Apple lizenziert Bahnhofsuhr

Man kann es ja mal versuchen. Ihr erinnert euch an die Story mit Apple und der Bahnhofsuhr, die von Hans Hilfiker entworfen wurde und nur mit entsprechender Lizenz verwendet werden darf? Mit iOS 6 tauchte eine Uhr auf, die eine faszinierende Ähnlichkeit mit der von der Schweizerischen Bundesbahnen SBB lizensierten Uhr aufwies.

Die Schweizerischen Bundesbahnen reagierten empört und auch bei Apple schien man gemerkt so haben, dass es so einfach nicht geht. Heute die Meldung: SBB und Apple schliessen Lizenzvereinbarung ab.

Für die Nutzung der Bahnhofsuhr der SBB auf Geräten wie iPad und iPhone haben sich die Schweizerischen Bundesbahnen SBB und Apple geeinigt und eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen. Die Parteien haben vereinbart, dass sie über die Höhe der Lizenzgebühr wie auch über weitere Einzelheiten des Übereinkommens keine weiteren Auskünfte erteilen.

Die SBB Bahnhofsuhr wurde 1944 vom Ingenieur und Gestalter Hans Hilfiker für die SBB entworfen. Es handelt sich um eine Design-Ikone, die offenkundig auch im digitalen Zeitalter gut ankommt. Spezielles Merkmal des sogenannten «Kellenzifferblattes» ist der markante rote Sekundenzeiger, der die Form einer Signalkelle hat. Bis heute stellt sie als Symbol für Innovation und Zuverlässigkeit ein wichtiges Identitätsmerkmal der SBB und der Schweiz dar.

Tja, beim Klauen erwischt – ich möchte mal wissen, was da an Geld über den Tisch ging 🙂

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. Beim Klauen erwischt. Das trifft’s auf den Punkt. Es wird nun eh wieder eine Welle zwischen Fanboy A und Fanboy B geben…

  2. Danke Apple, vielleicht ist dadurch die nächste Preiserhöhung abgewendet. Gruss eines Schweizers 🙂

  3. und irgendwann verklagt die Lebensmittelindustrie Apple wegen dem angebissenen Apfel!

  4. @chris
    Das sind zwei paar Schuhe.

    Frei und nicht frei…

  5. haha, wäre die Uhr vom Staatsfeind Nr.1 (also Samsung) gewesen, gäbe es jetzt wieder eine Schlacht vor Gericht.

  6. Hauptwort: Lizenz
    Tuwort: ich lizensiere

    Sowas lesen wir gern in Amazon-„Rezessionen“, aber nicht bei Deutschlands führendem Techblogger…

    Also mal das TippEx raus, bitte…

  7. „ich lizenziere“, meinst du. Hat selbst Microsoft inzwischen akzeptiert.

  8. Apple beim klauen erwischt. 🙂

    Uebrigens:
    Haette Apple vorher gefragt, dann braeuchte Apple gar nichts zahlen. Aber erst klauen und hoffen niemand merkt es, wird im nachhinein doppelt bestraft.

  9. @Alfred:

    Wenn BMW also vorher Mercedes fragt ob sie deren Technik kopieren dürfen, dann genehmigen sie dies ohne etwas dafür zu verlangen? Das ist mir neu

  10. Haha, war mir klar, dass die SBB sicher keine Zahlen bekannt geben wird. Schliesslich ist es Schweiz und wir sprechen hier nicht über Geld und somit sorgen sie auch gleich dafür, dass ich bei weniger Sitzplätzen in den Zügen nächstes Jahr mehr bezahlen darf.

  11. @Ben: ggf hätte sich die SBB einfach nur geehrt gefühlt und es als Werbung erlaubt?

    @topic: Ich tippe auf siebenstellig, aber am unteren Rand, vielleicht auch nur hoch sechsstellig. Klingt viel? Ja, aber ein Urteil wäre teurer geworden und sicher gekommen.

  12. @Ben

    Hier geht es um ein Design und nicht um Technik. Dieses Design wurde schon tausendfach kopiert und SBB sagt selbst, dass die auf Anfragen zur Erlaubnis der Nutzung des Designs der Bahnhofsuhr bisher immer stattgegeben haben. Es ist ja auch irgendwie Werbung. Die Schweizer Bahngesellschaft stellt keine Computer her und Apple betreibt keine Schienen-Infrastruktur, daher hinkt der Vergleich mit der Nutzung von teschnischen Errungenschaften zwischen BMW und Daimler.

    Der App-Entwickler des Widgets mit dem Design der Bahnhofsuhr zahlt auch keine Lizenz.

  13. „Tuwort: ich lizensiere“

    ich „tue“ auch auch gleich. man man man. dann lieber nix sagen.

  14. und dabei hat noch einer dieser selbsterannten lizenexperten vorher gemeint, dass die sbb keine guten chancen hätte, weil die uhr in schwarz-weiß als gemschacksmuster eingereicht wurde und dabei nicht der markante rote zeiger zu sehen sei.

    so läuft das eben mit experten die sich selbst solche titel verpassen. wie eben auch dieser florian müller, selbst erannter lizenz&copyirght experte. der sich erst von oracle bezahlen lies um dann ganz wild masshaft codeklau-beweise in android gefunden haben will. von 12 milllionen zeilen code hatten am ende nur 9 zeilen copy&pase character…

  15. Meine Güte, eure Beiträge werden immer belangloser. Aktuelle Infos zu coolem Zeug rund um Technik und IT sucht man vergebens. Man hat das Gefühl, ihr dreht euch im Kreis, immer die selben Themen…

  16. @Unknown: Micha, das ist immer Ansichtssache 😉

  17. Da hat sich die SBB ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gegönnt. Die Summe und die Vertragsdetails würden mich aber auch mal im Detail erfahren. Kann man nur hoffen, dass die SBB ne hübsche Summe rausgehandelt hat.

  18. Wäre interessant ob man über das BGÖ an die Unterlagen der SBB ran kommt. http://infam.antville.org/stories/2139995/

  19. Na Hauptsache es gibt keine wichtigeren Themen auf der Welt, als Lizenzgebühren, die ein IT-Konzern an eine Bahngesellschaft für die Benutzung eines Uhrdesigns zahlt. Herzlichen Glückwunsch!

  20. @Chris: Thema verfehlt
    @Apple: haha!

  21. Nix dagegen, dass Apple auch mal eins auf die patentrechtliche Mütze bekommt.
    Aber: SOWAS kann man sich lizensieren lassen? Ernsthaft? Da liegt die Latte für die Schöpfungshöhe aber nicht sehr hoch…

  22. Na ja, vielleicht hat Apple ja hier so schnell eingewilligt weil die Kaufkraft bei uns in der Schweiz sehr hoch ist. Immerhin hat die Schweiz die höchste Dichte an Apple Produkten pro Einwohner weltweit.
    Da ist es marketing technisch keine so gute Idee etwas zu klauen was viele als Ureigenes Kulturgut empfinden.
    Ich wage sehr zu bezweifeln ob die SBB jemals einen Prozess hätte gewinnen können.

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