Apple im eigenen Garten Eden: E-Mails von Steve Jobs schlüsseln die Strategie auf

Apple schließt sich und seine Nutzer am liebsten im eigenen Ökosystem ein. Das hat gleichermaßen viele Vor- und auch Nachteile. Ältere E-Mails von Steve Jobs, die im Zuge der aktuellen Untersuchungen der US-Wettbewerbshüter an die Öffentlichkeit gelangt sind, schlüsseln zumindest im Ansatz die Gedankengänge dahinter auf.

Beispielsweise moniert Jobs in den E-Mails Amazons Kindle-App. Er fordert im Gespräch mit dem Marketing-Leiter Apples, Phil Schiller, dass Amazon die Bezahlungsmechanismen von Apple nutze (und damit das Unternehmen an den Umsätzen beteilige) oder sich schlichtweg aus dem App Store zurückziehe. Das Ergebnis ist, dass Amazon bis heute die Option E-Books an iPad und iPhone zu kaufen aus seiner App entfernt hat. Da hilft nur der Umweg über den Webbrowser.

Jobs führte weiterhin aus: „Ich halte das alles für simpel: iBooks bleibt der einzige Bookstore auf iOS-Geräten. Wir müssen unsere Köpfe hochhalten. Man kann Bücher lesen, die anderswo gekauft worden sind, sie aber nicht kaufen, leihen oder unter iOS abonnieren, ohne uns zu bezahlen.“ Hier wird natürlich auch deutlich, dass es weniger um die von Tim Cook zuletzt beworbene Förderung der Entwickler und die Schaffung von Möglichkeiten geht – sondern schlichtweg knallhart um Geld und das Stück vom Kuchen, das Apple abhaben möchte.

Ein anderes Gespräch drehte sich um den mittlerweile ehemaligen Facebook-Mitarbeiter Joe Hewitt, welcher die ersten Versionen der Facebook-App für iOS entwickelte. Hewitt beklagte sich nicht nur bei Apple, sondern auch öffentlich über die neuen Bestimmungen für Entwickler ab iOS 4.0. Jobs stieß diese öffentliche Kritik sauer auf, sodass er neue Gespräche mit Hewitt meiden wollte. Ebenfalls öffentlich geworden sind durch diese E-Mails auch die Sonderabkommen, die Apple mit Amazon abgeschlossen hatte, um Amazon Prime Video auf die eigenen Geräte zu hieven.

Aktuell prüfen die US-Wettbewerbshüter, ob Apple eine dominierende Stellung am Markt haben könnte. Apple weist dies weit von sich. Auch in der EU laufen Untersuchungen bzw. es wird Kritik an Apples Umgang mit Entwicklern laut.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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71 Kommentare

  1. Hey André, mit Deiner Interpretation im dritten Absatz bin ich ehrlich gesagt nicht sehr einverstanden. Die Aussage zeigt doch lediglich, dass Apple auf seiner (!) Hardware auch seine(!) Software verkaufen möchte. Du kannst auch keinen Mercedes kaufen und dann eine Software von VW darauf laufen lassen, weil Dir die besser gefällt – also da den Vorwurf abzuleiten, Jobs hätte es nur auf das Geld abgesehen halte ich für falsch – er möchte, wie Apple heutzutage auch, das Erlebnis bieten, wie er bzw. Apple sich das Hard-/Softwareerlebnis vorstellt. Und wenn ein anderes Unternehmen die (seiner Meinung nach beste) Hardware nutzen möchte, muss es dafür zahlen. Da geht es meiner Meinung nach um mehr als Geld. Und für mich geht das auch in Ordnung. Wenn ich etwas entwickle, baue und verkaufe und jemand anderes das mitnutzen und daran verdienen möchte, dann muss eben dafür gezahlt werden, ähnlich wie bei Tantiemen für Musik (Stichwort GEMA). Es ist meine Kreation, mein Produkt, wenn jemand anderes davon profitiert, möchte ich beteiligt werden.

    • Sascha S. says:

      Dein Beispiel ist quatsch. Es gibt für VW oder Mercedes keine abertausenden Entwickler, die Ihre Software dafür entwickeln, und auch der Marktanteil von VW und Mercedes ist bei den Autoherstellern ein anderer, als beispielsweise Android und Apple. Fakt ist, dass du dich bei einer so Marktbeherrschenden Stellung an Regeln halten musst, damit der Wettbewerb nicht verzerrt wird. Und jetzt gilt es zu prüfen, ob Apple sich daran hält.

      Wenn Apple auf Ihrer Hardware ausnahmslos Ihre Software verkaufen wollen, dann sollen Sie den Appstore schließen. Entweder, oder.

      • Sascha S. says:

        *sie

      • Muss ich auch so unterstreichen. Wenn du eine Monopolstellung oder Quasi-Monopolstellung hast, weil die Wahl nur theoretisch vorhanden ist, kannst du als Unternehmen nicht mehr tun und lassen was du willst. Natürlich ist das das Ziel von Firmen wie Amazon, Apple, Facebook und natürlich auch Google, aber umso wichtiger ist es, dass endlich mal ein Riegel vorgeschoben wird, bevor es noch größere Ausmaße annimmt.

        Dass im AppStore bezahlt werden muss, ist eine Sache. Die andere ist, ob die Gebühren gerechtfertigt sind oder Abzocke und in dem Zusammenhang ist auch wichtig, ob eine Alternative vorhanden ist, wie Apps ohne Store zu installieren (geht unter MacOS ja auch problemlos). Als Markführer kannst du einfach nicht machen und verlangen was dir gefällt. Das ist auch gut so und es wird Zeit, dass gegen die großen Tech-Unternehmen zumindest mal was unternommen werden soll. Was da passieren wird, steht auf einem anderen Blatt Papier.

