Amazon zahlt wegen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht in den USA 2,25 Mio. US-Dollar Strafe

Amazon hat zugestimmt, in den Vereinigten Staaten eine Strafe von 2,25 Mio. US-Dollar zu entrichten und sein Programm „Sold by Amazon“ dauerhaft zu begraben. In Washington hatte die Staatsanwaltschaft festgestellt, dass die Initiative gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen hatte. Sold by Amazon war allerdings nur in den Jahren 2018 bis Mitte 2020 aktiv.

Worum ging es? Nun, teilnehmende Marketplace-Händler stimmten zu, ihre Produkte nur bis zu einem festgelegten Minimalpreis zu offerieren. Dadurch sollte der direkte Konkurrenzkampf mit Amazon selbst vermieden werden. Zudem gab es für die teilnehmenden Händler, die diesen Bedingungen zustimmten, dann die Chance höhere Einnahmeanteile zu erhalten. Laut Staatsanwaltschaft betrieb Amazon da allerdings wettbewerbswidrige Preisabsprachen.

Als Beispiel: Verständigten sich Marketplace-Händler und Amazon auf einen Minimalpreis von 20 US-Dollar, das jeweilige Produkt wurde aber für 25 US-Dollar verkauft, dann wurde dies für den Händler zu vorteilhafteren Konditionen verrechnet. Durch die Festlegung dieses Minimalpreises wurde allerdings laut der Staatsanwaltschaft der Wettbewerb zuungunsten der Kunden behindert. Auch manchen Händlern schadete dies, wenn sie von Amazon unterboten worden sind. Die Praxis habe also in erster Linie Amazon selbst Vorteile verschafft.

Amazon selbst gibt dazu jedoch an, dass man der Ansicht sei, die Initiative sei rechtlich in Ordnung gewesen. Doch man ziehe es vor, die Angelegenheit friedlich abzuschließen. Zudem stimmte der Online-Riese zu, das Programm nicht erneut wieder aufleben zu lassen. „Merkwürdig“ ist natürlich, dass Amazon einerseits angibt, sich im Recht zu wissen, andererseits aber die Strafe in Kauf nimmt. Zu vermuten ist, dass man sich da nicht weiter ins Visier der Behörden begeben wollte, die aktuell in den Vereinigten Staaten ohnehin viele Tech-Unternehmen und ihre Geschäftspraktiken recht streng überprüfen. Neben Amazon sind da auch Apple, Facebook, Google und Co. Gegenstand mehrerer Untersuchungen oder sogar rechtlicher Auseinandersetzungen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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6 Kommentare

  1. Wirklich??? 2,25Millionen $, das einzig gefährliche daran ist der Lachanfall den die bekommen haben und jemanden zu finden der mit so kleinen Summen umgehen kann.

  2. 2,25 Millionen Strafe? Ich glaube, die können den Laden nun wegen Insolvenz dichtmachen.

  3. Eine Lachnummer… Portokasse auf und zu. Mann schlägt sich die Hand vors Gesicht

  4. Es sind 2,25 Milliarden gemeint sein, oder? 2,25 Millionen macht irgendwie keinen Sinn, das haben die ja in einer Stunde wieder drin.

  5. „Merkwürdig“ ist daran nichts, ausser Mal sieht das ganze etwas naiv. Welches Unternehmen hat jemals ohne Druck oder Not, zugegeben das es bewusst und wissentlich gegen das Gesetz gehandelt hat?
    Und wer hat solchen Aussagen jemand geglaubt? Natürlich weiss Amazon das und deshalb zahlen sie, wie andere Unternehmen vor und nach Amazon auch.

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