Amazon mit Stellungnahme zu Kontosperrungen

Am gestrigen Abend berichteten wir an dieser Stelle über die E-Mails einiger Leser, die davon berichteten, dass ihre Amazon-Konten ohne Vorwarnung gesperrt wurden, da sie angeblich über die Maße heraus Waren retourniert hätten. In den Kommentaren meldeten sich in der Zwischenzeit sowohl Betroffene, als auch Händler zu Wort und äußern sich zum Geschehnis. Amazon hat mittlerweile auch ein Statement zur Thematik veröffentlicht.

Amazon-Logo

[werbung]

So heißt es: „Amazon.de ist eine Website für Verbraucher, also Personen, die haushaltsübliche Mengen bestellen. Dies kommunizieren wir in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie auf unseren Hilfeseiten. Maßnahmen wie eine Kontoschließung nehmen wir nur in Ausnahmefällen nach eingehender umfassender Prüfung vor, wenn eindeutig feststeht, dass bei dem betroffenen Konto kein Einkaufs- und Retourenverhalten eines Verbrauchers vorliegt.

Persönliche Meinung? Amazon hat das Einkaufsverhalten vieler Menschen verändert. Beim lokalen Händler wird nur noch ausprobiert, man lässt sich beraten und man bestellt für ein paar Euro weniger bei Amazon. Nein, das ist natürlich nicht auf alle Kunden gemünzt, doch ich habe ganz viele Menschen erlebt, die so verfahren.

Auch ist es mittlerweile hipp, mal „eben“ was zum Ausprobieren zu bestellen und dieses wieder zu retournieren. Kunden, die so etwas dauerhaft machen, möchte sicherlich kein Händler haben. Ich selber kenne ganz viele Menschen, die im Support arbeiten und solche Fälle bearbeiten – es ist nicht feierlich. Schade, dass von Amazon keine Retourenquoten der betreffenden Kunden genannt wurden.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Avatar-Foto

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

84 Kommentare

  1. @Stefan W.
    Stimme Dir zu. 9 von 10 ist echt nicht zu vertreten und ich persönlich kenne niemanden der diese „Quote“ hat. Sehr wohl aber kenne ich Damen (z.B. meine Freundin) die sich hier und da z.B. ein Kleid für eine Hochzeit aussuchen und „sicherheitshalber“ 2 Größen (exakt das selbe Kleid – einmal das schöne „enge“ und einmal die eine Nummer größere „Sicherheitsvariante“) bestellen. Die kann ich auch verstehen, Quote 50%.
    Auch hast Du vollkommen recht wenn es um das „WIE“ etwas zurückgesendet wurde geht. Je nachdem um welche Artikel es geht, kann es durchaus zu einem beachtlichen Wertverlust kommen. Was die Margen gerade von gut vergleichbaren Elektroartikeln betrifft sind liegen diese bei den im Preivergleich vorne mitspielenden Anbietern im Euro- oder gar Cent-Bereich und sind zudem teilweise stark von den aktuellen Tagespreisen abhängig. So, weiterarbeiten 😉

  2. ex-Amazon-Kunde says:

    „Das ein Kindle aufgrund einer Sperrung nicht mehr nutzbar sei, ist ein Gerücht, was einfach zu widerlegen ist. “

    Es hat auch keiner behauptet, daß das Kindle auf einmal den Dienst verweigert. Es geht um den Kauf neuer Bücher und das Herunterladen kostenloser Inhalte. Davon ist man nämlich auch ausgeschlossen. Ich habe einige Ebooks gekauft und dabei mit Sicherheit nicht an Rückgabe gedacht, so daß auch keines retourniert wurde.
    Da das Kindle nur noch mit Bestandsinhalten nutzbar ist, ist es nun in der Tat ein ganzes Stück entwertet worden.

