Apple hat vor ein paar Tagen einen ganzen Schwung neuer Hardware vorgestellt, dazu auch seine Betriebssysteme auf den aktuellen Stand gehievt. Während man bei iPad Air und iPhone SE der Modellreihe 2022 von Pflege sprechen kann, sind Apple Studio Display sowie Mac Studio mal wieder etwas Neueres in ihrer Kategorie.
Letzten Endes ist der Mac Studio ein Kraftprotz in einem kompakten Gehäuse, eine Workstation für alle, die wirklich ihre Kisten arbeiten lassen. Viele werden vermutlich nicht einmal den Mac mini ausreizen. Auf der anderen Seite gibt’s das Studio Display, ein 27-Zöller, von dem ich vermute, dass er mit einem LG-Panel ausgestattet ist. Schaut klasse aus, kostet aber mehr als der vergleichbare Wettbewerb – der meines Wissens nur von LG ernsthaft betrieben wird. Hier einmal ein paar Beiträge zu den Geräten:
Jedenfalls ist das Embargo gefallen und zahlreiche Journalisten, Blogger und YouTuber erzählen etwas über die neuen Geräte. Nicht überraschend ist das Echo bunt gemischt, letzten Endes ist vieles eben subjektiv und mehr als die nackten Benchmarkzahlen. Falls ihr euch das Ganze durchschauen wollt, ich habe mal etwas rausgesucht für euch.
Wall Street Journal: Da bemängelt man unter anderem auch die Webcam, aber noch mehr. „Wenn Sie sich nicht um die Qualität der Lautsprecher oder ein attraktives Aluminium-Design kümmern, aber Sie sind besessen von dem 5K-Bild, sparen Sie die 300 Dollar und holen Sie sich den 5K LG.“
The Verge:
Sixcolors: Der Mac Studio ist eine gute Wahl, wenn Sie sich dem Desktop-Lifestyle verschrieben haben und einen Bildschirm zur Verfügung haben (oder das neue Studio Display kaufen). Wenn Sie auch einen Laptop verwenden, sollten Sie bedenken, dass der Mac Studio mit dem M1 Max Prozessor fast die gleiche Leistung wie das MacBook Pro mit dem M1 Max Prozessor hat. Wenn der M1-Prozessor für Ihre Bedürfnisse ausreicht, brauchen Sie keinen Mac Studio – ein 24-Zoll-iMac ist ebenso geeignet wie ein Mac mini. Der Mac Studio ist nicht für jeden geeignet. Aber für alle, die schon immer von einem Gerät zwischen einem Mac mini und einem Mac Pro geträumt haben, das kein iMac ist, geht damit ein Traum in Erfüllung.
Techradar: Wer einen kompakten und leistungsstarken Rechner für die nächsten Jahre haben will, zudem Kreativ-Apps mit hohem Workload einsetzt, ist hier richtig. „Der Mac Studio ist wirklich kein Gerät für die breite Masse. Wenn Sie kein Kreativprofi sind, werden Sie diesen Mac nicht brauchen.“ Zum Sound des Monitors: Die räumliche Audiounterstützung war weniger beeindruckend. Wir haben ein paar Titel in Dolby Atmos ausprobiert und hatten nicht wirklich das Gefühl, dass der Sound aus unserer Umgebung kommt. Virtualisierter Surround-Sound ist immer eine Herausforderung und kann nie mit physischen Lautsprechern verglichen werden, und das gilt leider auch für das Studio Display.
CNBC: Die Bildqualität des Studio Displays ist gut, aber sie wird Sie nicht umhauen. Ich finde es gut, dass der Text dank der zusätzlichen Pixel schön scharf ist. Für Leute, die täglich stundenlang am Computer lesen, könnte es also eine Überlegung wert sein. Und obwohl es teuer erscheinen mag, ist es viel billiger als das Pro Display XDR, das Apple ebenfalls anbietet und das 4.999 Dollar kostet, bevor man den 1.000 Dollar teuren Ständer hinzurechnet.
The Verge: Das Studio Display zeichnet sich auch dadurch aus, dass es ein SDR-Display ist, ohne nennenswerte HDR-Modi. Apples High-End-iPhones, iPads und Mac-Laptops unterstützen alle HDR, aber das Studio Display erreicht maximal 600 nits, und Apple bietet in der Software überhaupt keinen HDR-Modus an. Auch hier kommt wieder die alte Technik der Hintergrundbeleuchtung ins Spiel: Echtes HDR erfordert lokales Dimmen, und das Studio Display verfügt nicht darüber. Das Studio Display bietet außerdem nur eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hz. Hier kauft man alte Panel-Technologie.
