App Store vs. Play Store – Apple mit fast doppelt soviel Umsatz

Das Jahr 2017 ist vorbei und viele Firmen machen sich auf, Geschäftsjahre abzuschließen oder Statistiken zu ziehen. Auch für unsereins sind die ein oder anderen Zahlen interessant, zum Beispiel wie viel Umsatz durch App Store und Play Store generiert wird. Bei Sensor Tower hat man nun die neuesten Statistiken gezogen und bestätigt damit, dass Apple nach wie vor weit vor Google liegt, aber schauen wir doch mal genauer hin.

Laut Statistik gaben Nutzer von iOS und Android geschätzte 58,6 Milliarden US-Dollar für Apps, In-App-Käufe und Abos aus, 35 Prozent mehr als im Jahr 2016. Wenn man sich die Umsatzanteile genauer ansieht, stellt man wenig überraschend fest, dass man in Cupertino doppelt so viel an Apps verdient als bei Google. Der App Store ist auch deshalb im Vorteil, da er im Gegensatz zum Play Store auch Umsätze im chinesischen Markt generieren kann.

Auch wenn man sich beim Umsatz mit dem zweiten Platz geschlagen geben muss, so ist Google bei den Downloads zumindest auf dem obersten Podest. 64 Milliarden App-Downloads stehen 28 Milliarden im App Store gegenüber. Auch diese Zahl ist wenig überraschend, da es natürlich viel mehr Android-Geräte gibt, als iPhones, iPads und iPod Touch.

Die oben genannten 58,6 Milliarden US-Dollar werden natürlich nicht nur durch klassische Apps generiert, 48,3 Milliarden des Umsatzes kommen aus gekauften Spielen, ganze 82 Prozent des Gesamtumsatzes. Auch hier macht Apple fast doppelt soviel Umsatz, 30 Milliarden bekommt der Konzern mit dem angebissenen Apfel, 18 Milliarden darf Google für sich verbuchen.

Google ist dafür wieder bei den Downloads der Erste, 77 Prozent der 35,5 Milliarden Spiele-Downloads werden im Play Store getätigt.

Natürlich ist das alles Zahlenschieberei, dennoch interessant zu wissen, was die beiden Konzerne für Geld mit den digitalen Marktplätzen generieren.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

33 Kommentare

  1. @ Uwe Sowohl beim Huawei P9 als auch auf dem Mediapad M3 (beides keine günstigen Geräte) hat die App damals im Kindle Store stark geruckelt. Ebenfalls beim LG G2 mit „sauberen“ linage os das selbe Spiel. Auf einem 350€ iPad 9,7 läuft die App überall butterweich. Gibts überhaupt einen vernünftigen Tablet in der Android Welt?

  2. Mich wundert das weniger, als länger Android Fan bin ich vor kurzem zum iPhone X gewechselt. Die APPs auf iOS sind qualitativ teilweise deutlich besser, auch gerade Videobearbeitung und ähnliches. Da gibt man gerne mal etwas mehr Geld aus, wobei ich im Playstore auch einige gute Apps gerne gekauft habe. Aber ich muss einfach zugeben das die Apps bei iOS eine andere Qualität aufweisen. Ausnahmen gibt es aber auf beiden Seiten

  3. Aus meiner Erfahrung sind Apple Benutzer immer „Recht dumm“ bzw. „Unbedarft“ was Technik angeht. Das ist dann auch die Gruppe Mensch der Mann scheisse für Geld andrehen kann.

  4. Ich lese aus dem Artikel heraus, dass der Google-Appstore im Schnitt halb so teuer ist. :-/

  5. @ Leif

    Deine Punkte kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es gibt eine Einkaufsstatistik wo man alle Käufe aufgelistet bekommt und man auch den Kauf stornieren kann. Funktioniert problemlos hab ich selber schon oft gemacht. Das Bereitstellen eine Demoversion unterliegt in gewissen Maßen dem Entwickler. Und im App Store gibt es sehr wohl eine Schaltfläche „App-Support“ wo man auf entweder auf die Webseite oder einer FAQ-Seite vom Entwickler weitergeleitet wird und dort findet man meistens auch die Kontaktdaten.

  6. @max
    Als Smartphone bin ich vom iPhone zwar zufrieden auf Android gewechselt, aber auf Tablets kannst Du Android vergessen. Das ist von A bis Z eine Zumutung, nicht nur bei den Apps. Da führt kein Weg an einem iPad vorbei wenn man wert auf gut umgesetzte Apps legt.

