Apple iPad Pro Testbericht (9,7 Zoll)

Es gab neulich neue Geräte von Apple zu sehen, namentlich das Apple iPhone SE (hier mein iPhone SE Testbericht) und das neue iPad Pro, welches 9,7 Zoll groß ist. Hatte man vorher das klassische iPad, so gesellten sich im Laufe der Jahre neue Geräte hinzu, so bekommen Kompakt-Liebhaber das iPad mini und die Kreativen das große iPad Pro mit wuchtigen 12,9 Zoll. Ich persönlich bin immer ein Wandler zwischen den Welten. Will ich möglichst gut konsumieren, so mag ich wirklich mein bisheriges Gerät, das iPad Air 2. Tolle Größe, tolle Akkulaufzeit, toller Sound – gelungenes Rundumpaket für viele meiner Belange.

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Dennoch hatte ich davor auch gerne das iPad mini in der Mache, da dieses doch kompaktes Gerät ist, welches auch meine Ansprüche erfüllte – und eben noch eine Ecke kleiner, was auf großen Reisen oder generell unterwegs nett ist. Nun also ein kleines iPad Pro mit 9,7 Zoll. Da stelle ich mir bei einem Text natürlich die Frage, wie „Pro“ bin ich eigentlich? Bin ich nicht eher mit meinem Notebook der Pro, weil dort meine Apps parallel laufen, weil ich dort meine Tastatur und weiteres habe? Fakt dürfte sein: Jeder hat ein anderes Gebiet, sodass man schon vorweg nehmen darf: Wer welches Gerät als Pro-Gerät sieht, das hängt auch immer von dem ab, was man beruflich macht – oder was man mit dem Tablet machen will.

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Doch lasst uns erst einmal mit den nackten Zahlen zum iPad Pro anfangen – und uns die Unterschiede zum iPad Air 2 zu Gemüte führen. In Sachen Speicher hat man aufgerüstet, das iPad Pro ist nicht mehr in 16 GB-Konfigurationen zu haben, es steht in 32 GB, 128 GB und 256 GB zur Verfügung. Das iPad Air 2 wird momentan lediglich in 16 GB und 64 GB bei Apple angeboten (die 128er Version findet man aber auch bei eBay und Co.).

Das Mehr an Technik und das neue Display sorgen beim iPad Pro nicht für ein Mehr an Gewicht – wie auch beim Air 2 zeigt die Waage 437 Gramm (444 Gramm WiFi und LTE) an. Auch die Abmaße sind 1:1 die gleichen, wie auch die technischen Daten in Sachen Display. 2048 x 1536 bei 264 ppi. Dennoch: das Display richtet sich im neuen iPad an professionelle Nutzer und hat aus diesem Grunde einen besseren Farbumfang und eine Funktion, die Apple „True Tone Display“ nennt. Darauf gehe ich aber noch im Verlaufe dieses Beitrages ein.

Unter der Haube hat man dann aber gewühlt. Das iPad Air 2 ist auch jetzt noch ein rasantes Gerät, welches bislang alles weggerockt hat, was ich so damit anstellen wollte. Im iPad Pro mit 9,7 Zoll hat Apple dann den A9X-Chip der dritten Generation verbaut, der zudem mit M9-Coprozessor daherkommt. Apple selber vergleicht dessen Leistung nicht mit dem A8X, der im iPad Air 2 steckt, wohl aber mit dem A7, der im iPad mini 2 zum Einsatz kommt.

Hier verspricht man in Sachen CPU und Grafik einen gehörigen Geschwindigkeitszuwachs, der zudem noch höher ist, als im Vergleich iPad Air 2 und iPad mini 2. Logo, nicht wahr? Doch kommen wir zu weiteren interessanten Neuerungen. Die Kamera ist beispielsweise eine. Kennt ihr die Fotos im Internet, auf denen eine Horde fotografierender Menschen zu sehen ist? Da ist immer einer bei, der mit dem Tablet fotografiert. Nie wollte ich „That guy“ sein – aber gut zu wissen, dass ich es könnte.

Die neue Kamera am iPad Pro bietet nun nämlich 12 Megapixel und eine f/2.2-Blende, während im Vorgänger noch 8 Megapixel bei einer Blende von f/2.4 zum Einsatz kamen. Für die Freunde der Live Photos: Ja, diese werden vom iPad Pro unterstützt. Ebenfalls verbessert: von 1,2 Megapixel beim iPad Air 2 geht es auf 5 Megapixel in Sachen Frontcam. Übrigens: die rückseitigeKamera hat einen Buckel, dennoch wackelt das iPad nicht, wenn es auf dem Rücken liegend angetippt wird.

