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Apple Pay: Laut Banken nicht nur für Apple ein Erfolg in Deutschland


Apple Pay ist keine neue Erfindung, lediglich in Deutschland ist es noch gar nicht so lange verfügbar. Seit etwas mehr als einem Monat kann man das mobile Bezahlsystem auch hierzulande nutzen. Nicht jeder, denn Sparkassen und andere Banken halten erst einmal nichts davon, den Dienst auch zu unterstützen. Während man unter Android wenigstens noch mit eigenen Angeboten an den Start gehen konnte, sieht dies unter iOS anders aus, wohl mit ein Grund für das anhaltende Jammern der Sparkasse.

Wie die Süddeutsche Zeitung nun berichtet, war der Start von Apple Pay in Deutschland ein voller Erfolg. Nicht nur für Apple, sondern auch für die teilnehmenden Banken. Mehr als eine Million Geräte habe man registriert, konkrete Zahlen dürfen die Banken aber nicht nennen. Dennoch gibt es ein paar Eckdaten, die durchaus interessant sind.

Bei Comdirect gab es entsprechendes Wachstum ab Tag 1 von Apple Pay, Anmeldungen im fünfstelligen Bereich, mittlerweile fast sechsstellig. Die Deutsche Bank wird durch den Start von Apple Pay mehr Kreditkarten los. Um 7 Prozent sei der Bestand seither gewachsen. Die Hypovereinsbank bescheinigt hingegen ein größeres Interesse als bei anderen Produkteinführungen.

Auch N26 meldet sich zu Wort. Einen deutlichen Anstieg bei den Neukunden hatte man zum Start von Apple Pay in Deutschland verzeichnen können. Boon, die bereits vor dem offiziellen Start über Umwege Apple Pay in Deutschland angeboten haben, bläst ins gleiche Horn. So sei die Nutzerzahl allein in den ersten Stunden nach Release von Apple Pay um 20 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig soll der Hype um Apple Pay dafür gesorgt haben, dass sich mit dem Thema auseinandergesetzt wird. Alternative Bezahldienste würden vermehrt heruntergeladen, Apple Pay soll gar dafür sorgen, dass diejenigen profitieren, die Apple Pay gar nicht unterstützen. Zum Beispiel, weil sie die hierzulande weit verbreitete Girocard unterstützen.

Auf jeden Fall scheint mobiles Bezahlen langsam in Deutschland anzukommen. Nicht nur die theoretische Möglichkeit, sondern vor allem die praktische Nutzung wird sich mehr und mehr durchsetzen. Praktisch ist es allemal. Kein Gekrame nach Karte oder gar Bargeld, einfach Smartphone oder Apple Watch an das Terminal und gut.

Seit dem Start von Apple Pay habe ich meine Karte nicht mehr gezückt, allerdings habe ich auch noch nicht mit dem iPhone bezahlt. Das wäre irgendwie genauso wie mit Karte. Die Nutzung der Apple Watch spart aber in der Tat Zeit. Nicht nur durch das Entfallen des Kramens, sondern auch wegen des Wegfalls der PIN-Eingabe. Uhr ranhalten, fertig – mehr ist es nicht, keine andere Methode ist schneller. Und die Sparkasse? Die macht lieber das mit den Fähnchen.

Was sagt Ihr zu Apple Pay gut einen Monat nach Start? Oder nutzt Ihr Alternativen?

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