        • Hallo Sascha, hallo Denny. Ja, das Beispiel mit den Autos ist holprig, ok. Der Punkt für mich ist der: Apple hat überhaupt kein Monopol, da es z.B. den Google-Playstore auf ähnlicher Hardware gibt. Denn Smartphones gibt es ja nicht ausschließlich von Apple. Genau so wenig wie Tablets, Laptops usw. (oder eben Autos). Es gab auch noch mehr Stores (Windows mobile, Tizen und Co), nur haben wir im Moment eben nur zwei große App-Stores im Smartphone-Bereich. Jetzt kann man doch niemanden zwingen, in seinem/ihren Store etwas zu verkaufen oder anzubieten, was er/sie nicht will, oder Regeln anzupassen, weil andere Unternehmer meinen, sie würden in Apples Store (also nicht in Ihrem Store!) zu wenig verdienen. Du entwickelst ja eine App für den App-Store – nicht für Dich und Deine Plattform. Dir werden Umgebung, Programmiersprache, Know-How, Bezahlsysteme, Infrastruktur, Server usw. zur Verfügung gestellt. Und das kostet. Und wer viel verkauft, produziert viel Traffic, produziert viel Arbeit, Servernutzung und das kostet eben. Apples Store – Apples Regeln. Machst Du nicht mit, bist Du raus. Du kannst auch keinen EDEKA zwingen, dort bestimmte Produkte anzubieten… wenn Du das anbieten willst, mach das bei Google oder sonst wem. Das Monopol existiert einfach nicht – ich bin ja auch nicht gezwungen Apple-Hardware zu nutzen sondern tue das aus freien Stücken – und lasse mich darauf ein, dass es eben nur einen Appstore gibt (was m.M.n. als Nutzer auch sehr viele Vorteile bietet) – oder kaufe eben andere gute Hardware, dies es ja ebenfalls gibt, wenn ich nicht im Appstore kaufen möchte.

          • Halleluja, hier wäre was los, wenn Mercedes verlautbaren würde, dass man seine Fahrzeuge ab sofort nur noch bei Shell betanken kann. Wär ja alles vollkommen rechtens, weil ja Mercedes kein Monopol hat und man ja BMW fahren kann. BMW lässt nur bei Aral tanken, aber das wär auch ok. Immerhin hat man ja die Wahl und BMW hat ja auch gute Hardware.

          • Monopol meint für mich auch, dass du keine echte Wahl mehr hast. Google ist so gesehen auch kein Monopol, du kannst ja Bing benutzen. Oder nimm halt nen anderen Messenger und nicht WhatsApp. Ähm Moment, geht nicht, weils keiner hat.

            Es geht allgemein um eine Form von Monopolstellung. Du darfst auch marktwirtschaftlich keine Abzocke/Wucher betreiben. Bei Apple ist es noch gesondert, weil es geschlossen ist, du hast keine Wahl dort was anderes zu installieren, deine einzige Wahl wäre Android zu nutzen. Das ist aber per se keine echte Wahl.

            Ich verstehe deinen Punkt hinsichtlich dem Freiheitsgedanken und jede Firma und jedes Unternehmen darf doch selbst die Regeln festlegen. So ist das aber zum Glück eben nicht. Das wäre auch zu flach gedacht.

      • Das Beispiel ist kein Quatsch. Die „Software“ dient nur als Beispiel. Soll ich jetzt in einen Shop der seine eigenen Sachen verkauft, auch hingehen und mich beschweren das die nur die eigene Marke verkaufen?

        Es ist ganz einfach. Apple hat den AppStore ins leben gerufen, und jeder der die Regeln und Vorgaben zur nutzen einhält, kann den Store nutzen. Derjenige der dort anbieten möchte, hat den Vorteil, dass er sich um nichts kümmern muss. Er muss lediglich seine App zu Verfügung stellen. Die Infrastruktur um das zu betreiben, darum kümmert sich Apple. Die Server die dafür nötig sind und gewartet und bezahlt werden müssen, darum kümmert sich Apple. DAS hat natürlich seinen Preis, den man von Vorherein mitgeteilt bekommt. Es ist ja nicht so, dass ich Nachhinein auf einmal eine mega Rechnung auf einen zukommt. Man weiß worauf man sich einlässt. Passt das einem nicht, muss das nicht nutzen.
        Für mich ist das dann einfach nur Gier der App Entwickler wie Spotify. Apple hat mit seiner Strategie für den erfolgt des AppStores gesorgt, und jeder kann daran teilhaben, mit den entsprechenden kosten (die bekannt sind).

        • „Die Für von Anbietern wie Spotify“

          LOL

          Also es ist nicht gierig völlig überzogene 30% der Abo-Gebühren(!) eines Fremdanbieters einstreichen zu wollen, aber es ist gierig wenn ein Unternehmen diese überzogenen 30% nicht abdrücken wollen? Alles klar xD

          • Für sollte natürlich gier heißen.