Auch in Sachen Video ist man mit dem iPad Pro besser aufgestellt, so kann man – sofern gewollt – Videos nun in 4K aufnehmen, zudem auch Zeitlupenvideos mit 240 fps bei 720p und 120 fps mit 1080p  aufnehmen – das iPad Air 2 schafft „nur“ 120 fps bei 720p. Auch an der Stabilisierung hat man gearbeitet, so wartet das iPad Pro mit einer „Cinematic Videostabili­sierung“ genannten Funktion auf – zudem hat man nun einen kontinuierlichen Autofokus, das iPad Air 2 hat lediglich den Autofokus, wenn per Hand nachgetippt wird. Auf dem Papier hat man so eigentlich einen klaren Sieger.

Der neue Smart Connector

Der neue Smart Connector

Doch ich greife einmal vorab: es gibt nicht „das beste iPad von Apple“. Es gibt nur das beste – sofern ihr ein Gerät von Apple wollt – iPad für euch. Alles eine Frage dessen, was man selber macht oder zukünftig machen will. Geht man realistisch von 64 GB Speicher aus, die es schon sein sollten beim iPad, so bezahlt man ab 539 Euro beim iPad Air 2, während es das iPad Pro mit 9,7 Zoll in 64 GB nicht gibt, wohl aber in 128 GB – hier geht es dann ab 869 Euro los, wenn man denn bei Apple kaufen möchte.

Ist natürlich ein Unterschied, sogar ein großer. Und der wird noch größer wenn man tatsächlich Pro-Ambitionen hat und das iPad Pro auch so nutzen will – als Desktop-Ersatz. Was man noch brauchen könnte? Klar, den Apple Pencil und das Smart Keyboard. Das Keyboard kostet mal eben 169 Euro und der Pencil auch noch einmal 109 Euro. Was ihr dann unterm Strich raus habt, liegt an euch und der von euch präferierten Konfiguration. So oder so: eine dicke Stange Geld.

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Und da es hier um das iPad Pro geht, steige ich auch mal hier ein. Beim Keyboard und der Frage, ob es bei mir ein Notebook ersetzen könnte. Apples Smart Keyboard wird per Smart Connector am iPad angeschlossen und über dieses gespeist. Tastaturen am iPad sind seit Jahren keine große Kunst, es gibt welche von Apple und die der Dritt-Hersteller. Neu ist eben der Smart Connector, man setzt nicht auf Bluetooth. Es ist so: ihr müsst euch eingrooven, um flott an der kleineren Tastatur zu tippen. Gewöhnt man sich wirklich dran, kalkuliert mal einen Tag des Tippens ein, bis ihr das Keyboard flott nutzen könnt. Das Keyboard ist gut und auch gleich als Hülle nutzbar.

Muss aber auch kritisiert sein dürfen: ich finde das schon preislich hoch, zudem ist die Tatsache, dass kein deutsches Tastatur-Layout derzeit vorliegt, ein NoGo. Ja, Blind-Tipper können in den Einstellungen natürlich das Tastatur-Layout umbiegen und wie gewohnt tippen, ich selber ziehe aber auch das optisch deutsche Keyboard vor. Ich würde auch kein Notebook mit US-Layout kaufen. Das finde ich verbesserungswürdig – gerade bei einer Firma wie Apple, bei denen vorgestellt wird – und man darf recht kurz danach kaufen. Aber warum eben nicht dieses Keyboard mit deutschem Layout? Man weiss es nicht.

Der direkte Vergleich: ich tippe super ungerne mit dem Notebook auf dem Schoß, ziehe mein Belkin Cushtop (gibt es gar nicht mehr bei Amazon, nur den CushDesk) oder einen Tisch vor. Und ich tippe weiterhin ungerne mit dem iPad auf dem Schoß. Ich sehe aus wie ein Affe auf dem Schleifstein – und ich tippe auch wie einer dabei. Die nicht vorhandenen Neigungswinkel tun ihr Übriges dazu.

Für mich persönlich ist daher ein Tisch unabdingbar, aber das ist mein subjektives Empfinden. Müsst ihr für euch ausprobieren. Mein Gefühl mit dem iPad und dem Smart Keyboard (oder Keyboard generell): ich sitze im Flugzeug und links und rechts sitzen Menschen, die einen ähnlichen Fett-Grad wie ich haben. Da will man nun tippen, hat aber keinen Platz, sodass es sich platztechnisch so anfühlt, als würden die Ellenbogen an den Innenseiten vor eurem Brustkorb zusammenklappen.

