Apple macht sich wieder ein wenig unbeliebter bei mir: NAS und Time Machine

Apple hat bei mir wieder Sympathiepunkte gesammelt. Ganz viele sogar. Ich besitze unter anderem eine Apple-Kiste. Viele meiner Leser auch. Des Weiteren besitze ich ein NAS (Network Attached Storage). Auf diesem habe ich einen iTunes-Server laufen, der meine Musik im ganzen Haushalt streamen kann. Ausserdem an Bord: die Möglichkeit, per Apples Time Machine meine Daten regelmäßig zu sichern. Ein zentraler Ort im Netzwerk für alles. Zwei fette Platten im RAID.

 

Nun aber kommt bald Mac OS X Lion. Apples neues Betriebssystem. Und was macht man im Hause Apple? Richtig, man kickt erst einmal die Unterstützung für sämtliche Umsetzungen der externen TimeMachine-Lösungen, die eben nicht Apples Time Capsule sind. Zur Info: auf den Network Attached Storages wird, weil von Apple eben nicht anders erlaubt, immer eine Open Source-Lösung des iTunes-Servers (FireFly) und der Time Machine eingesetzt.

Die MacWelt sagte dazu: „Seit 2009 gibt es von Apple die Time Machine Network Interface Specification (TMNIS). Darin ist festgelegt, welche Funktionen der AFP-Server (Apple Filing Protocol) auf einem Netzlaufwerk (NAS) umfassen muss, um zu Time Machine kompatibel zu sein (Time Machine Server Requirements).“ Bislang ist kein einziges NAS kompatibel zur neuen Funktion in Mac OS X Lion.

Klar, jetzt könnte man sagen: „mir egal – müssen sich die Hersteller darum kümmern, dass sie eine neue Firmware für ihr NAS bereit stellen.“ Bleibt folgende Sache: vielleicht werden einige Hersteller das gar nicht machen, weil die eingesetzte NAS-Serie in ihren Augen zu alt ist – oder vielleicht handelt es sich um ein Mullu Mullu-NAS von irgendeinem Billigheimer, der sich einen Shice um den Support kümmert. Der Kunde ist auf jeden Fall der Benachteiligte.

Tja, was kann man Menschen raten, die ein NAS haben, auf dieses per Time Machine sichern bald auf Mac OS X Lion aktualisieren? Wohl oder übel: abwarten und Tee trinken – und aus Sicherheitsgründen vielleicht eine externe Festplatte zu Rate ziehen. Ja, Apple will sein eigenes Ökosystem schützen, es allen so einfach wie möglich machen und Inkompatibilitäten ausschließen. Ich persönlich schüttle jetzt erst einmal den Kopf. Ja, jetzt dürfen natürlich alle auf mich einschlagen, weil ich die Gedankengänge einer Firma nicht verstehe. Vielleicht will Apple Hersteller auch nur zwingen, die 2009 veröffentlichten Spezifikationen einzuhalten. Ich kann momentan auch leider nicht jedes NAS, bzw. jeden hersteller überprüfen. Ich bin auch mal auf Windows 8 gespannt, dieses bringt gerade im Systemsicherungs- und Backup-Bereich viel Spannendes mit. Mal sehen, wohin mich mein Betriebssystem-Leben noch so führt 😉

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caschy

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85 Kommentare

  1. Klappt das auch nicht mehr mit dem Umweg über ein Sparseimage auf dem NAS-Zieldatenträger?

  2. Das ganze hat eben seine Vor- und Nachteile. Es hat eben viel mit Apples Zielgruppe zu tun uns das sind ÜBERWIEGEDN (nicht dass sich jetzt jemand gebashed versteht) Menschen, die sich in der komplizierten Computerwelt nur als Anwender verstehen wollen. Jedes Problem kostet Kunden, und das möchte man vermeiden weil man als Problemlos gelten möchte.

    Des einen Freud, des anderen Leid

  3. Tja, wenn ich gehässig wäre, würde ich wohl sagen: Selbst schuld, man weiß doch, dass Apple eine goldene Käfig-Lösung ist! Da ich das nicht bin, spare ich mir das und freue mich, dass ich mittlerweile nicht eine Komponente mit einem angebissenen Apfel mein Eigen nenne 😉

  4. Dann hat sich ein Upgrade auf Lion erst einmal erledigt…

  5. na toll, und ich habe Time Machine im Zusammenspiel mit einem Nas immer gelobt: einfach, kabellos, läuft im Hintergrund….
    Und nun? Time capsule kaufen? Ja, bestimmt toll, aber einfach zu teuer, und keine Lust noch ein Gerät hier aufzustellen… -.-

  6. Ich bin nicht sicher, aber woher hast du die Info, dass Apple mit diesem Schritt andere Lösungen aussperren will?

    Betrachtet man das etwas weniger Emotional könnte man das auch Fortschritt nennen und ich fress nen Besen wenn die gängigen NAS-Hersteller da nicht zügig nachziehen. Wenn sie’s nicht tun wärs eher sinnvoll die zu bashen. Ich bin mit Synology hier immer gut gefahren und hab auch noch nicht erlebt, dass NAS-Systeme die 2 oder 3 Jahre alt sind von Softwareupdates ausgeschlossen zu werden. Man nennt das ja auch Fortschritt und Hersteller die den nicht mitgehen finden bei mir eher wenig Beachtung.

    Im übrigen ist laut kurzer 2-Minuten-Recherche die aktuelle Software der Synology-Diskstations mit den letzten Lion-Releases (DP4, GM) kompatibel und Time Machine funktioniert. Kann das selbst mangels Lion aber nicht testen. So viel zu „kein einziges NAS kompatibel“.

    Aber so ein Rant ist natürlich immer mal was schönes und bei Deiner Zielgruppe erntest du mit Apple-Bashing sicher immer viel Beifall 😉

  7. Das kommt unerwartet und habe ich so nicht mitbekommen!
    Unglaublich, das gurkt mich jetzt extrem an, habe ich doch nun zu Hause komplett auf eine Synology DS211+ und meinen Eigenbau Server gesetzt!
    Ich hoffe das gibts schnell einen Workaround – zumindest für den Server…

  8. @Helmi

    „Betrachtet man das etwas weniger Emotional könnte man das auch Fortschritt nennen“

    auf jeden Fall eine interessante Betrachtungsweise
    bin zwar kein Apple-Freund aber in der Regel machen die sich schon reichlich Gedenken – welche das sind, werden sie uns sicherlich bald mitteilen 😉

  9. @Frank: ich habe die Synology auch hier und kann erst testen, wenn ich Lion habe. Werde dann auch – weil ich beruflich damit zu tun habe – darüber berichten.