            • Hallo Numi, welche Summe / welcher Prozentsatz da gerechtfertigt ist, kann ich nicht sagen, das ist auch schwer abzuschätzen. Aber ich habe oben schon einmal erklärt, was das Problem ist: Apple baut ein Smartphone, sowohl Hard- als auch Software und möchte, dass die Nutzenden alle ein bestimmtes Nutzungserlebnis erhalten. Um dieses zu ermöglichen, werden Programmierer*innen eingeladen (! nicht gezwungen oder genötigt!!!), Software zu schreiben, die dann im eigenen Store angeboten werden. Die Programmierer*innen schreiben aber lediglich Software. Sie haben weder ein Smartphone entwickelt, noch ein Betriebssystem, haben keinen Server, kein Bezahlsystem, entwickeln das System nicht weiter, haben keine Werbeplattform sondern nur eine kleine Softwareidee, die sie umsetzen und dann bei Apple hochladen. Apple stellt Server, Verkaufsplattform, Hardware, Software, Bezahlsystem, Support und vieles mehr zur Verfügung – soll das alles umsonst von Apple Angeboten werden? Auch ein Einmalbetrag ist da unangemessen, da erfolgreiche Apps auch laufend Traffic produzieren, der über Apples Server läuft, laufend Support erfordern von Mitarbeitern, die Apple bezahlen muss. Laufend Sicherheitsprobleme verursachen, die Apple korrigieren muss usw. und es geht darum: Apple hatte die Idee! Da finde ich das Musikbeispiel sehr treffend: Wenn Du auch nur irgendwie irgendwo ein Musikstück von mir verwendest und bei dieser Veranstaltung etwas verdienst, muss ich beteiligt werden, auch wenn ich nur irgendwann das Lied geschrieben und eingespielt habe und selbst, wenn das 50 Jahre her ist: Es ist meine Errungenschaft, meine Entwicklung, mein Geist, der dieses Stück geschaffen hat – und da steht mir einfach etwas zu, wenn Du mit dessen Hilfe Geld verdient hast. Und nichts anderes macht Apple im App-Store. Das ist nicht gierig sondern fair. Du musst ja nichts für den Appstore bauen. Du kannst für PCs entwickeln, für Tizen oder für Android.

              • Was du beschreibst trifft aber definitiv nicht auf Spotify zu. Die haben ein eigenes Zahlungsabwicklungssystem, eigene Werbestrategien usw. usf. 30% ist gelinde gesagt frech. Ich hab’s unten schon geschrieben, aber gern auch noch Mal hier: Apple 30%, Google 30%, Microsoft 30%, irgendwann kann Spotify dicht machen.

                Ich sage ja überhaupt nicht, dass Apple nichts für ihre Dienstleistung bekommen soll, aber 30% jeden Monat ist einfach nur abstrus überzogen.

                • Du hast recht, Spotify hat das alles – aber dann könnten Sie (wenn sie denn wollten) es eben so halten wie Netflix – die bieten die Kaufschnittstelle über Apple nicht mehr an und man muss auf die Website um sie zu buchen. Auch das ist über das Smartphone möglich, ist umständlicher, aber dann nutzt Du eben nicht Apples System. Geht alles und dann spart sich Spotify die 30% – würde ich nicht für fair halten, weil die App immer noch über Apples Server läuft, aber es ginge zumindest.

                  • Klar könnte Spotify das – dann würde man das Feld „Abo über iOS“ aber komplett dem – jetzt kommts – Apple-eigenem Apple Music überlassen, die komischerweise diese Einschränkung nicht haben – das Geld bleibt bei Apple Music im Unternehmen. Damit verschafft sich Apple einen unfairen Vorteil gegenüber allen anderen.

                    • ich halte den – doch wohl recht kleinen – Vorteil für fair, denn schließlich ist es IHR System. Ich bin immer noch der Meinung, dass Spotify ein Angebot machen DARF und nicht MUSS. Sie verdienen auf Apples Gerät, in Apples Betriebssystem, Apples Servern, Bezahlsystem usw. Geld – ist doch klar, dass ich da was abgeben muss. Wie hoch die Abgabe sein darf, steht auf einem anderen Blatt.

                • Dir ist aber schon klar, dass man das Abo NICHT über den AppleStore abschließen muss, oder? Spotify kann diese Abo-Abgabe leicht umgehen, indem sie das Abo nur über die eigene Webseite bereitstellen. Komisch das andere App-Anbieter, oder hat schon mal einer ein Amazon Prime Film über die App kaufen können? Das geht nicht, man muss auf die Amazon Seite.
                  Also hat Spotify wohl die Wahl wie die ihre Abos an den Endkunden bringen.

                  Und da Du (wir alle hier) KEINE Ahnung hast, welche laufenden kosten Apple für die Instandhaltung der Serverfarmen hat, kannst Du auch nicht sagen, dass 30% zu viel sind.
                  Sorry, aber für mich hast Du kein Plan wie Wirtschafft funktioniert. Du bist für einer dieser Gutmenschen, die sich auf die Seite der „kleinen“ schlagen.

                  • Sascha S. says:

                    Ach, aber du hast hier den Vollplan? Ok. Ich bin übrigens selbständig und fungiere unter anderem als Hoster. Zudem bin ich staatl. geprüfter Betriebswirt. Aber stimmt schon, wir haben alle keine Ahnung von WIrtschaft und Hosting.

                    Apple hat 2019 sage und schreibe mit dem Appstore 900 Millionen Euro Umsatz gemacht. PRO WOCHE! Im Jahr, mit allem drum und dran, macht Apple 55 Milliarden Dollar Gewinn. Warte, für dich schreib ich es nochmal: 55.000.000.000 Dollar GEWINN (Kein Umsatz). Zugegegen, da steckt natürlich jetzt alles drin – trotzdem ist diese Summe mehr als beachtlich, eigentlich gar nicht vorstellbar.