Übrigens kein iPad-Problem sondern ein generelles, welches ich habe. Solltet ihr hauptsächlich in der Bahn tippen oder im Flieger genügend Platz haben: alles wunderbar. Zumindest bei mir. Grundsätzlich ist das Smart Keyboard eine gute Sache, kann man so auch etwas produktiver arbeiten, da Kurzbefehle möglich sind (fett schreiben in Pages flott über CMD+B und so) und man eben mehr vom Display hat, wenn man ein externes Keyboard nutzt.

Kommen wir nun direkt zum Display, denn das ist auch eine der Komponenten, mit der sich das iPad Pro abheben möchte – und auch tut. In reinen Zahlen bleibt die Auflösung und die ppi-Zahl, doch man konnte noch schrauben. So verfügt das Display des iPad Pro über eine höhere Helligkeit (die ich in heller Umgebung aber kaum wahrnehme) und reflektiert weniger. Profis freuen sich zudem über eine bessere Farbsättigung, Apple setzt beim iPad Pro auch auf den P3-Farbraum, bislang setzte man nur auf sRGB. Der P3-Farbraum wird übrigens auch beim 27er Retina-iMac eingesetzt.

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Sichtbare Verbesserungen, wie auch das optional zuschaltbare True Tone-Display, welches die Umgebung analysiert und so ein besonders natürliches Bild abgibt. Der Sensor sitzt hier im Bereich der Kamera und man kann besonders gut den Effekt feststellen, wenn man mal ein normales iPad neben das neue legt und dabei die Darstellung von Weiß in Papier-Angelegenheiten betrachtet. Das ist wirklich extrem gut gelungen und wird die freuen, die Wert auf ein besonders gutes Display legen.

Nicht falsch verstehen: das Display des iPad Air 2 ist schon klasse – und im reellen Leben wird euch das neue Display des iPad Pro nach einer Weile gar nicht mehr auffallen – ihr merkt es, wenn ihr einen Vorgänger oder ein anderes Gerät zur Hand nehmt – beziehungsweise die Funktion deaktiviert. Im direkten Vergleich wirkt das iPad Air 2 kühler, mit mehr Blauanteil. Ganz ehrlich: eines der definitiven Pro-Features für produktive Farb-Arbeiter. Wer es braucht, der wird glücklich sein – ich finde es angenehm, aber nicht zwingend für mich, da eine solche Funktion nicht in meinen Arbeitsbereich fällt, glücklicherweise.

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Die Leistung des iPad Pro. Das ist natürlich extrem wichtig, nicht nur beim Daddeln. Ich selber habe das iPad Air 2 mit meinen Anwendungen schon nicht an die Leistungsgrenze gebracht und auch das iPad Pro verspricht mir dieses. Wer an diesem Tablet arbeitet, der kann dies tun, das zeigt auch ein Geekbench, der synthetisch testet, was das Tablet so kann. Getestet wurde mit dem aktuellen iOS 9.3.1 – hier brachte es das iPad Pro mit seinem A9x auf 3029 Punkte im Single-Core und auf 5178 Punkte im Multi-Core-Score. Wie erwähnt: Keine Lags, keine Probleme. Schön.

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Die Lautsprecher im iPad Pro. Aus zwei mach vier. Zwei oben und zwei unten. Ich fand den Sound im iPad Air 2 schon gut, zumindest im Lautstärkebereich bis 75 Prozent. Der Unterschied ist groß, der Sound wirkt runder und umfassender. Man erreicht durch die zwei weiteren Lautsprecher ein detaillierteres Klangbild, welches ausreicht, um mein Arbeitszimmer zu beschallen. Offenbar hat man auch nachgearbeitet, denn auch die Verzerrungen im oberen Lautstärkebereich sind weniger geworden. Macht Laune, nicht nur bei der normalen Arbeit oder beim Schauen von Filmen – auch wenn man mal mehr Sound will, kommt man auf seine Kosten. Ich kann aus dem Stegreif kein anderes Tablet nennen, welches an diesen Sound rankommt.

In Sachen Akkuleistung hält Apple weiterhin sein Versprechen und 10 Stunden sind im Mischgebrauch definitiv machbar. Wer bei voller Helligkeit aufwendige Spiele spielt, der bekommt den Akku allerdings auch schneller klein, minutiös ist das Ganze aber schwer auf den Einzelnen runterzubrechen, da Menschen teilweise die automatische Helligkeitsregelung nutzen, manche wiederum von Hand justieren und überhaupt ist die Nutzung bekanntlich unterschiedlich.

