Apple mahnt Entwickler ab, deren Apps Standortdaten mit Drittparteien teilen

In der EU geht grad ein Gespenst mit dem Namen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) um, die die Verarbeitung von personenbezogenen Daten innerhalb der EU vereinheitlichen und für mehr Schutz sorgen soll. Spätestens ab 25. Mai müssen sich alle Unternehmen daran halten, die eben jene Daten verarbeiten, dazu gehört auch Apple. Der Konzern aus Cupertino hat den Entwicklern mit CloudKit bereits diverse Tools zur Verfügung gestellt, die die Datenverwaltung vereinfachen sollen, nun folgt eine Initiative zur Bereinigung des App Stores.

Apple nimmt im Moment Apps aus dem hauseigenen Store, die offensichtlich Standortdaten der Nutzer an Dritte weitergeben bzw. verkaufen. Die Nachricht an die jeweiligen Entwickler spricht von einem Verstoß gegen Paragraph 5.1.1 und 5.1.2 der App Store Review Guidelines. 

The app transmits user location data to third parties without explicit consent from the user and for unapproved purposes.

Um die App wieder zulassen zu können, darf kein Code, Framework oder SDK enthalten sein, welche gegen diese Richtlinien verstoßen. Weiterhin sollen die Entwickler dem Nutzer erklären, warum Daten gesammelt und wie diese verarbeitet werden und nicht einfach nur die Erlaubnis einholen.

Im Moment ist noch unklar, wie breit diese Initiative ist. In jedem Fall gut, dass Apple hier durchzieht und sich darum kümmert.

5.1.2 Data Use and Sharing
(i) You may not attempt, facilitate, or encourage others to identify anonymous users or reconstruct user profiles based on data collected from depth and/or facial mapping tools (e.g. ARKit, Camera APIs, or Photo APIs), or data that you say has been collected in an “anonymized,” “aggregated,” or otherwise non-identifiable way. You may not use or transmit someone’s personal data without first obtaining their permission and providing access to information about how and where the data will be used.
(ii) Data collected from apps may not be used or shared with third parties for purposes unrelated to improving the user experience or software/hardware performance connected to the app’s functionality, or to serve advertising in compliance with the Apple Developer Program License Agreement.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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2 Kommentare

  1. Richtig so Apple!
    Hab nach dem FB-Skandal, alle Apps die Daten an Dritten weitergeben, von meinem iPhone geputzt. Dazugehörige Accounts geschlossen! Vermissen tue ich nichts, fühle mich definitiv besser!

  2. Das klingt doch possitiv. Schade das man aktuell nur von Apple hört die etwas durchziehen wollen.
    Wie schauts bei Google aus? Die Apps dort im Play Store strotzen nur so von abgreifen von Daten.

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