Amazon plant noch 2019 mehr als 2.800 neue Stellen in Deutschland

Ein Schelm, wer sich denkt, dass man das bei Amazon wohl extra abgepasst hat: Genau zum Prime Day bestätigt der Online-Händler, dass man noch 2019 in Deutschland mehr als 2.800 neue Arbeitsplätze schaffen wolle. Damit wolle man auf mehr als 20.000 Mitarbeiter in Deutschland kommen – an über 35 Standorten. Zusätzlich hebt Amazon hervor, dass kleine und mittlere Unternehmen, welche über den Marketplace des Händlers verkaufen, ca. 120.000 Arbeitsplätze geschaffen hätten.

Natürlich sollte man hier aber nicht kritiklos in das Selbstlob des Riesen einstimmen: Durch die Verlagerung der Verkäufe ins Internet leiden lokale Händler und dort fallen zunehmend Arbeitsplätze weg. Außerdem ist bekannt, dass Amazon zwar bekannt für den vorbildlichen Umgang mit seinen Kunden ist, es da bei den Logistik-Partnern und Amazons eigenen Zentren ganz anders zugehen soll.

Insofern muss man es vielleicht mit etwas Skepsis betrachten, wenn der Country-Manager von Amazon.de, Ralf Kleber, verkündet: „Exzellente Bezahlung, hervorragende Karrieremöglichkeiten und attraktive Zusatzleistungen: Für tausende Menschen ist Amazon der Arbeitgeber der Wahl.“ Denn diese Aussage gilt sicherlich nicht für alle Angestellten des Online-Händlers. Aktuell suche der Anbieter laut der Pressemitteilung sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene Fach- und Führungskräfte – vom Softwareentwickler bis hin zum Logistikexperten.

Die neuen Arbeitsplätze entstehen vor allem in den Amazon Offices sowie den Entwicklungs- und Logistikzentren. In den Logistikzentren soll es, sagen wir mal „straff“ zugehen, so dass jeder selbst beurteilen soll, ob man da wirklich von toller Bezahlung und tollen Aufstiegsmöglichkeiten sprechen kann. Für 2019 ist jedenfalls noch die Eröffnung des 13. Amazon Logistikzentrums in Mönchengladbach geplant. Bruttolohn? Der beträgt in deutschen Logistikzentren 10,78 Euro pro Stunde. Amazon hebt hervor, dass man den Mitarbeitern aber auch Aktien, Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen oder betrieblicher Altersvorsorge anbiete.

Seht ihr Amazon da als interessanten Arbeitgeber an? Ich denke es kommt, wie so oft, darauf an, wo man im Unternehmen landet. Das Eigenlob des Händlers wirkt aber doch ein wenig ironisch, denkt man an die anhaltende Kritik an den Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren – auch wenn sich da vielleicht nach Druck durch die Öffentlichkeit mittlerweile etwas Besserung einstellt. Aber auch was die Zahlung von Steuern betrifft, gibt es immer wieder Kritik an Amazon (und anderen Firmen). Wobei ich der Ansicht bin, dass es da weniger die Unternehmen sind, welche man kritisieren sollte, sondern die Politik, welche die Steuerlücken mit einem Schmunzeln seit Ewigkeiten offen belässt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. In der Stadt in NRW, in der ich 2004-2012 lebte, hatte seinerzeit ein neues Logistikzentrum von Amazon auf der grünen Wiese eröffnet. Die örtliche Arbeitsagentur hat die Korken knallen lassen, denn sie hatten auf einen Schlag hunderte Arbeitslose untergebracht. Zur Frage nach dem Stundenlohn: 10,78 € klingen nicht viel, aber für welchen Job denn? Für den Gabelstapler und Co. brauche ich wenig bis gar keine Qualifikation, lesen und gehen/heben reicht. Dafür finde ich das angemessen. Klingt doof, aber setzt das mal in Relation zu euren Anforderungen im Job und eurem Stundenlohn.

    • Hallo Peter sehe ich genauso. Amazon zahlt in dem Bereich mehr als den Mindestlohn und das für teilweise unqualifizierte Beschäftigte. Zum Thema Einzelhandel und Aussterben. Mal ganz ehrlich, der Einzelhandel vor Ort könnte sich noch durch guten Service hervor tun und damit seine Preise rechtfertigen. Wer das nicht hinbekommt und da was verpasst hat, der Brauch sich auch nicht zu wundern.

