Systemkamera Samsung NX30 vorgestellt

In einem früheren Beitrag berichteten wir bereits über die neue Samsung Galaxy Cam 2, welche mit Android angetrieben wird. Mittlerweile wurde eine weitere Kamera von Samsung vorgestellt, sie verfügt über die Möglichkeit, Wechselobjektive zu nutzen.

NX30_01

Samsung NX30: Sie ist eine Kamera mit 20,3-Megapixel-APS-C-Sensor (Lichtempfindlichkeit von 100 bis 25.600 ISO) und mit Wechselobjektiven, derzeit stehen 13 verschiedene zur Auswahl. Der Sucher ist um 80 Grad nach oben beweglich, der AMOLED-Sucher 2,35 Megapixel stark. Wer diesen nicht nutzen möchte, der kann auch das dreh- und schwenkbare 3-Zoll-AMOLED-Display auf der Kamerarückseite verwenden.

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Mittels NFC können Fotos mit anderen Smartphones oder Tablets geteilt werden, alternativ ist das Übertragen per WLAN in die Dropbox möglich. Beim Kauf gibt es 50 GB Cloudspeicher für zwei Jahre kostenlos. Die Kamera verfügt ferner über einen neuartigen Hybridmodus – dieser vereint die Schnelligkeit von Phasendetektion-Autofokus mit der Präzision eines Kontrast-AF. Bei der kleinsten Verschlusszeit von 1/8000 Sekunden und neun Bildern pro Sekunde werden auch minimale Bewegungen festgehalten – so jedenfalls die Aussage von Samsung.

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Videos speichert die NX30 in 60p Full HD-Auflösung, also 1920 x 1080 Bildpunkten. Bessere Tonaufnahmen erlaubt der Anschluss eines externen Mikrofons (großartig). Per HDMI-Ausgang sind die Aufnahmen von der Kamera direkt auf ein Fernsehgerät oder einen externen Monitor übertragbar.

Die Samsung NX30 ist ab Februar 2014 in der Farbe Schwarz im Kit mit dem 18-55 mm F3.5–5.6 OIS III Standardzoom-Objektiv zum Preis von 999 Euro (UVP) erhältlich. Die NX30 ohne Objektiv wird für 899 Euro (UVP) im Handel erhältlich sein. Der Lieferumfang umfasst zudem Adobe Photoshop Lightroom 5. Interessierte finden hier alle technischen Spezifikationen der Samsung NX 30.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

16 Kommentare

  1. Christian says:

    Also mit einem guten Reisezoom Objektiv wäre die echt mal eine Überlegung wert.
    Mal auf die ersten Tests warten!

  2. Schade nur, dass bei den Spiegellosen die Objektiv Auswahl noch nicht so gut ist. Aber der Trend geht wohl dahin. Ich würde mir auf jeden Fall für meine D7100 auch den Phasen Auto Focus auf dem Sensor wünschen. Würde bestimmt das leidige Thema Front bzw. Backfocus erledigen.

  3. @laderio: Objektiv-Auswahl solltest du bei Olympus (Pen, OMD EM-1/5) mehr als ausreichend haben …. inkl. dem µFT 75 f1.8, dem so ziemlich besten Objektiv, dass es zu kaufen gibt 🙂

  4. @laderio: bei Spiegellosen ist die Objektivauswahl riesig, da sich fast jede Marke adaptieren lässt. Okay, der Autofokus leidet dann 😉 Sensor Phasenautofokus bringt Dir aber bei der D7100 auch nur etwas, wenn Du nicht den Sucher nutzt. Dann brauchst Du eh keine DSLR zu kaufen.

  5. Bei den Spiegellosen ist die Objektiv-Auswahl längst hervorragend, speziell bei microFourThirds / Panasonic:

    http://panasonic.net/avc/lumix/systemcamera/gms/lens/index.html

    … und das sind nur die von Panasonic / Leica. Für dieses System gibt es auch noch unzählige von Olympus und Fremdherstellern.

  6. Bei Micro Four Thirds ist die Objektiv Auswahl zugegeben schon besser. Aber mit 91 zu 231 noch immer nicht vergleichbar. Und was gibt es hier z.B. an Zooms mit durchgehender 2,8er Lichtstärke? Und ich habe einen kleineren Sensor, brauche also eigentlich lichtstärkere Objektive für das gleiche Bild.
    Für meine Mutter wurde es daher eine Sony NEX 5R, da braucht es nicht viel Auswahl, hier spielt das Gewicht und die Größe die größere Rolle. Und der Sensor ist APS-C.

  7. @olidie:
    Klar geht das, aktuell wird bei der D7100 das Licht auf den Sucher UND auf den Phasen Focus gelenkt. Statt das Licht partiell auf den Phasen Focus zu lenken, könnte man es auch partiell auf den Sensor lenken, oder?

  8. Ja, Phasendetekt AF als solches hat die D7100, aber eben nicht auf dem Sensor. Bei DSLRs ist einfach der Spiegel im Weg. Im Liveview bringt so ein AF System auf dem Sensor absolut was, aber eben nicht im regularen Betrieb mit Spiegel und optischem Sucher. Ausnahme sind die Sonys, die einen teildurchlässigen Spiegel haben.

