Apple: Taiwanischer Fertiger bestätigt drahtloses Laden und Wasserdichtigkeit für kommende iPhone-Generation

Laut Aussage des taiwanischen Auftragsfertigers Wistron wird die kommende iPhone-Generation über „waterproof and wireless charging“ – also drahtloses Laden und Schutz vor eindringendem Wasser verfügen. Diese Äußerung fiel im Rahmen eines jährlich stattfindenden Meetings der Shareholder des Unternehmens. Dies gelte demnach für das zu erwartende 5,5-Zoll Modell, Apple soll den bisherigen Aussagen nach aber ebenso an einem weiteren 4,7-Zoll Gerät mit flachen Display und einem Premium-Modell mit leicht gebogenem Display arbeiten.

Wistron Chief Executive Robert Hwang äußerte, dass sich die bisherigen Fertigungsprozesse der vergangenen iPhone-Generationen nur wenig voneinander unterschieden haben. Allerdings bedürfen neue Features wie Wasserdichtigkeit und drahtloses Laden anderer Testbedingungen. Demnach erfordere gerade der geforderte Schutz vor Wasser einer generellen Überarbeitung der Fertigungsprozesse.

„Assembly process for the previous generations of [iPhones] have not changed much, though new features like waterproof and wireless charging now require some different testing, and waterproof function will alter the assembly process a bit,“ – Robert Hwang

(via Nikkei Asian Review)

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12 Kommentare

  1. Was sind denn flache Displays?

  2. Edge Displays können prinzipiell sinnvoll zur Darstellung von Informationen genutzt werden.

    Daraus ergeben sich beispielsweise folgende Fragen:

    1. Geschieht dies in der Praxis bereits, beispielsweise durch Samsung?

    2. Resultiert für durchschnittliche Smartphone UserInnen theoretisch praktischer Nutzen aus der Darstellung von Informationen via Edge Display?

    3. Nutzen durchschnittliche Smartphone Userinnen via Edge Display dargestellte Informationen?

  3. Meine Erwartung ist ganz einfach aufzuschließen zu Samsung, trotzdem ich iPhone User bin macht es mich neidisch wenn andere diese Features haben:
    -Quick Charging
    -OLED Display
    -Full HD oder mehr als Auflösung

    Das sind auch keine Träumereien, ganz einfache Features, die mittlerweile Standard sind. Nachdem das neue iPad vorgestellt wurde erwarte ich auch das True Tone Display mit 120Hz.

  4. Bartenwetzer says:

    Schutz vor eindringendem Wasser verfügen.

    Waterproof ist nur de übliche Schutz.

    Bedeutung der zweiten Ziffer der IP-Schutzklasse Die zweite Ziffer gibt an, wie wasserdicht das Gehäuse ist. Hier gibt es acht Abstufungen. 0 – Kein Schutz. 1 – Schutz gegen Tropfwasser. 2 – Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist. 3 – Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte. 4 – Schutz gegen allseitiges Spritzwasser. 5 – Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel. 6 – Schutz gegen starkes Strahlwasser. 7 – Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. 8 – Schutz gegen dauerndes Untertauchen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserdichtigkeit

  5. Apple wird keine Edge Displays verbauen, sondern nur halt die leicht abgeflachten Displayabdeckungen, wir sie derzeit schon beim iPhone genutzt werden.
    Wasserdicht ist ein iPhone jetzt schon, vielleicht wird die Schutzklasse erhöht.
    Das einzig interessante ist halt Wireless Charging. Mal sehen was das wird. Hört sich ja eher so an als wenn es kein induktives Laden ist. Es wird Strom also vielleicht einzige Zentimeter durch die Luft übertragen. Diese Technik gibt, allerdings sollte diese eigentlich dieses Jahr noch nicht Serienreif sein.

  6. Hatte ich gerade einen Schlaganfall oder wird das Deutsch der Kommentierenden wirklich immer schlechter?

  7. @Marek
    Das eine schließt das andere ja nicht aus. 😀

  8. @Jens
    So etwas wie „Quickcharging“ haben iPhones und iPads schon ewig. Ein entsprechend starkes Ladegerät vorausgesetzt. Apple bewirbt es nur nicht, weil es selbstverständlich ist. Die Technik ist halt nur etwas konservativer. Die Akkus werden nicht (bei bei Samsung und Konsorten) mit einer sehr belastenden Burst-Ladung schnellbetankt, sondern einfach nur kontinuierlich mit einem höheren Strom. 80% Akkuladung in 30min. bekommt Apple damit auch hin, nur etwas batterieschonender.

    OLED ist kein must have Feature. Ganz im Gegenteil. Wenn ich mir die OLEDs am Markt angucke, sind 99% aller Displays lediglich PenTile-Matrix Displays, deren deutlich sichtbare Schwächen (ausfransende Ränder bei Textdarstellung) von den Herstellern nur mit einer absurd hohen Pixeldichte kompensiert werden können, was den größten Vorteil eines OLEDs (geringer Stromverbrauch) mindestens egalisiert. Auch ist die Farbtreue häufig nicht gegeben. Einen gescheit kalibrierten sRGB-Farbraum hab ich bislang nur beim Note 4 und beim aktuellen S8 gesehen. Adobe P3 kann meines Wissens kein einziges Smartphone-OLED. Was am Ende vom OLED bleibt, ist der höhere Schwarz-Wert. Der ist an einem Smartphone, das meist draußen verwendet wird, so sinnvoll wie ein drittes Ei. Am Fernseher macht es einen Unterschied, aber nicht am Telefon.
    Hochwertige IPS-LCDs, wie sie im iPhone und iPad verbaut werden, haben keinen Grund, sich vor irgend welchen OLEDs zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Blickwinkelstabilität und Farbtreue sind immer noch eine Nasenspitze vor hochwertigen OLEDs.