    @Mike
    Schön, daß es noch Leute gibt, die das auch so sehen. Warum einige hier noch meinen, den Laden verteidigen zu müssen, da weiß man nicht, ob man drüber lachen oder den Kopf schütteln soll. Wir reden hier nicht von einem hart arbeitenden kleinen spezialisierten Online-Händler, der mit kleinen Gewinnmargen arbeitet und dem jede Rücksendung tatsächlich Verluste bringt, sondern um ein Konzernmonster, welches sich eine Alleinstellung(im Guten wie im Schlechten) aufgebaut hat.
    In der Tat sind die Strukturen mittlerweile undurchschaubar – der Support wurde anscheinend über den halben Globus outgesourced, so daß man Antworten aus Indien, osteuropäischen Ländern oder wer weiß woher bekommt. Lediglich diese „Customer Relations“-Abteilung scheint ja in Deutschland zu sitzen. Gesichtslos und unpersönlich ist sie jedoch im gleichem Maß.
    Es geht auch nicht nur darum, ob Sperrungen gerechtfertigt sind oder nicht – sondern darum, daß hier ein Weltkonzern schaltet und waltet wie er will, ohne daß der Kunde durch die undurchschaubare Struktur da wirklich was machen kann. Es zeigt, daß man als Kunde dort nur eine Zahl ist, die verwaltet wird, sonst nichts. Das Märchen von angeblichen Preiserhöhungen wegen Rücksendungen ist unwahr. Wenn Amazon es will, paßt es die Preise beliebig an – und wenn dann irgendwann der Einzelhandel oder selbst die Fachmärkte weniger Produkte anbieten oder eingehen, hat man auf bestimmte Sachen ein Monopol. Was das bedeutet, muß wohl nicht weiter erklärt werden…

  3. @Heinz
    Ja, und diese Praxis ist im Bereich Kleidung seit Jahren, wenn nicht sei Jahrzenten üblich. Grad im Kleidungssektor sind, vor allem bei Markenartikel, die Margen entsprechend hoch das die Rückläuferquote schon mit eingerechnet ist.
    Aber wie Du schon sagst sind die Margen im Elektronikbereich verschwindend gering. Selbst große Händler haben da in Teilbereichen mit niedrigen einstelligen Prozentzahlen zu rechnen. Wenn dann Produkte entsprechend verschlechtert zurückkommen und sie mit Abschlägen von 10-20% weiterverkauft werden müssen siehts böse aus.

    Übrigens an diejenigen die jetzt schon öfters den Wertersatz bei verschlechterter Ware angesprochen haben. Ja diese Möglichkeit bietet das BGB in §375. Das Problem ist Abs 3, 1. Als Beispiel sei dieses Urteil erwähnt: http://www.shopbetreiber-blog.de/2010/11/18/kein-wertersatz-fur-befulltes-wasserbett-urteil-des-bgh-im-volltext/
    Für alle die keine Lust haben zu lesen. Der Verkäufer wurde verurteilt ein Wasserbett das vom Kunden bereits befüllt und benutzt wurde zum vollen Kaufpreis zurückzunehmen ohne Wertersatz geltend zu machen. Ein befülltes und benutztes Wasserbett, wenn nicht mal das zählt um eine Verschlechterung der Ware geltend zu machen, was dann?

  4. §357 natürlich, nicht 375

  5. ich glaube dein Beitrag wurde gerade bei uns in Österreich in den Nachrichten Zib Magazin angesprochen… grats ^^

  6. Mal ganz ehrlich. Manche übertreiben es aber auch! Wenn ich nicht sicher bin welche Größe ich z.B. brauche dann gehe ich in ein Geschäft und kaufe dort. Dieses in zig Größen bestellen und fast alles zurückschicken kann ja auf Dauer für niemanden effektiv sein. Würde es als Händler auch so halten, wenn ich einen Online-Shop hätte.

