Amazon startet AWS Glacier: günstiger Cloudspeicher

Amazon ist bekanntlich seit langem Cloudspeicher-Anbieter für Firmen wie Dropbox und Co, nun geht man mit dem neuen Projekt Glacier einen Schritt weiter, denn man spricht gezielt Unternehmen und auch Privatkunden mit hohen Anforderungen an. Hierbei geht es nicht um Dinge, die Dropbox oder Google Drive Konkurrenz machen sollen, sondern für Backups, die man nicht sofort benötigt. Um Kosten niedrig zu halten, ist Amazon Glacier für Daten, auf die selten zugegriffen wird und für die Abrufzeiten von mehreren Stunden angemessen sind, optimiert.

Dafür gibt es, je nach Region den satten Gigabyte für 0,01 Dollar.  Richtig. 0,01 Dollar pro Gigabyte pro Monat. Hierbei muss aber bedacht werden, dass Amazon nicht nur den Speicher berechnet, sondern auch den ein- und ausgehenden Traffic. Definitiv etwas für fortgeschrittene Anwender und Firmen, denn Software und Co wie man sie bei Dropbox, Google Drive und Co vorfindet, ist nicht vorhanden -alles läuft über die AWS Management Console. Backups werden bei Glacier als Archive gespeichert, die Abrufzeit beträgt 3,5 bis 4,5 Stunden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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29 Kommentare

  1. Kann mir nicht wirklich vorstellen, dass sowas grossartig Erfolg haben wird. Rein aus dem Aspekt, dass man mir mal jemand zeigen soll, der, wenn er seine Backups braucht, dafür gechillt paar Stunden still sitzt.

  2. Türlich! Rechne mal durch, was Firmen und Co sparen, die noch Magnetbänder usw lagern….

  3. Das klingt sehr interessant. Gerade für Backups, die nicht live gehalten werden wollen. Und der Preis ist natürlich ein Argument.

  4. der service ist aber nicht in deutschland verfügbar oder?
    für ein foto backup könnte ich es mir sehr gut vorstellen.

  5. Hier Gabe, ich.

    Einmal knapp 22€ für den Upload und dann monatlich knapp 2 € für das Backup meiner sämtlichen Fotoshooting Bilder. (das doppelte je wenn ich meine allgemeinen Bilder außerhalb der People Fotografie mitrechne).
    Das ganze extern zu lagern ist schon lange mein Ziel. Und wenn mir die Bude abbrennt sind 4 Stunden nicht die Welt, aber meine Bilder sind verfügbar.
    Bei Dropbox und Konsorten würde ich dafür eine Menge mehr zahlen um den Speicherplatz zu kriegen. Monatlich würden dann bei Amazon nur die neusten Bilder gesichert.

    Und ich denke so wird es vielen gehen. Sei es mit Urlaubsvideos, Dokumenten oder was weiß ich.

  6. @JanS: Genau das war auch mein erster Gedanke. Erweiterung der Backupmöglichkeiten für Fotos. Im Moment ist der Workflow so: Import von Kamera auf Bearbeitungs-PC, parallel erste Sicherung der Originale auf einem NAS im Haus. Jede Woche Backup auf Externe Festplatte, die dann woanders liegt. Da wäre die Rumschlepperei und das „Dran Denken“ obsolet, wenn man das gleich in den AmazonSpeicher schieben könnte. Für schnelle Notfälle ist erstmal das NAS Recovery-Medium Nr. 1, so lange das Haus nicht abbrennt oder das NAS kaputt geht.
    Und im Gegensatz zu den Konkurrenten ist das bei Amazon echt günstig.

  7. HerpDerpington says:

    Hab mir erst vor Kurzem ein backupscript für Amazon S3 eingerichtet.
    Im erstem Jahr kostenlos und vor Allem sicherer als ein Backup auf eine externe Festplatte.

  8. Great!!!

    Darauf habe ich gewartet!