  10. Das_Schaf says:

    Das Problem liegt daran dass Apple nun bestimmte Eigenschaften im AFP Protokoll zwingend voraussetzt. In allen mir bekannten Fremdlösungen kommt dafür Netatalk zum Einsatz. Die Jungs welche Netatalk pflegen haben die geforderten Eigenschaften in der aktuellen Version (2.2) eingebaut. Allerdings wollen Sie wohl etwas mehr Geld damit verdienen und haben die Version noch nicht auf Sourceforge freigegeben (siehe auch http://tinyurl.com/6hlr3of). Die OEM Hersteller müssten für die aktuelle Version zahlen um wieder Time-Machine kompatibel zu bleiben.

  11. Der Richtige Weg wäre, die NAS-Hersteller dazu zu drängen, die Time Machine Network Interface Specification von 2009 endlich vollständig umzusetzen. In der steht drin, was ein Netzwerkspeicher unterstützen muss, damit Time Machine damit funktioniert. Bisher hat TM darüber hinweggesehen, und die ganzen „Buh, Daten verloren, Time Machine #fail“ gingen alle an Apple.

  12. Damit tut sich Apple nun wahrlich keinen Gefallen. Ich werde mit dem Update auf Lion nun auch warten (müssen). Andernfalls hätte ich mir das sicher geholt.

  13. Als Alternative, für Leute die eine NAS haben, die noch nicht einmal das AFP beherscht:
    http://preview.tinyurl.com/5vow2vc

    Ich sichere so meine Macs seit ca 1 1/2 Jahren. Also seitdem ich bei OS X gelandet bin.

    Nicht die Königsklasse der Lösungen aber ein hübscher Workaround.

    Edit: laut einem bekannten funktioniert das auch unter Lion. Er konnte das aber nur auf einem der ersten Builds testen

  14. Sag auf dem letzten Bild steht deine NAS da in der Luft?

  15. Die NAS Hersteller setzen fast alle Netatalk ein, Samba hat die Unterstützung großer Firmen, Netatalk hat fast nichts. Daraus ergibt sich auch, dass nur wenige an Netatalk arbeiten.
    Die nächste Version 2.2 wird zu Lion kompatibel sein, aber im Moment fehlen einfach die Leute und das Geld um die Spezifikationen einzuarbeiten.

  16. Hab den Artikel komplett nicht verstanden!? A) Was hat der iTunes-Server (FireFly) mit Time Machine zu tun? B) Time Machine und NAS ging schon immer nur über einen Umweg. Daher auch keine wirkliche Änderung mit Lion.

    Ich hab keine Time Capsule von Apple. Stink normale Festplatte mit NAS. Time Machine nutze ich je her damit. In der letzten Dev-Version von Lion konnte ich keine Einschränkung feststellen. Warum auch?

  17. @Jason: du hast ein NAS oder eine Festplatte? Geht irgendwie nicht so hervor 😉

  18. @caschy: Synology DS411Slim NAS

    Hab wie gesagt nicht verstanden, was sich nun ändern soll. Um mein NAS mit Time Machine zu nutzen, musste ich halt einen Umweg gehen (Stichwort „Image erstellen“). Das geht unter Lion genauso wie unter Snow (Leopard).

  19. Naja: externe 2,5″ dran, TimeMachine dadrauf. Das jeder sein eigenes Süppchen kocht/kochen will – DAS hat nich der Steve erfunden. Da waren andere VIEL früher da…

    Warum sind damals wohl die Torx-Schrauben erfunden worden? Wieso bin ich mit 21, als ich noch als Werkzeugmacher gearbeitet habe, mit metrischen UND Zoll Schrauben/Inbusschlüsseln rumgelaufen?

    Weil mir das Spaß gemacht hat? Ne, ich hätt in der Montage die erste Vorrichtung/Maschine justieren können und die zweite nicht – weil die vielleicht aus „Ami-Land“ war. :mrgreen:

  20. @Ben

    sorry mein lieber ab der 2. absatz macht ja nun gar kein sinn. wenn es änderungen gibt die einem nicht gefallen dann bloggt man negativ darüber. das hat dann auch nichts mit „Mimimi“ zu tun. durch diese änderung, wenn sie sich bestätigt, für leute die ein NAS nutzen, extrazeit oder extrageld anfällt, dann ist das ein kritikpunkt. ganz einfach.

  21. @Pietz: Verstehe ich ja. Aber solche Änderungen sind eben normal, das ist der Lauf der Dinge. Was meinst du, wie oft ich da meckern müsste… Wenn man gleich von Anfang an ein ordentliches NAS hat (oder einen Server, oder eine externe Festplatte, oder eine Time Capsule), hat man keine Probleme. Vor allem ist es ja nun nicht so aufwändig, eine neue Software zu nutzen.

    Und an alle: Was spricht eigentlich dagegen, auf dem NAS eine Freigabe für Time Machine anzulegen? Ginge das nicht als 2-Minuten-Workaround?

  22. Keine Ahnung, was die MacWelt da getestet hat, aber gründlich war es nicht. Bisher musste man zuallererst mal in den „systempreferences“ den Eintrag „TMShowUnsupportedNetworkVolumes“ ändern. Unter Lion ist halt jetzt noch ne zweite Prüfung, die man allerdings genauso abschalten kann. Time Machine + NAS ohne eine Time Capsule war doch schon immer „unsupported“. Jetzt ist der Workaround halt ein Befehl mehr! Ich glaub die MacWelt wollte eher den Hype um Lion nutzen.

  23. @Jason: man musste bislang gar nichts ändern.

  24. an diejenigen hier, die eine Berechtigung zur Kritik hier in Frage stellen: Hier ist einfach das Problem, dass Apple irgendeinen eigensinnigen Mist zwanghaft umsetzen will, anstatt einfach die bestehenden offenen Standards zu nutzen. Fragt mal Linux-Leute die mit git-, rsync- oder sonst dergleichen ihre Backups an einen Server schicken. Da ist es nahezu völlig egal was das für ein Server es ist, Hauptsache ist nur, dass der Speicher des selbigen irgendwie über FTP, HTTP, WebDAV, SSH oder sonst dergleichen erreichbar ist. Alles andere ist Angelegenheit der Software welche die Daten anlegt und wieder ausliest. Und hier failed Apple eben gewaltig, dass sie da einen speziellen Dienst auf den Server voraussetzen. Eine entsprechende Software auf dem Client sollte vollkommen ausreichen.

