Apple iPhone X: Die ersten Tests zu Apples Smartphone-Flaggschiff sind da

Dieses Jahr hat Apple nicht nur die neuen iPhone 8 und 8 Plus vorgestellt, sondern zur Feier des zehnjährigen Jubiläums der Smartphone-Marke auch das deutlich innovativere iPhone X. X steht hier dann auch nicht etwa für eine unbekannte Größe, sondern eben für „Zehn“. Lieferbar ist das Flaggschiff mit einem nahezu randlosen AMOLED-Bildschirm sowie FaceID zur Entsperrung deutlich später als die anderen beiden Geräte. Heute ist zumindest das Embargo gefallen und die ersten Tests gehen an den Start. Ich habe für euch als schnellen Überblick die wichtigsten Ergebnisse der Reviews zusammengefasst.

Unsere Freunde von The Verge vergeben zwar noch keine finale Punktzahl, sprechen aber „vom besten iPhone, das jemals gebaut wurde“. Doch das sollte ja ohnehin Standard bei jeder neuen Flaggschiff-Generation sein, oder? Man lobt die Qualität der Kamera bzw. der geknipsten Fotos und auch das Design. FaceID bewerten die Kollgen aktuell noch gespalten. Man müsse das Smartphone sehr spezifisch halten – 25 bis 50 cm vom Gesicht entfernt – und das Entsperren sei noch etwas fehleranfällig. Ein weiteres Problem sei, dass noch nicht alle Apps für den ungewöhnlichen Bildschirm des Apple iPhone X angepasst seien.

The Loop bzw. Jim Dalrymple hingegen ist begeistert von FaceID und bescheinigt dem iPhone X absolut dem Hype gerecht zu werden. Auch den AMOLED-Bildschirm sowie das generelle Design hebt The Loop als absolute Pluspunkte des Smartphones hervor. Kritikpunkte sind in Dalrymples erstem Blick noch nicht zu erspähen. Er räumt aber selbst ein, dass er noch mehr Zeit mit dem Smartphone verbringen müsse.

Klar, dass auch Wired einmal genauer bei dem Primus von Apple hingeschaut hat. Dort ist man der Meinung, dass das iPhone X sicherlich nicht die Revolution sei, die ab sofort den Smartphone-Markt umkrempele. Aber es sei gut möglich, dass das iPhone X nun als Start einer neuen Welle von Smartphones im Gedächtnis bleibe, welche Gesichtserkennung und ein Design mit nahezu rahmenlosem Bildschirm im mobilen Segment zementieren. Es hänge nun von den App-Entwicklern ab, was sie aus den Features des iPhone X herausholen.

Auch bei CNet konnte man sich das Apple iPhone X genauer betrachten. Dort macht man ebenfalls einige Kritikpunkte aus – etwa die Videowiedergabe. Am Ende würden viele Videos aktuell aufgrund der Dimensionen des iPhone X auf einer kleineren Displayfläche dargestellt als etwa am iPhone 8 Plus. Das könne man zwar durch Zoomen ändern, dann werde aber aufgrund der Aussparung am oberen Ende des iPhone X ein Teil des Bildes abgeschnitten. Auch für viele Apps sei das aktuell ein Problem. Ansonsten sei das Apple iPhone X jedoch ein großartiges Smartphone mit einer fantastischen Kamera und einem tollen AMOLED-Display. Durch den Wegfall des Homebuttons sowie der TouchID müsse man sich als Stammkunde aber durchaus umgewöhnen.

Zusätzlich geben noch iMore ihren Senf zum Apple iPhone X dazu. Sie sind von den Kameras, dem Edge-to-Edge-Design und FaceID sehr beeindruckt. Allerdings geben sie zu bedenken, dass das iPhone X nicht jedermanns Geschmack sein werde. Der hohe Preis, das Fehlen der TouchID und das neue Design seien ein großer Bruch zu bisherigen iPhone. So blicke Apple mit dem iPhone X in der Tat in die Zukunft und wage viel Neues. Teilweise fühle man sich wieder wie bei der Nutzung des allerersten iPhone und müsse sich an viele Umstellungen gewöhnen. Doch laut iMore lohne sich das, denn dann könne man das „beste Produkt nutzen, das Apple jemals hergestellt hat“.