  9. Was muss ich mir denn unter Abrufzeit vorstellen? Ich kann nicht direkt auf Daten zugreifen, sondern muss das komplette Backup anfordern? Bis das bereit gestellt wird, muss ich warten?

  10. Wird sicher erfolgreich genutzt werden, aber eben nur von Profis und nicht von jedem Hutschi-Mutschi-Klicker und das ist auch gut so! Bin schon schwer bei Clacier dabei.

  11. @ Ny Alesund: das Ding heißt „Glacier“, du Hutschi-Mutschi-Klicker.

  12. Gute Sache. Im Moment nutze ich als externes Backup in er Cloud „ARQ“ in Verbindung mit S3. Bin mal gespannt, ob es auch mit Glacier funktionieren wird.

    http://www.haystacksoftware.com/arq/

  13. Ich fahre mit Crashplan ziemlich gut. Kann dort verschiedene Rechner, Laufwerke einbinden und habe eine übersichtliche Oberfläche.

    Unlimited Speicher und mit 3 Dollarpro Monat auch preislich human.
    http://www.crashplan.com/

  14. Ja, Crashplan ist für Heimanwender der bessere Weg. Für ca. 2,50€ im Monat hat man unbegrenzten Platz und in Echtzeit Zugriff für Backups und Wiederherstellung. Backblaze ist auch ein Blick wert.

    Glacier ist für Firmen gedacht die riesige Mengen an Daten sichern wollen und nicht ständig Zugriff benötigen. Üblicherweise hat man die selben Daten auch lokal gespeichert aber in vielen Bereichen ist Offsite-Backup einfach Pflicht.

  15. Glacier ist bei geringeren Mengen aber auch preislich sehr interessant.
    zB die private Foto sammlung. Da wäre es extrem schade, wenn das alles verloren geht. Meine hat zwar nur 50gb, aber trotzdem. da würde ich fürs Backup knapp 5€ im jahr bezahlen und das ist ja nix.
    also nicht unbedingt nur was für profis;)

    Gibt es denn schon eine Nutzerfreundliche Variante dort Daten hochzuladen?

  16. Die praktische Nutzung würde mich sehr interessieren. ich sichere auch auf meine Synology NAS, sicherer wäre gerade für Fotos eine externe Backuplösung…

  17. @Florian: doch, der Service ist auch in Deutschland verfügbar und ich habe mich zum Testen einfach mal angemeldet.

  18. Ich nutze bisher den automatisierten Upload meines SynologyNAS um meine wesentlichsten Sachen bei S3 zu parken. Ich würde auch mehr auslagern, aber der Preis schreckt mich ab. Glacier wäre schon schick, wenn es irgendwie eine möglichkeit des Hochladens gibt, die nahe an „bequem und automatisch“ kommt.

    Crashplan klingt interessant, aber irgendwie vertrau ich da amazon mehr, das die auch nächstes Jahr noch existent und (soweit wie geht) sicher sind.

    Gibts schon irgendein toll was Glacier ansprechbar macht?

  19. @Naima – was missfällt Dir denn an Crashplan? Hab‘ mich da mal angemeldet (30 Tage-Trial) und das Ganze läuft schon sehr fluffig und inkl. Zugriff über Android & Co. Für 50$/Jahr unlimited kann ich mir derzeit nicht viel besseres vorstellen…

  20. @Matze B.: der Nachteil ist, dass solche kleinen Firmen einfach mal pleite gehen oder Google sie kauft und die bezahlten Dienste einfach einstellt (wie hieß dieser Mail-Client nochmal?). Da ist Amazon schon eine Nummer sicherer. 😉

  21. @Matze B: Eben. Ich sehe schon einen unterschied zwischen Amazon und einer kleinen(?) IT(?)-Butze(?) in Irgendwo(?) mit unbekannter Zukunfstchance(?) und unbekannter IT-Sicherheitskompetenz(?). Da sind mir für meine Daten zuviele Fragezeichen drin. Da zahl ich lieber mehr und lass Amazon auf den daten sitzen. (Ich mein, die haben die eh schlussendlich, vgl. Dropbox)

  22. Da ist sicherlich was dran, korrekt. Und auch wenn mir Crashplan eigentlich ganz gut gefällt – SOOOOO viele GBs braucht man eigentlich gar nicht. Bei Google Drive kriegt man immerhin für 5$ auch 100GB und eine tolle Integration in die ganzen Googledienste (die ich exzessiv nutze). Vielleicht die bessere Methode?!