  25. @ Ben(@bentastically): Nur weil etwas ist wie es ist muss man es noch lange nicht hinnehmen. Dann könnten wir ja gleich alle den Kopf in den Sand stecken, die Politik machen lassen wie sie will und nach uns die Sintflut. Sorry, aber solche Bemerkungen bringen echt niemanden was.

  26. Da ich mich auch gerade mit einer brauchbaren Backup Lösung beschäftigte möchte ich hier nachfragen welches NAS ihr verwendet? Gibt es eine Produktempfehlungen die ein muss ist?

  27. So war das natürlich nicht gemeint, ich sage nur, dass das Problem ja wohl nicht soooooo groß ist. Wer ein Mullu-Mullu-NAS kauft, um ein paar Kröten zu sparen, der hat halt das Problem, dass der Support nicht so gut ist…

  28. Wenn Apple seine Arbeit richtig machen würde, dann wäre es völlig egal ob ich einen hochwertiges oder ein „Mullu-Mullu-NAS“ benutze, weil selbst ein „Mullu-Mullu-NAS“ in der Regel mindestens Dateiübertragung per FTP unterstützt. Und das sollte auch vollkommen ausreichen.

  29. Headhunter says:

    @Helmi

    Deine Apple-Verteidigung ist ja wirklich erheiternd. Ich möchte ein Foto vom „Besen-Fressen“!

    Apple kommt mir nicht ins Haus.

  30. @BenWagener, nein, über FTP wird das nie gehen. Timemashine kannst du dir in etwa wie rsync vorstellen wo dann noch heftig Gebrauch von hardlinks gemacht wird. Dafür ist FTP überhaupt nicht gemacht.

  31. mich würde es als apple user schon ankotzen dass dieses time machine dingens überhaupt einen dienst auf dem backup gerät vorraussetzt. wozu gibt es FTP,SMB oder was auch immer

  32. Ich frage mich wieso hier alle über Apple herziehen.
    Fakt ist:

    1) Es werden von der TimeMachine bestimmte AFP-Funktionen benötigt, was von Apple einwandfrei dokumentiert wurde
    2) Netatalk stellt diese in der Version 2.2 bereit
    3) Außer Netgear hat keiner der NAS-Hersteller was an die Netatalk Entwickler bezahlt, daher bekommt nur Netgear die Version 2.2, weil die Entwickler von Netatalk nicht bereit sind, alles für umme zur Verfügung zu stellen und nur an zahlende Kunden ausliefern

    -> Die Hersteller der NAS sind selber schuld! Wenn Netgear bezahlen kann, dann können auch die anderen.

  33. Vorschlag zur Änderung des Titels:
    NAS Hersteller machen sich bei mir wieder ein wenig unbeliebter
    (auch wenn es für „unbeliebt“ keinen Komparativ gibt 😛

    Ich les (bald: las?!) hier eigentlich gerne wegen der Aktualität. Aber immer öfter sind die „Artikel“ hier nur kurz runtergeschrieben und wenig recherchiert. Ja, „Hater“, „hier is umsonst“, „musste hier nich lesen“…babababa.

  34. Danke Caschy für den Hinweis! Ich hatte mich schon kundig gemacht und bisher keine Stolpersteine auf dem Weg zu Lion entdecken können und wollte eine Woche nach Release updaten. Jetzt werde ich erstmal verfolgen, was in den Synology-Foren besprochen wird und erst, wenn alles geht, updaten.

    An die Synology-Nutzer: Nein, Time Machine geht nicht mehr wie gewohnt mit 10.7, aber es wird anscheinend daran gearbeitet und am 19. Juli soll eine neue DSM-Version herauskommen (3.2), die dann hoffentlich alles benötigte unterstützt. Entsprechender Thread im Synology-Forum: http://forum.synology.com/enu/viewtopic.php?f=64&t=34294

  35. @ Volker: Dann nehmen wir halt meinetwegen z.B. WebDAV, SMB und NFS. Das sind alles offene Dienste, wovon einer mindestens von der absoluten Mehrzahl der NAS-Geräte jeweils unterstützt wird und nun wirklich ausreichen sollten. Wichtig ist nur, dass es ein offener, weit verbreiteter Standard zur Kommunikation ist und nicht irgendein eigenes Süppchen das Apple im Wesentlichen nur für sich kocht.

  36. Obwohl ich Apple in vielen Bereichen bewundere, sind es genau diese Spielerein, die mich davon abhalten alles mit Apple Produkten zu bearbeiten. Nach einer Reihe von Problemen mit Itunes (der Serviceist wirklich engagiert, kann aber nichts für die Software), habe ich mich zu einem Gerätemix entschieden.

  37. Ich denk mal dass beide Seiten, NAS-Hersteller, als auch Apple in naher Zukunft eine Lösung anbieten werde. Ähnlich war es doch als mit einer der letzten iTunes Versionen plötzlich die, eigentlich iTunes kompatiblen FireFly-Server von iTunes nicht mehr erkannt wurden. Schnell war die Vermutung da Apple wolle diese freie Version des iTunes Servers aussperren. Mittlerweile redet niemand mehr davon… kurzum würd‘ ich nicht direkt eine böse Absicht hinter dem Timemachine-Problem sehen.

  38. Freedom and Choice are your friends. Apple is evil!

  39. Weia weh, was treibt Menschen dazu, Apple hier so stark zu verteidigen… Ich glaube nichtmal, dass die bei Stevie in Lohn und Brot stehen – sondern vielmehr teuer für irgendwelche „must-haves“ zahlen…

    Ich verstehe, dass TimeMaschine so spezielle Anforderungen stellen „muss“. Mit „ist halt zwingend so“ hat das aber nichts zu tun, lediglich mit „Apple will halt Kohle machen“. Man vergleiche mal den Preis einer TC mit normalen externen Festplatten, NAS oä. Es gibt KEINEN Grund, weshalb es einer speziellen Verbindung bedürfe, außer vielleicht einer dann besonders guten Performance mi anderer. Aber auch dann gäbe es KEINEN Grund, auf andere, kompatiblere, Methoden zu verzichten.

