Das Thema Multi-SIM ist für viele Menschen mittlerweile ein Thema. Sie wollen nicht nur eine SIM für ihr Smartphone haben, vielen Geräten dürstet es heute nach SIM-Karten, sei es das Tablet, der Surf-Stick, das Notebook oder der Fitness-Tracker. In der Vergangenheit war es gar nicht immer so einfach, an mehrere SIM-Karten für schmales Geld in einem Vertrag zu kommen.
Das ist jetzt alles ein bisschen einfacher geworden, auch beim Mobilfunkanbieter o2. Dem wird ab und an ein schlechtes Netz und schlechter Service attestiert, dennoch trifft man mutige Aussagen, beispielsweise, dass man die Deutsche Telekom und Vodafone technisch ausstechen wolle. Das lasse ich erst einmal so stehen, für mich ging es für diesen Beitrag nur um die Tatsache, was o2 technisch nun umgesetzt hat in Sachen Multi-SIM. Grund des Ganzen ist das neue Angebot, welches man erst kürzlich als Trumpf aus dem Ärmel gezogen hat.
Der o2 Free M mit Connect und 10 GB Volumen liegt bei 29,99 Euro im Monat (Bestandskunden und junge Leute bezahlen weniger). Hier bekommt man 10 GB Daten mit LTE Max, eine Allnet-Flat – und am Ende des Volumens gibt es noch 1 MBit/s, was für einige Sachen dann doch ausreicht – allerdings nur auf der Hauptkarte. Falls das Volumen nicht reicht, dann kann man für 5 Euro mehr im Monat noch auf 20 GB verdoppeln.
LTE Max definiert o2 folgendermaßen, bezogen auf die im Tarif enthaltenen 10 GB:
…sowie 10 GB Highspeed-Datenvolumen für mobiles Surfen mit bis zu 225 MBit/s (im Durchschnitt 26 MBit/s; Upload bis zu 50 MBit/s, im Durchschnitt 14,2 MBit/s) im dt. O2 Mobilfunknetz bzw. bis zu 50 MBit/s (im Durchschnitt 21,9 MBit/s; Upload bis zu 32 MBit/s, im Durchschnitt 13,7 MBit/s) für ehemalige Kunden der E-Plus Service GmbH & Co. KG, die automatisch auf ein O2 Produkt umgestellt wurden…
Von den reinen Datenpreisen mal abgesehen: Wer nicht megamäßig viel verballert, aber eben doch ein paar Geräte hat, der kommt meines Erachtens nicht so schlecht weg. Laut o2 sind 10 SIM-Karten mit drin. Die kann man nachordern und für zusätzliche SIM-Karten bezahlt man auch nichts. o2 macht die Verwaltung der SIM-Karten recht einfach, denn man kann den Spaß ganz einfach in der Mein o2-App nachordern. Wie das aussieht, habe ich mal in Screenshots gezeigt, die hier im Beitrag eingebunden sind. Ganz oben über dem Beitrag seht ihr die Bestellung einer SIM-Karte für einen Tracker. In der App wählt man aus, dass man eine SIM bestellen möchte, sucht sich das passende raus und bestellt. Preis: Null Euro.
Standardmäßig haut o2 zwei SIM-Karten mit raus, die beide ab Werk auch für Telefonie auf der gleichen Nummer eingestellt sind. In der App selber kann man die SIM-Karten benennen und auch sehen, wie viel Datenverbrauch auf Kartenbasis entsteht.
Aus meiner Warte betrachtet – wobei ich weiss, dass ich sicher nicht dem typischen Nutzer gleiche – eine doch ganz nette Sache, die auch ruhig vor Mitte 2018 hätte geschehen dürfen. Gerade in Familien mit mehreren SIM-fähigen Geräten kann so eine Lösung eine bequeme Sache sein.
Dennoch – und da kann kein günstiger Preis drüber hinwegtäuschen – muss man halt sehen, wie der Ausbau vor Ort ist. Es bringt nichts, 5 oder 10 Euro zu sparen, wenn man mobil mehr als langsam unterwegs ist. In meinem Büro ist es beispielsweise so, dass o2 teilweise etwas besser performt als mein jetziger Anbieter Vodafone. Aber daheim bin ich meist im WLAN und unterwegs habe ich im Durchschnitt mit meinem Anbieter eine bessere Konnektivität.