Wie bei jedem technischen Gerät gebe ich Bahnfahrern mit auf den Weg: sofern ihr die LTE-Variante habt und ihr nicht zwingend unterwegs Surfen wollt, so macht den Airplane-Modus an. In der hier doch eher spärlich ausgebauten nordischen Ecke sorgt die dauernde Netzsuche für Akkubelastung. Ist der Akku leer, so müsst ihr round about vier Stunden an die Steckdose, um euer iPad Pro wieder auf die 100 Prozent Akkukapazität zu bringen.

Es ist wahrscheinlich kein einzelner Punkt, der mir am iPad Pro gefällt, es ist die Summe der Dinge, die machbar sind. Trat das iPad in den Zeiten des iPhone 6 Plus oder iPhone 6s Plus bei mir in den Hintergrund, so ertappe ich mich nun wieder häufiger, wie ich es auf der Couch nutze. Ich benötige keinen Kindle, ich lese am iPad und ja, ich verfasse auch mal was handschriftlich – obwohl ich mir gerade dieses in den Jahren abgewöhnt habe (und sicherlich bald wieder werde).

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Die App GoodNotes macht dabei einen super Job, erkennt sie meine Krakelei doch recht gut und wandelt diese in das getippte Wort um. Auch das lose Zeichnen ist so eine Sache, die ich mit meinem Sohn gerne mache, wir haben da eine tolle Symbiose aus klassischen Wachsmalstiften und dem Zeichnen mittels Finger und Stift am iPad gefunden.

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Auch unterwegs ist das iPad Pro in der letzten Zeit mein Begleiter gewesen, jüngst ließ ich bei einem London-Trip mein MacBook zuhause. Ich verzichtete auf Kabel und Gewicht und konnte dennoch das Meiste von dem machen, was ich so wollte. Das ist ein gutes Gefühl, dass man mal eben das iPad einsetzen kann, denn es ist einfach transportabler – und dank SIM-Slot oder virtueller SIM-Karte muss ich mir nicht zwingend Gedanken über WLAN machen, wenn ich Mobilfunk habe. Für mich ist halt nur die bereits erwähnte Arbeitsfläche wichtig, die muss passen, damit ich tippen kann. Wäre ich Schüler und Student und müsste mit Texten fuhrwerken, dann wäre das wohl genau mein Ding.

Noch ein paar Worte zur Kamera, die 12 Megapixel hat und technisch auf iPhone 6s-Niveau spielt. Wie bereits erwähnt finde ich immer merkwürdig, wenn mit dem iPad fotografiert wird. In Anbetracht eines Pro-Gerätes musste Apple hier aber nachlegen und eine Kamera verbauen – denn was wäre ein Pro-Gerät ohne eine solche Abgrenzung zum iPad Air 2. Und ja, es ist gut zu wissen, dass die Kamera gute Fotos machen könnte, wenn man dies denn wollen würde. Wer wirklich mit dem iPad arbeitet und es produktiv nutzt, der wird die Möglichkeiten zu schätzen wissen. Die Fotos können sich definitiv sehen lassen, eine definitive Verbesserung gegenüber den Vorgänger-Geräten. Die Farben wirken natürlich, nichts geschönt oder rundgezeichnet. Recht harmonisch alles. Hat man das iPad also eh zur Hand, muss man nicht das Smartphone aus der Tasche friemeln, es sieht albern aus, macht aber gute Fotos.

Das iPad Pro – eine Empfehlung? Nicht zwingend – Apple versucht jeden iPad-Interessierten mit dem Lineup anzusprechen. Es gibt das iPad mini 4, welches beispielsweise meine Frau einsetzt – häufiger als ihr Notebook. Baybmonitor, Entertainment- und Spielemaschine, aber auch Lese- und Rezept-Lösung. Dann das bislang von mir eingesetzte iPad Air 2 und die neuen Pro-Maschinen für das Mehr. Wer ein iPad Air 2 sein Eigen nennt und bislang alles damit macht, der braucht sicherlich nicht aktualisieren. Das ergibt nur Sinn, wenn man den neuen Apple Pencil oder das Smart Keyboard nutzen will, man bombastischen Sound braucht oder Fotos mit dem iPad aufgenommen (gilt natürlich auch für deren Bearbeitung!) werden sollen – trotz der Größe des Tablets und den Eindruck, den man bei Dritten hinterlässt.

Wer aber ein älteres Modell sein Eigen nennt und auf State of the Art in Sachen Tablet upgraden will – und auch die Neuerungen, die das iPad Pro mit sich bringt, möchte, der kann zum neuen iPad Pro greifen. Ich persönlich habe es versucht, es kann trotz aller Werkzeuge zumindest in meinem Workflow kein 100%iger Ersatz zum klassischen Rechner sein. Aber das liegt an meiner Arbeit. Müsste ich derzeit ein Tablet wählen und auf ein Notebook verzichten, dann würde es zur Stunde tatsächlich das iPad Pro sein.

