Apple macOS: Bug bläst Größe von Bilddateien unnötig auf

Unter Apple macOS gibt es die ab Werk vorinstallierte App „Image Capture“ alias „Digitale Bilder“. Über die Anwendung ist es möglich, Fotos und Videos schnell von anderen Geräten zu importieren. Nun wurde aber ein Bug entdeckt, der die Importierung nicht ganz so lohnenswert erscheinen lässt. Denn die Dateigröße von Bildern wird unnötig aufgeblasen.

Der Fehler tritt unter bestimmten Umständen unter macOS Catalina auf. So erlebt ihr den Fehler nur, wenn ihr Bilder von einem iPhone oder iPad via Digitale Bilder importieren wollt. Versucht ihr dann etwa HEIF-Aufnahmen auf den Rechner zu ziehen und deaktiviert die Option „Originale behalten“, dann wandelt die App die HEIF- zu JPG-Dateien um. So weit, so gut. Jedoch kommen pro Bild 1,5 MByte an unnötigen Dateien hinzu, sodass die importierten Dateien zu groß werden.

Das Problem ist transparenter, wenn man über einen Hex-Editor einen Blick in die Dateien wirft – dann entdeckt man einen Bereich voller Nullen – das ist der Verursacher. Nun klingen 1,5 MByte pro Bild zunächst nicht so schlimm, doch wer viele Fotos importiert, erreicht da schnell große, unnötige Datenmengen. Gerade für Anwender, die eventuell ein Gerät mit nur 128 GByte Kapazität verwenden, kann das ärgerlich sein.

Apple wurde über das Problem informiert. Ob und wann das Unternehmen den Bug ausmerzen will, ist aber noch offen.

(Update: Betroffen sein sollen wohl Anwendungen, die auf das ImageCaptureCore.framework setzen, das wäre dann auch Lightroom von Adobe)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Zusammenfassung des Problems:
    “Der Fehler tritt … unter macOS Catalina auf.”

    Ja, klar, wo denn auch sonst? Was Apple hier abzieht, ist unter allen Kanonen. Ich gehöre unterdessen auch zur Gruppe jener, die so schnell kein grosses Release mehr mitmachen – und die habe ich vorher immer etwas belächelt. Catalina hat eine Menge Geschirr zerschlagen. Zum Glück konnte ich meine Rechner noch auf Mojave downgraden – auch wenn der Aufwand erheblich war. Mir tun diejenigen fast schon leid, die jetzt einen neuen Mac kaufen und Catalina verwenden müssen!

    Sorry für den Rant, ich bin zurzeit nicht sooooo gut auf Apple und deren Qualitätsvorstellungen zu sprechen.

    • Thomas Neidlinger says:

      Nachdem es bei iOS 12 ja schon einige Probleme gab zu Beginn, sollte iOS 13 ja das große Wartungsupdate sein, das alles fixt. Irgendwie sind die Releases, die letztes Jahr rauskamen, extrem von hartnäckigen Fehlern gespickt…

      • @Thomas:
        Eher umgekehrt. iOS 11 war nicht gut. iOS 12 war das Update schlechthin. iOS 13 wurde wieder schlecht, und vielleicht wird iOS 14 das wieder richtigen.

        Dieses Mal sind aber warum auch immer mehrere Apple OS von Bugs und mehr betroffen.

        • Bugs gab’s immer. Wer denkt, dass damals alles besser war, hat wohl nie Lion, Snow leopard oder noch frühere Versionen genutzt.

          • Thomas Neidlinger says:

            Davon hat ja keiner gesprochen. Aber von Mavericks bis High Sierra hatte ich sehr wenig Probleme, danach waren es auch nur Kleinigkeiten, bis Catalina, wobei das auch nicht soo wild ist. Aber bei iOS wurde es irgendwann schlimm und nie wieder du gut wie vorher.

            • Ich habe keine Probleme mit iOS. Die Bugs kenne ich, aber ob man davon betroffen ist, das ist halt individuell. Was Design, UI/UX, Features, usw angeht, geht es mit jeder Version in die richtige Richtung. Und das Schlimmste an Catalina ist für mich, dass iTunes aufgesplittet wurde und jetzt verschiedene Icons mein Dock vollstopfen.

  2. westernworld says:

    um mal eine (relative) lanze für apple zu brechen sie haben mit 10.15.5 beta meine blurtooth-hölle gefixt die sich unter 10.14.6 öffnete. das erspart mir einen teuren flug zum amoklauf in cupertino. aber es ist schon wahr in catalina waren bugs die niemals das licht der öffentlichkeit hätten erblicken dürfen und die schon in der schlimmsten prerelease public beta aller zeiten sichtbar waren.

  3. Habe bisher null Probleme. Die Open Beta läuft einwandfrei…….

  4. Im Moment is irgendwie alles etwas kaputt und in ein paar Monaten wollen sie neues vorstellen. Die WWDC schauen ich mir an aber erwarten werde ich nichts… gibt so viele Baustellen vom letztem Jahr.
    Die iCloud Ordner Freigabe haben wir erst jetzt bekommen und noch nicht mal die ist fertig auf Windows werden die geteilten Ordner nicht mal angezeigt auf iOS 12.xx hingegen kann man die Ordner sehen und die Dateien verwenden. Hoffentlich bekommen sie es mal in den Griff etwas auch mal fertig zu stellen.
    Es sind Kleinigkeit die einfach nervig sind, das man den mac nicht mit der Watch Endsperren kann wenn wifi aus ist in einer beta ging es mal.

    Siri is die Hölle auf jedem Gerät ein anderen Funktionsumfang warum ???
    Nur der home pod kann einen zweiten Timer stellen über CarPlay kann sie mir nicht Sagen was 10€ in $ sind und am mac geht die home Steuerung nicht immer und ohne Internet kann sie nicht mal nen Titel weiter.
    Da könnte ich ne ganze Liste machen was wie wo geht oder auch nicht….

  5. Man muss schon sagen, dass Mac OS die letzten Major Releases deutlich nachgelassen hat. Gefühlt steckt man wesentlich mehr Arbeit in iOS und iPadOS. Bin daher auch vor kurzem von einem MacBook Air auf ein iPad Pro umgestiegen. Man könnte schon fast Absicht dahinter vermuten. Man muss sich nur mal anschauen, was Apple die Jahre über mit der Mac-Sparte angestellt hat.

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