Apple soll an Streaming-Bundle (Apple Music, TV+, News+, Arcade) interessiert sein, Musiklabels weniger


Apple möchte sein Geld künftig nicht mehr nur mit Hardware, sondern vor allem auch im Bereich Services verdienen, das gab der Konzern schon vor ein paar Jahren bekannt. Dazu gehört nicht nur Apple Music, sondern auch Apple Arcade oder das kommende Apple TV+ (in den USA auch News+). Alles Flatrate-Angebote, die sich im Fall von Arcade und TV+ auch ohne Zusatzkosten mit der Familie teilen lassen.

Während Apple Arcade und Apple TV+ jeweils 4,99 Euro pro Monat kosten, soll das noch nicht das untere Ende der Preise darstellen. Laut Financial Times soll Apple nämlich ein „Super-Abo“ planen, das mehrere Angebote bündelt. Deshalb werden nun bereits die Plattenlabel nervös, da sie um Einnahmen fürchten, wenn Apple den Preis weiter senkt, quasi unter die branchentypischen 10 Dollar pro Monat für das Musikstreaming geht, wenn andere Angebote im selben Paket vorhanden sind.

Apple soll demnach bereits an Plattenfirmen herangetreten sein, um ein Bundle-Angebot aus Apple Music und Apple TV+ zu besprechen. Allerdings gebe es noch keine konkreten Preisgespräche. Preislich dürfte Apple sehr flexibel sein. Denn während Apple für Musik Lizenzgebühren bezahlen muss, ist dies bei den eigens produzierten Inhalten für Apple TV+ logischerweise nicht der Fall. Da es Apple aktuell vornehmlich darum gehen soll, eine große Nutzerbasis zu generieren, könnte das ein recht einfacher Weg sein, um Gewinne kann man sich ja später kümmern.

Auch hat Apple noch ein wenig Zeit, um ein solches Angebot auszuarbeiten. Denn Apple TV+ wird es beim Kauf eines neuen iOS-Geräts erst einmal ein Jahr lang kostenlos geben. Das heißt, dass nächstes Jahr im November dann zahlreiche Nutzer vorhanden sind, die sich eventuell in zahlende Kunden umwandeln lassen. Ein Bundle-Angebot wäre da sicher hilfreich, wenn es noch einmal günstiger ist.

Spannend dürfte da aber auch werden, wie zum Beispiel Spotify reagieren möchte, denn Spotify als hauptsächlicher Audio-Anbieter hat da relativ wenig Spielraum, das Angebot durch zusätzliche Inhalte attraktiver zu machen. Zwar kann Spotify mit exklusiven Podcasts punkten, dann hört es aber auch schon wieder auf. Laut Plattenfirmen sollen die Verhandlungen mit Spotify zudem schwieriger sein als mit Apple, letztere geben wohl von sich aus schon eher mehr für Künstler – was dann allerdings auch wieder die Angst der Labels vor einem Bundle-Angebot schlecht begründet.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. „[…]Spotify als hauptsächlicher Audio-Anbieter hat da relativ weit Spielraum, das Angebot durch zusätzliche Inhalte attraktiver zu machen“

    Du meinst sicher „wenig Spielraum“, ansonsten könnte ich die Aussage nicht nachvollziehen. 🙂

  2. Nun ja, wenn man schon die einzelnen Abos anbietet, liegt das Super-Abo doch nahe. Das wird sicher ein Renner. Musik, Videostreaming, Spiele!

  3. Problematisch wird’s es nur sein wenn Apple irgendwann keine Konkurrenz hat wie beim Smartphone. Dann werden die Preise sehr schnell steigen.

  4. ich bin mal gespannt, denn aktuell kostet ein Jahresabo Music 99€. wenn die da noch für zB 2€ im Monat zusätzlich oder für nen 20er im Jahr ihr Filmabo zupacken, könnte das sicherlich für viele interessant werden.
    kommt aber auch auf den Inhalt an.

  5. Jo, würde ich instant buchen. Am besten für das ganze Jahr. AppleTV, Music udn Arcade. 200€ würde ich für die Familie buchen.

    Nur das Zeitungs Abo ist in Europa nicht verfügbar.

  6. Warum machen dienste wie Spotify nicht einfach zum lleichen Preis wie jetzt Streaming ohne Datenreduktion möglich? die Kataloge dürften ja eh im Cd-Format vorliegen . Und der Musikindustrie kann es doch egal sein ob man nun mit 300nochwas kb/s ogg streamt wie spotify in der höchsten qualität oder gleich unkomprimiert. Die meisten werden das zwar mit ihren Devices nicht hören , aber es wäre ein gutes marketingargument und man muß noch nicht mal was neues basteln . einfach ne stufe Auflösung mehr in die App einbauen . Und auf nem guten Streaming-aktivlautsprecher oder ner anlage mit nem Streaming-DA-Baustein am eingang hört man es dann , gute masters vorausgesetzt doch .

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