Amazon zum Weihnachtsgeschäft mit zahlreichen neuen Prime-Nutzern und neuen Rekorden

artikel_amazonAmazon ist ein Unternehmen, das nicht nur überall seine Finger im Spiel hat, sondern auch gerne von Erfolgen erzählt. Neben dem riesigen Onlinekaufhaus versucht sich Amazon auch als Hardwarehersteller und bietet mit seinem Prime-Abo Flatrate-Zugriff auf zahlreiche digitale Angebote in Form von Videos, Musik und Büchern. Das Konzept geht für Amazon scheinbar voll auf, allein in der dritten Dezember-Woche konnte das Unternehmen 3 Millionen neue Prime-Kunden für sich verbuchen. Allerdings sind es nicht nur die „Neuen“, die für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft sorgten. Dieses Jahr wurden 200 Millionen mehr Produkte via Prime versendet – allein im Weihnachtsgeschäft.

Amazon-Logo

Besonders erfolgreich sind auch Amazons eigene Produkte. Der letztjährige Rekord wurde noch einmal um das zweifache übertroffen, ganz vorne dabei sind das neue Fire und der Fire TV Stick, beides Produkte mit einem niedrigen Preis. Amazons Streaming-Gadgets dürften auch mit ein Grund dafür sein, dass die Nutzung von Prime Video ebenfalls sehr stark gestiegen ist. Absolute Zahlen gibt es zwar nicht, die erfolgreichste Serie war aber The Man in the High Castle, die Serie wurde 4,5 mal öfter gesehen als andere (bezogen auf den Weihnachtszeitraum).

Während immer mehr Menschen bei Amazon einkaufen, werden diese auch immer mobiler. Zum Weihnachtsgeschäft auf amazon.com wurden 70 Prozent der Bestellungen via mobilem gerät durchgeführt. Selbst an Heiligabend noch. In den USA ist dies der Tag vor dem eigentlichen Fest und so shoppten die Amis auch an diesem Tag noch – und profitierten vom Prime Now, der Lieferung am selben Tag. Die letzte Auslieferung erfolgte am 24. Dezember um 23:59 Uhr an einen Kunden in San Antonio.

Weitere interessante (und auch weniger interessante) Details zu Amazons Holiday Season erfahrt Ihr bei Amazon. Beeindruckende Zahlen oder hättet Ihr gedacht, dass Amazon genug Jenga-Sets verkauft hat, um die Höhe des Empire State Building 70 mal zu erreichen?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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21 Kommentare

  1. Es wird wohl in einem Monat keine Zahlen geben, wieviele der drei Millionen neuen Prime-Kunden den kostenlosen ersten Monat für die Versandkosten der Weihnachtsgeschenke genutzt haben und dann wieder weg sind, oder…? 😉

  2. Nichts für ungut, aber könnt ihr die gesponserten Beiträge nicht zumindest etwas besser kaschieren, so dass zumindest der Anschein journalistischer Arbeit erweckt wird? Ich weiß, ihr seid eine Technik-Website, aber zumindest ein kleiner Hinweis auf die Gründe für den jährlichen Amazon Streik (s.u.a. https://www.amazon-verdi.de) und die schlechten Arbeitsbedingungen und Steuerhnterziehung (siehe auch http://www.nachdenkseiten.de/?p=29069) wäre am Rande eines solchen Jubel-Artikels wirklich mal angebracht.

    Danke für’s Zuhören und ein schönes und friedliches 2016.

  3. @EncGuano

    Ich hoffe sehr das wir über die von Dir angesprochen Themen im nächsten Jahr nichts mehr lesen müssen.
    Amazon soll einfach die deutschen Niederlassungen schließen und gut ist.
    Dann kann Verdi die Früchte ihrer Politik in vollen Zügen genießen.

  4. Sascha Ostermaier says:

    @EncGuano: Nichts für ungut, aber kannst Du Dein leeres Geblubber nicht woanders loslassen? Auf den Rest Deines Kommentares gehe ich gar nicht erst ein, da hast Du Dich, auch wenn es inhaltlich vielleicht sogar passen würde, schon selbst disqualifiziert.