    Außer der Gier eines Fallobst-Konzerns…

  40. Umfasst das nur den echten NAS-Support? Oder wird auch die Lösung mit einer Festplatte an der Airport Extreme nicht mehr funktionieren?

  41. Geht der TMShowUnsupportedNetworkVolumes Workarround unter Lion noch, oder nicht?

  42. Hoffe für die Mac Jünger, dass die neue Lösung was durchdachter wird, als das VPN Paket von Synology *g*

  43. @JSG:

    NIEMAND muß ´ne TC kaufen – TimeMachine läuft an jeder normalen externen, und die muß man ja nich bei Apple kaufen… :mrgreen:

  44. @ Kekz: In der letzten Version die ich getestet habe, ging es. Daher verstehe ich die ganze Aufregung auch überhaupt nicht. Apple legt – wie jeder andere auch – fest, welche Spezifikationen unterstützt werden. Wenn die Hersteller entsprechender Geräte (NAS) sich nicht dran halten, oder es gar nicht erst implementieren, was hat Apple dann damit zu tun? Etwas erfahrenere Anwender nutzen dann halt den Workaround, und müssen ggf. mit Nachteilen leben.

    Ich hab sogar noch ein zweites NAS hier rumstehen. Das würde ich gerne nutzen. Geht leider nicht, weil der Hersteller ein eigenes Protokoll nutzt. Die entsprechenden Treiber gibt es nicht für Win 7. Soll ich jetzt Microsoft dafür die Schuld geben? Wohl kaum.

  45. Western Digital gibt in seinen Foren bekannt, das Problem auf dem Schirm zu haben und an einer neuen Firmware für seine NAS-Produkte zu arbeiten: http://community.wdc.com/t5/My-Book-Live/OSX-Lion-DP4-amp-Time-Machine-Error/td-p/204182

  46. @ Jason:
    1. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob irgendein Software-Produzent meint einen speziellen Dienst vorauszusetzen den er selber und nicht irgendein offenes Standardisierungskonsortium definiert hat oder ob ein NAS-Hersteller meint einen proprietären Dienst anzubieten. Das eine fällt eben in die Verantwortung des Software-Produzenten und das andere in die des NAS-Hersteller.
    2. Wie kommst du denn darauf, dass du Microsoft die Schuld geben solltest dafür, dass du unter Windows 7 ein NAS nicht nutzen kannst, dessen Hersteller keine aktualisierten Treiber produziert? Damit würdest du ja genau der falschen Logik folgen, die du hier zu Gunsten von Apple versuchst anzuwenden indem du den schwarzen Peter den Betroffenen des Problems zuschiebst anstatt dem Verursacher.
    3. Es ist extremst vermessen zu verlangen, dass sich mal eben die NAS-Hersteller an der Implementierung eines Standards finanziell beteiligen sollen, welcher von nur einer Firma verlangt wird, deren hier relevante Software von weniger als 10% aller Beteiligter auf dem Markt genutzt wird. Dies ist insbesondere deswegen vermessen da es über 90% oder aber zumindest klar mehr als die absolute Mehrheit der restlichen Beteiligten schaffen offene, weiter verbreitete Standards zu verwenden, für die es auch entsprechend offene Implementierungen gibt. Also bekomme doch bitte mal die Relationen klar!

  47. Das_Schaf says:

    Das regelt der Markt doch selber. Mac-User wollen eben die TimeMachine auf ihrem NAS nutzen. Wenn einige Hersteller bei den Änderungen nicht nachziehen werden die Umsätze sich damit ganz einfach auf andere Hersteller verlagern. Und je nach dem wie hoch der Mac-User-Anteil eines Herstellers ist, wird er es sich gut überlegen, ob er mit den Änderungen nachzieht oder die User ziehen lässt.

  48. Tja, wer Apple vertraut, ist selbst schuld…

  49. think different oder so ähnlich ^^ …

  50. @Caschy,

    was für eine NAS nutzt du?
    möcht mir auch eine anschaffen.

  51. coriandreas says:

    Genauso veräppelt fühle ich mich von Mozilla bzgl. FF 3.6 und Erweiterungen/Addons. Ein grosser Teil wird nicht mehr weiterentwickelt oder ist noch nicht aktualisiert. Teilweise wurde der Schritt zu v4 vollzogen, aber nicht zu v5 oder v6. Ich warte auch erstmal ab. Da ich für verschiedene Interessen mehrere portable FF-„Installationen“ betreibe, habe ich auch schon 2 davon mit v5 (die v4 ist ja bereits schon veraltet!), 3 weitere laufen mit der letzten von v3 weiter, auf der Suche nach Alternativen zu den alten v3-Addons. Und weils so schön ist, nutze ich auch noch portable Chrome’s. Die portablen Opera’s aber wegen des intensiven Speicherverbrauchs jedoch erst im neuen 16GB-FM1-System wieder.
    Aber zum Thema zurück: Bei nem OS, das ja nicht portabel ist (naja, VM’s gibts auch…), ist das Ganze nicht so leicht wie beim FF.

  52. OK, Apple setzt endlich auf sichere Authorisierung für Backups und ist dann der Buhmann, weil Dritthersteller dies nicht implementieren?

    Dann schaltet man es halt wieder aus (sofern dies in der Final auch funktioniert):

    http://www.alexanderwilde.com/2011/04/os-x-lion-connection-error-with-afp-and-workaround/

    Ich selber hoffe einfach, dass Netgear für mein NAS eine neue Firmware bringt…

  53. @ Stefan: Das hätte man auch mit offenen Standards umsetzen können, welche man nicht neu implementieren müsste. Aber Apple kocht halt lieber sein eigenes Süppchen…

  54. Der Zoo-Direktor gibt bekannt says:

    Husch, husch, bitte weitergehen, es gibt keinen Grund die Zoo-Bewohner zu provozieren. Werft noch ein paar Peanuts zu den Insassen der goldenen Käfige, dann nichts wie nach draußen und genießt eure Freiheit.

  55. Wow, man muss offenbar nur „Apple“ und eine Kritik am Konzern in eine Überschrift schreiben, um möglichst viele Schwarz-Weiss-Seher und Apple is Evil-Trolle auf den Plan zu rufen.

