App Store vs. Play Store – Apple mit fast doppelt soviel Umsatz

Das Jahr 2017 ist vorbei und viele Firmen machen sich auf, Geschäftsjahre abzuschließen oder Statistiken zu ziehen. Auch für unsereins sind die ein oder anderen Zahlen interessant, zum Beispiel wie viel Umsatz durch App Store und Play Store generiert wird. Bei Sensor Tower hat man nun die neuesten Statistiken gezogen und bestätigt damit, dass Apple nach wie vor weit vor Google liegt, aber schauen wir doch mal genauer hin.

Laut Statistik gaben Nutzer von iOS und Android geschätzte 58,6 Milliarden US-Dollar für Apps, In-App-Käufe und Abos aus, 35 Prozent mehr als im Jahr 2016. Wenn man sich die Umsatzanteile genauer ansieht, stellt man wenig überraschend fest, dass man in Cupertino doppelt so viel an Apps verdient als bei Google. Der App Store ist auch deshalb im Vorteil, da er im Gegensatz zum Play Store auch Umsätze im chinesischen Markt generieren kann.

Auch wenn man sich beim Umsatz mit dem zweiten Platz geschlagen geben muss, so ist Google bei den Downloads zumindest auf dem obersten Podest. 64 Milliarden App-Downloads stehen 28 Milliarden im App Store gegenüber. Auch diese Zahl ist wenig überraschend, da es natürlich viel mehr Android-Geräte gibt, als iPhones, iPads und iPod Touch.

Die oben genannten 58,6 Milliarden US-Dollar werden natürlich nicht nur durch klassische Apps generiert, 48,3 Milliarden des Umsatzes kommen aus gekauften Spielen, ganze 82 Prozent des Gesamtumsatzes. Auch hier macht Apple fast doppelt soviel Umsatz, 30 Milliarden bekommt der Konzern mit dem angebissenen Apfel, 18 Milliarden darf Google für sich verbuchen.

Google ist dafür wieder bei den Downloads der Erste, 77 Prozent der 35,5 Milliarden Spiele-Downloads werden im Play Store getätigt.

Natürlich ist das alles Zahlenschieberei, dennoch interessant zu wissen, was die beiden Konzerne für Geld mit den digitalen Marktplätzen generieren.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

33 Kommentare

  1. Ist doch klar. Doppelt so teuer, doppelt so viel Umsatz. Vor allem weil das System iOS so langweilig ist und seit gefühlt 100 Jahren gleich bleibt, versuchen die Käufer im Shop aus der Zwangsjacke auszubrechen indem sie irgendwelche Apps kaufen, in der Hoffnung das würde helfen, was bestenfalls zu Hälfte klappt.
    Vielleicht habe ich das jetzt nicht optimal beschrieben, aber so ähnlich wird es wohl in Kurz-Erklär-Form sein.

  2. schnapp di s says:

    Also ich würde Günstiger als Positiver darstellen. Klar kann man sich auch hinstellen „toll das es teurer ist da verdient der Hersteller mehr“ , aber ich denke mal auch ihr (wie so recht alle Medien) sind Konsumenten orientiert. Ich sehe es eher so „dumme Leute kann man eher abzocken“ … aber das sind nur meine 2ct

  3. Kenne mich zwar in IOS nicht so aus da ich mir auch diese ‚Zwangsjacke‘ nicht anziehen möchte. Allerdings habe ich die eine oder andere App gesehen die ich in dieser Qualität nicht auf Android sehe – für die man dann natürlich auch bereit ist Geld hinzulegen.

  4. Ich habe schon bestimmt 90 € für Apps (dreamEPG, myAVPro, Titanium Backup, Nova Launcher …) ausgegeben. Was mich in letzter Zeit nervt, das fast keine Apps mehr für Tablets optimiert werden. Ebenso vermisse ich gute Tablets und bin das erste Mal am überlegen ob ich mir ein Ipad Pro kaufen soll!

