Amazon schließt die Polizei für ein Jahr von seiner Gesichtserkennungs-Software aus

Amazon hat verkündet, dass man seine Gesichtserkennungs-Software Rekognition für ein Jahr in ein Moratorium schicke, in dem man die Verwendung durch die Polizei sperre. Allerdings sollen bestimmte Organisationen, wie Thorn, das International Center for Missing and Exploited Children und Marinus Analytics die Technologie weiterhin verwenden können, um etwa vermisste Kinder zu finden und dem Menschenhandel auf die Spur zu kommen.

Techniken zur Gesichtserkennung sind aktuell höchst umstritten, da das Missbrauchspotential enorm ist – insbesondere durch Regierungen. Und wie diverse Skandale in der Vergangenheit gezeigt haben, mag es Gesetze und Regularien geben, welche die Verwendung einschränken, doch was in der Praxis passiert, ist manchmal eine andere Geschichte – siehe nur der NSA-Skandal vor einigen Jahren.

Das liegt daran, dass Geheimdienste naturgemäß im verborgenen arbeiten, da ist es mit der Transparenz und Kontrolle schwer – „Who watches the Watchmen“ ist die kniffelige Frage. Amazon gibt dann auch an, dass man sich dafür einsetzte, dass Regierungen strengere Regeln anlegen, damit die ethische Verwendung von Gesichtserkennungs-Technologien wie eben Rekognition gewährleistet sei.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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9 Kommentare

  1. Na dann ein hoch auf die Masken, die ab jetzt wohl zum Alltagsbild gehören! Auch wenn die Gesichtserkennung nicht verhindern, können sie sie in Kombi mit ner dunklen Sonnenbrille doch sicherlich erschweren.

    • Skimaske aufziehen

    • Hatten die in China nicht eine Erkennungssoftware entwickelt, die die Leute an der Art des Gehens/Laufens identifiziert und viel zuverlässiger sein soll? Viel Spaß beim Hinken…

      • Hugh Laurie, der Darsteller von ‚Doctor House‘ hat heute Geburtstag. Übrigens ein Brite.

  2. Zählt dieser Ausschluss für D oder USA oder gar die ganze Welt?

  3. Die Frage nach solcher Software kann man in der USA hinterfragen da man ja bekanntlich dort dem Gesetzgeber scheiß egal ist was Bildrechte angeht. Sowas kennen die Amis nicht. Wundert mich wiso dies für Filme gilt wenn das Persönlichkeitsrecht von jedem dort eh scheiß egal ist.

    In der EU sollte sowas undenkbar sein, man verstößt dermaßen gegen das Persönlichkeitsrecht allein schon beim abfilmen, eigentlich auch bei jeder Bildüberwachung da keiner der Personen eine schriftliche Genehmigung weder einer Firma wie z.B. Tankstellen noch dem Staat pauschal ausgestellt hat. Eigentlich könnte man hier gegen jeden vorgehen und erst recht bei biometrischer Erfassung.

  4. Das ist doch völlig sinnfrei! Weshalb soll die Polizei das nicht mehr nutzen dürfen? Mal davon abgesehen, dass sowieso überwiegend nur die Stellen das genutzt haben, die es auch weiterhin nutzen dürfen.

    Auch die Erklärung im Amazon Blog macht da wenig Sinn, man will warten, bis der Kongress passende Gesetze verabschiedet. Dann muss man die Technik aber für alle sperren, insofern scheint das nicht der wirkliche Grund zu sein.

    • Die Polizei in den Staaten hat gerade so eine Art Markenkrise. … und andere Marken, in diesem Fall Amazon, versuchen in solchen Momenten eben auf Abstand zu bleiben, damit es nicht abfärbt.

  5. Ist Amazon doch woke?

    Marketing Geblubber

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