    1. Niemand muss eine TC für Backups nutzen. Man muss nichtmal Time Machine für Backups nutzen.
    2. Wozu sollte Apple auf offene Protokolle setzen, wenn sie die einzigen sind, die mit Time Machine arbeiten?
    3. Es scheint ja offenbar längst Lösungen zu geben, um NAS wieder für Time Machine Backups nutzen zu können.
    4. Lion ist nichtmal erschienen und trotzdem wird sich hier über Kleinigkeiten mokiert.

  56. Gegenfrage Teo:
    Wieso muss Apple unbedingt ein eigenes Protokoll kochen, obwohl die bestehenden offenen völlig ausreichen? Kann es sein, dass sie das absichtlich machen nur um Kunden, welche die Time Machine nutzen wollen, möglichst auch dazu zu nötigen Apple Hardware zu nutzen? Klar gibt es noch Möglichkeiten das zu umgehen. Aber allein schon Ansätze das so zu verfolgen erachte ich für Kritisierungswürdig, bei Microsoft würden Apple-Fanboys das genauso machen… Und nein ich bin kein Microsoft-Fanboy, genauso wenig wie ich Linux-Fanboy bin, auch wenn ich überwiegend Linux-User bin. Alle Plattformen haben ihre Vor- und Nachteile…

  57. @Ben

    Huch, Apple benutzt sein eigenes Protokoll, um dies in seine Produkte zu implementieren. DAS ist natürlich böse, klar. Was wären denn von dir aus gesehen die alternativen, welche sie nutzen sollten? NFS? SMB? RFS?

  58. @ Stefan: Es ist an sich nicht direkt böse. Nur wie es eingesetzt wird, das ist daneben. Darüber hinaus ist es einfach mal völlig überflüssig. NFSv4 reicht vollkommen. Und wenn man NFSv4 drin hat, kann man auch SMB unterstützen. Für beides gibt es fertige offene Implementierungen und beide sind wesentlich verbreiteter als die Apple-Suppe, wobei NFS natürlich die offenere Alternative ist.

  59. @Ben
    Ausser Linux gibt es so gut wie kein OS, dass ausschließlich auf offene Standards setzt. Wieso sollte Apple es dann?

    Weiterhin kann man davon ausgehen, dass Time Machine vor allem eine Backup-Lösung für DAUs ist. Möglichst einfach soll alles sein. Wer ein NAS zuhause stehen hat, ist aber bestimmt kein Otto-Normal-Nutzer und kann dementsprechend bei größerem Funktionsbedarf, auf Alternativen zurückgreifen.

    „Alle Plattformen haben ihre Vor- und Nachteile…“
    Da stimme ich dir vollumfänglich zu.

  60. @ Teo:
    „Ausser Linux gibt es so gut wie kein OS, dass ausschließlich auf offene Standards setzt. Wieso sollte Apple es dann?“
    Wieso sollten sie es nicht tun? Nur weil andere etwas auch falsch machen, ist das doch noch lange kein Grund selber es auch falsch zu machen. Software- und Hardware-Produzenten sollten sich doch auf dem Markt durch die Qualität ihrer Produkte behaupten und nicht indem sie künstlich unnötige Restriktionen schaffen, welche die Nutzer in unbequeme Zwänge versetzen.

    „Weiterhin kann man davon ausgehen, dass Time Machine vor allem eine Backup-Lösung für DAUs ist. Möglichst einfach soll alles sein.“
    Das ist doch kein Argument dagegen offene Standards zu nutzen.

    „Wer ein NAS zuhause stehen hat, ist aber bestimmt kein Otto-Normal-Nutzer und kann dementsprechend bei größerem Funktionsbedarf, auf Alternativen zurückgreifen.“
    Du wirst dich wundern, aber auch andere Hersteller bringen ready-to-use-NAS-Geräte raus. Die DAUs die wirklich so simpel gestrickt sind, dass sie es nicht mal fertig bringen ein fertig bestücktes NAS über eine Weboberfläche zu konfigurieren, welches z.B. mit Bonjour oder UPnP angesprochen werden kann und haste nicht für unterstützende Funktionen hat der wird sich auch keine TimeCapsule holen. Bei solchen Leuten kann man froh sein, wenn sie sich wenigstens ne externe Platte holen und einem nicht die Ohren voll heulen, wenn ihre Platte gecrasht ist und sie nicht mehr an ihre Daten kommen.

  61. @Ben
    Genau, vom Regen voll in die Suppe. Wieviele NAS unterstützen denn „Out of the Box“ NFSv4?

  62. @ Stefan:
    Bei Mindfactory haben die erstbesten 6 die ich finden konnte und welche hinreichende Informationen in der Produktbeschreibung preisgaben alle entweder NFS oder SMB oder gar beides unterstützt.

  63. „Die DAUs die wirklich so simpel gestrickt sind, dass sie es nicht mal fertig bringen ein fertig bestücktes NAS über eine Weboberfläche zu konfigurieren, welches z.B. mit Bonjour oder UPnP angesprochen werden kann und haste nicht für unterstützende Funktionen hat der wird sich auch keine TimeCapsule holen.“
    Und genau deshalb funktioniert Time Machine eben nicht nur mit einer Time Capsule, sondern auch mit jeder USB-Festplatte. Das Backup über ein NAS (TC mal eingeschlossen) ist ein nettes Extra dabei, aber keine Vorraussetzung.

  64. @ Teo:
    Und auch das ist wiederum kein Argument gegen die Nutzung von offenen Standards bzw. für die Verwendung eines eigenen Standards. Und wenn es wirklich so wenige wären, welche mehr als eine externe Festplatte wünschen, würde Apple doch sicherlich die TimeCapsule gar nicht erst anbieten…

  65. @Ben
    NFS ja, aber meist NFSv3, jedenfalls sah ich das als Resultat meines Query durch die ProduktDB… Danke

  66. @ Stefan: Was für ne ProduktDB?

  67. @Ben
    Die ProduktDB unseres Lieferanten. Dort ist an NAS vertreten, was Rang und Namen hat, und dürfte für einen schnellen Check aussagekräftig genug sein. und NFSv4 kann ein verschwindend kleiner Teil aller aktuell lieferbaren Geräte bei Auslieferung.
    Btw.: SMB meinst du ja nicht ernsthaft als alternative, oder?
    Dies ist bei mir auf dem NAS z.B. komplett ausgeschaltet, da ich keine Clients verwende die SMB nutzen… Und NFSv3 ist mit verschiedenen Unix-Flavours schon ein Glückspiel.
    Aber wie gesagt, ich bin damit zufrieden, dass Apple sein AFP benutzt, und vertraue darauf dass mein NAS Hersteller ein Update für Lion nachliefert.

