Apple möchte Nutzer in den USA mit iOS 10 zu Organspendern machen

apple logo artikel retroDass Organspenden wichtig sind, brauche ich wohl keinem erzählen. Dennoch sind diejenigen mit einem Organspendeausweis in der Tasche viel zu selten anzutreffen, da spielt es keine Rolle ob man sich in Deutschland oder auf der ganzen Welt umschaut. In den USA könnte es ab Herbst aber zu einem Anstieg der Organspender kommen, nämlich dann, wenn Apple iOS 10 veröffentlicht. In der Health-App wird man sich direkt als Organspender im nationalen Organspenderverzeichnis registrieren können. Als Grund nennt Tim Cook übrigens das lange Warten von Steve Jobs auf eine Spenderleber 2009. Der gleiche Grund, den Mark Zuckerberg auch 2012 angeführt hat, als Facebook diese Funktion erhielt. Gute Sache, die hoffentlich viel genutzt wird. Erst einmal nicht in Deutschland, aber auch hierzulande ist es nicht schwer, sich als Organspender zu registrieren. Probiert es ruhig einmal aus.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. Manche sagen auch Motorradführerschein dazu. Klasse Aktion, hab während dem Zivi schon oft erlebt, dass das Ausschlachten einer Person vielen anderen das Leben retten kann.

  2. „Registrieren“ ist wohl in Deutschland der dezent falsche Begriff für „ein Stück Papier ausfüllen“ auf dem Organspendeausweis steht.

  3. Einige Krankenkassen verschicken so einen Ausweis mit ihren Mitgliedszeitschriften. Ansonsten reicht eine Email an die Kasse, dann wird der Ausweis zugesendet. Man ist nicht registriert und kann auch jederzeit den Ausweis vernichten, wenn man seine Meinung ändert (warum auch immer).

  4. „Probiert es ruhig einmal aus.“ finde ich in dem Zusammenhang etwas seltsam. Als wenn man Organspender sein ausprobieren könnte.

    Aber auch die Wortwahl eines Kommentares hier lässt doch sehr zu wünschen übrig.

  5. Hab auch einen Ausweis, kenne aber auch genug Leute die sich pattu kein solchen Ausweis holen wollen, ist zwar ihr gutes recht, aber mal ehrlich, was wollen die mit den noch vilt. guten Organen wenn die Tot sind?!

  6. Habe vor 4 Jahren ein Organ bekommen, bin mittlerweile wieder 100% Berufstätig und habe fast wie keine Probleme. Ich kann nur sagen das ich jedem dankbar bin der bereit ist anderen Menschen auf diese Art zu helfen. Wenn mein Spender das nicht gewesen wäre würde ich heut nicht mehr leben.

  7. Wer soll der Begünstigte der Spenden sein ? Apple selbst ? Erinnert mich an den alten Artikel „Apple Fans Chopping Off Hands In Anticipation Of New iHand“ hier:
    http://www.theonion.com/video/apple-fans-chopping-off-hands-in-anticipation-of-n-19084

  8. In der Schweiz kann die Organspenderkarte ebenfalls in einer „offizielle App“ ausgefüllt werden. Diese Angaben lassen sich in vielen CH-Spitälern auslesen auch wenn das Phone gesperrt ist. Alle Infos dazu:
    https://www.swisstransplant.org/de/organspende-transplantation/spender-werden/digitale-spendekarte/

  9. @Dario, danke für den Hinweis. Bin kürzlich in die Schweiz gezogen und hab mich schon gefragt, ob die hier von meinem Organspendeausweis Gebrauch machen können. So ist es wahrscheinlich einfacher.

  10. Wolfgang Denda says:

    Eine praktische Sache! Wenn mal wieder ein Bonze Ersatzteile braucht, weiss er auch gleich, wo er sie findet. Zufällig verunglückt der Spender auch noch zum passenden Zeitpunkt, mit seinem computergesteuerten PKW…

  11. Christian says:

    @W.Denda – einfach einen Spenderausweis bei Dir tragen, auf dem steht, dass Du der Entnahme widersprichst. Die Vordrucke haben vier Optionen zum Ankreuzen/Ausfüllen. Ich hoffe nur, dass Du nie in eine Situation kommst, in der Du (zu) lange auf das Organ eines Spenders warten musst.

  12. Moralischer Druck ist nun wirklich fehl am Platze. Manche mögen in Ruhe Abschied nehmen und nicht ihre Lieben zum „Ausschlachten“ wegschieben lassen, solange alles „noch gut“ ist. Menschlichkeit hat viele Seiten. Vergesst nicht, wir bleiben alle sterblich.
    Ein neues Organ ist kein Handy und ein Sterbender kein „Lieferant“, der mal keine Zicken machen soll.

    Ich hoffe auf baldige Fortschritte beim Nachbau von Organen.

  13. Organmangel, ein typisch amerikanisches Problem. Wir hier im EMEA-Raum haben das ja schon beträchtlich effektiver organisiert: http://www.independent.co.uk/news/world/europe/refugee-crisis-sold-for-organs-people-smugglers-trafficker-a7119066.html

  14. Schöne Aktion. Wie wär’s, wenn Microsoft was Ähnliches mit der selben Penetranz wie die Windows-10-Updateerinnerungen bringen würde? 😉
    Ich wäre sowieso für ein „Opt-Out“ für Organspenden – daß große Problem ist ja, daß die allermeisten nicht wirklich dagegen sind, zu spenden, sondern sich einfach nur keine Gedanken drüber machen (wollen) oder zu faul sind.

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