                    Jetzt frage ich dich nochmal, ob 30% gerechtfertigt sind.

                    Ich weiß nicht, welche Serverfarm du damit unterhalten willst, aber du kennst dich ja scheinbar aus.

                    *Mic Drop*

                    • Hey Sascha, den „whataboutism“ mal beiseite gelassen – denn ich hab sicher nicht mehr oder wenige Ahnung als andere, die zu Arbeitszeiten auf nem Technikblog diskutieren 😉 Der Umsatz bei Apple ist beachtlich – ja. Aber da müsste man natürlich jetzt im Detail gucken, wo der erwirtschaftet wird. Ich bin immer noch der Meinung, dass Apple mit den iPhones und IOS in Kombination mit den Diensten usw. etwas kreiert hat, das natürlich von den Softwareentwickler*innen profitiert, aber eben auch so viel eigene Energie, Know-how und Co in die (Weiter-)Entwicklung Ihrer Produkte steckt, dass Ihnen das zusteht. Wenn U2 eine Platte aufnimmt, die sich dann 30 Millionen mal verkauft, kann man auch nicht sagen, dass nach 10 Millionen verkauften Platten auch mal genug Geld damit verdient wurde und dann die Platten umsonst abgegeben werden – U2 hat das kreiert. Und wenn das so erfolgreich ist, dass es sie 20 Jahre später immer noch reich macht, dann haben sie eben was Gutes und Erfolgreiches kreiert. Genau so sehe ich es mit Apple. Das ist nicht nur ein Stück Hardware sondern es kommt Betriebssystem, Software, Dienste und und und alles aus einem Guß aus dieser Firma. Und wenn Entwickler da mitmachen möchten (niemand wird ja gezwungen – alle sind freiwillig da, auch wenn einige das vergessen), dann müssen Sie eben Apple an Ihrem Gewinn beteiligen, weil es ohne Apple gar keinen Gewinn gäbe, keine Plattform, keine Server, kein Betriebssystem, keine Hardware… Und deshalb musst Du auch an U2 Geld abdrücken, wenn Du das in Deiner Gastronomie spielst – in diesem Fall an die GEMA. Auch wenn U2 nichts beiträgt als im Hintergrund ein bisschen die Stimmung Deiner Gastro zu beeinflussen. Das sind winzige Beträge – aber am Ende lohnt es sich doch. Eben auch für Apple. Das kann man bewerten wie man will. Ob die 30% in Ihrer Höhe gerechtfertigt sind, weiß ich wirklich nicht. Es ist der Branchenstandard – daher kein Grund, Apple anzuprangern, weil es alle anderen genau so machen. Dann müssen wir alle anprangern.

                    • „Ich bin übrigens selbständig und fungiere unter anderem als Hoster. Zudem bin ich staatl. geprüfter Betriebswirt.“

                      Ich bin übrigens der Dark Knight, und fahre heute Abend mit meinem Bad Mobil durch die Gegend.
                      Also man kann ja im Internet echt alles sein, aber zu behaupten das man „staatl. geprüfter Betriebswirt“ ist, und dann Mic Drop am Ende zu schreiben, zeigt einem eher, dass man es mit einem Kind zu tun hat. Yo!

                      „Ich weiß nicht, welche Serverfarm du damit unterhalten willst, aber du kennst dich ja scheinbar aus.“
                      Du vergleichst also Deine „Server“ die eine Webseite hostet, mit denen von Apple die Millionen von zugriffen pro Tag haben. <– Also dafür einen Daumen hoch von mir.
                      Sorry, aber Du gehörst mit zu den besten Blendern die man in Foren so getroffen hat. Erst mal ein Screenshot gemacht und an die Kollegen geschickt. *Muss immer noch lachen*

                  • Spotify soll die Funktion rausnehmen, während Apple ihren eigenen Dienst ohne 30% Abzug über iOS anbieten kann – ganz tolle Sache!

          • Wo würde Spotify OHNE Apple sein. Du glaubst doch nicht selber, dass Spotify nur annähernd diese Erfolgt ohne Apple hätte. Das wird immer außer Acht gelassen. Deswegen ist es für mich Gierig. Anstatt einzugestehen, dass Apple mit am Erfolgt von Spotify beteiligt war, muss natürlich gemeckert werden.

            • Du meinst Apple sollte für immer 30% jedes auf iOS abgeschlossenen Abos einstreichen, Monat für Monat, weil sie eine beliebte Plattform für Spotify bieten? Wenn Google dann noch 30% nimmt und Microsoft auch noch, dann kann Spotify den Laden dicht machen. Super Idee!

              • Naja, es ist ja nicht so, dass Spotify 90% abgibt, nur weil Google, Apple und Microsoft jeweils 30% nehmen 😉 Aber mal im Ernst: Sie könnten die Schnittstelle eben auch nicht nutzen und dann könnten Sie die 30% sparen – bei der Größe, die Spotify hat, könnten Sie das sicherlich bewerkstelligen. Übrigens ist es bei Abo-Zahlungen so, dass weitere Zahlungen nur noch mit 15% Abgabe verrechnet werden – 30% wird nur bei Einmalzahlung oder der ersten Zahlung im Abo abgerechnet. Ich hoffe, dass ich mich da nicht irre, hab aber keine Zeit das nachzuschauen.

                • Natürlich könnten sie das – und würden Apple Music das Feld komplett überlassen – die komischerweise keine 30% abdrücken müssen, bzw. es verbleibt beim gleichen Unternehmen. Unfairer Wettbewerbsvorteil ist das für mich, nichts anderes.