Buzzfeed nahm sich das Apple iPhone X ebenfalls zur Brust. Dort kommt man zu dem Urteil, dass das Smartphone-Flaggschiff aus Cupertino für Foto-Enthusiasten und Early Adopter die beste Wahl sei. Wer allerdings keine Lust habe sich mit einigen Bugs und unoptimierten Apps herumzuschlagen, sollte den Kauf eventuell überdenken. Das Apple iPhone X zeige etwa, dass es sich noch um ein sehr neuartiges Gerät handele, wenn man auf die Tastatur blicke – es gebe viel toten Raum unterhalb des Keyboards. Derlei Auffälligkeiten, untypisch für das sonst so perfektionistische Apple, bemerke man immer wieder. Könne man damit leben, erhalte man das beste Apple-Smartphone, das es bisher gegeben habe.

Apple ging dieses Jahr im Bezug auf das iPhone X zudem bei der Vermarktung einen anderen Weg als sonst. So stellte man das Smartphone zum Ausprobieren bevorzugt einigen YouTubern zur Verfügung. Vermutlich wollte man in Cupertino einfach mal experimentieren. Es kamen dabei Ergebnisse wie das obige Video heraus. Apple wählte sich eher kleinere YouTube-Kanäle aus, so dass die Kriterien wenig durchsichtig bleiben. Die Video-Ergebnisse sind… nun ja, sagen wir mal man kann sich darüber streiten.

Ist das Apple iPhone X für euch interessant? Ich selbst bin hier im Blog der einzige Nicht-Apple-Nutzer und würde schon aufgrund des exorbitanten Preises und des fehlenden Slots für Speicherkarten direkt einen Kauf ausschließen – so sehr ich das Design bewundere. Doch damit sind Apple ja nicht die ersten – im Grunde läutete Xiaomi mit dem ersten Mi Mix den Trend zu randlosen Bildschirmen ein. Das Nachfolgemodell nutze ich aktuell mit wachsender Begeisterung. Aber Apple hat ja auch nicht das Ziel immer als erstes mit Neuerungen an den Start zu gehen – sie wollen die Besten sei.

Ob ihnen das mit dem iPhone X gelungen ist und ihr Apple mit einem Kauf belohnt – das entscheidet ihr selbst.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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43 Kommentare

  1. @Mr.C
    Oh man, du musst doch nicht alles persönlich nehmen. Weder kenn ich dich, noch Thomas Müller, noch die Mitarbeiter. Als Firmenchef zu behaupten, ALLE Mitarbeiten entscheiden sich SELBSTVERSTÄNDLICH für Apple, ist die schwerwiegendere Unterstellung aus meiner Sicht. So verpeilt ist die Masse nicht, daher ist Google Marktführer.

  2. @Karl O.

    1. Naja, dann nenn es halt „billige Tricks“. Und ich freue mich über flüssige Animationen.

    2. Generell ist es halt nicht ganz so einfach für einen gebrauchten Androiden einen Käufer zu finden. Beim iPhone hat es keine 5min gedauert. Die höheren Preise beim iPhone kommen ja auch zustande weil ich nach 3-4 Jahren noch das aktuellste iOS drauf habe. iOS 11.2 beta macht sogar richtig spass auf dem 3 Jahre alten iPhone 6. Und Sicherheitslücken werden bei Androiden natürlich auch nicht mehr gestopft nach der Zeit.

    3. Nur weil die Energiewende weder perfekt verläuft und auch nicht gleichmäßig, sollen wir weiter Benzin verbrennen? Und ja, wir können mittelfristig ohne Atomstrom aus dem Ausland und ohne Kohle leben… Stickwort: Gas, Wasserspeicher, Wasserstoff-Speicher, Akku-Smart-Grid-Speicher.
    Akkus bei Minustemperaturen… also in Norwegen haben 30% der Neuwagen einen Akku. Komisch, da gehts. Tatsächlich machen sich die Entwickler eher um Hitze Gedanken, weniger um Kälte. Unfall… ja, die Argumente hat man damals schon bei der Umstellung von Pferdekutsche auf Verbrennungsmotor gebracht. Und insgesamt wird sich viel bei den Akkus tun… zb. Feststoff-Akkus ca 2025. Jaja, immer schön konservativ denken und die Gefahren sehen. Zum Glück denkt kein deutsches Automobilunternehmen mehr so.
    Und das mit dem tanken bei eAutos musst du komplett überdenken… alte Denkmuster einfach vergessen. Man fährt mit dem eAuto nicht mehr an die Tankstelle (außer auf Langstrecke an der Raststätte). Man wird zb durch Unterboden-Induktion ständig mal nachladen (bietet BMW schon an), zb im Parkhaus. Ansonsten wie gesagt zuhause oder bei der Arbeit über Stunden volladen. Notfalls halt mal alle 1-2 Wochen an den Turbo-Charger für 20min(!!) (planen Tesla und Porsche schon konkret), der dann halt nicht an einer Tankstelle steht, sondern am Parkplatz beim Supermarkt.