  5. @EncGuano: Streiks sind vollkommene Normalität in Deutschland. Das ist kein Problem von Amazon. Steuerhinterziehung ist 1. etwas übertrieben formuliert, weil es nicht illegal ist, was Amazon macht und 2. sowieso nicht mehr aktuell, weil Amazon eingelenkt hat. Was bleibt sind die schlechten Arbeitsbedingungen. Das ist aber subjektiv und da kann man nicht einfach auf Amazon eindreschen. Immerhin schaffen sie Arbeitsplätze. Trotzdem sind die natürlich keine Heiligen.

  6. @zhet
    Genau meine Gedanken. Amazon sagt ja selbst dass 35% des Jahresumsatzes in der Zeit kurz vor Weihnachten gemacht werden. Diese Masse an Prime Kunden, die das kostenlose Porto nutzen, streamt dann natürlich das digitale Angebot.

    Übrigens wären das 127000 Jenga-Sets, klingt weniger als „307 x das Empire State Building“. Absolute Zahlen der eigenen Geräte wären viel interessanter. Es muss schon einen Grund haben warum man die nie veröffentlicht. Verdopplung heißt erstmal nicht viel.

  7. @Markus
    Doch, das System kann man schon Steuerhinterziehung nennen, und zwar eine Hinterziehung der Umsatzsteuer. Der Kunde schließt einen Kaufvertrag mit einem chinesischen Unternehmen ab das über ein deutsches Logistikzentrum von Amazon verschickt. Aber kein deutsches Finanzamt kann von einem chinesischen Unternehmen Steuern eintreiben (keine Amtshilfe-Abkommen).

  8. Erst mal gegoogelt, was ein Jenga-Set überhaupt ist.

    Leider ist Prime nichts für mich, obwohl es eine tolle Sache ist. Aber zu viele meiner Käufe fallen da nicht drunter. Und dann habe ich es in meiner Testzeit nicht mal geschafft, nur einen einzigen der kostenlosen Filme zu sehen.

  9. @Kalle

    Wie Du schon selbst geschrieben hast, schließt der Käufer einen Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen. Jetzt muss man sich halt die Frage stellen wer welche Steuer wem schuldet.

    Steuerhinterziehung seitens Amazon kann man hier IMHO nicht sehen.

  10. @j0hn
    Bitte keine verwirrenden Fakten, wo Wutbürgertum ausreichend erscheint.

  11. Sind das diese Nazis, die jetzt auch diese Pegida-Hymne verkaufen, des Profits wegen? Pfui, ich hasse Amazon!

  12. @zhet
    Ich schätze auch, dass die meisten Kunden bleiben und diejenigen die wirklich nur das kostenlose Abo „abgreifen“ wollen eher die Minderheit sind. Bei den meisten dürfte der Jahresbetrag von 49 Euro sowieso im Grundrauschen untergehen, und daher nicht wirklich ins Gewicht fallen.

  13. @j0hn

    > Jetzt muss man sich halt die Frage stellen wer welche Steuer wem schuldet.

    Das hab ich oben schon geschrieben.

    > Steuerhinterziehung seitens Amazon kann man hier IMHO nicht sehen.

    Das hab ich nicht geschrieben, sondern nur ob man es so nennen kann. Ausserdem ist Amazon direkt beteiligt indem sie die Handelsplattform anbieten und Lagerung und Versand übernehmen. Wo ist da der Unterschied

    Letztlich ist es mir auch egal. Amazon nutzt erfolgreich eine Lücke im Gesetz aus. Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt (Wettbewerbsverzerrung, Produktsicherheit, Prüfsiegel und so).

  14. => Alternative ohne den amerikanischen Zwischenhändler: Aliexpress (von alibaba)

  15. Was jetzt noch viel interessanter ist: Wie viele der mobilen Bestellungen werden über Browser und wie viele über die App getätigt?

