
Hefner ist dabei eine kontroverse Figur, da er mit seinem Männermagazin einerseits ins Visier der amerikanischen Konservativen geriet und andererseits zum engagierten Verfechter der Bürgerrechte wurde. Auch für seine Spenden an Universitäten und wohltätige Organisationen ist Hefner bekannt. In den Medien wird Hefner aber dennoch meistens im Bademantel als lüsterner Opa dargestellt, so dass die Dokumenationsreihe von Amazon wohl etwas mehr in die Tiefe gehen sollte. Ob das Porträt allerdings objektiv wird, kann man wohl trotzdem bezweifeln, da Hefner intensiv an der Produktion mitwirkte. Vieles soll also auch seinen subjektiven Blick wiedergeben. Immerhin erhielten die Produzenten auf diese Weise jedoch Zugriff auf mehr als 17.000 Stunden bisher unveröffentlichter Aufnahmen aus den Playboy-Archiven und persönlichen Sammelalben Hefners.
Natürlich geht es aber nicht nur um Hefner selbst, sondern auch zentral um das Magazin Playboy an sich. Dabei will man offenlegen, wie sich das Männermagazin im Zuge kultureller Veränderungen immer wieder selbst neu erfinden musste.
Egal ob ihr euch also als Stammleser outen wollt, Hefner vor allem als stets gut gelaunten Opa mit Robe im Kopf habt, der in seiner Grotte herumhängt oder euch wirklich für Zeitgeschichte und den sozio-kulturellen Einfluss des Playboys interessiert: „American Playboy: The Hugh Hefner Story“ klingt zumindest so, als wäre die Serie durchaus einen Blick wert. Ich bin auf weitere Informationen zum Starttermin sowie den ersten Trailer gespannt.