  5. Meine Frau hat ein iPhone, ich ein Samsung. Wenn ich ihr Apps mit meinen vergleiche, sehen die fast identisch aus. Mal hier ein Button anders, mal hier ein leicht anderes Menü. Für mich gibt es kaum noch Unterschiede (war wirklich Mal anders), außer im Preis. Apps und Endgeräte sind bei Android bedeutend günstiger, bei annähernd gleicher, manchmal besserer Qualität.

  6. @ Max Ich stand damals von ähnlichen Problemen wie du. Das war damals einer der ausschlaggebenden Punkte sich ein iPad zu holen. Ich kann es wirklich nur empfehlen und es muss auch nicht direkt das Pro sein 🙂

  7. @ Bob Ich habe genau gegenteilige Erfahrungen gemacht. Als Beispiel nenne ich nur die Kindel App. Auf dem Android Tablet und Android Phone was sie am ruckeln. Auf dem iPad läuft sie butterweich.

  8. Also ich fühle mich mit iOS keinesfalls irgendwie eingesperrt oder eingeengt. Vermutlich wird sich auch in gefühlten 100 Jahren nichts an der Meinung mancher zur o.g. „Zwangsjacke“ ändern, selbst wenn sich in iOS mittlerweile einiges getan hat. Ich nutze ein iPhone und besitze auch ein Tablet mit Android, somit habe ich den direkten Vergleich.
    Aufgefallen ist mir aber schon immer, dass eine Vielzahl von Apps für iOS besser funktionieren und ich mittlerweile dann lieber zum iPhone als zum Tablet greife. Viele Apps die im App Store etwas kosten, sind im Play Store kostenlos und dann mit Werbung finanziert. Dann zahle ich doch lieber für eine App und erspare mit die Werbung in der App.

  9. @HDS: Der Hauptumsatz in beiden Stores sind mit großem Abstand die Spiele. Und die sind weder bei iOS doppelt so teuer noch helfen sie dabei „aus der Zwangsjacke auszubrechen“. Somit wird es nicht so und auch nicht so ähnlich sein, wie du in Kurz-Erklär-Form behauptet hast.

  10. Also mich wundert das nun überhaupt nicht. Apple Kunden kaufen Jahr für Jahr Flagschiffe, an die die Software sehr gut angepasst wird. Wer sich ein iPhone X/8 kauft weiß, dass alles darauf im Store perfekt laufen wird. Unter Android gibt es alles von High End bis Low End und nur bei wenigen Modellen kann man sich auf Anpassungen verlassen. Am ehesten noch bei den Samsung oder Google Flagschiffen. Aber Flagschiffe machen hier nicht die Mehrheit oder Masse aus. Man kauft seltener Apps, wenn man sich nicht sicher ist, wie gut oder ob die App überhaupt läuft.

    Jede Kauf App müsste man im Playstore testen können und zudem sind viele Apple Kunden schon seit den iPods daran gewöhnt Musik, Filme, Serien oder Apps zu kaufen. Zahlungsinformationen müssen halt ebenso von Kunden hinterlegt werden wollen und das erfordert vertrauen. Die Leute vertrauen Google nicht so sehr und die Zahlen verstärken den Effekt, da deshalb iOS die wichtigste Plattform ist.

