Android Q: Erste Beta veröffentlicht – diese Neuerungen warten auf die mutigen Tester

Google hat soeben den Start für die erste Beta-Version seines neuen Betriebssystems Android Q bekanntgegeben. Dabei will Google vor allem für neue Standards, wie 5G oder auch Foldables, wie sie auf dem MWC 2019 präsentiert worden sind, gerüstet sein. Doch auch das Thema Sicherheit wird wieder einmal Kernelement des neuen Systems sein, mit neuen APIs, Erweiterungen und mehr.

Eine der zahlreichen Neuerungen sind die umfangreicheren Berechtigungen für den Standortzugriff von Apps auf eurem Smartphone. Darüber hatten wir bereits vor einer Weile berichtet. Mit Android Q werden Nutzer die Option erhalten, ähnlich wie es auch bei Apple iOS funktioniert, dass sie festlegen dürfen, ob eine App nun im Hintergrund jene Daten abgreifen darf oder nicht. Eine Warnmeldung („app will always have access to the location, even when you’re not using the app„informiert zur Sicherheit noch einmal darüber, damit der Nutzer sich seiner Entscheidung dann auch wirklich bewusst ist.

Des Weiteren sollen Apps fortan nicht mehr von Haus aus in der Lage sein, aus dem Hintergrund direkt in den Vordergrund des Bildschirms zu springen, wenn sie eine Benachrichtigung für den Anwender haben. Entwickler können unter Android Q hierfür dennoch eine Benachrichtigung mit erhöhter Priorität einrichten, sollte es einen sinnvollen Grund für die Information geben.

Wie bereits erwähnt, ist Android Q auch startklar für die neue Gerätekategorie der Foldables, also Gerätschaften mit faltbarem Display. Dank der Anpassungen können Entwickler schon jetzt dafür sorgen, dass ihre Apps und Dienste zukünftig auch auf entsprechenden Bildschirmen funktionieren und vernünftig dargestellt werden.

Mit den neuen Sharing Shortcuts soll es noch einfacher werden, Inhalte mit anderen Personen zu teilen, indem ihr fortan die Möglichkeit bekommt, direkt aus dem Teilen-Dialog einer App in eine andere App zu wechseln, um euren Inhalt dort weiterzuschicken. Eine neue Settings Panel API kann von App-Entwicklern genutzt werden, um Nutzern ihrer Apps bei Bedarf die für die Nutzung notwendigen Einstellungen einzublenden, damit so zum Beispiel NFC oder Bluetooth direkt aus der App heraus aktiviert werden kann:

Die Peer-to-Peer-Qualität als auch die allgemeine Netzqualität soll sich mit Android Q laut Google noch einmal deutlich verbessern, was unter anderem dem Internet der Dinge zugute kommen soll. Im WLAN sollen sich nun außerdem je nach Bedarf sogenannte High-Performance- und Low-Latency-Modes aktivieren lassen, sodass beispielsweise beim Zocken dank niedriger Latenzen noch mehr Freude aufkommen kann.

Doch auch die Kameras aktueller und kommender Geräte sollen natürlich von Android Q profitieren. So dürfen zukünftige Apps beispielsweise Bilder mit noch mehr Tiefeninformationen und zusätzlichen Details abrufen, womit sich am Ende zum Beispiel mit dem Bokeh-Effekt im Bild herumspielen lässt und so weiter. Auch AR-Fotografie soll damit zukünftig möglich werden.

Auch mit an Bord sind neue Audio- und Videocodecs wie HDR10+ oder Opus. Doch auch Spieler werden mit Android Q noch mehr auf ihre Kosten kommen. So soll das System zukünftig auch OpenGL ES 2.0 unterstützen und auch ES 3.0 stehe schon in den Plänen der Entwickler. Außerdem soll Vulkan 1.1 eine grundlegende Voraussetzung für alle Android Q-Geräte mit 64-Bit-Technologie werden.

Schon heute verwenden viele Android-Geräte eine künstliche Intelligenz, um diverse Funktionen für den Benutzer noch zugänglicher oder allgemein besser zu machen. Mit Android Q hält nun auch Version 1.2 von Googles Neural Networks API Einzug, womit noch zukünftig mehr Funktionen und Operationen von der KI übernommen werden könnten.

Dank diverser Verbesserungen der ART Runtime von Android sollen Apps bei Android Q noch schneller starten können und Bilder, sowie andere Medieninhalte in Apps ebenso schneller dargestellt werden. Alles in allem verspricht Google mit Android Q nun also erneut ein modernes Betriebssystem mit verbesserter Sicherheit für den Nutzer, als auch mehr Performance und vor allem mehr zukunftstauglichen Funktionen und der Unterstützung neuer Standards wie 5G und dem Formfaktor „Foldable“.

Ich denke, dass die erste Beta von Android Q nun in Windeseile von diversen Experten zerlegt wird, um auch jede noch so kleine Neuerung präsentieren zu können. Ob am Ende wirklich alles besser wird, muss ich wie so oft erst noch zeigen.

How do I get Android Q Beta?

It’s easy – you can enroll here to get Android Q Beta updates over-the-air, on any Pixel device (and this year we’re supporting all three generations of Pixel — Pixel 3, Pixel 2, and even the original Pixel!). Downloadable system images for those devices are also available. If you don’t have a Pixel device, you can use the Android Emulator, and download the latest emulator system images via the SDK Manager in Android Studio.

We plan to update the preview system images and SDK regularly throughout the preview. We’ll have more features to share as the Beta program moves forward.

As always, your feedback is critical, so please let us know what you think — the sooner we hear from you, the more of your feedback we can integrate. When you find issues, please report them here. We have separate hotlists for filing platform issues, app compatibility issues, and third-party SDK issues.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Läuft auf dem Pixel 3 soweit ohne Probleme. Achtung „This early build is not Compatibility Test Suite (CTS) approved“. Das verursacht die üblichen Probleme bei bestimmten Banking-Apps.

  2. „ART Runtime“ = Android Runtime Runtime. Ist wie HIV Virus.

  3. Hm, wenn die Gestensteuerung irgendwie spektakulär erneuert worden wäre, hätte das vermutlich schon hier gestanden?!

    • Es wurde etwas daran gearbeitet.
      (Sorry für Fremdlink) -> https://9to5google.com/2019/03/13/android-q-improved-multitasking-gesture/

      • Hab mir dein Link gerade angeschaut.. Also wieder eine platzverschwendende Pille. Da bleib ich bei mein Fullscreen gestures ohne pille.

        Ansonst find ich werden die Neuerunge seit Nougat immer kleiner, was aber ja auch kein Wunder ist je ausgereifter ein System egal ob Hard oder software desto weniger kann man sinvoll verbessern. Oft ist es ja so, das manche schlauen Köpfe denken sie könnten das Rad neu erfinden und sich dann wundern wenn es nicht rollt.

        Was ich mir wünschen würde wäre ein richtiger Taskmanager wie im Windows. Weil so muss man ja noch über die appinfo und dann extra Beenden erzwingen anklicken um es wirklich los zu werden. weil ein swipe in Recent apps die app zwar schließt sie aber dtrozdem noch im Ram rum schwirrt und im hintergrund aktiv ist.

  4. Richard Rosner says:

    Support für OpenGL ES 2.0 und 3.0? 3.1 wird seit Lollipop unterstützt

  5. K9 Mail geht nicht, Ampido auch nicht, Sweatcoins auch nicht. Crash Report bei jedem App verschickt und Gmail selbst hat auch keine Lust.

  6. Bei mir lässt sich bisher nur die PAYBACK App nicht mehr starten auf dem Pixel 2

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