Google hat am 2. Juli 2018 die dritte Beta von Android P (Android 9.0) veröffentlicht. Diese Beta erscheint leicht verspätet, aber Google bewegt sich noch im Rahmen. Große neue Funktionen wird man vergebens suchen, denn der Hersteller hat schon ordentlich zum Start geliefert, betreibt jetzt Feinschliff. Feinschliff, den man auch betreiben muss. So bietet Android P eine Gesten-Navigation an. Man kann also die Software-Buttons ausblenden und bedient das Gerät dann via Geste über das Display.
Das ging vorher auch unter Zuhilfenahme von speziellen Apps, andere Hersteller wie Xiaomi, OnePlus oder gar Huawei kochen ihr eigenes Süppchen. So erlaubt Huawei die Gesten-Navigation über den Home-Button, eine Steuerung, mit der ich mich gar nicht anfreunden kann. Xiaomi macht es bei den Android-Geräten momentan meiner Meinung nach am besten, bei OnePlus ist das schon nett, aber auch noch verbesserungswürdig.
Fakt ist aber: Alle machen es anders – auch Google. Ich berichtete schon über die früheren Betaversionen von Android P und die integrierte, optionale Gestensteuerung. Mit der gestrigen Beta hat Google etwas nachgearbeitet und die Steuerung meines Erachtens mal wieder etwas verbessert. Vorher war das Ganze echt…nun ja, nicht sehr gut gelöst. Mittlerweile hat Google einen erkennbaren Cut in der Geste, wenn man von unten nach oben wischt.
Die App-Übersicht erscheint sehr flott und beim Wischen nach oben, mit gleichzeitigem Loslassen rastet die Übersicht recht flott und gut abpassbar rein. Man muss übrigens nicht zwingend nach oben wischen, man kann auch über den unten zu sehenden, mittigen Navigationspunkt nach rechts wischen, um direkt zwischen den geöffneten Apps zu wechseln.
Neben der verbesserten Navigation über die Gesten gibt es auch einen Schalter für ein Dark Theme in den Einstellungen. Allerdings – und es ist eben eine Beta – gibt es auch Berichte über eine fehlerhafte SafetyNet-Überprüfung, dies kann unter anderem dafür sorgen, dass man nicht mit Google Pay zahlen kann.