      • Naja, Service und Preise. Wenn ein lokaler Buchhändler nicht mehr mitkommt, obwohl er die Lesegewohnheiten eines jeden Kunden kennt und seit Jahren tolle Empfehlungen ausspricht, dann sehe ich hier eher die Doppelzüngigkeit des deutschen Verbrauchers und nicht ein Defizit im Service des Einzelhandels. Zumal die Buchpreisbindung auch preislich keinen Vorteil zulässt. Das ist wie mit den Sparbäckereien. Einerseits freut sich der geizige Verbraucher über gesparte Cents, andererseits heult er rum, wenn der lokale Traditionsbäcker zumacht. Die Masse der Verbraucher ist einfach nicht bereit, für Qualität Geld auszugeben. Und Deutschland ist nur so lange für Amazon interessant, solange die Kaufkraft stimmt. Und die saugt Amazon seit Jahren kräftig ab. Oder anders gesagt: wenn deutsche Innenstädte aussterben und Amazon irgendwo knapp 3000 Mindestlohnstellen schafft, geht die Rechnung unterm Strich nur für Amazon gut auf.

    • Stimme dir zu.
      Wesentlich schlechter wird Pflegepersonal im Verhältnis zum erworbenen Wissen und der Verantwortung bezahlt. Zumal die bei einem Fehler ihr Examen aberkannt bekommen können und somit mit einem Schlag ihre Existenzgrundlage verlieren.

      • noch wesentlich schlechter die Handwerker, da ist das beim Pflegepersonal schon jammern auf hohen Niveau,

        Die Handwerker haben auch eine Ausbildung bis zum Meister oder Techniker…

        • Die Handwerker in meinem familiären Umfeld verdienen sämtlich besser, als das Pflegepersonal im selben Umfeld. Und bei denen hab ich auch noch nie gehört, dass sie am Wochenende oder nachts arbeiten müssten.

          • Kann ich so nicht bestätigen. Auch solltest Du die Augen aufmachen wer noch Nachts und am Wochenende arbeiten muss.
            Das Pflegepersonal bekommt wenigstens noch Tariflohn – der Tarif für die meisten hier ist der Mindestlohn und ja für Facharbeiter mit teilweise 42h/W zzgl. Überstunden!

            • Meine Frau hat einige Jahr als PDL in diversen Seniorenheimen bei sowohl privaten als auch caritativen Trägern gearbeitet. Ursprünglich gelernte Krankenschwester. Ich maße mir daher an, seit 10 Jahren recht gut Bescheid zu wissen, wie es gerade in der stationären Altenpflege aussieht.

              • tja meine Frau arbeitet immer noch als PDL im Altersheim und hat immer mehr als ich verdient, da meine Frau seit 20 Jahren in der Branche (ausgelernt) insgesamt 23 Jahre tätig ist, glaube ich meinen Senf dazu zu geben. Außerdem hat meine Frau nicht nur die Ausbildung zur Krankenschwester, sondern auch „geprüften“ PDL (also nicht nur abgesessen) zzgl. noch Fachwirt im Gesundheitswesen, geprüfter Qm und Health Care-Manager! Alle Weiterbildungen auf unsere Kosten!

                Und unterlasse die Unterstellung wie es gerade aussieht, auch in unserem dünn besiedelten Bereich mit schlechter Bezahlung werden aktuell keine Krankenschwestern gesucht, so auch im Heim meiner Frau. Eher suchen die wobei Bezahlung „nach Vereinbarung“ steht, Das ganze Geld wird schon gezahlt nur bekommt die ausführende Kraft davon nichts ab – das Geld hat nun ein Anderer….

                Hör auf zu jammern, wovon DU keinen Plan hast!!!! Gejammert wird nur wenn man selbst davon betroffen ist – frag doch einmal den Bäcker, den Zusteller, den Postboten usw. Oder meinst Du etwa die bekommen auch um die 30 Tage Urlaub??? Oder eine Jährliche Anpassung des Gehaltes? Als Handwerker bekomme ich zwischen 22-24 Tage Urlaub und den Lohn der bei der Einstellung ausgemacht wurde – Erhöhung hab ich nie bekommen, eventuell nur beim Wechsel des Arbeitsplatzes!

                • „Und unterlasse die Unterstellung wie es gerade aussieht.“

                  Das impliziert, ich würde lügen. Was wiederum eine Unterstellung deinerseits ist. Argumentativ ganz dünnes Eis.

                  „Hör auf zu jammern, wovon DU keinen Plan hast!!!! Gejammert wird nur wenn man selbst davon betroffen ist“

                  Siehe oben: Dünnes Eis. Du weißt immerhin nur, was ich bisher geschrieben habe.

