Apple Karten: Menschen mit Kamera-Rucksäcken kommen in deutsche Städte

Solltet ihr in den nächsten Wochen Menschen mit Kamera-Rucksäcken in deutschen Städten antreffen, dann könnten diese von Apple sein. Die sind nämlich demnächst unterwegs, um den Kartendienst des Unternehmens zu verbessern. Die Aufnahmen sollen am 26. Juli beginnen und voraussichtlich bis Ende September andauern, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Branchenkreisen erfahren haben will. Bereits am Montag sollen erste Tests starten.

Fotografiert wird demnach an für Kamera-Autos nicht zugänglichen Orten in Berlin, München und Hamburg. Beispielsweise in Fußgängerzonen, Parks oder auch Bahnhöfen. Ein paar Dutzend Menschen sollen da mit Kamera-Rucksack unterwegs sein. Jene sind, ähnlich wie die Wagen mit mehreren Kameras und einem Laserradar ausgestattet, der die Umgebung auch bei schlechten Sichtverhältnissen abtasten kann. Auch hier werden Gesichter und Kennzeichen von Fahrzeugen unkenntlich gemacht – auch können Anwohner beantragen, ihr Haus verpixeln zu lassen. Fußgängerbereiche dieser Städte sollen allerdings nicht flächendeckend aufgenommen werden, sondern lediglich wichtige Orte.

Abweichend von den Informationen der dpa ist Apple aber noch an anderen Orten unterwegs, da habe ich mal eben nachgeschaut. Mit dem Rucksack ist man auch in Brandenburg und auch im Landkreis Harburg sowie im Kreis Pinneberg unterwegs – unabhängig von den Menschen, die deutschlandweit mit dem iPad unterwegs sind.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC wurde Anfang Juni eine deutlich detailreichere Darstellung für Innenstädte bis hin zur Art und Position einzelner Bäume vorgestellt. Sie wird zunächst nicht in Deutschland verfügbar sein.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Wo ist der Bild Aufschrei von fotografierten Vorgärten und Angst vor Einbrecher wie bei Google StreetView 😛

    • Na, man kann ja verpixeln lassen 😉 (ich kann es ja noch verstehen, wenn man die Gärten nicht online sehen möchte – wobei man die Satellitenansicht ja eh schon hat – aber warum muss man eine Fassade verpixeln?)

    • Ja mach dich nur lustig. Mal sehen wie gut du dich fühlst wenn Diebe dich besucht und dein Haus durchwühlt haben. Man muss es ja den Diebesbanden nicht einfach machen, in dem man ihnen Daten liefert um Raubzüge und Fluchtwege zu planen. Wer nichts von Wert besitzt und neben einem autonomen Zentrum wohnt, kennt derlei sorgen natürlich nicht. Wenn alle ihr Recht auf verpixeln wahrnehmen, hätten die Belästigungen von Apple, Google und Co bald ein Ende. Warum soll ich es unterstützen das Apple, Google und Co auf meine Kosten Geld verdienen. Zuerst liefern sie Dieben Informationen und dann verkaufen sie mir Sicherheitstechnik um mich vor ebendiesen zu schützen. Eine win/win Aktion für die fetten Amigeldsäcke.

      • That’s gotta be the most Boomer thign I’ve ever read.
        Also wirklich.

        • Hm, eigentlich eher das Gegenteil: Die Generation Boomer hat es ermöglicht, dass ein plattformbasiertes, kapitalistisches Internet und Großkonzerne diese Freiheiten genießen. Und diese Generation, die den Hunger in Afrika noch immer mit Likes auf Facebook meint zu stillen, freut sich auch weiter im Internet darüber über den virtuellen Gartenzaun zu spähen.

      • Ja, die schauen dann auch in Echtzeit ob die Polizei kommt. Die sind mit Apple auch schneller. Bei die Polizei nutzt Google Street View für die digitale Streife. Die sind Minuten hinterher.

  2. Pinneberg, gaaaaaanz wichtig 😀
    Hat sich da mal ein Applemanager hin verirrt und nicht mehr raus gefunden? 😀

    • Endlich ist Pinneberg weltweit sicht- und abrufbar 🙂
      Aber aufpassen: Nicht vom Pinneberger SUV Fahrkünstler überfahren lassen!

    • Da Hamburg dabei ist, muss natürlich Pinneberg dabei sein.. Macht ja nicht viel Sinn lediglich den Vorort aufzunehmen….

  3. zunächst nicht, aber irgendwann….jedenfalls hatte ich mal Karten zum Navigieren genutzt von Brandenburg ins Münsterland und war positiv überrascht. Der Dienst ist inzwischen wirklich tauglich geworden, da muss man nicht mehr Google nutzen 🙂

  4. wann kann man denn bitte endlich auch eine fahrrad-route bei apple maps planen? ist das wirklich so schwer umzusetzen?

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