Amazon Kindle Oasis vorgestellt: Größer, besser und mit Integration von Audible

Es gibt neue Lese-Hardware von Amazon. Der Kindle Oasis wurde soeben in einer neuen Version vorgestellt: Größer, besser und mit mehr Speicher kommt das neue Modell daher. Unter anderem auch mit einem Schutz vor Wasser, 2 Meter Tiefe hält das Modell bis zu 60 Minuten aus (IPX8). Badewannenunfälle, unbeabsichtigte Poolgänge oder andere nasse Situationen stellen für den Kindle Oasis also kein Problem dar. Dennoch kommt der Kindle Basis sehr kompakt und leicht daher.

194 Gramm bringt der Reader auf die Waage, 10 Gramm weniger als der Kindle Paperwhite. An Funktionen mangelt es dem Oasis dabei aber nicht, im Gegenteil, der Reader unterstützt nun auch Hörbucher via Audible, die man per Kopfhörer oder Bluetooth-Lautsprecher wiedergeben kann. Das größere 7 Zoll Display (300 ppi) kann 30 Prozent mehr Wörter darstellen als der Vorgänger, das sorgt für weniger Umblätterei. Das Umblättern selbst geht schneller als bei allen anderen Kindle-Modellen vonstatten.

In drei Varianten gibt es den neuen Kindle Oasis. Die kleine Version bietet 8 GB Speicher (doppelt so viel wie der Vorgänger). Dann gibt es auch noch eine Version mit 32 GB Speicher, falls man mehr speichern möchte (Hörbücher benötigen beispielsweise mehr Platz als Textbücher. Und es gibt noch ein Modell mit 32 GB Speicher und 3G Mobilfunk-Anbindung, damit man den Kindle Oasis auch unterwegs mit Inhalten bestücken kann.

Vorbestellt werden kann ab sofort, ab dem 31. Oktober erfolgt dann die Auslieferung. Für den Kindle Oasis mit 8 GB Speicher möchte Amazon 229,99 Euro haben, für das Modell mit 32 GB Speicher werden 259,99 Euro fällig. Die 3G-Version mit 32 GB Speicher kostet 319,99 Euro.

Neue Funktionen gibt es neben der Integration von Audible auch, diese sind aber nicht spezifisch auf den Kindle Oasis ausgelegt, sondern kommen per Software-Update auch auf andere Modelle. So zum Beispiel bei den neuen Leseoptionen:

  • Neue Schriftgrößen und -stärken: Nutzer können jetzt aus mehr Schriftarten als bisher sowie jeweils fünf Schriftstärken wählen. In Kombination mit dem neuen 7-Zoll-Paperwhite-Display kann das Buch perfekt an die eigenen Lesegewohnheiten angepasst werden.
  • Neue Barrierefreiheitsoptionen: Zusätzlich zur Schriftart OpenDyslexic können Leser mit hoher Lichtempfindlichkeit auf dem Display Schwarz und Weiß umkehren. Zusätzlich lassen sich mit dem neuen vergrößerbaren Display der Text auf dem Startbildschirm, die Bibliothek und Buchsymbole vergrößert darstellen.
  • Beleuchtungseinstellungen: Egal ob schwach beleuchteter Raum oder pralle Sonne: Eingebaute Umgebungslichtsensoren passen das Display automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse an – und zusätzlich lässt sich die Displaybeleuchtung noch auf persönliche Vorlieben feinabstimmen.
  • Linksbündige Ausrichtung: Texte können jetzt auch linksbündig anstatt in Blocksatz dargestellt werden.

Die neuen Schriftarten und -stärken sowie die Linksbündig-Option sind als Softwareupdate ab heute kostenlos für den Kindle Paperwhite (6. Gen. von 2013) und neuere Kindle-Geräte verfügbar.