  7. @ex-Amazon-Kunde: Amazon hat dir seine Dienstleistung in Sachen Kindle ebenfalls genommen und damit wird der Kindle zu der Hardware, die er zuvor auch war: ein USB-Speichergerät mit einen OS, welches u.a. auf das Lesen vom Amazon azw3-Format ausgerichtet ist. Darüber hinaus versteht ein Kindle-Gerät DRM-freie pdf-Daten (z.T äußerst unkomfortabel zu lesen) und Mobi-Dateien. Im Internet gibt es viele Drm-freie Buchquellen, welche ohne Probleme in entsprechende Formate umgewandelt werden können. Es stimmt, dass dieses Vorgehen ungewohnt ist und gewöhnungsbedürftig ist. Das hatte ich bereits geschrieben, wenn du alles gelesen hättest. Nur wen Amazon seinen Service für bestimmte Anwender geschlossen hat, dann merkt man erst, was das Kindle wirklich für ein Gerät ist: Hardware plus Service-Dienstleistungen. Ob du an Rückgabe deiner Ebücher gedacht hast oder nicht, ist hier völlig unerheblich, weil du aus anderen Gründen aus dem Amazon-Universum gestoßen wurdest. Amazon will mit dir als Geschäftspartner nichts mehr zu tun haben und das ist wohl Fakt, egal, ob die Ebücher liest oder bei denen kaufen möchtest. Damit ist dann auch der Anspruch auf kostenlose Amazon-Offerten für dich geschäftlich negiert worden.

  8. Ich möchte den Leuten die meinen man hätte das gleiche „Ausprobier Recht“ wie in einem Ladengeschäft folgendes zum überlegen mitgeben.

    In einem Ladengeschäft, sagen wir MM gibt es EXTRA zum Testen Testgeräte, die können den ganzen lieben langen Tag von zig Leuten befummelt und getestet werden. Beim Kauf gibt es ein neues Gerät, selbstverständlich.

    Der Onlinehändler aber verschickt jedesmal Neuware die eben NICHT dazu gedacht ist nur zum ausprobieren Bestellt worden zu sein, was für eine irrwitzige Annahme. Wäre so als wenn MM jedem Kunden ein Neugerät zum Test zur Verfügung stellt.

    Fällt der Groschen?

    BTW:
    Angestellte möchten doch auch nicht nur zum Testen eingestellt werden, oder?
    Generation Praktikum das Stichwort, findet auch keiner richtig.

    Das Fernabsatzgesetzt ist für den Kunden als „Notfalllösung“ eingeräumt worden. Also wenn es wirklich komplett von den Bildern abweicht oder Tatächlich einen Defekt hat, und nicht um mal aus einer Laune heraus etwas zu Bestellen und dann darauf beharren das Rückporto erstattet zu bekommen. Als Händler ist man den Kunden ausgeliefert, er kann jederzeit schlecht Bewerten, völlig Grundlos. Amazon würde so eine Bewertung niemals Löschen, egal ob es der Wahrheit entspricht oder nicht.

    Dazu mal ein paar Kommentare von Amazon Kunden, die man keinem Händler wünscht:
    http://www.amazon.de/forum/k%C3%BCche%20und%20haushalt/ref=cm_cd_pg_pg1?_encoding=UTF8&cdForum=Fx2XWOND36K9EA0&cdPage=1&cdThread=Tx2SD9Y3CS9UO1F

    Und wie hier auch schon geschrieben wurde, NATÜRLICH kann Amazon die Kunden nicht vorher vorwarnen, das haben die „ich bin Kunde König und darf alles“ Fraktion selbst eingebrockt, die immer nach noch mehr Verbraucherschutz geschrien haben, der Grundsätzlich richtig ist, aber sich wie ein Krebstumor ungesund ausgebreitet hat.

  9. @Mike 1. August 2013 um 15:32 Uhr,

    Sie haben mit Ihrer Aussage vollkommen Recht, nur geht es in diesem Fall doch darum das es einige Kunden gibt die einen tollen Service, und den bekommt man tatsächlich bei Amazon, extrem ausreizen und sich dann auch noch im Recht sehen. Diese Leute sehen es auch nicht ein, das Sie Gesperrt wurden, wie kann sich eine Firma das Recht rausnehmen und mich „Kunde König“ rauszuwerfen, Skandal!