                  Wir können uns da jetzt gerne noch Mal sachlich drüber unterhalten. Denn egal was deine Frau und du zusammen für Erfahrungen sammeln konntet. Sie unterscheiden sich offensichtlich von unseren Erfahrungen. Das gibt dir aber nicht das Recht, obige Behauptungen aufzustellen.

                  Also, sachliche Diskussion oder AfD like Mimimi?

                  PS: Ich habe nur 20 Tage Urlaub im Jahr bei einer 40h Woche. Was das mit dem Thema Tarif zutun hat, muss ich wohl nicht ausführen.

                  PPS: Wo bekommt man denn heute noch jährlich eine Lohnanpassung, wenn man nicht selbst verhandelt? Öffentlicher Dienst. Freie Wirtschaft wohl kaum.

                  • Wenn meine Eindrücke andere sind als Deine wer hat denn Recht? Bsp. das Altersheim von meiner Frau nebst angeschlossener Klinik sucht aktuell keine Krankenschwester, laut Verteilungsschlüssel sogar überbesetzt in einigen Bereichen. Das bedeutet aber nicht, das keine Krankenschwester die sich bewirbt abgelehnt wird – eher das Gegenteil ist der Fall und somit vorsorglich lieber eine mehr eingestellt wird als weniger!

                    Wo ist denn bitte der Fachkräftemangel? Die Firmen die am lautesten schreien, sind die am schlechtesten bezahlen o der und bei einer Ausschreibung nicht gleich 20 zur Auswahl haben.

                    Das Problem ist doch eher das die Ausbeutung das maximale Wert erreicht hat. Und nur weil ein Azubi, welcher noch nicht einmal den Beruf erlernt hat, über den Zustand in der Pflege gejammert hat ist das das große Thema????

                    Wie viele sind schlecht oder unterbezahlt? Gilt das nicht auch für den Bäcker, den Mechaniker, den Verkäufer usw.? Wer hatte denn das sagen an die Privatisierung der Kliniken bzw. Gesundheitssystem? Wer ist verantwortlich für den riesigen Niedriglohnsektor und Leiharbeiter? Wer hat das beschlossen und Wer hat sich die letzten 14 Jahre damit feiern lassen? Wer möchte jetzt mit Co2 Steuer und Enteignung noch den letzten Rest herausquetschen? Wenn dir Ursache nicht benannt werden darf – wird es auch keine Lösung geben. Das Einwanderungsgesetz in der jetzigen Form ist der Sargnagel dazu.

                    • „Wenn meine Eindrücke andere sind als Deine wer hat denn Recht?“

                      Wie kann denn bei unterschiedlichen Erfahrungen einer unrecht haben? Darum gings mir nie. Wenn du das so verstanden hast, haben wir aneinander vorbei diskutiert.

                      Demnach sollte also jetzt geklärt sein, dass ich eben in der Verwandtschaft Menschen habe, wo die handwerklich beschäftigten Personen besser verdienen, als die Altenpflegekräfte. Da muss ich keine Augen aufmachen für, das ist einfach eine Tatsache. Sonst hätte ich das nicht gesagt. Und das eine PDL natürlich als Führungskraft ein höheres Gehalt bekommt, als ggf. ein Handwerker – oder eben auch Sachbearbeiter, Bächer weiß der Geier – sollte wohl klar sein.

                      Und um meine Meinung dazu jetzt mal unmissverständlich zu verdeutlichen: Ich meckere nicht. Ich habe Verständnis für Menschen aus dem Berufszweig, weil ich selbst mitbekommen habe, wie die Verhältnisse aussehen können – nicht müssen! Ich solidarisiere mich also mit diesen Menschen. Mich selbst hat das, wenn überhaupt, nur am Rande betroffen. Ist auch nicht meine Art, zu weinen, sondern konstruktiv zu denken und zu handeln. Jeder hat eine Wahl.

                      Und wer schuld hat an der Misere? Die Politik? Die haben Entscheidungen getroffen. Und wer hat wohl viel Geld investiert, um diese Entscheidungen zu beeinflussen? Und wer bildet nicht aus und beschwert sich über einen angeblichen Mangel an Fachkräften, weil er die, die da sind, nicht gebührend entlohnen möchte? Vielleicht merkst du, dass ich da schon bei dir bin?

        • GooglePayFan says:

          Im Handwerk herrscht doch enormer Fachkräftemangel? Dann sollten die Angestellten mal dafür sorgen, dass die Gewinne bei ihnen ankommen.