  11. Die Leuten die hier sagen dass die Apps teurer sind, euch ist schon klar das der Entwickler das selbst bestimmt?

  12. Was alle immer mit ihrer Zwangsjacke bei Apple haben. Mit einem iPhone bin ich bei weitem nicht so eingeschränkt, wie mit einem Android.
    Wenn ich in einem Laden reingehe, werde ich mit iPhone Zubehör zugebomt. Bekomme das was ich haben möchte von 20 verschiedenen Herstellern.
    Gibt es irgendein ein neues Gadget, ist es iPhone Kompatibel.
    Gehe ich mit ein „Geiz ist Geil“ Android in einen Laden, hört man nur: „oh, für dieses Model haben wir es nicht.“ <– So toll ist also die Andoid freiheit, die sich nur darin abhebt, dass man sein Homescreen anpassen kann. Was dann wiederum im ersten moment toll aussieht, aber auch nicht wirklich stimmig. Das ist halt nur Spielerei die man 1-2 mal macht, und danach ist es auch schon wieder langweilig.
    Bei einem iPhone weiß ich zumindest, ich habe sehr guten App Support. Es funktioniert, und Apps haben immer zuerst die neusten Features.

  13. Bei iOS kauft man meiner Meinung nach deutlich häufiger die Katze im Sack – das sorgt natürlich auch für mehr Umsatz. Rückblickend habe ich im Play Store wesentlich mehr gekauft (SmartPhone / nutze ich länger) aber dennoch hatte ich bei iOS (Tablet) wesentlich mehr Fehlkäufe.
    Probleme mit dem iOS Store
    – keine Möglichkeit über den Store Entwickler zu kontaktieren
    – Bewertungen sagen kaum etwas aus weil sie mit jedem Update resettet werden
    – so gut wie keine Möglichkeiten vorab eine App zu testen
    – erschwerte Rückgabe und schlechtere Übersichtlich über die Käufe

  14. Ich hatte in den letzten Jahren iPhones und Android Geräte (Pixel 2, Oneplus 3, Nexus), letzen Endes bin ich immer wieder zu iOS zurückgekehrt weil die Apps viel besser umgesetzt sind.

    Also ich finde das manche Aussagen hier falsch sind. Sicher, wenn ich mich mit den angesagten Apps wie WhatsApp, Facebook, eBay, Amazon etc. zufrieden gebe dann bekommt man alles auch im Playstore. Da gibt es wirklich keinen großen Unterscheid.
    Sobald es aber um Nischen-Apps geht sind die Apps im iOS Appstore 100x besser und optische viel ansprechender umgesetzt. Von Tablet Apps will ich gar nicht erst sprechen.
    Rungap, Workoutnap sind z.B. solche Nischen-Apps die es auf Android gar nicht gibt.
    In gutes Beispiel sind Twitter Apps. Gibt es etwas vergleichbares wie Tweetbot im Playstore? Nein. Flamingo, Fenix etc sind gut, aber will man z.B. Push-Benachrichtigungen muss man die offizielle Twitter App zusätzlich installieren.

    Ja iOS mag auf den ersten Blick „langweiliger“ sein. Aber ich finde man befindet sich nicht in einer Zwangsjacke ich denke die Wenigsten konfigurieren wild an ihrem Smartphone herum. Nur die App-Rückgabe unter iOS ist großer Mist. Ich habe schon mehrere Apps zurückgegeben weil sie meiner Meinung nach den Preis nicht wert waren. Problem bei der Sache: weitere Rückgaben werden ab nun abgelehnt. Unter Android ging das einfacher.

  15. Logisch. Bei Apple kostet jede popel App Geld und meist auch mehr als bei Android

  16. @Oliver

    Kindle ist ein schlechtes (kostenloses) Beispiel auf beiden Plattformen, aber allseits hoch geschätzt. Ruckeln ist auch mehr eine Hardware, als eine Softwarefrage. Wer für 1000€ statt für 100€ Geräte kauft, sollte schon „kleine“ Unterschiede feststellen 😉

    @Zapperlot

    Der häufigere Griff zu Telefon statt zum Tablett macht sich wohl an der zu kleinen Hosen-, Hemd- oder Jackentasche fest 😉 und im übrigen sind die meisten Apps telefonoptimiert und funktionieren auf dem Tablett manchmal gar nicht. Gilt übrigens auch für Apple Music auf den meisten Tabletts die nicht selbst von Apple kommen. Es ist auch eine Binsenweisheit, dass zahlen oder Werbung die Alternativen sind.

