Amazon startet AWS Glacier: günstiger Cloudspeicher

Amazon ist bekanntlich seit langem Cloudspeicher-Anbieter für Firmen wie Dropbox und Co, nun geht man mit dem neuen Projekt Glacier einen Schritt weiter, denn man spricht gezielt Unternehmen und auch Privatkunden mit hohen Anforderungen an. Hierbei geht es nicht um Dinge, die Dropbox oder Google Drive Konkurrenz machen sollen, sondern für Backups, die man nicht sofort benötigt. Um Kosten niedrig zu halten, ist Amazon Glacier für Daten, auf die selten zugegriffen wird und für die Abrufzeiten von mehreren Stunden angemessen sind, optimiert.

Dafür gibt es, je nach Region den satten Gigabyte für 0,01 Dollar.  Richtig. 0,01 Dollar pro Gigabyte pro Monat. Hierbei muss aber bedacht werden, dass Amazon nicht nur den Speicher berechnet, sondern auch den ein- und ausgehenden Traffic. Definitiv etwas für fortgeschrittene Anwender und Firmen, denn Software und Co wie man sie bei Dropbox, Google Drive und Co vorfindet, ist nicht vorhanden -alles läuft über die AWS Management Console. Backups werden bei Glacier als Archive gespeichert, die Abrufzeit beträgt 3,5 bis 4,5 Stunden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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29 Kommentare

  1. Kann mir nicht wirklich vorstellen, dass sowas grossartig Erfolg haben wird. Rein aus dem Aspekt, dass man mir mal jemand zeigen soll, der, wenn er seine Backups braucht, dafür gechillt paar Stunden still sitzt.

  2. Türlich! Rechne mal durch, was Firmen und Co sparen, die noch Magnetbänder usw lagern….

  3. Das klingt sehr interessant. Gerade für Backups, die nicht live gehalten werden wollen. Und der Preis ist natürlich ein Argument.

  4. der service ist aber nicht in deutschland verfügbar oder?
    für ein foto backup könnte ich es mir sehr gut vorstellen.

  5. Hier Gabe, ich.

    Einmal knapp 22€ für den Upload und dann monatlich knapp 2 € für das Backup meiner sämtlichen Fotoshooting Bilder. (das doppelte je wenn ich meine allgemeinen Bilder außerhalb der People Fotografie mitrechne).
    Das ganze extern zu lagern ist schon lange mein Ziel. Und wenn mir die Bude abbrennt sind 4 Stunden nicht die Welt, aber meine Bilder sind verfügbar.
    Bei Dropbox und Konsorten würde ich dafür eine Menge mehr zahlen um den Speicherplatz zu kriegen. Monatlich würden dann bei Amazon nur die neusten Bilder gesichert.

    Und ich denke so wird es vielen gehen. Sei es mit Urlaubsvideos, Dokumenten oder was weiß ich.

  6. @JanS: Genau das war auch mein erster Gedanke. Erweiterung der Backupmöglichkeiten für Fotos. Im Moment ist der Workflow so: Import von Kamera auf Bearbeitungs-PC, parallel erste Sicherung der Originale auf einem NAS im Haus. Jede Woche Backup auf Externe Festplatte, die dann woanders liegt. Da wäre die Rumschlepperei und das „Dran Denken“ obsolet, wenn man das gleich in den AmazonSpeicher schieben könnte. Für schnelle Notfälle ist erstmal das NAS Recovery-Medium Nr. 1, so lange das Haus nicht abbrennt oder das NAS kaputt geht.
    Und im Gegensatz zu den Konkurrenten ist das bei Amazon echt günstig.

  7. HerpDerpington says:

    Hab mir erst vor Kurzem ein backupscript für Amazon S3 eingerichtet.
    Im erstem Jahr kostenlos und vor Allem sicherer als ein Backup auf eine externe Festplatte.

  8. Great!!!

    Darauf habe ich gewartet!

  9. Was muss ich mir denn unter Abrufzeit vorstellen? Ich kann nicht direkt auf Daten zugreifen, sondern muss das komplette Backup anfordern? Bis das bereit gestellt wird, muss ich warten?

  10. Wird sicher erfolgreich genutzt werden, aber eben nur von Profis und nicht von jedem Hutschi-Mutschi-Klicker und das ist auch gut so! Bin schon schwer bei Clacier dabei.

  11. @ Ny Alesund: das Ding heißt „Glacier“, du Hutschi-Mutschi-Klicker.

  12. Gute Sache. Im Moment nutze ich als externes Backup in er Cloud „ARQ“ in Verbindung mit S3. Bin mal gespannt, ob es auch mit Glacier funktionieren wird.

    http://www.haystacksoftware.com/arq/

  13. Ich fahre mit Crashplan ziemlich gut. Kann dort verschiedene Rechner, Laufwerke einbinden und habe eine übersichtliche Oberfläche.

    Unlimited Speicher und mit 3 Dollarpro Monat auch preislich human.
    http://www.crashplan.com/

  14. Ja, Crashplan ist für Heimanwender der bessere Weg. Für ca. 2,50€ im Monat hat man unbegrenzten Platz und in Echtzeit Zugriff für Backups und Wiederherstellung. Backblaze ist auch ein Blick wert.

    Glacier ist für Firmen gedacht die riesige Mengen an Daten sichern wollen und nicht ständig Zugriff benötigen. Üblicherweise hat man die selben Daten auch lokal gespeichert aber in vielen Bereichen ist Offsite-Backup einfach Pflicht.

  15. Glacier ist bei geringeren Mengen aber auch preislich sehr interessant.
    zB die private Foto sammlung. Da wäre es extrem schade, wenn das alles verloren geht. Meine hat zwar nur 50gb, aber trotzdem. da würde ich fürs Backup knapp 5€ im jahr bezahlen und das ist ja nix.
    also nicht unbedingt nur was für profis;)

    Gibt es denn schon eine Nutzerfreundliche Variante dort Daten hochzuladen?

  16. Die praktische Nutzung würde mich sehr interessieren. ich sichere auch auf meine Synology NAS, sicherer wäre gerade für Fotos eine externe Backuplösung…

  17. @Florian: doch, der Service ist auch in Deutschland verfügbar und ich habe mich zum Testen einfach mal angemeldet.

  18. Ich nutze bisher den automatisierten Upload meines SynologyNAS um meine wesentlichsten Sachen bei S3 zu parken. Ich würde auch mehr auslagern, aber der Preis schreckt mich ab. Glacier wäre schon schick, wenn es irgendwie eine möglichkeit des Hochladens gibt, die nahe an „bequem und automatisch“ kommt.

    Crashplan klingt interessant, aber irgendwie vertrau ich da amazon mehr, das die auch nächstes Jahr noch existent und (soweit wie geht) sicher sind.

    Gibts schon irgendein toll was Glacier ansprechbar macht?

  19. @Naima – was missfällt Dir denn an Crashplan? Hab‘ mich da mal angemeldet (30 Tage-Trial) und das Ganze läuft schon sehr fluffig und inkl. Zugriff über Android & Co. Für 50$/Jahr unlimited kann ich mir derzeit nicht viel besseres vorstellen…

  20. @Matze B.: der Nachteil ist, dass solche kleinen Firmen einfach mal pleite gehen oder Google sie kauft und die bezahlten Dienste einfach einstellt (wie hieß dieser Mail-Client nochmal?). Da ist Amazon schon eine Nummer sicherer. 😉

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