Apple: Lokale Datensynchronisation mittels iTunes fällt flach

Gab es in den letzten Jahren die Möglichkeit, lokale Daten wie Kontakte oder Kalender über iTunes mit dem iPad oder iPhone zu synchronisieren, so fällt diese Option nun unter OS X 10.9 Mavericks leider weg. Der entsprechende Punkt in iTunes ist einfach weg, sofern gewünscht, kann die Synchronisation nur noch via Apples iCloud vorgenommen werden, Apple bestätigt dies auch in einem Hilfedokument: „Wenn Sie OS X Mavericks 10.9 oder neuer verwenden, werden Ihre Kontakte, Kalender und anderen Informationen auf Ihren Computern und iOS-Geräten über iCloud aktualisiert.“

iTunes

Wer also generell Clouds wie die von Apple oder Google nicht mag, der muss seinen eigenen Server aufsetzen (zum Beispiel mit Owncloud) und diesen mittels offener Protokolle wie CardDAV oder CalDAV einrichten. Ich selber nutze seit jeher Google, sehe diesen Umstand (wie wohl viele Android-Nutzer auch) für mich im Gebrauch weniger kritisch an, Cloud-Gegner bekommen nun aber eine Option weggenommen, sodass ich deren Unmut durchaus verstehen kann. Auch in den Apple-Supportforen wird dieser Umstand heiß diskutiert.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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29 Kommentare

  1. Hahahaha … wenn man die Kommentare hier und auf anderen Seiten zu Clouds und Datenschutz liest, sollte man mal die Polizei die Schreiber durchchecken lassen. Da sind so viele, die Angst um ihre Datensicherheit haben…. ihr habt wohl alle Kinderp*** und sonstwas auf den Geräten, alle schwer kriminell, was? 😛 … ich finde es ziemlich praktisch, dass jetzt eine eher unnütze Funktion wegfällt, da ich schon eine Weile die Kontakte in der Cloud laufen lasse, da es einfach praktischer ist.

  2. @Marcus:
    na ja, es geht ums Prinzip – auch.
    Es geht auch darum, dass Leute nachweislich Besuch von der Polizei bekamen und/oder unschuldig in den Knast gekommen sind, weil man bestimmte „Schlüsselwörter“ abgefangen hat. Googlen hilft da…Die sind zwar wieder draußen – aber der Ärger ist einem garantiert – und das Gerede der Nachbarn und Kollegen – denn irgendwas wird ja schon dran gewesen sein – nicht?
    Von wegen wer nichts zu verbergen hat muss sich keine sorgen machen – das kannst Du vergessen.

  3. @Marcus:
    ..und immer schön die Haustür auf lassen – ist auch so praktisch, besser, als immer erst den Schlüssel auskramen zu müssen…
    Das schon Leute Besuch von der Polizei bekamen oder gar – nachweislich unschulig – für Wochen im Knast verschwanden ist Dir aber bekannt?
    Inzwischen sind sie wieder raus – aber den Ärger hat man erstmal, inkl. Gerede der Nachbarn und Kollegen – denn irgendwas wird schon dran gewesen sein – oder?
    schön gemacht: http://www.youtube.com/watch?v=iHlzsURb0WI
    guck auch mal ab ca. 5. Minute…

  4. Im Klartext heißt das, dass ich mein iphone nicht mehr schlicht am MacBook einstecke und in beide Richtungen via USB synchronisiert wird? Bäh. Frech.

  5. @dischue: … das mag alles sein. Aber davor schützt auch nicht sich zuhause einzuschließen. Justizirrtümer gibts leider überall, das ist natürlich unschön und absolut inakzeptabel. Dennoch glaube ich weniger, dass das was mit dem Synchronisieren von Kontakten in einer Cloud zu tun hat. Das sind eher 2 Dinge, ich begrüße die Überwachung auch nicht und sicher auch nicht den Datenklau, der ja schon bei der GEZ anfängt.

    Aber es nützt nichts sich deswegen einzusperren, oder? Bei der ganzen Technik heute, kann ich mir kaum vorstellen, dass das nochmal besser wird.

  6. Mich würde mal interessieren, wie viele das wirklich so genutzt haben. Typischerweise wertet Apple für sowas immer Nutzungsstatistiken aus. In meinem Bekanntenkreis benutzen eigentlich alle iPhone Nutzer auch iCloud, schon damit man sein Handy nicht mehr an den Rechner stecken muss

  7. Wer die gute alte Synchronisation per Kabel/Wlan mit dem PC/Outlook haben möchte sollte eigentlich froh sein dass es Blackberry (noch) gibt.
    Hatte das Z10 jetzt zum Test von der Telekom und damit lässt sich der Abgleich von Kontakten usw. mittlerweile tatsächlich bequem über WLAN/Kabel machen.

    Schade dass die Zukunft davon allerdings so offen ist. Außerdem fand ich das App-Angebot generell recht mager (kein Wunder) und die meisten Apps sind nur gegen Geld (eher viel) zu haben.

    In der Grundausstattung jedoch finde ich BB10 als OS wirklich super, davon kann sich WP8 (was ich nutze) noch einiges abgucken. Hoffe sie bleiben am Markt.

  8. Es gibt doch Fruux. Das sind die Jungs, die hinter der Technologie stecken, die die Synchronisation von ownCloud, Baikal Server, Kolab etc. ermöglichen. Als ich das herausgefunden habe, bin ich direkt von ownCloud umgestiegen – hatte einfach keine Lust mehr auf dieses ewige rumgefrickel.

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