    Aber wie schon sehr oft hier beschrieben, das werden Einzelfälle sein.
    Es gibt bisher nicht EINEN der Gesperrt wurde und bewiesen hat, das es zu Unrecht geschehen ist, also tatsächlich zigtausend Euro UMSATZ Generiert und nur 2-3 Artikel zurück geschickt hat.

    Aber wie gesagt, ich stimme Ihnen in vielen Punkten zu.
    Gerade die Marketplace Händler haben nicht viel zu Lachen bei Amazon, ich habe über 8 Jahre als Mitarbeiter von einem Marketplace Händler gearbeitet, die Geschichten reichen für mehrere Bücher, ernsthaft.

    Mein Favorit bei Rücksendungen war immer:
    „Aus versehen Bestellt“ und gerne noch einen Artikel für 4€, Porto will man natürlich! zurück Erstattet haben, und die Rücksendung wird als Paket geschickt, man will ja auf der sicheren Seite sein.

    Ablehnung nicht möglich, sonst schlechte Bewertung.

    Eins noch @Mike 1. August 2013 um 15:32 Uhr,

    Sie meinen also, weil Ihnen ein paar „Kumpels“ mal gesagt haben das sie doch eine krasse Spanne haben, Wissen Sie was alle Einzelhändler VERDIENEN? Oder meinen Sie den UMSATZ? Damit prahlen Leute nämlich auch gerne, bzw kennen wirklich nicht den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn, die sind dann meist nach 2-3 Jahren Pleite, spätestens wenn das Finanzamt die erste Prüfung macht.

    Ich kann 1 Trillion Umsatz machen, wenn meine Rechnungen für die Waren aber ebenfalls eine Trillion beträgt habe ich ein minus Erwirtschaftet. Als Selbstständiger lernt man schnell, von einem € Umsatz bleiben ca. 10-20 cent übrig. Also was in die Tasche des Unternehmers geht, und manchmal auch nichts!

    Ich kann Ihnen mal ein Beispiel nennen, bei einer X360 die ganz normal bei einem Großhändler (zb Vitrex) Bestellt wird, hat man einen GEWINN von ca. 4€. Bei einem 250€ Gerät! Bei Spielen hat man ca. 8-12€ Gewinn. Nicht selten Bestellen Händler bei Amazon und Verkaufen Sie dann zum normalen eVP.

  10. die Rücksendequote bei der man gesperrt liegen kann liegt bei 5 Rücksendungen pro Jahr, wenn das mehrere Jahre in Folge war fällt man in das Raster, gezählt werden hier die Widerrufe, nicht die Rücksendungen wegen techn. Defekte, amazon zählt aber nicht nur die eigenen sondern auch die von ev. Mietern im Haus und Familenangehörigen, es kann sich also jeder selbst ausrechnen, wie leicht man gesperrt werden kann, wenn auch weitere Faktoren wie Gewinn hohe Versandkosten, Nichtnutzung der amazon Kreditkarte im Rahmen einer ABC Analyse einen schlechten Kundenscore ergeben wird man von allen amazon Firmen übrigens auch den zukünpftigen lebenslang ausgeschlossen.
    Bislang wurde man vorgewarnt, das läuft schon einige Jahre so, seitdem die warehouse Lager sich gefüllt haben, fliegt man mittlerweile ohne Vorwarnung heraus, auch wurde der Kundenkreis auf den man verzichten möchte erweitert. Da hilft auch keine Diskussion mehr, ohnehin wird die Mail dann von einem Callcenter Mitarbeiter bearbeiter der nach Arbeitsende seinen deutschem Namen wieder gegen seinen indischen tauscht

  11. besucherpete says:

    Dennoch bleibt bei allem Verständnis für den Online-Händler der fade Beigeschmack der fehlenden Transparenz und der fehlenden Vorabinfo der betroffenen Kunden. Sowas gehört einfach zum guten Ton. Wenn hier tatsächlich Accounts ohne vorherige Information gesperrt wurden, ist das schlicht und einfach kein professionelles Verhalten, wie man es von einem Händler wie Amazon durchaus erwarten kann.