Letzten Endes bringt mich das auch zur Frage, was wohl aus der Air-Reihe wird, denn für mich ist das Pro trotz seines Preises das bessere Air. Was also wird zukünftig passieren? Wird die iPad Air-Reihe mit etwas stärkeren Komponenten aufgerüstet, bildet aber durch Abstufungen weiterhin die preisliche Unterklasse unter der Pro-Reihe? Wir werden es sicher im Herbst sehen.

Hat gefallen:

Tolle Performance, satter Sound, gute Verarbeitung, Kamera ist gut, Stifteingabe funktioniert wie versprochen, andere Speicheroptionen (endlich Platz für fast alles bei mir), großartiger Bildschirm und gute Akkulaufzeit.

Hat nicht so gefallen:

Smart Keyboard nur mir US-Layout derzeit, keine unterschiedlichen Neigungswinkel beim Keyboard, offizielles Zubehör lässt Preis des Gesamtpaketes schnell sehr hoch werden, kein 3D Touch, Lighning-Port setzt nicht auf USB 3.0, Apple Pencil will gut verstaut werden, hat am iPad keinen Platz. Mobiles Betriebssystem weiterhin beschränkter als die Desktop-Variante.

Apple iPad Pro 9,7 Zoll, Preise:

Apple iPad Pro, 32 GByte Speicherplatz, Wi-Fi, 689 Euro / mit LTE 839 Euro

Apple iPad Pro, 128 GByte Speicherplatz, Wi-Fi, 869 Euro / mit LTE 1019 Euro

Apple iPad Pro, 256 GByte Speicherplatz, Wi-Fi, 1049 Euro / mit LTE 1199 Euro

Smart Cover, 59 Euro

Silikon-Hülle 79 Euro

Smart Keyboard 169 Euro

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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49 Kommentare

  1. techfriend says:

    @elknipso

    Ich glaube, du hast mich ezwas falsch verstanden. Mit Sicherheit sind Apple Geräte für IT’ler nicht schlecht, zum Beispiel ist die Android App Entwicklung auf OS X sogar besser. Ich vermute vielmehr, dass ein Teil der Apple-Käufer (zumindest aus meinem Umfeld) einfach nur aus Unwissenheit diese Produkte kaufen, also keine wirklichen Forderungen außer Telefonie, Browser, email und Foto stellen und meinen dafür ein iPhone zu brauchen, obwohl es auch günstiger gehen würde.
    Was sollte denn an meinem Gedankengang schlecht sein? Der Gedankengang war im wesentlichen die Frage warum Androiden nicht zuverlässig sein sollten.

  2. Christoph B. says:

    Ich hab genau jenes iPad Pro 9.7 und bin sehr zufrieden.

    @Kalle / Caschy
    TrueTone: ich arbeite selber als „Farbarbeiter“, ich würde das Feature auf jeden Fall abschalten wenn ich etwas digitales gestalte. Wenn ich jedoch Papier-Produkte vorbereite, würde ich mal dieses TrueTone testen.

    Es ist mein erstes iPad, und ich habe es nur wegen dem Pencil gekauft. Vergleichbare Wacom Produkte, sprich Grafiktabletts zum anschließen mit eigenem Bildschirm kosten auch 700-800 €. Nur kann man die dann noch lange nicht alleine nutzen. Mit dem iPad und dem Pencil mache ich sehr viele Notizen in Goodnotes inkl. Skizzen und Fotos mit Anmerkungen etc. Schneller und effektiver als auf echtem Papier. Mit AstroPad arbeite ich in Photoshop und zeichne Masken und mache Retuschen. Viel genauer und schneller als mit der Maus.

    @Caschy
    Ich weiß, nicht dein Bereich. Trotzdem sehr schade, dass du diese Bereiche nicht mit abdecken konntest 😉 denn da wird das „Pro“ wirklich zu „PRO“

  3. „@Kalle
    Schade dass du deine Argumente in „bullshit“ termini verpackst“

    Mach dir nichts draus, Karl, das machen Leute immen so, denen die Argumente ausgegangen sind, nichts Sinnvolles beizutragen haben und ihr ganzes Leben im Wollschaf-Kostüm rumlaufen.