    @Tenograd

    Gute Argumentation, aber oben im Text steht, die 80:20 Regel. 80% ist kostenpflichtiger Spielkram und der kleine Rest könnte ernsthaft Deiner Argumentation zugeführt werden.

    Ja viele Apple Kunden waren seit den iPods daran gewöhnt Musik, Filme, Serien oder Apps zu kaufen und Apple sprach mal von 800 Millionen hinterlegten Zahlungsinformationen z.B. für Apple Music. Heute stürzt der klassische iTunes-Download ab und die Spotifynutzung auf dem iPhone dominiert selbst über Apples eigener Musikdienst. Sieht so Vertrauen aus und was ist mit den vielen aktuellen technischen Problemen? Nichts mitbekommen?

    @Pooly,

    Das nenne ich mal stichhaltigere und überzeugendere Argumentation mit konkreten Beispielen, aber die Kohle wird eben nicht in der Nische, sondern primär mit Spielen gemacht und ich vermute dafür ist Dir Deine Zeit zu schade 😉

  17. Ob das so einfach vergleichbar ist? Google ist schließlich auch der weltgrößte Werbe-Dienstleister, und Apple hat solche sekundären Einnahmen nicht.

    Ist aber originell wie hier gleich der Fanboy-System-Krieg ausbricht. Wer lieber idiotensichere IT haben will, ist bei Apple recht gut aufgehoben, aber wer sich dort proprietär gegängelt fühlt, zu dem paßt besser Open Source. Das kann doch jeder selbst entscheiden…

  18. @Uwe
    Ich nutze das Tablet nur Zuhause, aber schön, wenn du besser weisst als ich, weshalb ich eher zum iPhone greife und ich habe auch gar nicht Apps gemeint, die nicht für Tablets optimiert sind, sondern ganz allgemein, dass Apps bei Android oftmals entweder nicht so flüssig laufen wie unter iOS oder im Funktionsumfang eingeschränkt sind. Oftmals habe ich im Play Store auch den Hinweis erhalten, dass Apps nicht mit meinem Tablet kompatibel sind und deshalb nicht zum Download verfügbar sind. Das hat natürlich einerseits mit der Vielzahl verschiedener Modelle der Hersteller zu tun an die die Apps entsprechend angepasst werden müssen und anderseits an der OS-Updatepolitik unter Android.
    Es ist seit Jahren bekannt, dass Android-Nutzer (und damit sind nicht nur User eines Premium-Smartphones gemeint) im Play Store weniger Geld ausgeben oder auch ausgeben wollen. Wer bei der Hardware geizt, der geizt auch bei der Software. Und dann ist da ja noch die Frage, wieviele Android-Nutzer sich wohl eine Bezahl-App auf anderem Wege kostenlos auf ihr Android-Gerät holen.

  19. Definitiv die wesentlich besseren Apps im Kreativbereich wie Malen, Zeichnen, Musizieren gibt es (leider) nur für Apple. Ich mag Apple nicht sonderlich, aber wenn man einmal mit Apple in den genannten Bereichen gearbeitet hat (iPad Pro / Pencil zB), will man nichts anderes mehr. Natürlich gibt es die Apps nicht umsonst, aber ich muss fairerweise zugegeben das der Preis jeweils gerechtfertigt ist, insbesondere da die Entwickler auch oft updaten bzw. erweitern mit neuen Funktionen wie zb. Procreate, Affinity Photo, Concepts, Animoog, Moog Model 15, Garageband (kostenlos sogar), um nur einige zu nennen. Für alles andere nutze ich auch gerne mein Pixel, unter Android gibt es immerhin einige nette Apps im Fotobereich.

