Amazon: Keine Luftpolsterkissen aus Plastik mehr

Amazon-Kunden aus Deutschland erhalten zukünftig keine Artikel mehr, die mit Luftpolsterkissen aus Plastik verpackt sind. Dies gilt sowohl für Artikel, die Amazon direkt verkauft, als auch für Artikel von Verkaufspartnern, die ihre Produkte über Fulfillment by Amazon (FBA) versenden. Das gab Amazon heute bekannt. Man werde die Artikel mit 100 % recyceltem und 100 % recycelbarem Packpapier verpacken, um Bewegungen in den Kartons zu verhindern und die Artikel zu schützen. Bereits Ende 2021 wurde die Umstellung von Umverpackungen aus Einwegplastik auf Versandumschläge und -tüten aus Papier in Deutschland angekündigt. Dennoch kann auch weiterhin Plastik dabei sein:

  • Wenn ein Produkt in einer geeigneten Einweg-Plastiktüte des Herstellers geliefert wird, verschickt Amazon es auch in dieser vom Hersteller bereitgestellten Tüte an Kunden weiter. Dies vermeidet das Hinzufügen von unnötigem, zusätzlichem Verpackungsmaterial.
  • Enthält eine Tüte einen Inhalt, der verschüttet werden könnte, kann Amazon entscheiden, eine äußere Verpackungsschicht aus Kunststoff hinzuzufügen.
  • Füllmaterial aus Plastik, wie Luftpolsterfolie, kann bei Bedarf weiterhin verwendet werden, beispielsweise um zerbrechliche Gegenstände wie Glas zu schützen.
  • Bei bestimmten Witterungsbedingungen kann es sein, dass Amazon eine zusätzliche Einweg-Plastiktüte zur Papier- oder Kartonverpackung hinzufügt, um Bestellungen, die vor der Haustür von Kund:innen abgelegt werden, vor Nässe zu schützen.
  • Amazon besitzt die Kontrolle über die Verpackung von Artikeln, die direkt aus eigenen Logistikzentren versandt werden – sowohl bei Produkten von Amazon selbst als auch solche von Drittanbietern, die den Service „Versand durch Amazon“ nutzen. In einigen Fällen versenden diese Verkaufspartner ihre Produkte auch direkt. Dann hat Amazon keine Kontrolle über die gewählte Umverpackung.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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32 Kommentare

  1. Alles schön und gut, aber solange Amazon riesige Kartons (bis 80 cm Länge mehrfach erhalten) verwendet, um ein Produkt in der Größe von ca 10 * 10 * 10 cm zu verpacken, wird sich da nicht viel ändern.

    • Christian says:

      Liegt dann wohl am Lager und fehlenden passenden Kartons (Lieferketten unterbrochen und so..)
      Das Logistikcenter was Berlin beliefert kann ich sagen seit Monaten eine äußerst passende Verpackung erhalten, sogar schon Papiertaschen.

    • Das passiert mir eher selten, aber in der Corona-Zeit hat es etwas zugenommen. Ich vermute mal das aufgrund des erhöhten Bestellaufkommens die kleinen Kartongrößen knapp wurden…

      Ich finde die Maßnahme gut. Und bei Amazons Versandvolumen kann das durchaus was ausmachen. Gibt aber noch viel mehr zu verbessern in dem Laden.

    • Typisch deutsche Reaktion.
      „Firma XY macht jetzt was echt sinniges“
      „Ja aber solange die noch dies und das machen, ist das ja nix“
      Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Einfach mal auch die kleinen Schritte wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Wobei der Wegfall von X Tonnen Plastikmüll schon deutlich mehr als ein kleiner Schritt ist.

      • Typisch deutsch…. aha was für ein Totschlagargument wenn einem etwas gegen den Strich geht. Läst sich überall einsetzen, kann ja keiner was anderes Behaupten, zur not wird er dann rechts oder links im Anschluss beschimpft oder als ewig gestriger. Er hat aus meiner Sicht recht, unverhältnismäßige Verpackung ist leider ein grosses Thema auch bei den Lieferungen die ich erhalte.

    • Was wird sich nicht ändern? Was hat das mit Füllmaterial zu tun?

    • Liegt vielleicht auch an der Post bzw. DHL.
      Neulich eine Vinylplatte bekommen, die war im erwarteten LP Versandkarton, doch der war wiederum in einem recht großen Karton mit mehreren Metern Kraftpapier.
      Das hat Amazon aber (vermutlich) nur gemacht, weil Pakete im besondere Format einer LP im Versand viel teurer werden sollen (oder schon sind(?)). Da macht es sich bezahlt, die LP nochmals zu verpacken und als Paket zu verschicken

      • Bei Galaxus / Digitec in der Schweiz wird das Karton jedes mal passgenau zugeschnitten. Sollten alle so machen…

  2. „[…] um Bewegungen in den Kartons zu verhindern und die Artikel zu schützen.“

    Der war gut. Hatte bei Amazon schon lange kein Füllmaterial mehr (oder sehr selten). Und wenn ich mir die Bewertungen von Steelbooks angucke, interessiert sich Amazon für den „Schutz der Artikel“ überhaupt nicht.