        • Apple verkauft überwiegend Produkte von anderen Herstellern. Die einzigen eigenen Produkte, die Apple verkauft, ist ihre Hardware und vielleicht 2-3 Stück Software. Store, iTunes, das neueste iOS, iMessage, etc. kriegst du doch alles geschenkt. Hingegen sind Musik, Filme, Apps, Zeitschriften, in den allermeisten Fällen von irgendwelchen anderen Herstellern. Apple ist also mehr wie das tolle bunte Einkaufszentrum auf der grünen Wiese, dass viele kostenlose Parkplätze bereitstellt, ein Kinderparadies und Informationszentren um schnell entspannt einkaufen zu können.

    • Autovergleiche passen öfters mal nicht…..

      Bleib doch in der IT:

      Angenommen, DELL würde seine PCs so „vernageln“, daß man darauf nur Windows und Windows-Anwendungen aus dem DELL eigenen Shop installieren könnte…

      Das wäre ein passender Vergleich.

      Appple hätte eine ganz einfache Möglichkeit, jegliche Kritik abzuwenden: einfach einen Schalter im iOS vorsehen, wie es ihn auch bei Android gibt: „Installation aus anderen Quellen als dem Store des OS Herstellers erlauben“

      Dann könnte jeder iPhone Käufer, welcher das volle Apple Erlebnis und die volle Apple Sicherheit genießen wollte, diesen Schalter aus lassen.

      Oder hälst du Apple Anwender für so dumm, daß sie die Vor- und Nachteile einer Installation aus anderen Quellen nicht kennen bzw für sich selbst bewerteten können?

      • Der durchschnittliche Anwender ist so „dumm“.
        Die erfolgreichsten Angriffe auf die IT Umgebungen funktionieren immer noch über die menschliche Komponente.

        Von „Ihr Konto wurde gesperrt…“ bis zu „Unbekannte Macros zu aktivieren ist gefährlich“ sind die stärksten Eingangstore für Schadsoftware.

        Der beste Schutz ist immer noch die Userrechte zu beschränken, Macros nicht zuzulassen und die Installationen nur aus einem definierten repository.

        Das Apple Geld will, geschenkt. Jedes Unternehmen will Geld verdienen. Die verschenken nichts.

      • Hallo Michael, der Vergleich hinkt deshalb, weil Dell Windows nicht geschrieben hat. Es geht hier eben auch um so etwas wie Copyright-Rechte. Wenn Dell einen Rechner baut und dann ein eigenes Betriebssystem dafür, wird es Anwender (und Administratoren) geben, die es begrüßen würden, wenn da nur Dell-Store-Apps installiert werden könnten, denn so bleibt das System sauber und Dell kann den Support, der für Anwender*innen zur Verfügung gestellt wird kontrollieren. Warum sollte Dell jetzt alles öffnen wie Windows: Ja, das führt zu einem größeren Erfolg und wahrscheinlich werden mehr Menschen das Ganze nutzen. Aber Du hast das Problem, dass Du die Kontrolle verlierst. Und Apple möchte bei seinem Produkt (wie gesagt: Hard- und Software ist alles von Apple) diese Kontrolle behalten. Und das ist ihr gutes Recht. Niemand MUSS für IOS entwickeln. Aber wenn ich das tue, nutze ich so viele Produkte und Services, Server, Bezahlsysteme und Supports usw., dass ich das eben dann auch bezahlen muss.

    • Deiner sehr sehr einseitigen Auffassung nach könnte Microsoft auch Firefox und Chrome von ihrer(!) Software blockieren?

      Nein können Sie nicht! Und sie können noch nicht einmal ihren eigenen Browser ohne Rückfrage als Standard setzten. Und das ist auch gut so!

      • Nein, lieber Raphael, das können Sie nicht. Microsoft hat aber auch andere Vorraussetzungen: Sie bauen ein Betriebssystem, dass nicht ausschließlich auf eigenen Produkten läuft, sondern auch auf vielen Produkten anderer Hersteller genutzt wird. Sie haben also nicht ein „in sich geschlossenes“ System geschaffen, in das ich mich freiwillig begebe oder eben nicht. Sondern sie haben vorhandene Hardware genutzt und ein Betriebssystem für diese Hardware geschrieben. Daher sind sie in einem offenen Markt und sind gezwungen, Alternativen anzubieten. Apple hingegen bietet eine Komplettlösung an und lädt lediglich Entwickler ein, sich zu beteiligen. Das können Sie alle tun oder lassen – wie sie denn wollen. Aber wenn: Dann nach Apples Regeln. Denn Apple bezahlt schließlich alles (Server, Programmiersprache entwickeln, Bezahlsystem, usw.). Das ist bei Microsoft ganz anders. Die bieten ein Betriebssystem an, dass Du kaufen kannst und machen Sicherheitsupdates, und das wars dann auch. Support für den PC? Kommt vom Hersteller (Dell, HP usw.), Bezahlschnittstelle für Programme: Kommt von jedem Anbieter selbst (außer es wird im Microsoft Store angeboten, der auch 30% nimmt). Meine Meinung ist also nicht einseitig sondern rechtens: Mein Produkt, mein Laden, meine Regeln.