    Auflösung ist auch nur Marketinggeschwätz. Bei einem Sichtabstand von smartphoneüblichen 15-20cm siehst du über 320ppi keine Pixel und keine Abstufungen mehr. OLED-Displays brauchen häufig höhere Auflösungen, um ihre gruselig PenTile-Matrix zu verschleiern. Alles was deutlich über 400ppi hinaus geht, ist kompletter Schwachsinn. Du siehst keinen Vorteil, hast aber alle Nachteile – hoher Stromverbrauch, schlechte Performance und mieserable Bildwiederholraten, weil die Timing-Chips Displays mit so hoher Auflösung oft nur noch mit maximal 30Hz ansteuern können. Das sieht man bei jeder Bewegung. Das aktuelle iPad Pro kommt mit seinen 264ppi (selbst da siehst du schon keine Pixel und keine Abstufungen mehr) auf Bildwiederholraten von 120Hz und ob du es glaubst oder nicht – DEN Unterschied siehst du sehr viel stärker, als absurd hohe Pixeldichten jenseits der 400ppi.

    Man muss diesen Spec-Overkill, der in der Android-Welt gang und gäbe ist, nicht mitmachen. Ganz im Gegenteil. Apple macht es schon richtig, nicht über jedes Stöckchen zu springen.

    Dass sie jetzt auch mit „wireless charging“ kommen – i couldn’t care less.
    Ich kenne es von meinem Nexus 4 und 5 und nichts hat mich jemals mehr genervt. Wenn das Gerät auch nur ein paar Millimeter vom Ladepuck/Ladematte rutscht, läd es schon nicht mehr. Beim Laden wird das Ganze zudem extrem heiß und die Ladeströme sind so gering, dass im Betrieb (Navi im Auto) die Akkuladung nicht mal gehalten werden kann.
    Zudem ist der Unsinn de facto gar nicht wireless, denn die Ladematte hat ein Kabel und ohne direkten Kontakt zwischen Matte und Telefon funktioniert auch bloß nichts.
    Ich bin am Ende dazu übergegangen, mir ein Qi-Dock zu kaufen, wo das Gerät fest drin steht und nicht verrutschen kann. Das funktionierte gut, allerdings war dann der Vorteil auch dahin. Ob ich das Telefon dann noch auf einen Steckkontakt stelle, macht real keinen Unterschied mehr.
    Man wecke mich, wenn Apple „true wireless charging“ anbietet, das keine Ladematte mehr braucht, sondern nur noch einen Sender in der Steckdose. Die Expertise hat Apple durch den Kauf entsprechender Unternehmen. Die Frage ist, wann der Kram marktreif wird. Bis dahin, kann mir der Unfug gestohlen bleiben. Alltagstauglich ist die aktuelle Technologie jedenfalls nicht.
    Wireless charging macht Sinn, wenn das Gerät so klein ist, dass kein Platz für einen Stecker ist, oder Wasserdichtigkeit ein Thema ist. Beispielsweise bei Smartwatches ist es also absolut sinnvoll. Aber ausgerechnet da setzt die versammelte Android-Welt auf anfällige Pogo-Pins und Apple auf Induktionsladung.
    Finde denjenigen, der sich wirklich Gedanken gemacht hat… 😉

  9. Sehr gut Micha!!

  10. @Micha
    Wenn es so vieler Worte Bedarf, um zu erklären, warum das iPhone dem ganzen Android-Kram überlegen ist, kann irgendwas nicht stimmen.

  11. @Micha naja, mit derselben Überzeugung hättest du vor ein paar Jahren vielleicht auch noch die Einheitsgröße des iPhones verteidigt oder die fehlende Notwendigkeit eines Notification Systems. Fakt ist, dass alle Anbieter um die Gunst der Kunden buhlen und sich dazu mehr oder weniger gute Innovationen einfallen lassen. Insgesamt profitieren alle von der Konkurrenz.

    Richtig ist, dass Apple sich meistens (unter Steve mehr) besonders bemüht, die Innovationen abzurunden.

    Letzter Punkt: drahtloses Laden ist natürlich sehr wohl praktisch (selbst Starbucks wollte mal Ladematten an den Tischen einführen) und wird heute leider noch zu oft der Jagd nach dem dünnsten Phone (danke Apple) und dem schnellsten kabelgebundenen Laden geopfert. Ich bin sicher, sollte Apple das jetzt endlich auch „erfinden“, entdeckt auch die Android Welt das Feature hoffentlich endlich wieder.

  12. Starbucks war so dumm und hat sich für Powermat entschieden. Die meisten dürften aber mit Qi-kompatiblen Geräten da reinlaufen. Die können sich dann einen Adapter kaufen, den bietet Starbucks auch an. Und das nachdem sich lange abzeichnet dass es wohl Qi werden wird. Selbst Apple nutzt Qi für die Watch, nur nicht offiziell. Apple aber ist erst seit diesem Februar Mitglied des Wireless Power Consortium, könnte darauf hinweisen dass es in Zukunft offiziell unterstützt wird.

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