
Nun ist die Frage, wie genau das angehen kann. Die Möglichkeiten sind allerdings vielseitig. Möglich ist, dass Apple etwa in Zukunft Optimierungen für die Animoji plant, für welche dann zwangsweise der TrueDepth-Sensor vorhanden sein muss. Auch möglich ist, dass der TrueDepth-Sensor nicht permanent beansprucht wird, sondern nur in gewissen Szenarien die reibungslose Funktionalität garantiert. Oder aber der Sensor ist für den ersten Scan wichtig und danach übernimmt die RGB-Kamera bei einer laufenden Sitzung.
Im obigen Video seht ihr den Test der Animoji ohne den TrueDepth-Sensor ab ca. 11:40 Minuten. Klar ist, dass Apple aktuell sein ARKit (notwendig für die Animoji) nur erlaubt die Frontkamera des iPhone X zu verwenden. Was aber nun genau hinter Apples Entscheidungen steckt, ist offen. Ob es also wirklich technische Ursachen gibt oder Apple aus Marketingabwägungen die Animoji an das Apple iPhone X gebunden hat, lässt sich nur spekulieren.
Eine riesige Überraschung ist per se nicht, dass die Animoji auch ohne den TrueDepth-Sensor funktionieren. Schließlich gibt es auch ähnliche Anwendungsszarien für Snapchat, Facebook und die unzähligen Masken-Apps. Jene sind allerdings natürlich nicht so präzise wie Apples Animoji.
Man darf gespannt sein, ob Apple sich zur Thematik noch äußert und die Bindung der Animoji an das iPhone X genauer erklärt.