    4. Wie gesagt, FaceID ist sicherlich noch nicht perfekt, aber es ist halt keine Kamera wie bei Android, sondern es sind mehrere Sensoren im Einsatz (Dot-Projektor, etc). Daher macht es wohl insgesamt einen guten Job… ich bin da zuversichtlich dass ich mich schnell dran gewöhne und insgesamt keine Nachteile zu TouchID erlebe.

    5. Dass Apple kein Geld mit Daten verdient sollte wohl bekannt sein. Solange keiner etwas anderes beweist, bleibt es dabei. Das Daten-Thema und die Update-Politik bleiben daher für Firmen das Hauptargument um auf iOS zu setzen.

  3. @HO
    Erstaunlich wie beharrlich du den Fakten aus dem Weg gehst…
    Es sind billige Tricks, da es seit längerem auch flüssig unter Android läuft ohne mit Thumbnails verarscht zu werden.
    Gerade in der Zeit von Smarthome, Mining etc. werden Android Smartphones extrem schnell verkauft. Sind es sogar ältere Flaggschiffe, dann sind wir auch bei deinen „5 Minuten“.
    Sicherheitslücken sind ein tolles Argument… nicht. Schonmal überlegt, wie viele Geräte (Smartphones, Router, TV etc.) bekannte Sicherheitslücken haben, die nicht (mehr) gepatcht werden? Zig Millionen weltweit… und wie oft liest man von gehackten Haushalten, leergeräumten Bankkonten oder sonst was? Nie.
    Alles eine Frage der Umsetzbarkeit, und heutzutage muss schon mindestens ein Snowden sein, um „leicht“ Schindluder zu treiben.
    Du bist nicht richtig informiert über die Energiewende. Nein, können wir nicht, nicht in den nächsten 50 Jahren. Rechne doch mal den durchschnittlichen Stromverbrauch pro Familienhaushalt pro Jahr aus, multipliziere das mit 43 Millionen Haushalten und überleg wie weit du mit JETZIGEN regenerativen Technologien kommst.
    Du kannst nicht irgendwelche Konzepte anführen oder Dinge in Erprobung, das ist naiv. Ich verspreche dir, das was du unter einer Energiewende verstehst, ohne Abhängigkeiten vom Ausland, wirst du nicht mehr erleben.
    Du kannst doch nicht die kleinen Akkus in Norwegen anführen, wenn wir über E-Autos reden, dann über echte, wo das Hauptgewicht von Akku ausgeht. Diese Akkus halten keine Minustemperaturen aus. Das ist Wissenschaft und mit „komisch da geht’s“ machst du dich nur selbst lächerlich.
    Schön dass du eine Glaskugel besitzt, die dir die Zukunft voraussagt. Ich glaube nicht, dass die Explosionsgefahr von Akkus (toller Vergleich mit Verbrennungsmotoren übrigens… nicht) in 8 Jahren aus der Welt ist.
    Alles was du da ansprichst mit induktiven Laden etc… bis das großflächig ausgebaut ist vergehen diverse Jahrzehnte.
    Apropos Snowden, witzig dass er absichtlich kein iPhone mehr benutzt, wo du doch weißt, dass niemand Daten sammelt. Der hat keine Ahnung ne? 😉
    Du weißt hoffentlich, dass Android quasi eine Linuxdistribution ist und mir root Rechten jedes Android Smartphone googlefrei gemacht werden kann. Rate mal, welches Betriebssystem demnach Snowden benutzt und ob der Grund dafür nicht vergleichbar mit den Interessen von Firmen ist. Nämlich das Daten nicht durch das Betriebssystem zugänglich gemacht werden können.

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