      • Meiner Meinung nach könnte Microsoft das auch da gerne anders handhaben, und nach dem Verständnis der meisten normalen denkende Menschen auch. Wenn man Windows nutzt, muss man sich eben auch den Regeln des Herstellers beugen, und wenn der Hersteller sagt, „auf meinem System läuft nur mein Browser“, dann ist das ebenso. Ja, ich weiß, die Realität ist eine andere, juristisch ist das ja inzwischen auch alles mehrfach abgeklärt, trotzdem bin ich der Meinung, dass das nicht sein müsste. Niemand, wirklich niemand ist gezwungen, ein Produkt zu nutzen, wenn ihm die Bedingungen nicht passen.

  2. Apple ist und bleibt der Inbegriff des blutsaugenden Monopolkapitalismus in der Gestalt eines idealistischen Weltverbesserers.

    • Naja… wenn Unternehmen an die Börse gehen, hört es meist auf mit der Freiheit. Dann arbeitest du für Abschlüsse und Quartalsberichte und die müssen gut aussehen. In der Jobs Biografie liest man sehr schön, wie das bei ihm quasi nur gut ging, weil er sich sein eigenes Board aufgestellt hat. Alle die ihn kontrolliert haben, hat er quasi auch kontrolliert, sodass er tatsächlich vieles durchbringen konnte, was jetzt nicht mehr gelingt mit Cook, unter dem ja dauerhaft die Qualität von Soft- und Hardware sinkt.

      • Der Eremit says:

        Klar geht es Apple ums Geld, klar möchte man Konkurrenz das Leben möglichst schwer machen , klar möchte Apple ein Erlebnis bieten. Ich möchte aber mein Buch nicht nur über die Apple App kaufen können. Wüsste nicht warum ich dazu Apple brauche. Außer Hardware kauf den ich bezahlt habe, schon das ich eine App nur in App Store erhalte ist schon eine Einschränkung . Weder die Bezahlung noch der Download des Buches muss über mit Apple erfolgen .

    • „Apple ist und bleibt der Inbegriff des blutsaugenden Monopolkapitalismus in der Gestalt eines idealistischen Weltverbesserers.“

      Ja echt schlimm der Laden. Die verdienen Geld, und geben so vielen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz. Haben ganze Branchen, die es vorher nicht gab, aus dem Boden gestampft, die auch wiederum Millionen von Menschen einen Arbeitsplatz bieten. Die sind schon dreist! Wie können die sich das nur erlauben. *Kopfschüttel*

  3. Was den App Store angeht: Als Entwickler darf man sich zurecht fragen, warum man 30%, also knapp ein Drittel seines Umsatzes, an den Dienstleister, der lediglich die Vertriebsplattform bereitstellt, abgeben sollte. Das gilt aber nicht nur für Apple, sondern auch für die Stores von Google und Microsoft, die sich in ähnlichen Regionen bewegen. Der Unterschied zu diesen ist aber, dass Sideloading möglich ist. Man ist als Entwickler also nicht gezwungen, diesen exlusiven Vertriebsweg zu nutzen. Bei Apple geht das nicht. Und das ist für mich eher ein Kritikpunkt als die überzogenen Margen.

    • Sideloading bedeutet auch nichts anderes als „am regulären Weg vorbei“, und das geht bei iOS im Zweifel auch. Aber auch sonst ist kein Entwickler gezwungen, den vorgesehenen Vertriebsweg zu nutzen. Dann ist man im Zweifel auf dieser Plattform eben nicht vertreten, aber wenn man das möchte, sehe ich kein Problem darin, sich den Regeln des Anbieters dieser Plattform zu unterwerfen. Wenn man mit den Konditionen nicht einverstanden ist, kann man sich ja auch dagegen entscheiden. Das machen viele nicht, weil sie natürlich auch einen Markt für sich und Ihr Produkt dort sehen. Letztlich geht es den Entwicklern auch nur um Geld. Wer das eine will, muss manchmal das andere mit in Kauf nehmen, so ist das nun mal im Leben.

    • Die andere Seite ist natürlich, dass man später nicht mehr mit dem Deal zufrieden ist, denn man früher eingegangen ist. Man hat mit seiner App auf iOS angefangen, weil man wusste: hier wird Geld bezahlt, hier nehme ich was ein. Da waren die 30 % ok, weil man von der Größe und Beliebtheit von iOS und dem Reichtum der Zielgruppe profitiert hat. Dann ist man plötzlich groß und sieht, wie viel der Deal einem wirklich kostet und hat dann plötzlich keinen Bock mehr darauf. Kaufreue haben viele Menschen. Ändert aber nichts an der ursprünglichen Entscheidung.

    • Die 30% sind Branchenstandard. Der Grund ist relativ simpel. Zum einen haben die Anbieter genug Ausgaben die Software auf den Servern weltweit vorzuhalten, also den Betrieb mehrerer Rechenzentren mit Infrastruktur, Personal, Anbindung an die Provider. Das ganze dann auch mit Hochverfügbarkeit, denn Ausfälle tolerieren die User meist nicht wirklich.
      Das Ganze kostet natürlich auch jedem Anbieter jeden Monat ordentlich Geld.
      Und der Anbieter möchte dazu für seine Dienstleistung auch entlohnt werden.
      Daher ist das eine normale Rechnung, der Softwareentwickler bekommt für die 30% Gebühr eine Infrastruktur gestellt und eine Reichweite an potenziellen Kunden.