  4. Vorweg: Ich habe wohl Apple- als auch Windows- und Android-Gerätes im Einsatz; mein aktuelles Handy ist ein Huawei Mate 7 (mit dem ich sehr zufrieden bin). Im Tablet-Bereich habe ich inzwischen mehr Geld für Android Geräte ausgegeben als für iPads, aber keines dieser Geräte hat mich überzeugt, auch nicht das eigentlich sehr gute Note 10.1 2014 (ich hatte noch auf einen Nachfolger gehofft, aber Samsung scheint da kein Interesse zu haben). In meinem Arbeitsalltag spielen Argumente wie der USB-Anschluß extrem selten eine Rolle, dafür brauche ich gute Apps (etwa im Bereich Notizen, Lesen, Scannen) und ein schnelles, zuverlässiges System. Das alles habe ich nur bei Apple gefunden – und Windows 10 ist gerade wegen dieser Punkte im Tablet-Bereich auch keine Lösung. Ok, die Teile sind teuer und für manche wird sich der Mehrpreis nicht lohnen (der Käufer meines Note ist begeistert!), aber die Argumente mit USB und erweiterbarem Speicher via SD-Card spielen im Alltag kaum eine Rolle, schlechte Performance oder Abstürze, nicht auf das Tablet optimierte Apps dagegen sehr.
    Ach ja, in einem „Käfig“ fühle ich mich wenn überhaupt bei Windows 10, den Switch zwischen den Systemen habe ich dank Cloud immer problemlos hinbekommen.
    Was ich eher bedauerlich finde, dass unter Android im Tablet-Bereich kaum noch Entwicklungen zu erkennen sind, die Anbieter (siehe Huawei oder Samsung) wechseln offenbar gerade bei den größeren Geräten lieber zu Windows – eine Entwicklung, die ich sehr schade finde.
    Noch etwas zur Tastatur: Ich habe die von mobile Tastatur von Microsoft, passt perfekt zum iPad Air und Pro 9.7 und damit läßt sich auf den Knien schreiben.

  5. Äpplerboy says:

    Scheissäppler

  6. Thomas Müller says:

    Super Testbericht, ich besitze selbst das iPad Pro 12,9 und bin mit dem Gerät hochzufrieden.

  7. Christoph B. says:

    Es wird immer die Leute wie Karl oder Steve geben, deren Horizont einfach nicht groß genug ist um zu verstehen, dass es verschiedene Zielgruppen gibt.

    Apple Produkte haben offenbar viel Erfolg, wenn ihr das in keinster Weise nachvollziehen könnt dann tut mir das Leid.

    Ich habe damals auch gerne im Android System rumgefummelt. Mittlerweile fehlt mir die Zeit dazu. Und es gibt viele die keine Lust haben am System rumzufummeln.

    Es gibt viele die nach 2 Jahren ihr Apple wieder verkaufen um das neue zu kaufen. An der Stelle kann man noch mal betonen das man alte Äpfel immer gut verkauft bekommt, das relativiert auch den hohen Kaufpreis.

    Und wenn ihr hier dann noch mit den Argumenten USB Stick ankommt… habe ich seit Jahren nicht gebraucht. Nicht mal am Macbook. Externe Festplatten – ja, aber doch nicht am Tablet?

  8. @Karl O.
    Du öffnest den App Store, suchst nach YouTube, und lädst die letzte kompatible Version – Boom. Das geht auch über iTunes an jedem PC oder Mac.
    Apps sind ZIP-Archive die die Binary und Ressourcen enthalten. Lassen sich also leicht editieren (mal davon abgesehen dass man damit wohl geistiges Eigentum verletzen würde).
    Ich nenne deine Argumente Bullshit weil das die 0815-Argumente sind die man von Nicht-Nutzern seit Jahren hört, die im echten Leben wenn man mit den Geräten arbeitet, nicht auffallen. Erst recht was „goldener Käfig“ oder Konnektivität angeht. Von dem Wort solltest du dich nicht auf den Schlips getreten Fühlen.
    Über Lightning oder den Dock-Connector brauche ich mich nicht zu informieren. Die Vorteile kenne ich. Und wie gesagt befindet sich am anderen Ende des Kabels ein USB-Stecker. Mehr Standard und Verbreitung geht nicht.

    @Steve
    Dein „Wollschaf-Kostüm“ ist genau so lächerlich wie dein ganzer Kommentar. Du könntest direkt auf meine Argumente mit deinen Argumenten antworten. Könntest du, musst du aber nicht.

    @Christoph B.
    Ich habe auch oft mit Inhalten zu tun bei denen Farbtreue wichtig ist. Gerade das DCI-P3 Display hat mir da zu denken gegeben, weil ich mich meist in AdobeRGB bewege und mit Bewegtbild und Videoschnitt so gut wie nichts zu tun habe. Die Zusammenhänge zwischen True Tone, DCI-P3, und das one-the-fly Farbmanagement sind hier (wie gewohnt bei Anandtech) gut beschrieben: http://www.anandtech.com/show/10265/understanding-the-97-ipad-pros-true-tone-display

  9. @Boerne: Welche Tastatur genau benutzt du da?