  20. @Uwe wie ich schon schrieb. IPhones sind Flaggschiffe gerade Spiele laufen auf allen Geräten besser auf Flaggschiffen, als auf der Mittelklasse oder darunter auf Android. Die Mehrheit der Android Nutzer haben eben kein Flaggschiff. Dementsprechend laufen Spiele schlechter und dann gibt man auch kein Geld für die Spiele aus.

    Von Problemen weiß ich nichts, bin seit 5 Jahren Android Nutzer. Hat man halt einmal sein Konto Shopfähig gemacht, gibt man auch eher Geld aus. Unter ios habe ich sicher nen dreistelligen Betrag für Apps damals ausgegeben. Unter Android in all den Jahren nur zwei kleinere Guthaben Karten.

  21. @ Uwe Sowohl beim Huawei P9 als auch auf dem Mediapad M3 (beides keine günstigen Geräte) hat die App damals im Kindle Store stark geruckelt. Ebenfalls beim LG G2 mit „sauberen“ linage os das selbe Spiel. Auf einem 350€ iPad 9,7 läuft die App überall butterweich. Gibts überhaupt einen vernünftigen Tablet in der Android Welt?

  22. Mich wundert das weniger, als länger Android Fan bin ich vor kurzem zum iPhone X gewechselt. Die APPs auf iOS sind qualitativ teilweise deutlich besser, auch gerade Videobearbeitung und ähnliches. Da gibt man gerne mal etwas mehr Geld aus, wobei ich im Playstore auch einige gute Apps gerne gekauft habe. Aber ich muss einfach zugeben das die Apps bei iOS eine andere Qualität aufweisen. Ausnahmen gibt es aber auf beiden Seiten

  23. Aus meiner Erfahrung sind Apple Benutzer immer „Recht dumm“ bzw. „Unbedarft“ was Technik angeht. Das ist dann auch die Gruppe Mensch der Mann scheisse für Geld andrehen kann.

  24. Ich lese aus dem Artikel heraus, dass der Google-Appstore im Schnitt halb so teuer ist. :-/

  25. @ Leif

    Deine Punkte kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es gibt eine Einkaufsstatistik wo man alle Käufe aufgelistet bekommt und man auch den Kauf stornieren kann. Funktioniert problemlos hab ich selber schon oft gemacht. Das Bereitstellen eine Demoversion unterliegt in gewissen Maßen dem Entwickler. Und im App Store gibt es sehr wohl eine Schaltfläche „App-Support“ wo man auf entweder auf die Webseite oder einer FAQ-Seite vom Entwickler weitergeleitet wird und dort findet man meistens auch die Kontaktdaten.

  26. @max
    Als Smartphone bin ich vom iPhone zwar zufrieden auf Android gewechselt, aber auf Tablets kannst Du Android vergessen. Das ist von A bis Z eine Zumutung, nicht nur bei den Apps. Da führt kein Weg an einem iPad vorbei wenn man wert auf gut umgesetzte Apps legt.

  27. Lustig wie die Android-Fraktion krampfhaft versucht mit Gründen um die Ecke zu kommen. Ihr hättet auch einfach mimimimi schreiben können, das hätte gereicht.

  28. @HDS: Das hast Du in der Tat nicht optimal beschrieben, denn iOS ist nicht mehr oder weniger Zwangsjacke als auch Android. Irgendwo hat jedes System seine Beschränkungen und eben insbesondere auf Apps, die für das jeweilige System entwickelt worden sind.

    @schnapp di s: Sicherlich kann man sagen, dass man dumme Leute (woran auch immer man das festlegen mag) besser abzocken kann. Aber daraus zu schließen, dass die, die ein Smartphone haben möchten, was einfach zu bedienen ist und „einfach funktioniert“ grundsätzlich dumm sind, ist doch etwas zu kurz gedacht. Wäre es wirklich schlau, zu einem System zu greifen, wo das nicht so ist?