  68. @ Stefan:
    Was spricht denn deiner Meinung nach gegen SMB?
    Und meinst du das Abenteuer mit den verschiedenen Flavors wird besser, wenn ständig Firmen wie Apple meinen ihr eigenes Süppchen zu kochen anstatt mal gemeinsam an klaren Standards zu arbeiten? Sorry, aber du hast bisher kein einziges Argument für AFP gebracht. Sondern immer nur Ausreden und Ablenkungsmanöver.

  69. @ Stefan:
    Davon mal abgesehen, wäre es ein weit verhältnismäßiger Anspruch von Apple, wenn sie NFSv4 voraussetzen würden als die neue Version ihres eigenen Standards. NFSv4 ist schon lange ein offener Standard für welchen schon lange entsprechend offene Implementierungen vorhanden sind. Das würde also weniger Aufwand für die NAS-Betreiber bedeuten, als die Netatalk-Unterstützung einzukaufen. Und wenn die TimeCapsule und die TimeMachine mit so einem offenen Standard arbeiten würden, wäre es auch leichter für Entwickler anderer Plattformen entsprechend deren Services zu nutzen, damit man, falls man nicht nur Apple sondern verschiedene Plattformen nutzen, entsprechend von den verschiedenen Geräten auf die gleichen Daten zugreifen kann.

  70. @Ben
    Du wirfst hier weiter Sachen durcheinander, AFP ist sauber dokumentiert und ein offener Standard. Apple wirft keinem Entwickler einen Stock zwischen die Beine, wenn er einen AFP Dienst anbieten will. Dass nun das Netatalk-Team keine Lust mehr hat, die Quellen kostenlos zur Verfügung zu stellen, kannst du kaum Apple vorwerfen.
    Wo habe ich denn Ausreden und Ablenkungsmanöver benutzt? Bitte kalibriere mal deinen Paranoia-Detektor. Im Gegensatz zu dir verlange ich von einem kommerziell geführten Unternehmen nicht, seine eigenen Entwicklungen zu Gunsten Dritt-Produkten nicht zu benutzen. Was ich zu AFP sagen kann? AFP funktioniert bei mir seit ich Apple Produkte benutze hervorragend. Mit NFS in den verschiedenen Implementierungen habe ich genügend Erfahrungen in die andere Richtung. Wenn alle OS-Flavours denselben Standard bzw. Version benützen würden, könnte dies anders sein, de Facto ist es dies aber nicht. Das Netz ist voll von Anleitungen, wie man Solaris, HPUX, AIX; irix etc. dazubringt, einigermassen brauchbar via NFS Daten zu tauschen. Just my 2 Cents.

  71. @ Stefan:
    „Du wirfst hier weiter Sachen durcheinander, AFP ist sauber dokumentiert und ein offener Standard. Apple wirft keinem Entwickler einen Stock zwischen die Beine, wenn er einen AFP Dienst anbieten will. Dass nun das Netatalk-Team keine Lust mehr hat, die Quellen kostenlos zur Verfügung zu stellen, kannst du kaum Apple vorwerfen.“
    Nein ich werfe hier keine Sachen durcheinander. AFP mag sauber dokumentiert sein, aber auch nur bei Apple und Apple kann es jederzeit ändern. NFS hingegen ist ein IETF-Standard, wird also von einem unabhängigen Konsortium verwaltet. Natürlich kann ich Apple keinen Vorwurf daraus machen, dass die Netatalk-Gruppe ihre Arbeit nicht mehr umsonst macht. Ich kann Apple aber einen Vorwurf draus machen, dass sie die Netatalk-Gruppe überhaupt erst notwendig machen, da sie A ihr eigenes Protokoll-Süppchen kochen und B noch nicht einmal eine offene Implementierung dafür zur Verfügung stellen. Und das kann ich besonders deswegen, da Apples eigenes Betriebssystem selber Unixoid ist und die somit auch einst von einer offenen Plattform profitiert haben.

    „Wo habe ich denn Ausreden und Ablenkungsmanöver benutzt? Bitte kalibriere mal deinen Paranoia-Detektor.“
    Wo bin ich denn Paranoid. Zeig mir mal die Stelle wo du ein sachliches Argument für AFP gebracht hast! Du hast immer nur nach Argumenten gesucht warum diese und jene Alternative nicht gut sei, wobei du das bei SMB noch nicht mal sachlich getan hast.

    „Im Gegensatz zu dir verlange ich von einem kommerziell geführten Unternehmen nicht, seine eigenen Entwicklungen zu Gunsten Dritt-Produkten nicht zu benutzen.“
    Da stellt sich doch die Frage warum man hier angesichts der offenen Standards überhaupt sein eigenes Süppchen kochen musste. Hat doch Apple keiner zu gezwungen oder? Im Gegenteil für Apple wäre es ein leichtes gewesen die offenen Implementierungen aufzugreifen und sich an einer ordentlichen Entwicklung eines gemeinsamen offenen Standards zu beteiligen. Hätte für Apple wohl auch weniger Kosten bedeutet.

    „Was ich zu AFP sagen kann? AFP funktioniert bei mir seit ich Apple Produkte benutze hervorragend. Mit NFS in den verschiedenen Implementierungen habe ich genügend Erfahrungen in die andere Richtung. Wenn alle OS-Flavours denselben Standard bzw. Version benützen würden, könnte dies anders sein, de Facto ist es dies aber nicht. Das Netz ist voll von Anleitungen, wie man Solaris, HPUX, AIX; irix etc. dazubringt, einigermassen brauchbar via NFS Daten zu tauschen. Just my 2 Cents.“
    Und wieder ist das kein klares Argument ausschließlich für AFP oder gegen offene Standards. Klar funktioniert es. Aber Apple hätte genauso funktionierende Produkte z.B. basierend auf NFSv4 produzieren können. Und wenn das so ein relativ großer Player getan hätte, dann wäre es doch für die anderen Firmen auch eine größere Motivation gewesen diesen Standard ordentlich umzusetzen. Ich weiß auf jeden Fall aus der Linux-Szene, dass da etliche Leute ihr NAS über NFSv4 und WebDAV nutzen. Und wenn das irgendwelche Heimfrickler mit Linux schaffen, dann sollte das doch Apple mit seinen Produkten genauso schaffen. Sie können ja dann sagen, „wir berufen uns aus Spezifikation xy und testen die Funktionalität nur mit unseren eigenen Produkten“. Dann ist es an den NAS-Herstellern diese Spezifikation einzuhalten was immer noch verhältnismäßiger wäre, als so einen Kleingruppenstandard einzuhalten.