  7. Lustig wie die Android-Fraktion krampfhaft versucht mit Gründen um die Ecke zu kommen. Ihr hättet auch einfach mimimimi schreiben können, das hätte gereicht.

  8. @HDS: Das hast Du in der Tat nicht optimal beschrieben, denn iOS ist nicht mehr oder weniger Zwangsjacke als auch Android. Irgendwo hat jedes System seine Beschränkungen und eben insbesondere auf Apps, die für das jeweilige System entwickelt worden sind.

    @schnapp di s: Sicherlich kann man sagen, dass man dumme Leute (woran auch immer man das festlegen mag) besser abzocken kann. Aber daraus zu schließen, dass die, die ein Smartphone haben möchten, was einfach zu bedienen ist und „einfach funktioniert“ grundsätzlich dumm sind, ist doch etwas zu kurz gedacht. Wäre es wirklich schlau, zu einem System zu greifen, wo das nicht so ist?

    @Chris: Es ist schlicht falsch, dass jede „popel App“ etwas kostet. Wenn man keine ganz spezielle Anwendung sucht, kommt man auch gut mit den kostenfreien Varianten gut durch das Smartphone-Leben. Und die wirklich guten und aufwändigen Apps kosten hier wie da eben auch schon mal Geld.

    @Uwe: Klar ist „Ruckeln“ auch eine Frage der Hardware, aber die Software spielt auch schon mal eine Rolle. Und dabei gar nicht mal unbedingt die App selbst, sondern tatsächlich oft auch das „Grundsystem“, und hier eben insbesondere Android, was insgesamt eben leider auch nach all den Jahre noch immer nicht so rund läuft wie iOS. Ich glaube auch nicht, dass sich das jemals ändert, denn das ist der Preis für ein (mehr oder weniger) offenes System, was auf einer Vielzahl von Hardwarekonfigurationen funktionsfähig sein muss. Da hat es Apple deutlich leichter, sein OS an eine vergleichsweise überschaubare Hardware anzupassen.

    @Gary b: Wie schon eingangs erwähnt, ob es wirklich so schlau ist, sich nicht für ein „einfach gut funktionierendes System“ zu entscheiden, darf durchaus angezweifelt werden. Jeder hat manchmal das Bedürfnis, sich das Leben zu vereinfachen. Wenn Du meinst, daraus Rückschlüsse auf die Intelligenz ziehen zu können, kannst Du das natürlich machen, aber damit liegst Du mehrheitlich falsch.

    Ich persönlich nutze seit Jahren Android- und iOS-Geräte, auch parallel. Und damit meine ich nicht nur, dass ich es ein paar Stunden probiere und dann wieder zur Seite lege. Insofern denke ich schon, dass ich die Unterschiede beurteilen kann. Und genau das können viele leider nicht, weil ihnen einfach die persönliche Erfahrung fehlt, stattdessen wird nachgeplappert, was man irgendwo mal aufgeschnappt hat („Zwangsjacke“) – nicht immer, aber doch recht häufig, und das eben vielfach von Leuten, die noch nie ein iPhone oder iPad wirklich benutzt haben. Und so greifen viele zu einem Android-Gerät, ohne wirklich eine Ahnung davon zu haben, was man mit der vermeintlichen Freiheit anfangen könnte – so schlau sind viele dann eben doch nicht.

    Letztlich leisten die Geräte doch alle das gleiche, manche Dinge laufen hier besser, andere dort. Und am Ende sollte man sich bei der Kaufentscheidung nicht nur davon leiten lassen, was andere sagen, sondern sich an seinen persönlichen Anforderungen orientieren. Die eigene Entscheidung jedenfalls grundsätzlich als „schlau“ und alles andere ebenso grundsätzlich als „dumm“ abzutun, damit macht man es sich wirklich zu leicht.

    Gut, das hat jetzt nicht zwingend etwas mit dem Umsatz in den Appstores zu tun, aber diese grundsätzliche Diskussion flammt ja ohnehin immer wieder auf, wenn es um einen direkten Vergleich von Android und iOS geht … 😉

  9. Ich würde niemals ein iPhone kaufen weil die Preisleistung im Verhältnis zu Android-Geräten schlecht ist, außerdem kann ich dort viel leichter das OS wechseln, rooten, etc. Ich habe nur ein iPad, weil dort die Abstimmung Hardware und Software ungeschlagen ist, habe mich aber schon häufiger über die Engen Grenzen geärgert, die mir das Betriebssystem vorgibt.

