Amazon soll neue Supermärkte als Ergänzung zu Whole Foods planen

Amazon hat Whole Foods schon vor einiger Zeit übernommen. Falls euch die Kette nichts sagt: Im Ausland, in erster Linie in den USA, vertreibt Whole Foods Bio-Lebensmittel. Nun scheint Amazon sich damit nicht ganz zufriedengeben zu wollen. Denn es heißt, dass man seine Fühler nach Supermärkten mit anderen Schwerpunkten ausstrecke.

Ein Sprecher von Amazon soll gegenüber den Kollegen von CNet bestätigt haben, dass man 2020 in Kalifornien einen neuen Supermarkt eröffnen wolle, der quasi den Start einer neuen Marke einläuten solle. Losgehen soll es in Woodland Hills, in Los Angeles. Mit weiteren Angaben ist Amazon momentan aber noch vorsichtig. So spricht Amazon nur allgemein von einem neuen Supermarkt mit neuem Markenkonzept, das sich von Whole Foods unterscheide.

Die Technik Amazon Go, welche es Kunden erlaubt ohne Kassen aus dem Laden zu spazieren, soll aber zunächst nicht zum Einsatz kommen. Amazon will offenbar seine Präsenz im Bereich der Lebensmittel ausbauen, sodass Whole Foods und Amazon Fresh sowie Eigenmarken im Online Store wie Happy Belly und Co. nicht mehr ausreichen. Das Ziel ist es sicherlich auch, Amazon als Marke noch stärker in den Köpfen der Menschen zu verankern: Viele Menschen kaufen mehrmals pro Woche oder sogar täglich ein. Das ist eine gute Chance, sich fest im Alltag der Kunden zu platzieren.

Die neuen Supermärkte von Amazon werden dann wohl eben auch nicht wie Whole Foods eine bestimmte Kundengruppe / eine spezielle Nische (Bio) anvisieren, sondern ein breiteres Sortiment abdecken. Die ganze Masche birgt aber auch viele Stolpersteine, denn typischerweise sind die Gewinnspannen im regulären Lebensmittelhandel niedrig und Amazon muss zunächst viel Geld in Ladengeschäfte, Werbung und Kundengewinnung pumpen.

Mit Whole Foods sollen sich neuen Supermärkte laut Amazon in keinem direkten Konkurrenzverhältnis stehen. Man kann sich darunter wohl eher so etwas wie hierzulande Rewe, Edeka oder real vorstellen, denke ich. Zunächst einmal startet Amazon damit ohnehin in den USA – auch Whole Foods gibt es ja schließlich nicht in Deutschland.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Meines Wissens sind die Margen in den USA auch deutlich höher als hierzulande. Der deutsche Markt ist ein Haifischbecken, das schon so eine große Player, wie Wal Mart zur Verzweiflung getrieben hat. Da wird sich Amazon so schnell wohl nicht reinwagen. Ich hätte auf jeden Fall gerne mehr Läden, in denen man ohne Kassiererin auskommt. Das nervt gewaltig.

    • Das geht mir nicht anders. Zwar werden dadurch wieder Arbeitsplätze wegfallen. Der Fortschritt der Technik ist aber auch hier nicht mehr aufzuhalten. Ich gehe geduldig einkaufen. Doch nervt es mich trotzdem immer wieder, wenn zu Stoßzeiten fünf Kassen vorhanden, aber nur drei geöffnet sind. Immer, egal ob in Supermarkt oder Discounter.

      • Manchmal sogar nur eine, weil es wohl irgendwelche Statistiken gibt, dass man nicht so schnell den Supermarkt wechselt, nur weil man etwas länger warten muss. Das wird von 99 Prozent der Menschen hingenommen. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die dann im Service wären und man mal irgendjemanden fragen könnte, wo eigentlich was steht. Leider ist das auch eher unrealistisch.

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