  23. Ludolf Rudolf says:

    Was viel hier als „erweitertes Backup für ihre Fotos“ beschreiben, wäre bei mir nur ein Auslagern des Papierkorbs 🙂
    (WER, ausser evtl. die Gewerblichen User, guckt sich seine 243546534 Urlaubsschnappschüsse denn nochmal an? Ich dachte, wir sammeln hier nur für Schäuble und Co….)

    Falls noch nicht geschehen, hier mal ein Link, wo das ganze auch recht günstig ist, aber so Verschlüsselt, das der Betreiber nicht drankommt.

    High-security scalable solution for online backups. (allerdings nix für User, die jetzt schon etwas vollfunktionstüchtiges benötigen)

    https://www.cyphertite.com/

    http://freecode.com/projects/cyphertite

  24. @Ludolf Rudolf: vielleicht keine Urlaubsschnappschüsse aber nahezu 243546534 Bilder von meinen Kindern und vielleicht möchten diese sich die Fotos in einigen Jahren auch mal wieder ansehen. 🙂

  25. Ludolf Rudolf says:

    @Thorsten: Das glaubst Du doch selber nicht 🙂

    95% aller Kinderfotos sind den Kids (nicht nur in der Pubertät) peinlich (und sollten es auch den Eltern sein, die jeden Schritt und Tritt dokumentieren), bis sie in das Alter kommen und sich gerne daran erinnern…
    Aber was weiss ich, heutzutage kann jede KinderCam die Videos ohne Umwege an YT senden und die Kids finden es gut. (Wohl, weil sie erst nach dem Missbrauch lernen, was Missbrauch ist (Datenmissbrauch…Ey, der hat aber ein Foto von mir gemacht, wo ich fett aussehe…das gibt Rache, u.s.w.)

    Ausserdem, wenn es bald keinen Strom mehr gibt, sind auch alle Backups fott.

  26. @Ludolf Rudolf: es wird bei uns nicht jeder Schritt und Tritt dokumentiert und wenn den Kids 5% der Fotos gefallen dann wird das vermutlich ausreichend sein. 🙂

  27. Ludolf Rudolf says:

    @Thorsten: Klar, jeder Jeck is seines Glückes eigener Schmied.
    Mal ein kl. Foto vom Sabber anner Backe beim Essen, ein kurzes Video beim Baden, das erste X, das nächste Y. Und beim glücklichen Kindergeburtstag und zur Konfirmation und Schulbeginn, etc.
    Für mich ist das „Schritt und Tritt“, aber damit beziehe ich mich natürlich nur auf meine eigene Definition. Soll(te) keine Predigt werden.
    Nur, wenn ich 95% „Müll“ durchsuchen müsste (nicht, das ich das noch niemals gemacht hätte) um ungewisserweise 5% an authentischen Erinnerungen wiederzufinden, ich wählte /DEV/NULL als Backup.
    Allein die Zeit die beim sortieren der Bilder drauf geht (so man das überhaupt macht) könnte in die nötige Erziehnung gesteckt werden, damit die Kinder rechtzeitig lernen, wie wichtig es ist, den Eltern sonntags nicht um 6h auf der Decke zu tanzen und Frühstück leise ans Bett zu bringen, wenn der Kirchturm 12mal die Glocken erklingen liess und man sowieso langsam wach wird…. aber ich schweife ab 🙂

  28. Die Kinder bekommen bereits ausreichend Erziehung ab, d.h. Bilder werden nur abends sortiert. 😉 Und mit /dev/null als Speicherort für Bilder und sonstige Daten wäre jede Cloud überflüssig. 🙂

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