      Das die Anbieter der Umgebung nicht wollen das per Sideload Software in ihre Umgebung gelangt hat nicht nur mit Geld zu tun.
      Wenn darüber nämlich Schadsoftware auf die Geräte gelangt ist nie der User schuld der sich den Mist installiert hat, sondern Microsoft, Google, Apple und Co.
      Bei Microsoft haben wir uns ja schon daran gewöhnt dass da immer Sicherheitslücken klaffen. Man schimpft nur noch aus Gewohnheit.
      Auch bei Android kennt man die Macken. Ein iPhone kann man noch vieles in die Hand drücken ohne sich Zuviel Sorgen machen zu müssen.
      Von daher ist es klar das Apple seine Umgebung einigermaßen sauber halten will. Es hängt ja auch ein Image dran.

  4. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie es bei Apple ist, aber Amazon und Netflix umgehen die Abgabe ja, indem sie die Bezahlung über die eigenen Webseite abwickeln, das sind Beispiele für Abos. Bei Komoot müsste das doch ähnlich sein: Die App ist kostenlos (Apple bekommt also 30% von nichts) und die Regionen kaufe ich über die Webseite von Komoot, was nebenbei den vorteil hat, dass ich die App auch bei Google verwenden kann.

    Wenn ich jetzt die UX meiner Kunden erhöhen will und In-App-Bezahlung ermöglich will, zahle ich halt prozentual an den App-Anbieter, aber das ist doch meine Sache, ob ich das überhaupt anbiete und wie die Preise dort aussehen. Über meine Webseite könnte ich ja einen Rabatt anbieten, wenn die Gebühren über meinen eigenen Zahlungsdienstleister günstiger sind.

    Ganz davon abgesehen kommt mir kein System ins Haus, bei dem ich Apps aus nur einem Store beziehen kann, als Anwender, fertig.

  5. Michael Lang says:

    Natürlich geht es Apple um Gewinn. Dafür ist ein Unternehmen da. Firmen, die nicht auf den Gewinn schauen, existieren nicht lange und die damit verbundenen Jobs auch nicht. Außerdem ist Apple marktwirtschaftlich betrachtet kein Monopolist, denn Apple bietet nichts an, was nicht auch andere Marktteilnehmer in durchaus vergleichbarer Qualität und teils sogar zu einem geringerem Preis mit ähnlichem Nutzen anbieten. Zerschlagungsideen dürften sich also mehr am Wunsch als an realen Fakten orientieren.

    Wenn Entwickler mit ihrem Anteil nicht zufrieden sind, sollen sie für andere Systeme entwickeln. Scheinbar rentiert es sich aber trotzdem auch oder nur für Apple zu entwickeln. Und die Käufer von Apple-Geräten scheinen auch für ihr Geld einen – aus ihrer Sicht – angemessenen Gegenwert zu erhalten. Wo liegt also das Problem? Nirgends. Die Initiative in den USA ist wohl eher der bevorstehenden Wahl geschuldet. Es macht sich links der Mitte immer gut, die Zerschlagung großer, erfolgreichere Firmen zu fordern.

    PS: Ich bin kein Apple-Fan genau wegen des geschlossenen Ökosystems. Meine Erfahrung aus 40 Jahren beruflicher und privater Nutzung von IT-Produkten aller Art und Marken haben mir außerdem gezeigt, dass die Preise im Vergleich mit anderen Systemen (Win & Android) zu hoch sind und ich das Prestige eines Apple-Users nicht benötige. Diese Wahl steht jedem frei.

  6. Manche hier sollten die Geschichte weniger ideologisch betrachten und anfangen, zu rechnen. Die 30% hat man nach jedem dritten Verkauf wieder rein. Der Umsatz wird über die Masse gemacht. Darum will jeder über die Stores gehen, weil dort die Nutzer und das Geld sind.

    Es ist normal, dass man die 30% irgendwie drücken will. Zumindest in dem Laden, in dem man den meisten Umsatz generiert. Wenn man das mit Alleingängen und der damit verbunden schlechten Presse nicht schafft, meldet man sich bei der Politik und labert irgendwas von Monopol und so. Dabei muss man nicht mal über die Stores gehen. Wer den Eintrittspreis von 30% nicht bezahlen will, macht eine Progressive Web App und gut ist.

    • Problem ist eben, dass Apple einen eigenen Musikdienst hat, der so bevorzugt wird.

      • Jeder Supermarkt hat doch seine eigenen, billigen Eigenmarken, die so bevorzugt werden?

        Und wenn Google seine smarten Lautsprecher über Amazon verkauft, sind sie doch auch im Nachteil gegenüber Amazon, die dort ihre eigenen Alexa-Lautsprecher bevorzugen?

        • Ich wüsste nicht, dass der Bonduell Edeka 30% seiner Einnahmen abdrücken muss, damit sie im Supermarkt neben Gut und Günstig stehen dürfen. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

          • Und auch Google muss Amazon nicht 30% seiner Einnahmen geben.

            • Ob das jetzt 30% oder 3% oder 0.3% sind ändert nichts am Kern meiner Aussage. Die Bevorzugung ist da 😉

              Wenn Spotify Gleichbehandlung will, steht es ihnen natürlich frei, Milliarden in die Entwicklung und Etablierung eines eigenen Smartphones mit eigenem OS und eigenem AppStore zu investieren. Wie, das können die nicht? Nicht das Problem von Apple. Wer die komplette Infrastruktur von einem fremden Anbieter auf einem fremdem System nutzen will, um die eigene Popularität zu vergrößern, hat sich gefälligst auch an die Regeln des fremden Anbieters zu halten.

              • Wir werden sehen, was die Kartellbehörden sagen werden – ich tippe auf „ihr bietet eine solche App selbst an? Keine 30% von anderen kassieren“.