          Im Krankenhaus liegen leider noch genau so viele Patienten, selbst wenn mehrere Pflegekräfte wegen schlechter Bezahlung die Station verlassen.

          Wenn im Handwerk aber Belegschaft sagt, dass mehr Geld nötig ist, weil sonst nicht mehr gearbeitet wird, dann bleibt dem Chef nur übrig Aufträge abzulehnen, wenn er das Gehalt nicht erhöht.

          Ich bin dafür, dass viel mehr Arbeitnehmer für gutes Geld einstehen, statt nur in Social Media über schlechte Bezahlung zu jammern. Ohne euch läuft gar nichts in der Firma, und der Chef hat jetzt schon zu wenig Mitarbeiter…

  2. Stimme dir zu.
    Wesentlich schlechter wird Pflegepersonal im Verhältnis zum erworbenen Wissen und der Verantwortung bezahlt. Zumal die bei einem Fehler ihr Examen aberkannt bekommen können und somit mit einem Schlag ihre Existenzgrundlage verlieren.

  3. Ich empfehle jedem mal einen Blick hinter die Kulissen zu wagen, gab erst letztes einen tag der offen Tür (https://www.aboutamazon.de/tag-der-logistik-11-april-2019) bei dem mit vielen Vorurteilen aufgeräumt wurde.
    Wenn man mal bei eienr Fürhung dabei sieht man mehr als das was die Boulevard Presse abdruckt.

    • Ich empfehle. Aber auch folgende Sendung:
      https://www.ardmediathek.de/hr/player/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8zOTk0OQ/

      Gerade für die Angestellten im Lager ist das echt eine harte Arbeit.

      • Melissa_DTM2 says:

        Hallo zusammen,

        ich würde mich auch gerne zu den ach so schlechten Arbeitsbedingungen und Löhnen äußern.
        Ich arbeite seit 5 Jahren bei Amazon, 3 davon in Werne und 2 hier in Dortmund.

        Als Info:
        Start: 1949,71€
        Ab 12 Monaten: 2259,38€
        Ab 24 Monaten: 2357,99€

        zzgl. monatliche Bonuszahlung für die eigene Anwesenheit und Gruppenanwesenheit und nach 2 Jahren (Entfristung) Aktienzuteilung. Jährliche Lohnanpassung von bis zu 3%, Gesundheitstage und vielen weiteren kleinen Benefits.
        In meiner Ausbildung (auch Handwerk) wäre ich ausgelernt mit ca. 50 Euro weniger nach Hause gegangen. Hier darf ich einen Karton nicht alleine heben der schwerer als 15 kg ist. Auf dem Bau wäre ich dafür ausgelacht worden hätte ich gefragt ob jemand anpacken kann.
        In einer Doku wurde davon geredet, dass die Festangestellten Angst haben trotzdem gekündigt zu werden obwohl diese entfristet sind (das lässt das Arbeitsschutzgesetz gar nicht zu jemanden nur alleine wegen einer Gewerkschaft zu kündigen)
        Wir hier in Dortmund haben im Oktober 2017 gelaunched/eröffnet und nicht ganz ein Jahr später hatten wir eine Betriebsratswahl und haben unseren Betriebsrat gewählt der seit dem immer für uns ansprechbar sind. Ich persönlich habe noch keine ungerechtfertigen Abmahnung/Ermahnungen/Kündigung erlebt.
        Und ja, es wird sehr viel über Amazon in den Medien berichtet aber nicht alles stimmt immer zu 100%
        Sobald ein Mitarbeiter wie ich positiv über Amazon redet heißt es sofort: “das geht überhaupt nicht.“
        Alle möchten die Geschichten des großen bösen Wolfes glauben der seine Mitarbeiter ausbeutet und uns nicht mal unsere eigene Existenz bleibt. Aber wir kommen alle sehr gut mit unserem Gehalt klar. Ich sage immer: Jeder möchte mehr verdienen aber ich muss nicht hungern, ich kann mir was leisten, mein Kühlschrank ist voll und ich kann ein paar mal in den Urlaub fahren.
        Jetzt letzte Woche haben wir hier in DTM2 gehörlose Mitarbeiter eingestellt denen es anscheinend sehr gut gefällt hier. Amazon ist ein Chancengeber – jeder kann seine eigen Erfahrungen machen und jeder der unzufrieden ist kann auch immer wieder kündigen.
        Achja, die Dokus:
        Jede Doku ist gleich: Ich empfinde jede Doku negativ belastet und nicht als neutral berichtet. Jeder Mitarbeiter hat die Dokus schon gesehen aber ich persönlich habe solche Szenen nicht mitbekommen. Ich empfehle gerne einen Blick hinter die Kulissen um eventuell selbst mal zu schauen 🙂