    @Chris: Es ist schlicht falsch, dass jede „popel App“ etwas kostet. Wenn man keine ganz spezielle Anwendung sucht, kommt man auch gut mit den kostenfreien Varianten gut durch das Smartphone-Leben. Und die wirklich guten und aufwändigen Apps kosten hier wie da eben auch schon mal Geld.

    @Uwe: Klar ist „Ruckeln“ auch eine Frage der Hardware, aber die Software spielt auch schon mal eine Rolle. Und dabei gar nicht mal unbedingt die App selbst, sondern tatsächlich oft auch das „Grundsystem“, und hier eben insbesondere Android, was insgesamt eben leider auch nach all den Jahre noch immer nicht so rund läuft wie iOS. Ich glaube auch nicht, dass sich das jemals ändert, denn das ist der Preis für ein (mehr oder weniger) offenes System, was auf einer Vielzahl von Hardwarekonfigurationen funktionsfähig sein muss. Da hat es Apple deutlich leichter, sein OS an eine vergleichsweise überschaubare Hardware anzupassen.

    @Gary b: Wie schon eingangs erwähnt, ob es wirklich so schlau ist, sich nicht für ein „einfach gut funktionierendes System“ zu entscheiden, darf durchaus angezweifelt werden. Jeder hat manchmal das Bedürfnis, sich das Leben zu vereinfachen. Wenn Du meinst, daraus Rückschlüsse auf die Intelligenz ziehen zu können, kannst Du das natürlich machen, aber damit liegst Du mehrheitlich falsch.

    Ich persönlich nutze seit Jahren Android- und iOS-Geräte, auch parallel. Und damit meine ich nicht nur, dass ich es ein paar Stunden probiere und dann wieder zur Seite lege. Insofern denke ich schon, dass ich die Unterschiede beurteilen kann. Und genau das können viele leider nicht, weil ihnen einfach die persönliche Erfahrung fehlt, stattdessen wird nachgeplappert, was man irgendwo mal aufgeschnappt hat („Zwangsjacke“) – nicht immer, aber doch recht häufig, und das eben vielfach von Leuten, die noch nie ein iPhone oder iPad wirklich benutzt haben. Und so greifen viele zu einem Android-Gerät, ohne wirklich eine Ahnung davon zu haben, was man mit der vermeintlichen Freiheit anfangen könnte – so schlau sind viele dann eben doch nicht.

    Letztlich leisten die Geräte doch alle das gleiche, manche Dinge laufen hier besser, andere dort. Und am Ende sollte man sich bei der Kaufentscheidung nicht nur davon leiten lassen, was andere sagen, sondern sich an seinen persönlichen Anforderungen orientieren. Die eigene Entscheidung jedenfalls grundsätzlich als „schlau“ und alles andere ebenso grundsätzlich als „dumm“ abzutun, damit macht man es sich wirklich zu leicht.

    Gut, das hat jetzt nicht zwingend etwas mit dem Umsatz in den Appstores zu tun, aber diese grundsätzliche Diskussion flammt ja ohnehin immer wieder auf, wenn es um einen direkten Vergleich von Android und iOS geht … 😉

  29. Ich würde niemals ein iPhone kaufen weil die Preisleistung im Verhältnis zu Android-Geräten schlecht ist, außerdem kann ich dort viel leichter das OS wechseln, rooten, etc. Ich habe nur ein iPad, weil dort die Abstimmung Hardware und Software ungeschlagen ist, habe mich aber schon häufiger über die Engen Grenzen geärgert, die mir das Betriebssystem vorgibt.

  30. Ich nutze als Smartphone ein S8, als Tablet das Galaxy Tab S2.
    Früher hatte ich ein iPad Air 2, aber im damals jungen Alter mit viel zu wenig Speicherplatz gekauft. Da die ja bekanntlich nicht erweiterbar sind und mein Studium bevorstand, habe ich es verkauft und bin zu dem Tab S3 gewechselt. Damit schreibe ich auch den Kommentar.