  10. @Boerne
    Danke für diesen sachlichen Erfahrungsbericht, den ich sehr gut nachvollziehen kann.
    Nur dass du Windows 10 als Käfig und keine Lösung im Tabletbereich bezeichnest, verstehe ich nicht.
    Ich habe Windows 10 auf vier Geräten installiert und auch in meinem Umfeld habe ich von Abstürzen nichts gehört/gesehen. Dass Windows (7-10) angesichts der beinahe unendlichen Hardwarekombinationen auf der Welt eigentlich zum Niederknien stabil läuft, ist doch bekannt, dachte ich. Ein defekter RAM Riegel oder andere Hardwareschäden werden natürlich zu Problemen führen, aber die Ursache ist ziemlich selten Windows selbst.
    Abartig langsam ist Windows 10 laut diversen Benchmarks und aus eigener Erfahrung eigentlich auch nicht 😉
    Wie gesagt, Windows und Android schummeln nicht in dem Stil wie iOS, dass nur heruntergerechnete Bilder angezeigt werden oder Screenshots statt Apps am Anfang starten. Und natürlich spielt eine perfekte Hardware Software Abstimmung seitens Apple auch mit. Angesicht der sehr marginalen Hardwarepalette keine Leistung meiner Mening nach wie bei Android/Windows.
    Apropos Windows 10 und Tablet: Ich habe ein Asus T300 chi mit Windows 10 und es könnte nicht besser sein (subjektiv). Rasendschnell, noch nie eingefroren/abgestürzt, 7mm dick, Synaptics stylus (von Dell) funktioniert absolut perfekt (Notizen in OneNote, zeichnen in Photoshop CC), lautlos, nebenbei 100 tabs im firefox geöffnet, welche alle sofort anzuzeigen sind (dank 8GB RAM), gewohnte Windows Freiheiten von VM bis Videobearbeitung (zugegeben der core M hat schnell seine Grenzen). Einzig die Akkulaufzeit ist bescheiden mit 4 Stunden. Konkurrenz mit ähnlichen Ausstattungsmerkmalen und längerer Laufzeit gibt es aber.
    Von daher: Das Ich-lieg-auf-der-couch-und-surfe-bequem-mittels-touchscreen und ich-muss-eben-ein-dokument-mit-Tastatur-tippen-und-dann-noch-das-Foto-bearbeiten sind zwei gegensätzliche Anwendungsfälle, die Windows 10 und solche Convertible vereinigen.
    Bei Apple heißt es MacBook Luft + iPad Profi = Kasse klingelt. Oder gibt es so ein All-in-one Gerät auch im Appleuniversum?

  11. Mir gefällt zu großen Teilen der Lesefluss nicht. Ab und an sehr abgehackt geschrieben und sich bemüht, absichtlich anders zu schreiben.

  12. Christoph B. says:

    @Karl O.

    habe jetzt nur kurz in den Test geschaut. Ist aber meiner Meinung nix halbes und nix ganzes. Auch sehr subjektiv, weil ich eben eher Poweruser bin.

    Als Tablet mit nur 4 Stunden zu wenig Akku und mit 1,4kg auch zu schwer. Als Rechner, verglichen mit meinem Macbook Pro 13 zu langsam und kein Final Cut 😀

  13. @Karl O.
    Netter Erfahrungsbericht zu Win 10. In dem Artikel geht’s aber um das iPad.
    Du schreibst dass iOS mit Tricks arbeitet und man grosse Fotos nicht 100% reinzoomen kann. Das hat Performance-Gründe und war in der Android Gallery App ebenso. Auf iOS griffen Pixel Peeper zu Apps wie Actual Pixels oder Big Photo. Auf Android griff man später zu QuickPic.
    Dann schreibst du dass iOS schummelt weil es einen Screenshot zeigt während es lädt. Wenn man eine App in den Hintergrund schickt wird ein Screenshot des letztens Inhalts genommen der dann beim Launch der App gezeigt wird. Das nennt sich Kontext oder User Experience. Eine ähnliche Funktion gibt es auf Android. Während eine App lädt kann man eine Placeholder UI einblenden lassen während die App lädt, denn auch ein Android-Gerät startet eine App nicht von 0 auf 100 in 0 ms.
    Wenn du dich fragt was ich mit Bullshit meine, dann sowas.