        Eventuell mal hier vorbeischauen:

        https://amzn.to/fctourde

        Beste Grüße
        Melissa aus DTM2

  4. Amazon ist ein Segen für jede Region mit Standort. Hier bei uns im Raum Augsburg gibt’s viele gute qualifizierte Arbeitsplätze mit guten Einkommen, München ist auch nah. Aber für Leute die nichts als Hände zum Arbeiten haben, überspitzt ausgedrückt, gab’s kaum noch was. Alles automatisiert und zu qualifizierten Tätigkeiten qualifiziert. Selbst Gebäudereinigungsfirmen erwarten zunehmend eine entsprechende Ausbildung.

    Dann kam Amazon nach Graben im südlichen Landkreis. Seitdem finden dort Menschen ein festes Auskommen, für die es sonst einfach nichts gab. Klar ist es harte Arbeit, aber jenseits der SozPäd-Welt ist die Welt kein Ponyhof. Amazon zahlt über Mindestlohn, zahlt pünktlich, die Tätigkeit findet mit einem Dach über dem Kopf statt und das ist nun einmal alles, was komplett ungelernte Hilfsarbeiter erwarten können. Das oder Jobcenter und Stütze. Get real.

  5. Also der Lohn ist allemal besser als das, womit man hierzulande in Gastronomie, Bäckereiketten, Post Subunternehmen und Putzdiensten etc. abgespeist wird. Und Amazon ist groß, da gibt’s durchaus Möglichkeiten aufzusteigen, wenn man ein bisschen Motivation und Glück hat.

    Was kann man denn als Sub bei Hermes werden? Oder als Mindestlöhner bei Teurobäcker?

    Es wird immer gerne auf Amazon rumgehackt, aber die armen Schlucker direkt vor der Haustür sieht komischerweise keiner.

  6. Zahlt Amazon in D braf auch Steuern wie es sich gehört?
    Wohl kaum, da fließt viel viel viel viel viel nach FUCKING USA

    • Das ist aber nicht Amazons Fehler, sondern ein Fehler der Politik, die Gesetze erlassen hat, solch ein Vorgehen zu ermöglichen.

    • Und BRAF schon mal gar nicht:-)

    • Peter Schrumm says:

      Amazon zahlt die Steuern, die der Gesetzgeber vorschreibt, wie jeder andere auch. Und die Regeln sind noch immer so, wie sie sind, da auch deutsche Unternehmen davon profitieren.

      Lasst euch nicht von dem „Amazon zahlt keine Steuern“-Gejaule aufpeitschen: Letztendlich will Vater Staat nur wieder mehr Kohle abgreifen. Als naechstes seit ihr dann dran.

  7. Wie ich an anderer Stelle in den Kommentaren geschrieben habe, finde ich einen Stundenlohn von 10,78€ brutto für eine ungelernte Kraft ordentlich bezahlt. Da gibt es viele Menschen, die für ihre Tätigkeit eine abgeschlossene Berufsausbildung brauchen und auch nicht mehr (oder sogar weniger) verdienen.

    Und der Einzelhandel? Es ist doch politisch gar nicht gewollt, dass ich da was kaufe. Umweltzonen, Fahrverbote, saftige Parkgebühren. Dafür höhere Preise bei genauso keiner Beratung und oft genug null Service bei Problemen nach dem Kauf.

    Was die Steuern angeht, teile ich Deine Ansicht. Solange das Verhalten von Amazon legal ist, liegt der Schwarze Peter auf Seiten der Politik. Die Gesetze hat ja nicht Amazon gemacht und wenn Sie Steuern hinterziehen würden, dann hätte es schon längst gerappelt. Da scheint mir aber ohnehin mit zweierlei Maß gemessen zu werden. Wenn Amazon seine Steuern auf legale Weise minimiert, dann ist das total böse und unmoralisch und ein verurteilter Steuerhinterzieher wie der Würstchen-Uli wird von einem 280.000-Mitglieder-Verein mit einem Anteil an JA-Stimmen zum Vorsitzenden gewählt, der an die SED-Ergebnisse bei den Volkskammerwahlen der DDR erinnert.

    • +1
      was die Steuern angeht, ist doch gerade Herr Junkers der richtige oder ist es nur ein Zufall das Amazon in Luxemburg ist? Zufall auch deren Kraftstoffpreise? Luxemburg ist auch einer der „Gewinner“ in der EU.

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