Apple verstärkt sich angeblich im Foto-Bereich

Nach Berichten von Techcrunch hat sich Apple eine neue Firma einverleibt. Machen große Firmen ja ab und an. Im konkreten Fall geht es um SnappyLabs mit der 99 Cent-App Snappycam, hinter der eine einzige Person steht. Das Besondere an der App dürfte die Tatsache sein, dass es Fotos im Burst Mode schneller in voller Auflösung aufnehmen konnte, als die Lösung von Apple selber – diese schafft 10 Bilder pro Sekunde, Snappycam die doppelte Anzahl.

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John Papandriopoulos, der hinter der App steht, hat (vereinfacht gesagt) den uralten JPG-Code studiert und dessen Algorithmen in Zusammenarbeit mit der ARM Neon-Plattform verbessert. Hierbei unterstreicht Apple mal wieder seine Ambitionen, neben einer guten Experience auch gute Fotos zu liefern. Bleibt natürlich die Frage, wie genau das neu eingekaufte Know How eingesetzt wird. Das iPhone 5s besitzt schon jetzt einen Burst Modus, der automatisch versucht, für seinen Nutzer das beste Bild zu finden. Hier könnte in Zukunft ein noch besseres Bildergebnis das Resultat des angeblichen Kaufes sein. Snappycam wurde mittlerweile aus dem App Store entfernt, die Webseite ist ebenfalls blank.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

9 Kommentare

  1. So wie ich das sehe ein reiner Kauf zum eigenen Nutzen. Funktion in iOS integrieren und App aus dem Store schmeißen. Die Person dahinter entweder weiter mitarbeiten lassen oder dafür entschädigen…
    Wobei Apple ja durch die strengen Kontrollen für neue Apps schon den Quellcode haben dürfte, diesen integrieren könnte und in direkte Konkurrenz zu dem Entwickler gehen könnte… – Vielleicht steckt ja doch mehr hinter dem Kauf…

  2. @konstantin
    das machen google und apple doch alle paar wochen… es wird eine kleine softwareschmiede aufgekauft und deren software wird man zukünftig teilweise in iOS oder android wiederfinden. das personal arbeitet nach dem kauf oftmals direkt für apple oder google und die patente werden natürlich auch übernommen. und „entschädigt“ werden die leute natürlich, besser gesagt sie werden oftmals mit millionen zugeschüttet.. das gilt oft nicht nur für den besitzer, sondern auch für die mitarbeiter, weil diese an startups in der regel beteiligt sind.

  3. @Konstantin: Wenn Apple einfach ein zu eins den Code der Apps verwenden würde, dann könnten die sich aber auf Klagen einstellen.

    – Entweder kommt dann eine Klausel in den Store Bedingungen auf, in der man das geistiges Eigentum an Apple abtritt, dann würde kaum jemand noch für den Store entwickeln
    oder
    – Sie werden wegen Diebstahl von geistigen Eigentum/Industriespionage verklagt, was fürs Image auch nicht förderlich wäre. Bisher sind sie zwar immer gut durch gekommen GUI/Maus von Xerox oder iPhone Design vom LG Prada, aber es können nicht alle so gutmütig sein.

  4. @klingbim
    das mit dem lg prada meinst du aber nicht ernst, oder? die gerichtsunterlagen haben ja gezeigt, dass das iphone design so um 2004/05 entwickelt wurde, da gab es dieses komische prada phone noch gar nicht. dehalb hat lg auch nie geklagt.

  5. Das sollten sie mal mit wirklich nützlichen Apps machen und diese integrieren, z.B. Lockinfo.

  6. Kommt dann sicher in iOS 8.0 als neues Killerfeature.

  7. @KlingBim
    Du hast wenig Ahnung von der Materie. Falls du wirklich Interesse hast: On Xerox, Apple and Progress. Von jemandem der es wissen sollte, denn er ist von Xerox zu Apple gewechselt.

    Zum Prada: du vergleichst dieses hier: http://cl.ly/S3os mit diesem: http://cl.ly/S4hr

  8. @HO: Das Prada wurde 2006 vorgestellt, auch LG wird nicht innerhalb eines halben Jahres ein komplettes Gerät entwickeln. Das Design ist sehr ähnlich zum iPhone und war auch eins der ersten Geräte die auf fingertouch Bedienung gesetz haben. Sie haben vermutlich einen ähnlichen Vorlauf von Prototypen wie Apple gehabt.
    Aber natürlich in der Apfel-Welt kann Apple nicht der böse sein, die Designer von LG haben sicher eine Zeitmaschine und dann von Apple das Design geklaut.
    LG hatte sogar schon eine Klage vorbereitet gehabt, der damalige Chef sagte aber, man möge lieber eine faire Konkurrenz und hofft auf neue Innovation am Markt. Sie waren sich sicher, dass man minimalistische Design auch nicht als Geschmacksmuster hätte schützen lassen können, wobei da hat Apple ja ein Gegenteil bewiesen. Das erste Prada sieht dem iPhone genauso ähnlich wie das Galaxy S, alle drei haben aber auch kleine Abweichungen.

    Apple hatte auch einen Großteil von Darwin bei FreeBSD schmarotzt ohne irgendwas zurück zu zahlen.

  9. „Ohne etwas zurück zu zahlen“. Oh man, da hat jemand Ahnung …