  72. @Ben: Ein kleiner Hinweis am Rande: Unter Mac OS X ist rsync genauso wie das Mounting von NFS-Laufwerken nativ möglich, ich sehe also nicht ganz das Problem. So kann nun doch jeder so sichern, wie er gerne möchte und wer eben den bequemen Weg über Time Machine gehen will, kann das ruhig tun.

  73. Danke beastmaster 2k, dass du mir noch ein Argument gegen AFP lieferst. Wenn NFS sowieso schon Teil von Mac OS ist, warum muss man dann noch ein zusätzliches Süppchen kochen? Ist doch vollkommen unnötig. Und wer garantiert mir (ja hier bin ich etwas paranoid, aber das hat Apple mit seiner Politik auf dem iPhone und dem iPad selber verschuldet), dass Apple nicht demnächst auch bei MacOS alles nur noch über den AppStore laufen lässt und dann unliebsame Konkurrenz-Produkte aussperrt, sodass der Dau der wirklichen Komfort wünscht quasi gezwungen ist die TimeMachine zu verwenden? Da sage ich nur: Wehret den Anfängen!

  74. @ florian: Kann qnap nur wärmstens empfehlen. Sind zwar im Vergleich nicht die Billigsten, aber mit sehr guter firmware, die ständig weiter entwickelt wird (z.B. werden nun WLAN-Sticks für den USB-Port unterstützt). Je nach Modell auch sehr performant, hab selber ein QNPA TS-239 pro II. Aber gibt auch wesentlich kleinere/größere NAS vom Hersteller, je nach Anwendungsgebiet/Geldbeutel: http://www.qnap.com/de/

  75. Paul Brusewitz says:

    Guten Tag!

    Naja …

    Mit dem abgebildeten NAS von LG wirst Du mit Firmwareupdates nicht viel Glück haben. Bisher kam da sehr wenig und wenn etwas kam und man gesehen hat, was gefixt und wie wenig verbessert / ergänzt wurde, dann hat es einem fast die Schuhe ausgezogen. Ich habe selbst so ein Teil (verdammte Armut!) und ich muss sagen, dass ich die mitgelieferte zusammen geschusterte Software, die Firmwareupdates und den Service von LG (sowohl telefonisch, als auch via Chat) unterirdisch finde.

    Es wundert mich nicht, dass viele User das Ganze gleich kicken und die alternative Firmware von TANTALUS benutzen.

    Trotzdem interessanter Artikel. Ich überlege nämlich mit dem nächsten Rechner auf Apple-Mac umzusteigen. Insofern kann ich da im Moment gar nicht genug Input bekommen.

    Freundliche Grüße

  76. Ich sag’s jetzt mal so: Wer genug Zeit hat, den ganzen Tag in Blog-Kommentaren zu diskutieren, der hat auch genug Zeit eine USB-Festplatte für’s Backup anzuschließen 😉

  77. @Ben
    Also, du erwartest von mir, dass ich sachliche Argumente pro AFP nenne, welche sachlichen Argumente pro NFS, WebDAV oder SMB hast du denn bis jetzt genannt?

    Meine Anmerkungen zu den einzelnen Protokollen:

    SMB (nicht! Samba):
    Kein offen dokumentierter Standard. Viele Erweiterungen in SMB/CIFS sind von Microsoft bewusst nicht nach Aussen dokumentiert.

    Samba:
    Aus meiner Sicht nur eine Ersatzlösung, wenn man kein Microsoft Produkt als Server verwenden will.
    Warum ich selbst kein Samba benutze:
    Läuft zwar sicher unterdessen stabil, da ich keine nativen SMB Clients benutze, für mich kein Thema, diesen Dienst auch als Server zu verwenden.

    WebDAV:
    Nett um mal eben Dateien zur Verfügung zu stellen. Es mag ein „Ersatz“ für FTP sein, ist aber Welten von einem Distributed Filesystem entfernt.

    NFS bis und mit v3:
    Eine Krücke in der Rechteverwaltung und Sicherheit des Protokolls. Mit sauber gepflegten UIDs und hinter einer Firewall gut zu benutzen. Sichere Authorisierung praktisch nur mit separat installiertem Kerberos realisierbar. Unter verschiedenen Versionen meist nur im Kompatibilitätsmodus des NFS daemons auf die niedrigste Version des verbindenden Clients benutzbar (insbesondere locking)

    NFSv4:
    Offener Standard, hervorragend dokumentiert, Open Source, Kerberos zur Authentisierung gleich eingebaut, sauberes locking und RPC Implementation. Leider zu NFSv3 so kompatibel wie eine Kuh mit einem Gummiboot. Und das ist auch schon der Haken. Ausser auf Solaris und einigen Linux Distributionen kaum Verbreitung. OS X 10.6.x unterstützt zwar Teile von NFSv4, ist jedoch als experimental bezeichnet. Dasselbe gilt für OpenBSD, FreeBSD, NetBSD. Warum also sollte man dies für einen Fileserver und DatenBackup verwenden?

    AFP:
    Offener Standard, sauber Dokumentiert. Closed Source. Und das ist ja bis jetzt das einzige wo dich stört. Verbreitung auf allen Apple Rechnern 100%. Kompatibilität untereinander sehr gut (also ein neuerer Client hat keine mir bekannten Probleme zu einer älteren Server Version, umgekehrt werden natürlich nicht alle Funktionen unterstützt, als reines verteiltes Dateisystem funktioniert dies in der Regel aber auch ganz gut)

    Nun kannst du weiter gegen Apple und dessen Politik zum Einsatz der betriebseigenen Protokolle stänkern. Wenn jetzt von dir keine sachliche Argumentation gegen AFP kommt, werde ich nicht mehr weiter diskutieren, dafür ist mir die Zeit zu schade…

  78. @ NetRoach:
    Du hast offensichtlich nicht richtig verstanden worum es mir geht. Mir geht es nicht darum irgendwelche Technik gegeneinander auszuspielen. Sondern einen Ansatz zu diskutieren. Ich würde es für sinnvoller erachten, wenn Apple nicht sein eigenes Süppchen kocht, sondern sich daran beteiligt einen offenen Standard zu etablieren. Und nein, ein Protokoll ist nicht deswegen offen, nur weil der aktuelle Snapshot offen dokumentiert ist. Dadurch, dass so viele Firmen unnötig ihr eigenes Süppchen kochen werden verdammt viel Potential und Finanzmittel verschwendet. Darüber hinaus bewirkt das immer wieder unnötige Inkompatibilitäten. Konkurrenz ist gut und belebt das Geschäft und HD-DVD vs BluRay oder Betamax vs VHS waren absolut sinnvoll, aber an dieser Stelle ist es echt mal überflüssig.