    Ich bereue es. Und tatsächlich bin ich zufälligerweise seit einigen Tagen am überlegen, das Tab wieder zu verkaufen und mir ein iPad Pro zuzulegen.
    Das Tab S2 ist einfach nicht mit einem iPad zu vergleichen. Ich habe dauerhaft den Energiesparmodus drin, weil ich dem Akku sonst noch mehr dabei zusehen kann, wie er schmilzt. Dann ruckelt das Teil aber einfach so spürbar, dass nicht mal surfen mehr richtig Spaß macht.
    Apps habe ich auch kaum welche drauf, weil sie einfach teilweise nicht optimiert oder so langweilig sind, dass man sie einfach nicht installieren möchte. Das alles hatte ich bei meinem iPad nicht.

    Ich schaue bis heute teilweise neidisch auf den App Store, weil es dort so viele großartige Apps gibt, die Android fehlen. Und ich kann mir auch vorstellen, im Smartphone Bereich zu Apple zu wechseln.
    Auch wenn ich einige Sachen von Android auch schmerzlich vermissen werde.

  31. Sollte natürlich zweimal S2 heißen.

  32. @Mo: Vor ein paar Jahren hätte ich Dir bzgl. des P/L-Verhältnisses durchaus recht gegeben, inzwischen aber stellt sich das durchaus differenzierter dar. Das iPhone SE beispielsweise ist im Verhältnis Preis/Leistung kaum zu schlagen, auf der anderen Seiten weisen etwa die Galaxy-Flagschiffe inzwschen das gleiche (schlechte) P/L-Verhältnis auf, wie man es zuvor nur von iPhones kannte. Da ist also durchaus eine Veränderung zu erkennen, so dass man das inzwischen nicht mehr pauschalisieren kann bzw. sollte – in Richtung beider Lager.

  33. @Thomas,

    Die ehemalige Domäne von Apple im Kreativbereich sehe ich auch noch nicht ganz im Wettbewerb verloren und Deine konkreten Beispiele und die duale nutzung von iOS und Android untermauern, dass dies keine Fanboy / Fangirl – Denke, sondern echte Erfahrung ist.

    @Tenograd,

    wer etwas teurer kauft, darf etwas Besseres erwarten, aber ist es heute immer noch so? Macht Apple da einen Unterschied? Ist Apple vor Fehlern erhaben?

    Ich behalte meine Zweifel, denn nach Steve Jobs sehe ich mehr auscashen als makellose Innovation und das wird sich frühe oder später auch im Shop niederschlagen.

    @Oliver,

    wer ein Kampfpreisprodukt von Huawei kauft, sollte nicht High-End erwarten, aber Deine persönlichen Erfahrungen spiegeln nicht unbedient die Erfahrungen und Test anderer Nutzer. Siehe z.B.

    http://stadt-bremerhaven.de/ausprobiert-huawei-mediapad-m3-ein-tablet-wie-es-im-buche-steht/

    https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B01L27OXF2/cascblog00-21?tag=stadt-bremerhaven-21

    @chris R.

    Gute nachvollziehbare Argumentation, denn in der Tat gibt es Lust und Frust mit beiden Systemen und keines ist besser als das andere, sondern eben nur anders und für jeden ist auch etwas anderes schön. Wer beides gut kennt und vielseitig einsetzt, macht sicher weniger verkehrt, als jeder der sich einseitig und engstirnig festlegt.

    @Yannik,

    Deine Erfahrungen decken sich nicht komplett mit allen Nutzererfahrungen, aber seine sehr große Gruppe mit beiderseitigen Erfahrungen bestätigt das.

    Danke für die vielen begründeten Kommentare und seht die Diskussion locker, es gibt kein richtig oder falsch und ohne ausreichende Erfahrung (keiner soll von Dummheit des Anderen reden) ist manches schwieriger zu beurteilen. Da helfen dann nur die Vorurteile, Abneigungen….

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