Und auch zur Audible-Integration hat Amazon etwas mitzuteilen, diese wird nämlich ebenfalls auch auf anderen Geräten verfügbar sein, zumindest irgendwann einmal:

„Audible ist für den neuen Kindle Oasis mittels eines kostenlosen Softwareupdates ab dem Versandtag verfügbar und wird in den kommenden Monaten ebenfalls mittels eines kostenlosen Softwareupdates auch für den Kindle (8. Gen.) und den ersten Kindle Oasis verfügbar sein.“

Darüber hinaus kann man mit einem Kindle Oasis natürlich auch alle Vorzüge des Kindle-Angebots an sich nutzen: Whispersync, Familienbibliothek, X-Ray, Smart Lookup und all die anderen Funktionen stehen zur Verfügung.

Insgesamt klingt der neue Kindle Oasis schon nach dem besten, was man in Sachen E-Reader so bekommen kann. Die Frage ist natürlich, ob man das auch alles benötigt. Für den Aufpreis, den man gegenüber eines Kindle Paperwhite bezahlt, erhält man immerhin eine Menge Bücher. Wer aber auch bei einem E-Reader das obere Ende der technischen Fahnenstange in den Händen halten möchte, wird mit dem neuen Oasis sicher glücklich.

Alle Informationen zum neuen Kindle Oasis erhaltet Ihr auf der entsprechenden Amazon-Seite, wo ihr das neue Modell auch gleich vorbestellen könnt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. Hehehehe, dann fällt ja noch einer. Aber das mit Audible passte ja schomma…. http://stadt-bremerhaven.de/amazon-neuer-kindle-ereader-angeblich-vor-vorstellung/

  2. Und wieder kein USB-C. Wann gibt es endlich mal einen eReader mit USB-C?

  3. Habe mir letzte Woche den Kindle Paperwhite gekauft. Gibt es Gerüchte zu einem neuen Paperwhite Release im Jahr 2017?

  4. @Niyo
    die neuen Geräte kommen immer im Herbst, damit es bis Weihnachten auch brummt bei Amazon. Wenn bestimmte Geräte zum Super-Sonderpreis zu bekommen sind, dann wollen die das Lager leerkriegen damit Platz für den neuen ist. Den aktuellen gibt es seit 2015? Könnte durchaus sein das es eine Neuauflage gibt. Allerdings will Amazon jetzt erst mal den Oasis verkloppen, der bringt ja deutlich mehr Geld.

  5. Ich lese üblicherweise auf dem Samsungtablet mit der Kindle App – ist es tatsächlich besser -also lesefreundlicher, die Augen schonender- wenn man so ein Ding verwendet?

  6. Guido Franke says:

    Für 50 Euro weniger bekommt man den Kobo Aura H2O Edition 2 mit gleichen und ähnlichen Spezifikationen und mit ePub Unterstützung.
    Somit ist die Aussage „Insgesamt klingt der neue Kindle Oasis schon nach dem besten, was man in Sachen E-Reader so bekommen kann.“
    nur soweit gültig, wie man bereit ist über den eigenen bzw. Amazon Tellerrand hinaus zu schauen.

    Es soll sogar Leute geben, für die ist das Balulicht-Reduktions-Feature des Tolino Vision 4 HD essentiell…

  7. @Oliver2, das ist Ansichtssache, ich persönlich fand es besser. Habe meinen Kindle trotzdem verschenkt, da ich das ipad sowieso überall dabei habe. Und so viel angenehmer war das Lesen auf dem Kindle nicht, dass ich den zusätzlich noch überall mitschleppen wollte.

  8. Guido Franke says:

    @Oliver2 Ja, auf jeden Fall!
    Geh in die nächste Buchhandlung mit eReader im Angeot (Thalia o.s.) und teste es selber.
    Am Besten wenn möglich im Sonnenlicht. Das wird dich überzeugen.
    Auf den eReadern mit eInk Display kann man selbst im gleißenden Sonnenlicht noch problemlos und blendfrei lesen.

  9. @Guido – Ist das „Balulicht-Reduktions-Feature“ ein Gimmick von Disney? Dschungelbuch-Balu-der-Bär-Reduzierung?

    Was macht man damit?