  79. Stefan aus Berlin says:

    Also was mich stört und hier nicht 100% rein passt ist die Windows 7 Sicherung. Ich würde sie ja gerne mit meinem NAS nutzen, doch leider funzt das erst mit 7 Professional, Ultimate oder Enterprise. Hab natürlich nur Home Pro. Schon schade für ein Unternehmen welches sogar Home Server vertreibt.

  80. Das ist ein Scherz, oder? Kann man die nur mit einem NAS nicht verwenden oder grundsätzlich nicht?

  81. @Ben

    OK, eigentlich wollte ich echt nichts mehr dazu schreiben, denn deine sachliche Begründung gegen AFP bleibt ja weiterhin aus. Und ob es dir passt oder nicht, AFP ist ein offener Standard, welcher seit 28 Jahren komplett(!) dokumentiert ist. Entsprechende Implementierungen gab es über die Jahre von mehreren namhaften Herstellern (Alisa Systems, Cyan Soft, DEC, GroupLogic, Helios, IPTech, LSI, Microsoft, Miramar Systems, Novell, Sintax, Xinet) für praktisch alle Unix, VMS/OpenVMS, Windows, Linux. Diese Implementierungen beruhen auf der offen dokumentierten Schnittstelle zum Protokoll, nicht auf „reverse engineering“ wie bei Samba und den restlichen SMB/CIFS Implementierungen.

    Wie die Zukunft von NFSv4 aussieht ist auch schwer zu sagen, nachdem der Hauptentwickler Sun von Oracle geschluckt wurde, und Oracle ist nicht gerade für das führen offener Standards bekannt. Klar kann da die „Community“ daran weiterarbeiten, viele so überlassene Projekte stagnieren allerdings nach dem Wegfall der ehemals treibenden Kraft.

    Was ich gerne lesen würde, ist die Begründung zu:
    „Konkurrenz ist gut und belebt das Geschäft und HD-DVD vs BluRay oder Betamax vs VHS waren absolut sinnvoll“

    Dies ist der grösste Schwachfug, den ich seit langem gelesen habe. In beiden Beispielen erwähnst du schon mal den 3. „Konkurrent“ nicht, also VMD bei den digitalen optischen HD-Medien und Video2000 bei den analogen Magnet-Bändern. Darauf will ich aber nicht unbedingt hinaus. Mir erschliesst sich nicht, wo dass die beiden Formatkriege „sinnvoll“ waren. Für den Verbraucher hatte das jedenfalls massiv mehr Nachteile als Vorteile, oder worauf wolltest du damit abzielen?

  82. Mich hat es jetzt erwischt als ich das erste mal nach der Lion Installation ein Backup machen wollte. So ein Mist…
    Hoffentlich reicht WD für das MyBook ein Update diesbezüglich nach.

  83. Peter Brille says:

    Klar, dein Time Machine Backup läuft nicht mehr auf Deinem NAS. Für mich ist das derzeit ebenfalls ein K.O. Kriterium für Lion. Ich warte einfach solange bis netatalk 2.2 mit AFP 3.3 draußen ist und dann mach ich das Upgrade.
    Aber jetzt sauer auf Apple zu sein, dass ist IN DIESEM Fall sicherlich verkehrt, weil die garnichts dafür können……..

  84. Alfthe1st says:

    @NetRoach

    Ich war bisher absoluter APPLE-Fan doch langsam machen die sich auch bei mir unbeliebt, denn ich nutze diese Systeme auch in der Firma und da finde ich Mehrkosten nur für die DASI nicht lustig!
    Egal ob nur Kosten für die Einrichtung um über ein anderes Protokoll zu sichern oder um sich eine Timecapsule anzuschaffen und einzurichten.
    Es ist doch vollkommen egal ob dein tolles AFP oder andere Protokolle, was ich scheiße finde ist das jeder Hersteller immer wieder andere Produkte ausschließt um seinen eigenen Dreck besser verkaufen zu können und das Sorry zu überteuerten Preisen. Wenn ich schon den Krieg zwischen APPLE und Samsung im Smartphone Bereich anschaue, dann kotzt mich APPLE langsam an und ich werde in Zukunft keinen IMac und auch kein IPhone mehr in meinem Unternehmen und im Privatbereich nutzen. Ganz einfach. Ich habe hier Jahre mit APPLE gearbeitet und mir eine teuere NAS für meine Mac’s und die Windows Kisten zur Sicherung zugelegt und jetzt soll ich mir für die Mac’s ne extra Kiste für die Datensicherung hier hinstellen? Nö danke! Da schaffe ich dann die Mac’s ab und ersetze Sie mit dem was zu meinem Systemen passt und das in Zukunft kostengünstiger! Bisher war mir das egal aber auch Firmen müssen sparen um Konkurrenzfähig zu bleiben. Also ist doch AFP oder andere Technik ganz egal.

    @Stefan

    Und wer die Sicherung von Windows 7 ins Netz machen möchte der sollte nicht den Microsoft – Schrott nutzen, sondern ein vernünftiges Sicherungsprogramm das auch wirklich sichert! Wir haben damals leider schon öfter erleben müssen, das Sicherungen leer waren! Die Ordner waren da und man konnte diese sehen aber sie waren Leer! Mit einer externen Sicherung war eine Sicherung ins Netz auf die NAS möglich und diese war Vollständig! 😉

    Greetz
    Alex

  85. mysputnik says:

    Für einige Modelle der Synology NAS gibt es seit 20. Juli die Firmware in Betaversion 3.2. Darin ist u.a. auch eine Anpassung auf netatalk 2.2 enthalten.

    http://www.synology.com/support/beta_2011_dsm3.2.php?lang=deu

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