
Heute fiel das Embargo und die ersten Medien dürfen Tests der neuen Apple-Gerätschaften mit dem M1-SoC auf ARM-Basis veröffentlichen. Konkret sind das etwa ein neues MacBook Pro, ein MacBook Air und ein neuer Mac Mini. Fallen die Ergebnisse nun also eher verhalten oder begeistert aus?
Beginnen wir mit dem MacBook Pro, das sich beispielsweise TechCrunch angeschaut hat. Dort zeigt man sich begeistert und geht sogar so weit zu behaupten, dass der ehemalige Chip-Zulieferer Apples, Intel, nur dadurch gerettet werde, dass Apple seine SoCs für sich behalten und nicht an andere Notebook-Hersteller liefern werde. Doch auch den Mac mini auf M1-Basis loben die Kollegen. Er biete sehr gute Leistung für seinen Preis, könne wunderbar Legacy-Apps auf x86-Basis und iOS-Anwendungen starten und sei kühl und leise. Kritisieren muss man lediglich, dass maximal zwei Monitore und gar keine eGPUs unterstützt werden. Auch hätten es gerne mehr als zwei Thunderbolt-4-Ports sein dürfen. Das MacBook Air erntet bei TechCrunch ebenfalls positive Resonanz, auch wenn sich das Review nicht ganz so euphorisch liest. Etwa wäre bei RAM ein höheres Maximum als 16 GByte wünschenswert gewesen.
AppleInsider wiederum ließ den Blick auf das MacBook Pro schweifen. 4,5 von 5 Sternen lässt man springen. Man rät dazu, den Schritt zu wagen, wenn der jeweilige Interessent bereits im Apple-Ökosystem verwurzelt sei. So sei die Leistung immens und die Systemperformance so flüssig wie an einem aktuellen iPad. Zumal der neue Apple M1 an Macs nun die Tore für die aus iOS bekannten Apps und Spiele öffne. Dank seiner Effizienz seien die Akkulaufzeiten ebenfalls beeindruckend. Zu bedenken sei aber auch: Wer virtualisiertes Windows oder Linux oder einfach nur ältere 32-bit-Mac-Apps nutzen wolle, der sei hier (noch) an der falschen Adresse.
Macworld hat sich hingegen das MacBook Air M1 für einen Test gesichert. Dort bescheinigt man den Laufzeiten im Vergleich zum bisherigen MacBook Air in einigen Szenarien eine Verbesserung um bis zu 50 %. Apple habe mit dem M1 quasi den Abschied von der bisherigen PC-Legacy-Phase eingeläutet. Der M1 liefere eine beeindruckende Effizienz bei hervorragender Leistung. Gehe man allerdings über den SoC hinaus, dann beobachte man eine gewisse Faulheit bei Apple. So komme etwa die veraltete 720p-Webcam einem Verbrechen gleich. Auch beim Display habe sich da eher im Vergleich mit dem letzten MacBook Air nichts getan. Hier finde die Revolution also aktuell nur im Inneren des Geräts statt.
Engadget hat 94 / 100 Punkten für das neue MacBook Air vergeben. Lob bekommen die Leistung, die geringe Lautstärke, Keyboard und Trackpad, das Retina Display, die Akkulaufzeit sowie die Möglichkeit nun eben Apps für das iPhone und iPad zu verwenden. Auch hier schlägt man aber angesichts der veralteten Webcam die Hände über dem Kopf zusammen und ist auch wenig angetan, dass nur zwei Ports für USB Typ-C vorhanden seien. Das Upgrade empfiehlt man bei Engadget jedoch nur Anwendern, deren Gerät schon ein paar Jahre auf dem Buckel habe.
Noch ein Blick zu The Verge, die alle drei Geräte getestet haben. Das MacBook Air mit dem M1-Chip erhält eine Punktzahl von 9,5 / 10. Da stimmt man im wesentlichen 1:1 den anderen Reviews zu, wirft aber ein, dass nun die Zeit komme, an der Touchscreens an Macs Sinn ergeben würden, wenn man schon Apps von iOS und iPadOS verwenden könne. Der neue Mac Mini erhält immerhin 8/10 Punkten. Hier bemängelt man den furchtbaren Lautsprecher, die fehlende Unterstützung für eGPUs und auch, dass nicht mehr als 16 GByte RAM verwendet werden könnten. Zudem gebe es weniger USB-C-Ports als noch bei der Intel-Variante. Ansonsten passe hier aber, insbesondere im Hinblick auf die Leistung, so gut wie alles.
Das neue MacBook Pro platziert sich bei The Verge in der Mitte – mit 8,5 von 10 Punkten. Erneut kritisiert man die RAM-Beschränkung und die schlechte Webcam. Zudem mache die Touch Bar dem Anwender das Leben schwerer anstatt leichter. Die Akkulaufzeit sei hingegen genauso exzellent wie die Leistung, was auch für das Display gelte. iMore bewertet wieder das neue MacBook Air: 4,5 / 5 Sternen sind die Folge. Die Leistung pro Watt bezeichnet man als unglaublich und auch die gesteigerte Akkulaufzeit sei beeindruckend. Jedoch gebe es bei emulierter Software noch Kinderkrankheiten. Auch das Design des Notebooks könnte wieder aufgefrischt werden. Tja, und die Webcam? Die sei eben nach aktuellem Stand schlichtweg Müll.
Im deutschsprachigen Bereich ein abschließender Blick zu Heise: Da lobt man durchaus die Emulation via Rosetta 2. Das Fehlen von Boot Camp sei jedoch schade. Als Ausgleich sind eben nun iOS- und iPadOS-Apps mit von der Partie was offenbar schon gut funktioniert.
Habt ihr denn an den neuen Macs auf M1-Basis Interesse? Oder wartet ihr da lieber erst einmal ab, bis vielleicht mit weiteren Generationen eine festere Basis für Hard- und Software besteht?
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