  9. Bei einer SLR gibt es 2 Spiegel. Der erste wirft einen Teil des Lichts auf den Sucher über den Pentaspiegel oder das Pentaprisma. Einen Teil des Lichts lässt er aber durch und dieses Licht wird über einen 2ten Spiegel auf den Phasenfokus im Boden der Kamera geleitet:
    http://a.img-dpreview.com/reviews/PanasonicGF1/images/whatsnew/L10_GF1_v10.jpg
    Man müsste also nur den 2ten Spiegel weg lassen und könnte den Phasenfokus dann direkt auf dem Sensor realisieren. Damit fällt eine Fehlerquelle weg, denn Phasenfokus und Sensor müssen auf der gleichen Schärfeebene liegen, die bei steigenden MP immer genauer kalibriert sein muss. Zudem ergeben sich Möglichkeiten durch Nutzung des Sensors für Gesichtserkennung usw.
    Also warum sollte es nicht gehen?

  10. Interessanter Vorschlag, laderio! Ich könnte mir nur vorstellen, dass Deine Lösung (noch) nicht umgesetzt wird, da dann nur ein zu geringer Teil des Sensor für den AF benutzt werden kann. Bei Spiegellosen kann ja, soweit ich das weiß, das AF Feld an jede Position des Bildes gelegt werden.
    So oder so ist noch Luft nach oben in der Entwicklung einer ordentlichen Kamera 😉

  11. Warum sollte nur ein geringer Teil des Sensors genutzt werden? Da der erste Spiegel eh schon teildurchlässig ist, wird doch auch der gesamte Sensor ausgeleuchtet.
    Ich könnte mir da eher vorstellen, dass die Lichtempfindlichkeit vom separaten Phasenfocus noch besser ist als die von auf dem Sensor integriertem. Ist aber nur eine Vermutung.

    • Der durchlässige Teil des Spiegels ist nur ein (kleiner) Teil, zumindest bei meinen Kameras. Möglich, dass der „normale“ AF dem Sensor AF noch überlegen ist. Allerdings hat man dann noch die Nachteile des Front- & Backfokus und den Spiegel. Das fällt bei den Spiegellosen eben weg. Manchmal glaube ich, dass die Hersteller schon viele Entwicklungen in der Schublade liegen haben und sie nur tröpfchenweise rausbringen. Es muss ja ein Anreiz zum ständigen Neukaufen erhalten bleiben 😉

  12. Also bei der D7100 habe ich 51 Focus Sensoren, die abgesehn vom Rand das ganze Bild abdecken. Demnach muss der erste Spiegel auf jeden Fall in dem Bereich das Licht durchlassen. Und da ich im Sucher am Rand kein helleres Bild habe, wird dort auch nur ein Teil des Lichts auf den Sucher gelenkt und der Rest durchgelassen.
    Bei den Spiegellosen sehe ich als Nachteil halt noch, dass ich keinen optischen Sucher habe und der hat aus meiner Sicht immer noch Vorteile gegenüber den elektronischen bei den Spiegellosen. Z.B. ist mir die Auflösung hier noch zu gering und die Farbwiedergabe kommt auch noch nicht mit und auch nicht der Dynamikumfang.

    • Stell die Kamera mal auf die Belichtungszeit „B“, halte des Auslöser gedrückt und schau mal ohne Linse vorne rein. Dann siehst du im Boden den AF Sensor. Zumindest bei meinen Kameras (alles Nikon FX) ist er nicht riesig, trotz 51 Sensoren. Nicht alle davon sind auch gleich und es gibt Genauigkeitsunterschiede (Kreuz- und Liniensensoren).

      Es stimmt aber, das Sucherbild ist überall gleich hell. Allerdings wird am AF Sensor weniger Licht ankommen, als durch die Linse reingeht. Auf die schnelle finde ich Informationen, dass die teildurchlässigen Spiegel der Sonys etwa 1 Blende Licht schlucken.

      Ich bin auch ein Befürworter der optischen Sucher. Nachdem ich mir aber zum Spaß eine V1 gekauft habe, muss ich sagen, dass ich mit den neue elektronischen Suchern schon ganz gut arbeiten kann. Schlechter werden die auch in Zukunft nicht mehr werden. Man gewöhnt sich an alles. Zudem schaue ich ja nicht ständig durch den Sucher. Bei einer Leica sieht man das Bildfeld schon seit Jahrzehnten nur ungefähr 😉

  13. Bei der D7100 sieht man den AF Sensor fast gar nicht. Ist aber natürlich auch kleiner als bei einer FX.
    Letztlich muss er aber ja im Verhältnis zum Sensor so groß sein wie der Bereich, den er vom Bild abdeckt.
    Spielt aber auch keine Rolle, der Sensor würde wohl auch jetzt schon ohne den 2ten Spiegel voll ausgeleuchtet.
    Bezüglich Lichtmenge könnte ich mir vorstellen, dass es sich auch ähnlich wie bei den teildurchlässigen Spiegeln der Sonys verhält. Da würden Sucher und Focus Sensoren dann jeweils die gleiche Lichtmenge bekommen.
    Was aber gar nicht geht sind feststehende teildurchlässige Spiegel. Kostet einen ja dann eine ganze Blende.
    Und wenn ich auf den optischen Sucher verzichten müsste, dann würde ich glaube ich lieber mit dem Bildschirm arbeiten als mit einem digitalen Sucher. Aber mal abwarten, bisher musste ich mich nicht entscheiden…

    • Bei mir es ein Reflex, die Kamera vor’s Auge zu halten. Ich konnte mich also wesentlich schneller mit einem elektronischen Sucher abfinden als an’s Fotografieren über Display.

      Ich wäre auch froh, wenn es eine adäquate Lösung mit treffsicherem und schnellem Autofokus geben würde. Gerade ist meine Hauptkamera zum dritten Mal innerhalb eines Monats bei Nikon, da sie es einfach nicht hinbekommen, den AF korrekt zu justieren. Sagen wir so, er war korrekt, bis sie die Kamera zum Clean&Check in den Fingern hatten 😉