  10. @kOOk – sehe grade, dass so ein günstigeres Kindle winzig klein ist. Ich schau mir das bei Gelegenheit mal hier im Fachhandel an. Glaube aber fast nicht, dass es ein sep. Gerät sein muss. Bin mit App ganz zufrieden.

  11. @Oliver2 Das Dschungelbuch ist von Rudyard Kipling. Disney hat nur einen Trickfilm davon gemacht. Hättest mal das Original lesen sollen – geht übrigens auch aufn eReader – dann hättest du das gewusst…

  12. @Oliver2: Du bist wahnsinnig witzig, meine Glückwünsche dazu!
    Die Vorteile eines eBook-Reader überwiegen doch schon sehr. Erstmal sind die i.d.R. deutlich leichter, ich kann mir z.B. nicht vorstellen mit einem iPad auf dem Rücken liegend zu lesen. Dazu kommt, dass der Display nicht reflektiert und ein E-Ink Display die Schrift sehr angenehm darstellt. Ich empfinde da keinen Unterschied zum Buch, auch nicht mit Hintergrundbeleuchtung.
    Was mir das Leben zudem deutlich erleichtert, ist die Akkulaufzeit. Ich lese jeden Tag und kann mich aktuell nicht erinnern, wann ich meinen Kindle das letzte Mal aufgeladen haben.

    Aber Jeder muss es für sich wissen. Wenn man kein Bock auf einen eBook-Reader hat, dann ist das halt so. Einfach mal ausprobieren.

    @USB-C: Ich brauche den USB-Anschluss alle paar Wochen mal zum Laden. Da ist es mir eigentlich egal ob USB-C oder Micro-USB. Als so wichtig empfinde ich das nicht.

  13. „Insgesamt klingt der neue Kindle Oasis schon nach dem besten, was man in Sachen E-Reader so bekommen kann. “ Aha. Sorry, aber der Artikel liest sich für mich wie ein schöner Werbeartikel für Amazon… Für mich sind die Kindle Reader beispielsweise wegen der fehlenden epub-Unterstützung wertlos. Wäre schön, wenn die Artikel in diesem Blog wieder mehr Inhalte, Erfahrungsberichte und Tipps enthielten und nicht inflationär News/Produktvorstellungen gepostet werden.

  14. @Martin: ePub hin oder her, mit Calibre bekommt man auch ePub ins Amazon-format (mobi und aw irgendwas) umgewandelt?

    Kann man eigentlich damit auch Musik hören? In der Bahn habe ich immer Musik übers Smartphone an und lese parallel auf dem Kindle. Und für ein paar Alben reicht der Flashspeicher dicke aus.

  15. Habe jetzt ein Kindle ausprobiert und der Unterschied in der Lesbarkeit ist schon beachtlich. Auch hellstes Sonnenlicht ist kein Problem und die Mitbewerber sind für mein Empfinden weder weniger komfortabel noch technisch bemerkenswert anders. Dazu noch erheblich leichter in der Hand,

    Allerdings möchte ich ungern ein zweites Gerät mitreisen lassen und da ich eher in geschlossenen Räumen lese und das Tablet auf dem Tisch liegen habe, wird mir das so erst mal weiter ausreichen.

  16. @Martin
    Und im nächsten Satz steht: „Die Frage ist natürlich, ob man das auch alles benötigt. Für den Aufpreis, den man gegenüber eines Kindle Paperwhite bezahlt, erhält man immerhin eine Menge Bücher.“ Also ein reiner Jubelartikel ist das nun auch nicht.

    Epub für Kindle wird aus naheliegenden Gründen nicht kommen, dafür gibts den Tolino.

    Mir persönlich gefällt der Audible-Kram nicht, ich will einen Ebook-Reader, keinen Ebook-Vorleser. Da kann ich eher Spotify auf dem Smartphone hernehmen.

    Hätte man sich schenken können, vor allem weil die Zielgruppe für den Oasis ja gerade nicht lesefaul ist.

    Dafür hätte ich mir einen Micro-SD-Steckplatz gewünscht.

    Der Preisaufschlag zum Paperwhite 2 ist somit in keinster Weise gerechtfertigt.

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