klebstoff verwendet, lediglich der Akku ist auf diese Weise leicht fixiert.

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Den kompletten Teardown findet Ihr bei iFixit, auf der Repairabilty-Skala erhält die Apple Watch 5 von 10 Punkten und schneidet damit besser ab, als so manch anderes Gadget aus Cupertino.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. Schon witzig, wie unterschiedlich darüber berichtet wird. Das sagt viel über den Verfasser aus.

  2. oder über die anderen Verfasser…oder viel eher über den Kommentierer 😉

  3. GongGonzo says:

    @lentille: Sagen wir es so für Apple Verhältnisse ist es gut. Interessant wär der Vergleich mit anderen Smartwatches, aber wie so häufig werden diese bei Apple-News gerne verschwiegen.
    Die Galaxy Gear 2 hat 8 Punkte bekommen, die Gear Fit 6 Punkte, die Moto 360 nur 3 Punkte, die G Watch 9, die G Watch R hat nur eine Nutzer-Anleitung mit Wertung „sehr leicht“. Die Pebble wird als unreparierbar bezeichnet.
    Mit 5 Punkte ist die Apple-Watch genau im Mittelfeld, schlechter als Samsung und Lg, besser als Moto und Pebble.

  4. @GongGonzo: „schlechter als Samsung und Lg, besser als Moto und Pebble.“ Na dann is ja alles gut.

  5. Le-NoirDogPène agressivo says:

    …ist zwar gut verpackt – fände es geil, wenn man demnächst die Teile vom Chinesen für €30 sich shipppen lassen kann und zusammenlötet. Man könnte auch 4-5 Akkus ans Armband kleben, wenn man mal die Größe jetzt sieht.

    Beim Thema Smartwatches warte ich aber noch auf „Verhaltensstudien“, bevor ich eine kauf. Bei Smartphones ist es ja so, das man Stress bekommt, wenn man ohne aus dem Haus geht sich quasi Nackt fühlt, weil man vom touchen süchtig ist. Innerhalb eines Jahres entfernt sich der Durchschnittsbenutzer im Jahr nie mehr, als 7 Meter und guckt statistisch alle 6 Minuten drauf. Interessant finde ich, das es sich bei erzwungener Enthaltsamkeit (Arbeit, Schule etc) es zu ähnlichen Effekten kommt, wie beim Wasserlassen – man kann irgendwann nicht mehr durchhalten, gibt nach und fummelt am Handy und je früher man nachgibt, desto häufiger wird nachgesehen.

    Viele Smartwatches sind sicherlich obsolet – weil die Zielgruppe stark auf das „Handyfummeln“ konditioniert ist. Deswegen sind es eher Bio Features und Modegedanke, die die Teile in den Mann bringen. Der Vorteil ist vor allen – das wir bessere Inputs…“Weitergabe von anonymisierten Daten zur Verbesserung“ etc. Wenn Motorolas Feature, das auf den Smartphones durch Analyse des Bewegungssensors den Bildschirm leichter entsperrt. Auch eine Bedienung Einhändige Bedienung durch den Tragearm halte ich für wichtig – sonst habe ich mit dem Handy weiterhin eine Hand frei und mit der Smart-Watch nicht. Mit einer Einkaufstüte in der Hand kann ich nicht die Uhr ablesen, weil man sie nicht zum Aktivieren antippen kann.

  6. Ein bischen ausführlicher hätte der Artikel durchaus sein können – aber auch mal die Kirche im Dorf lassen, der S1-SoC ist nicht austauschbar – wer von euch hat denn bitte im Smartphone oder Tablet schon den CPU oder GPU gewechselt? Sehr theoretischer Nachteil.

    Interessanter ist ja die Tatsache dass sich – wenn auch nicht vorgesehen – offenbar der Akku relativ schmerzlos entfernen lässt. Bleibt nur die Frage ob und wo man so einen Akku zum wechseln bekommt.

  7. Ich denke, das ist reiner Selbstzweck. Wenn die Uhr schwieriger zu reparieren wäre hätte Apple bei Reparaturfällen der höherpreisigen Modelle ein teures Problem.

    Vielleicht wird es auch iterative Hardware-Upgrades geben – das Gehäuse bleibt gleich und für 500(?) EUR wird durch Apple ein schnellerer Prozessor etc. verbaut. Damit würden die teureren Edition-Modelle (11k EUR +) auch mehr Sinn machen:
    Die Besitzer günstiger Apple Watches würden eine neue kaufen und die Besitzer der teuren könnten upgraden.
    Aber schwierig vorstellbar..

  8. Wow ,, Super … Gigantisch .. so Toll ….
    nun kommt mal wieder runter. Es ist einfach nur eine Uhr die – wie lange?, einen Tag? –
    die Zeit anzeigt 😉 Apple und Konsorten haben nun nicht gerade den „Flux-Kompensator“ zur Serienreife gebracht.
    Wenn ich mir den ganzen Teenie-Hype um ein belangloses Stück am Handgelenk so ansehe, muss ich zwangsweise an Manager in Bobby-Cars denken.