
Laut Kleber böten traditionelle Ladengeschäft gerade in Deutschland viele Chancen: „Kunden lieben Vielfalt online und im klassischen Handel. Letzterer steht in Deutschland immer noch für 90 bis 95 Prozent des Handelsumsatzes. Und wir werden uns nie dem verschließen, was der Kunde will.“
Ebenfalls im Raum steht für Amazon die Zustellung zu optimieren. Vielleicht kann der ein oder andere ja gerade jetzt zur Weihnachtszeit ein Liedchen davon singen, dass Pakete oft deutlich später ankommen als erwartet – auch von Amazon.de. So wäge Amazon laut Kleber ab eine Art zentrale Zustellungsgesellschaft unter Beteiligung aller bisher eingespannten Lieferdienste wie DHL und Hermes ins Leben zu rufen. So könnte man eventuell auch den Verkehr in Innenstädten entlasten.
Kleber hat sich auch zu den Plänen von DHL, Hermes und DPD geäußert, eventuell in Zukunft die Zustellung direkt an die Haustür mit zusätzlichen Kosten zu verbinden: „Das kommentiere ich nicht. Aber wir nennen uns die Erfinder des versandfreien Zustellens. Amazon Prime gibt es jetzt seit zehn Jahren. Und unsere Kunden finden das gut.“ Das Nicht-Kommentieren ist in diesem Fall natürlich eben doch ein Kommentar. So sagt Kleber im Grunde durch die Blume, dass ihm diese Pläne offenbar wenig zusagen.