  10. Ich nutze als Smartphone ein S8, als Tablet das Galaxy Tab S2.
    Früher hatte ich ein iPad Air 2, aber im damals jungen Alter mit viel zu wenig Speicherplatz gekauft. Da die ja bekanntlich nicht erweiterbar sind und mein Studium bevorstand, habe ich es verkauft und bin zu dem Tab S3 gewechselt. Damit schreibe ich auch den Kommentar.

    Ich bereue es. Und tatsächlich bin ich zufälligerweise seit einigen Tagen am überlegen, das Tab wieder zu verkaufen und mir ein iPad Pro zuzulegen.
    Das Tab S2 ist einfach nicht mit einem iPad zu vergleichen. Ich habe dauerhaft den Energiesparmodus drin, weil ich dem Akku sonst noch mehr dabei zusehen kann, wie er schmilzt. Dann ruckelt das Teil aber einfach so spürbar, dass nicht mal surfen mehr richtig Spaß macht.
    Apps habe ich auch kaum welche drauf, weil sie einfach teilweise nicht optimiert oder so langweilig sind, dass man sie einfach nicht installieren möchte. Das alles hatte ich bei meinem iPad nicht.

    Ich schaue bis heute teilweise neidisch auf den App Store, weil es dort so viele großartige Apps gibt, die Android fehlen. Und ich kann mir auch vorstellen, im Smartphone Bereich zu Apple zu wechseln.
    Auch wenn ich einige Sachen von Android auch schmerzlich vermissen werde.

  11. Sollte natürlich zweimal S2 heißen.

  12. @Mo: Vor ein paar Jahren hätte ich Dir bzgl. des P/L-Verhältnisses durchaus recht gegeben, inzwischen aber stellt sich das durchaus differenzierter dar. Das iPhone SE beispielsweise ist im Verhältnis Preis/Leistung kaum zu schlagen, auf der anderen Seiten weisen etwa die Galaxy-Flagschiffe inzwschen das gleiche (schlechte) P/L-Verhältnis auf, wie man es zuvor nur von iPhones kannte. Da ist also durchaus eine Veränderung zu erkennen, so dass man das inzwischen nicht mehr pauschalisieren kann bzw. sollte – in Richtung beider Lager.

  13. @Thomas,

    Die ehemalige Domäne von Apple im Kreativbereich sehe ich auch noch nicht ganz im Wettbewerb verloren und Deine konkreten Beispiele und die duale nutzung von iOS und Android untermauern, dass dies keine Fanboy / Fangirl – Denke, sondern echte Erfahrung ist.

    @Tenograd,

    wer etwas teurer kauft, darf etwas Besseres erwarten, aber ist es heute immer noch so? Macht Apple da einen Unterschied? Ist Apple vor Fehlern erhaben?

    Ich behalte meine Zweifel, denn nach Steve Jobs sehe ich mehr auscashen als makellose Innovation und das wird sich frühe oder später auch im Shop niederschlagen.

    @Oliver,

    wer ein Kampfpreisprodukt von Huawei kauft, sollte nicht High-End erwarten, aber Deine persönlichen Erfahrungen spiegeln nicht unbedient die Erfahrungen und Test anderer Nutzer. Siehe z.B.

    http://stadt-bremerhaven.de/ausprobiert-huawei-mediapad-m3-ein-tablet-wie-es-im-buche-steht/

    https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B01L27OXF2/cascblog00-21?tag=stadt-bremerhaven-21

    @chris R.

    Gute nachvollziehbare Argumentation, denn in der Tat gibt es Lust und Frust mit beiden Systemen und keines ist besser als das andere, sondern eben nur anders und für jeden ist auch etwas anderes schön. Wer beides gut kennt und vielseitig einsetzt, macht sicher weniger verkehrt, als jeder der sich einseitig und engstirnig festlegt.

    @Yannik,

    Deine Erfahrungen decken sich nicht komplett mit allen Nutzererfahrungen, aber seine sehr große Gruppe mit beiderseitigen Erfahrungen bestätigt das.

    Danke für die vielen begründeten Kommentare und seht die Diskussion locker, es gibt kein richtig oder falsch und ohne ausreichende Erfahrung (keiner soll von Dummheit des Anderen reden) ist manches schwieriger zu beurteilen. Da helfen dann nur die Vorurteile, Abneigungen….

Bevor du deinen Kommentar abschickst:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.