  12. @Heinz B. 2. August 2013 um 07:06 Uhr,

    gibt es Quellen für Ihre Behauptungen oder ist nur wieder son „Bauchgefühl“?
    Amazon selbst gibt dazu verständlicherweise keine Informationen raus, woher also Wissen Sie das was Sie schreiben?

    @besucherpete 2. August 2013 um 07:06 Uhr,

    ok, auch für Sie noch mal.
    Würde Amazon vorwarnen das man aufgrund von Rücksendungen gesperrt werden könnte, hätte Amazon klagen von einigen Anwälten zu erwarten, auf so einen Klausel warten diese Haie doch nur! Somit ist das sogar höchst professionell nichts zu sagen und direkt zu Sperren, Sie können auch jederzeit ohne Vorwarnung Leute aus Ihrer Bude schmeißen.

    Und meinen Sie nicht das Amazon eine kompetente Rechtsabteilung wie auch eine sicher gute Marketingabteilung haben, das ist ein Megakonzern! Die werden sich das gut überlegt haben wie sie das öffentlich machen, und die wussten ganz sicher das versucht wird das wieder als Skandal aufzuziehen, siehe BILD Überschrift „Amazon sperrt Konten“.

    So als wenn die das aus jux und dollerei machen würden, besser die Überschrift hier:
    „Amazon räumt auf und sperrt Kundenkonten von notorischen Rücksendern“

    Damit ist eigentlich alles gesagt!
    „von notorischen Rücksendern“

    • besucherpete says:

      @Thraex: Amazon hätte bei einer entsprechenden Vorab information nicht mehr Klagen zu erwarten gehabt wie jetzt – eher im Gegenteil. Aber unabhängig von der rechtlichen Seite ist so eine Sperrung allein auf Grund der Tatsache, dass die Kunden die Ihnen zustehenden Rechte wahrnehmen, vielleicht bei einem Wald- und Wiesenhändler zu erwarten, nicht jedoch bei einem weltweit agierenden Unternehmen in der Größenordnung von Amazon. Das gilt umso mehr, da gerade Amazon ein Rückgaberecht weit über das gesetzliche Maß hinaus bei den Verbrauchern etabliert hat.
      Um das noch einmal deutlich zu machen: Ich finde auch nicht gut, dass viele diese Möglichkeiten ausreiten oder auch missbrauchen, ebenso verkenne ich nicht, dass das auch für ein großes Unternehmen einen wesentlichen Kostenfaktor bedeuten kann. Letztlich aber nutzen die Kunden nur, was ihnen vom Gesetzgeber, aber vor allem auch von Amazon selbst zugebilligt wird – seit vielen Jahren. Und da wäre eine vorherige Information das Mindeste gewesen.

      Im Übrigen bedeutet eine große Rechtsabteilung nicht unbedingt, dass die auch an derartigen unüberlegten Schnellschüssen beteiligt wird bzw. dass dort nur fähige Leute beschäftigt sind.

  13. Ohne genaue Kenntnisse der Sachlage bleibt es wie so oft bei reiner Spekulation – aber es ist ja ohnehin beliebt, auf den Menschenschinder Amazon einzudreschen.

    Amazon sperrt Kunden, die groben Schindluder treiben – und in Bloghausen gerät der Bestand des Abendlandes in Gefahr.