  14. @Christoph B.

    Als Tablet wiegt es nur 700 Gramm oder so. Die 1,4KG ist das Gerät mit Tastatur.
    Klar, Sony Vegas wäre jetzt keine gute Wahl, um auf dem T300Chi zu laufen, aber damit es da auch Spass macht, reicht ein Macbook auch nur begrenzt.
    Im Allgemeinen langsam würde ich es nicht nennen, gerade Photoshop zum Beispiel ist kein Problem und flutschig.
    Yo, 4 Stunden sind wenig, allerdings bin ich auch höchst selten 4 Stunden ohne Pause und ohne Steckdose am Gerät tätig. Im Urlaub macht es sich eigentlich nur (bei mir) bemerkbar.

  15. @Kalle
    Ich tue dir nicht den Gefallen und werde deine Aussagen ebenso diffamieren wie du meine. Guck nochmal genau nach, Windows 10 habe ich nicht als erstes in die Runde geworfen. Ich schreibe, dass iOS mit Tricks arbeitet, weil es stimmt. Dass es Performance Gründe hat ist offensichtlich, aber danke für die Erklärung. Nein, bei Android hat die Standard-Gallerie noch nie nur eine Vorschau aus Performance Gründen gezeigt, da bist du falsch informiert.
    Dass ein Screenshot von einer App gezeigt wird, genau placeholder, ist ein schlauer Trick, aber das nennt man nicht User Experience. Dass eine App unter Android nicht in 0ms lädt, habe ich hier und heute schon mit eher 2000 ms betitelt. Bitte lies genauer und schreib selbst nicht so einen bu……

  16. Thomas Müller says:

    Solche Leute wie Karl & Steve ignoriert man am besten und kommentiert diese Sachen nicht auch noch. Dann verlieren sie sehr schnell die Lust und verschwinden wieder.

  17. Christoph B. says:

    Ich komme mit dem Macbook echt super gut klar. Full HD lässt sich easy schneiden in Final Cut. Ansonsten kann man ja auch einfach mit Proxy arbeiten. Videoschnitt mit iPad soll ja auch gut funktionieren. Noch nicht getestet, wüsste auch nicht wie ich die Daten da drauf bringen kann.

  18. ich werde es nie verstehen können, warum man apple mit diesen überhöhten abzockerpreisen nur feiern kann.

  19. @st

    Man muss die Produkte eben nutzen, um das verstehen zu können.

    Ich habe das iPad Pro 9,7 jetzt seit knapp drei Wochen und bin sehr zufrieden. Es hat mein iPad Air (16 GB :o) ersetzt und der Unterschied ist deutlich. Natürlich hat das iPad Pro spürbar mehr Leistung, aber bei mir sind es vor allem das faszinierende Display und der wesentlich bessere Sound, die den Aufpreis zum iPad Air 2 rechtfertigen.

    Ich selbst verzichte auf einen Laptop und setze auf die Kombination Desktop-Rechner und iPad Pro. Das iPad kommt vorrangig als Entertainment-Gerät zum Einsatz, also für Web, Mail, YouTube etc. auf dem Sofa, dient unterwegs aber auch für Office-Anwendungen. Das Smart Keyboard ist natürlich hoffnungslos überteuert, deshalb nutze ich einfach eine normale Bluetooth-Tastatur von Samsung, die ich irgendwann mal für 10€ gekauft habe. Funktioniert – mit Ausnahme der Sondertasten – bestens und reicht für meine Ansprüche unterwegs völlig aus. Ich arbeite unterwegs eigentlich eh nur mit Word oder blogge mobil mit der WordPress-App. Wenn das produktive Arbeiten wirklich im Fokus steht, kann iOS aber (noch) nicht das Notebook ersetzen.

  20. @ Karl O.
    Ich habe das Microsoft Universal Keyboard, bin sehr zufrieden damit. Was mich an Windows 10 im Tablet Einsatz stört, sind die einfach schlechten Apps; ich hatte auch ein 2 in 1 Gerät (von Acer das Switch), aber die Apps sind einfach nur schwach. Hatte lange überlegt, das Surface 4 zu kaufen, aber Windows ist für mich ein Desktop-System. Mit Win 10 habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Mein Acer Notebook musste ich zweimal neu installieren nach dem Update auf Windows 10. Ich bin sehr zufrieden mit dem iPad Pro, aber freue mich auch über gute Konkurrenzprodukte (wie schon geschrieben, finde ich die Entwicklung bei Android derzeit etwas schwach). Als User habe ich doch von der Konkurrenz nur Vorteile, diese „Kriege“ kann ich eh nicht verstehen.

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