          • Wenn du als Neuling in der Supermarktkette gelistet werden willst, musst du erst mal viel anbieten, bevor du Geld verdienen kannst. Selbst große Produzenten bekommen die Preise vom Handel diktiert, da sind die offen kommunizierten 30% bei Apple, Google oder Microsoft direkt als fair zu bezeichnen.

            • Spotify ist kein Neuling. Nestle ist bei Edeka schonmal aus den Regalen geflogen, weil sie die Preise erhöht haben und Edeka das nicht an ihre Kunden weitergeben wollte. Das ist etwas komplett anderes als die Situation SpotifyAppleAppleMusic.

              • Genau DAS was Edeka da gemacht hat, ist doch Missbrauch von Marktmacht!

                „Entweder du lässt die Preise so, wie wir sie haben wollen, oder wir schaden dir, indem wir dich aus dem Regal werfen“

                • „Entweder du gibst uns 30% von dem was du einnimmst,oder wir schmeißen dich aus unserem Store, unser eigener Dienst ist ja noch da“ …….

                  • Du kannst die Spotify-App aber uneingeschränkt unter iOS nutzen, ohne dass Apple 30% Anteil an den Abo-Gebühren erhält – du musst lediglich das Abo über Spotifys Webseite bezahlen. Spotify muss dann nichts an Apple abgeben und wird trotzdem nicht aus dem AppStore geworfen.

                    Jemand hat Mal gesagt: nicht alles was hinkt, ist auch ein Vergleich…

                    • Und damit müsste Spotify das Feld der iOS-Buchung komplett Apple Music überlassen, die diese 30% nicht abdrücken müssen, bzw. wo das Geld einfach nur von Apple-A zu Apple-B geschoben wird. Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung.

                    • Es ist für dich also in Ordnung, dass sich Spotify als fetter fauler Vogel ins gemachte Nest setzt, sämtliche Benefits des AppStore auf Apples Kosten mitnimmt, und nicht bereit ist, eine Gebühr dafür an Apple abzudrücken?

                    • Muss ein Hersteller einer Windows Software dann auch an Microsoft und an den PC Hersteller 30 Prozent abführen?

                      Denn der legt sich dann ja auch ins gemachte Nest…. selbst wenn er die Abrechnung der Abo Gebühren selber machen würde….

                      Würde Apple seinen Protektionismus des eigenen App Stores aufgeben und jeden Käufer eines iPhones auch die Installation von Apps aus anderen Quellen zugestehen – wie das in der Branche üblich ist – … dann müssten Spotify und Co. gar nichts con Apples tollem App Store schmarotzen…

                      Um nein: Sicherheit ist KEIN Argument für diesen Protektionismus.

                      Jeder iPhone User könnte selbst entscheiden, ob er seine Apps nur direkt von Apple bezieht…. oder ein höheres Risiko eingeht.

                      Es kann ja auch jeder selber entscheiden, ob er beim ONS mit oder ohne Verhütung vögelt…

                      …. und da gibt es weitreichendere Konsequencen im „Fehlerfall“….

                    • @Sirius: ich erwähnte bereits, dass ich 30% jeden Monat zu viel finde. Ich sage gar nicht, dass Spotify nichts bezahlen muss, aber jeden Monat 30% sind einfach krank. 10%, maximum.

                    • @Michael:

                      „Muss ein Hersteller einer Windows Software dann auch an Microsoft und an den PC Hersteller 30 Prozent abführen?“

                      Sofern die Software über den Microsoft Store gekauft wird:

                      Ja, da verlangt Microsoft ebenfalls 30% Provision, genau wie Apple.

          • > Ich wüsste nicht, dass der Bonduell Edeka 30% seiner Einnahmen abdrücken muss, damit sie im Supermarkt neben Gut und Günstig stehen dürfen.

            Doch, das Prinzip nennt sich Grosshandelspreis. Bonduelle könnte selbst Läden betreiben und/oder über’s Internet an Endkunden verkaufen. Machen sie aber nicht. Stattdessen verkaufen sie die Produkte weit billiger an Grossvertriebe und machen Umsatz über die Masse. Nichts anderes passiert in den app stores.

      • Na und? Das ist der Vorteil, wenn man die Platform selber betreibt.

        • Nein, das ist in meinen Augen unlauterer Wettbewerb – und nicht umsonst ermitteln sowohl die US- als auch die EU-Kartellbehörden.

          • Die ermitteln nicht umsonst sondern trotzdem. Das ist auch nur in deinen Augen unlauterer Wettbewerb, weil du aus unerfindlichen Gründen willkürliche Animositäten hegst. Wahrscheinlich fehlt dir die Zeit für richtige Hobbys. Versuch das mal.

  7. Natürlich gilt es rechtliche Schranken zu finden, wenn ein schädliches Oligopol entsteht bzw. längst besteht. Es ist in jedem Fall ein Unding Amazon Sonderkonditionen einzuräumen, weil es den Wettbewerb für kleinere Anbieter ungemein erschwert. Wir laufen auf eine Welt zu, in der der digitale Bereich durch Google, Facebook, Apple und Amazon immer stärker dominiert wird und da braucht es um so stärkere Eingriffe und Schranken, um echten Wettbewerb wenigstens in der Theorie noch zu ermöglichen. Dafür braucht es politische Lösungen, die nicht unbedingt auf der Hand liegen. Vielleicht eine Festsetzung der Gebühren auf irgendwas zwischen eins und fünf Prozent für den Fall, dass der Plattformbetreiber eine gleichartige App selbst kostenpflichtig anbietet. AppleMusic, YouTube Music, etc.

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