    Vermutlich sind es die einschlägigen ‚Sparfüche‘ und Dealprofis, die jetzt einen vor den Latz bekommen haben (von professionellen Betrügern einmal abgesehen) – in der Tat ja alles Unschuldslämmer, die lt. Eigenauskunft über die Jahre bei Amazon für tausende von Euro bestellt haben und ‚ab und an‘ mal – immer berechtigterweise wohlgemerkt! – etwas zurückschicken mussten, weil es benutzt war oder von der Beschreibung abwich.

    Sicherlich würde keine Selbstauskunft dieser ‚Unschuldslämmer‘ einer genauen Prüfung der Faktenlage standhalten, denn Amazon sperrt mit Sicherheit keine Kunden, mit denen auf längere Sicht Gewinn zu erzielen ist.

    Und Morgen füllt ein neues Thema das Sommerloch. 😉

  14. Thraex 2. August 2013 um 00:44 Uhr

    Nur so viel zu den Margen. Von krass habe ich nicht geredet. Dies Spannen sind aber nicht so klein, wie uns „Geiz ist Geil“-Strategien das glauben machen möchten. Wenn 10 bis 20% Gewinn vom Umsatz über bleiben – wie Du schreibst -, ist das schon nicht so schlecht. Rechne das mal auf den Amazon-Umsatz hoch.

    Dass langjährige Geschäftsleute – teils in 2. und 3. Generation – Umsatz und Gewinn auseinander halten können, kann man vermutlich voraussetzen. Dei neigen meist auch nicht zum Prahlen, sondern stapeln nach Außen eher tief.

    Dass gerade Marketplace-Händler unter die Räder kommen können, wenn die Großen in bestimmten Segmenten mal wieder zum Preiskampf blasen, glaub ich sofort. Das ist ja Teil der Strategie sich lästiger Konkurrenz zu entledigen.

    Aus meiner eigenen Geschäftswelt kenne ich aber die Rabattstaffelungen von Herstellern und Großhändlern bezogen auf die Abnahmemengen. Das ist jetzt tatsächlich nur meine Annahme. Aber ich glaube nicht, dass Amazon hier schlechte Einkaufsbedingungen hat.

    Auf das Thema bezogen will ich damit nur sagen, dass Amazon – und ich meine jetzt Amazon und nicht die Marketplace-Händler – die Rücksendungsquoten locker drin hat. Es geht hier meiner Meinung nach nur um weitere Gewinnmaximierung.

  15. @Stefani
    He he, sorry aber Du scheinst ein Leben lang mit dem selben Kleid rumzulaufen meine Liebe. Noch nie der Fall gewesen dass eine „40“ mal ausfällt wie eine „39“, bei einem anderen Hersteller wie eine „38“ und beim Dritten wie eine „41“???? Hier scheint es jemanden gehörig an Erfahrung zu fehlen, bevor hier losgetippt wird – Das verstehe sogar ich als „Mann“ 😉

  16. Viele von Euch wissen gar nicht, was tatsächlich abläuft:
    Hier z. B.(keine Einzelfälle):
    1. Artikel für 55,00 € incl. Versandkosten bestellt und geliefert bekommen. Nach Ansicht sich für eine andere Farbe entschieden, unfrei zurückgesandt (Kosten 15,00 €). Neuen Artikel erhalten (5,00 € Versand ohne Berechnung(Service)). Sich wieder für vorherige Farbe entschieden, unfrei zurückgesandt.Artikel erhalten, jetzt will man doch keinen Artikel mehr, unfrei zurückgesandt Kosten für den Händler: 60,00 € nur Versand, denn nach dem Fernabsatzgesetz sind ja auch die Versandkosten zu erstatten.
    2. Artikel für 1200,- € bestellt, benutzt für mehrere Turnierveranstaltungen, wiederzurückgesandt.
    3. Artikel für 200 € mit angegebener Lieferzeit von 10 Tagen nach 5 Tagen erhalten, zurückgesandt da es zu lange dauert.
    4. Artikel zurückgesandt, Bestellung irrtümlich aufgegeben, irrtümlich bezahlt.