    Ich persönlich habe mit meinem eigenen Onlineshop nämlich die Erfahrung gemacht, dass viele doch lieber im Browser bestellen als sich eine App runterzuladen oder diese zu nutzen. Würde mich mal interessieren wie das bei Amazon so ist.

  16. @sascha. Deine Reaktion auf die Kritik an dem Artikel geht in dem Ton überhaupt gar nicht. In jedem anderen Medium bekämst du nen fetten Einlauf vom Chef.

  17. Stimmt, es ist (leider) nicht illegal Steuerschlupflöcher zu nutzen, wie das andere Konzerne auch tun. Aber es ist nicht anständig. Das mag klingen wie aus dem letzten Jahrtausend. Aber muss das deswegen überholt sein? Wäre es nicht gut, wenn alle Steuern zahlen würden? Und zwar nicht erst, wenn Konsequenzen drohen? Wäre es nicht toll, wenn sich alle Unternehmen an Tarifverträge hielten damit die Schere zwischen Arbeiternehmer und Arbeitgeber nicht noch weiter auseinandergeht? Und zwar nicht erst, wenn die öffentliche Meinung kippt?
    Wir sind alle Kinder der sozialen Marktwirtschaft, die unser Land so erfolgreich gemacht hat, ohne dass wir Arbeiternehmer dabei auf der Strecke bleiben. Das ist der gemeinsame Verdienst von Staat, Gewerkschaften und Unternehmern. Zusammen haben wir dieses Land geschaffen, um das uns derzeit alle Welt beneidet.
    Wenn ich solche Kommentare lese frage ich mich wo das Bewusstsein für das von den Sozialpartnern Erreichte hingekommen ist. Denn natürlich funktioniert das nur, wenn sich auch weiterhin alle an die Regeln halten, also in Deutschland Steuern zahlen, in Deutschland Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen und wir unsere Arbeitskraft und unseren Hirnschmalz einsetzen um weiterhin unsere geschätzten Produkte zu schaffen.

    Bis Mitte 2014 war ich guter Kunde bei Amazon. Jedes Jahr flossen um die 1000 € nach Luxemburg. Irgendwann wollte ich aber nicht (mit)verantwortlich sein für deren Ausbeutung, wollte mein Geld lieber bei denen lassen, die sich gegenüber ihren Arbeitnehmern so anständig verhalten, wie ich es von meiner Firma ja auch erwarte. Seitdem kaufe ich nichts mehr bei Amazon.

    @ Kalle: „Letztlich ist es mir auch egal. Amazon nutzt erfolgreich eine Lücke im Gesetz aus. Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt.“

    Nicht nur der Gesetzgeber ist gefragt. Wir sind gefragt! Wir können entscheiden, ob wir uns an diesen Machenschaften beteiligen wollen oder eben nicht.

  18. @Bernhard

    Wo kaufst Du nun ein und woher nimmst du die Gewissheit, dass der neue Händler freiwillig mehr Steuern bezahlt als er eigentlich müsste?

  19. Sascha Ostermaier says:

    @MIndu: Wir sind hier aber nicht „in jedem anderen Medium.“ Einlauf vom Chef? Maximal aus Liebe. 😉 Guten Rutsch! (also jetzt auf die Jahreszeit bezogen, nicht auf den Einlauf)

  20. Bei dem was sich Amazon so alles erlaubt sollten kritische Worte durchaus möglich sein.
    @Bernhard und EncGuano: volle Zustimmung
    @Sascha Ostermaier: deine Kommentare zu den Kommentaren sind einfach armselig…

  21. @j0hn
    Und das ist dann im Umkehrschluss die selbsterteilte Erlaubnis guten Gewissens beim Steuervermeider = Sozialschmarotzer zu bestellen?
    Natürlich kann ich mir bei großen Ketten auch nicht sicher sein. Aber Steuervermeidungsberater kosten erst einmal viel Geld. Für den klein- und mittelständischen Händler keine Option.
    Außerdem gibt es gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen noch eine bewusst wahrgenommene Verantwortung. Da wird der Betriebsrat vielleicht nicht gemocht, aber nicht aktiv bekämpft. Und ja, Ausnahmen wird es geben.

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