    Wir haben Gottseidank nur eine Rücksendequote von 20 %.
    Trotzdem werden viele Artikel verschmutzt, ohne Verpackung oder auf andere Weise entwertet zurückgegeben.

    Irgendeiner muß es bezahlen, oder? Schließlich muß ja sowohl der Schaden als auch die Ware, die extra bestellt werden muß, finanziert werden.
    Also müssen wir unsere Artikel eben teurer anbieten, damit die vernünftigen Kunden die unvernünftigen mitfinanzieren, denn sonst könnten wir als Händler nicht überleben.
    Leider sind die Leidtragenden des fernabsatzgesetzes die anständigen Kunden.

  17. Die ganze Aktion hat für mich nur einen Haken: Die Sperrung des Kontos hinsichtlich digitaler Güter. Warum Amazon das nicht unterscheiden möchte/kann ist aber auch wieder eine reine Spekulationsfrage. Es könnte ja auch sein, dass es technisch schlicht nicht möglich ist.

    Alles andere ist im Versandhandel doch schon längst gängige Praxis. Ich habe lang genug in der Kreditabteilung eines großen deutschen Versandhandels (mit 4 Buchstaben) gearbeitet, um davon ein Lied singen zu können. Bei überirdischen Retourenquoten ist der Kunde wirtschaftlich schlicht nicht mehr tragbar. Bei Amazon kommt erschwerend hinzu, dass es sich hier wohl auch viel um Technik handeln wird. Da sind die Gewinnmargen so klein, dass man ein geöffnetes Gerät nur noch mit Verlust als gebraucht kann. Das kann für Händler nicht Sinn und Zweck der Übung sein.

  18. xlschneider says:

    Also ich war auch jahrelang treuer Kunde bei Amazon und habe über solche und ähnliche Artikel (Bloggerin wird Kundenkonto gesperrt, keinen Zugriff auf eBooks/Audible/Lovefilm) nur geschmunzelt. Bis man selbst Opfer von Amazons übertriebener Geschäftspolitik geworden ist. Wehe dem Amazon kann einen Betrag von 40€ nicht fristgerecht abbuchen (dies ist ein sehr geringer Prozentsatz von meinem Jahresumsatz) und sich zwar direkt am nächsten Tag meldet zwecks Begleichung, man wird zum Schwerverbrecher. Da nützt einem kein Lovefilm Konto welches bezahlt ist, kein Audible Konto oder auch einer der zwei Kindle bei Amazon was. Meine Rücksendequote müsste bei unter 10% liegen aber selbst das hilft eine nichts am nächsten Tag direkt gesperrt zu werden. Und mit Sperrung meine ich Alles was mit dem Amazonkonto zu tun hat, auch Lovefilm.
    Man kann chatten, anrufen, sich ärgern, abgewürgt oder verstanden werden, keiner will oder kann einem helfen.
    Natürlich gibt Amazon dort keine Quoten an, denn ein bisschen übertriebene Willkür wird dabei sein und dann müsste Amazon seine Entscheidung begründen bzw rechtfertigen.

    In meinem Fall bereue ich das Geld direkt überwiesen zu haben, hätte ich gewusst das ich kurz darauf so behandelt werde, hätte ich dies am letzten Tag der Frist getan… aus Prinzip!

    Man ist nur eine Nummer und wenn ein Praktikant anstatt einer 9% Quote eine 90% Quote liest, ist man eben dran. Alles. Entgültig!

  19. Amazon hat zudem auch keinen Humoer und kennt auch keine Freunde. Die ganze üble Geschichte hier:
    http://dirkmertens.de/wp/2013/09/19/mein-leben-ohne-amazon-und-es-geht-doch-teil-1/

  20. Da läuft wohl die nächste Welle von Amazon Sperrungen an:

    http://www.wortfilter.de/news15Q1/4917-Hunderte-Amazon-Haendler-suspendiert.php

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor. In jedes Thema Politik einbringen ist nicht erwünscht.

Du willst nichts verpassen?

Du hast die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.