    • Alles was ich bestelle war bisher gut verpackt, bei mehreren Einzelteilen in einem Paket, wurde bei mir bisher immer so verpackt, dass die Ware sich nicht berühren kann. Bei Steelbooks kann ich das nicht sagen, da ich keine optischen Medien kaufe.

  3. Mindestens fünf Jahre zu spät. Heute erwarte ich das, wer seit k.A. 2020 noch nicht klimafreundlicher unterwegs ist, macht es jetzt auf Druck und Krampf.

  4. Das Packpapier sparen sie inzwischen auch! Die Ware kann in in den übergroßen Kartons frei umher fliegen…

  5. Diese Papptüten anstelle der Kunststoffbeuteln, meist bei Klamotten genutzt, sind absoluter Mist. Bei Rücksendung fehlt der Klebestreifenm somit muss ich dickes Paketklebeband nutzen um den Beutel zu verschließen. Vorher brauchte ich nur den Klebestreifen zudrücken – fertig.

    • Auch für andere Waren als Bekleidung verwendet Amazon ja inzwischen immer öfter diese Papiertüten. Ich finde die absolut grauenhaft. Das Öffnen geht nur mit Schere anstatt des Aufreißstreifens und beim Rückversand bekommt man das Teil kaum wiederverwendet. Ich nutze die Kartons auch, um selbst Dinge zu verschicken, wobei die Papiertüten auch hier für nix gut sind. Ich mag die nicht und halte die auch nicht für nachhaltiger als Kartons. Die sind wohl eher wirtschaftlicher für Amazon…

  6. Herr Schnitzel says:

    Ich dachte immer Luftpolsterkissen kenn die bei Amazon nicht.
    Festplatten oder andere empfindliche Artikel lagen bei mir immer lose im Paket.

  7. Schade. Mein Kind hat’s geliebt, diese Luftpolsterkissen mit lautem Knall platzen zu lassen.

  8. Amazon scheint sogar teils komplett auf Verpackungen zu verzichten. Letzte Woche hatte eine Fritzbox bestellt und diese kam ohne jegliche Umverpackung und so waren die Versandaufkleber direkt auf der AVM-Verpackung aufgeklebt.

    • Sowas steht dann bei der Bestellung in der Regel 4dabei und man kann optional eine Amazon-Umverpackung auswählen mit wenigen Klicks… man muss jedoch die Geduld haben seine Bestellung auch gründlich zu prüfen 🙂

  9. Bei Artikeln aus einem Lagerhaus wäre es schön wenn man beim Kauf sagen kann „zurückhalten, da kommt noch was“ bzw. in einem großen Paket verschicken. Desweiteren sind die Kartons in den letzten Jahren wieder unverhältnismäßig groß geworden und wurden oft nicht auf das Produkt angepasst. Wer gefühlt Umzukartons braucht, braucht nur einen Satz Auto-Wischerblätter bestellen.
    Es gab auch früher mal die Möglichkeit die Verpackung an sich zu bewerten, ist auch entfallen. Da wo man beim 0815 Artikel übers Ziel hinaus schießt, spart man bei wichtigen Dingen am falschen Ende. Wenn ich eine Festplatte bestelle, dann hätte ich sie gerne in einem Pappschuber der innen mit Schaumstoff gefüllt ist und drumherum die weichen Luftpolsterfolien. Das funktioniert mit Pappe einfach nicht.

    • DragonHunter says:

      „Bei Artikeln aus einem Lagerhaus wäre es schön wenn man beim Kauf sagen kann „zurückhalten, da kommt noch was“ bzw. in einem großen Paket verschicken.“
      Kann man. Das hatte ich schon mehrfach angeboten bekommen.

      • Das stimmt, das gibt es, allerdings kommen die Artikel oft aus verschiedenen Lagern, so dass das nicht mehr so oft angeboten wird.

    • Früher gab’s Optionen wie „So wenige Einzellieferungen wie möglich“ und noch besser „Prime Tag“, wobei alle Bestellungen in einer Woche zusammen an einem ausgewählten Wochentag geliefert wurden.
      Hat sich für Amazon anscheinend nicht gelohnt.

      Jetzt bestelle ich sieben Sachen auf einmal, bekomme am nächsten Tag sieben Pakete von drei Postboten mitgebracht.

      • Sebastian says:

        Gut, das kann man insofern minimieren, indem man das an eine Packstation, Paketshop oder den Amazon Locker schicken lässt. Dann fährt man einmal hin und sammelt alles ein.

    • Bei amazon kann man ja bei der Bestellung auswählen alles in einem Paket verschicken, oder sofort verschicken wenn verfügbar … leider sind die Mitarbeiter nicht die hellsten und es interessiert einen Scheiß was du da angekreuzt hast.
      Wie bestimmte Ware verpackt gehört (Sicherheitsbestimmungen), wissen die auch nicht!

      Tja gutes Personal ist eben in allen Branchen schwer zu kriegen.

      • Sebastian says:

        Blödsinn. Hat eher etwas damit zu tun, dass die Sachen aus unterschiedlichen Lagern kommen, was bei der Vielzal angebotener Artikel aber auch nicht verwunderlich ist.

        • Korrekt, es gibt ja nicht nur ein Amazon Lager, sondern etliche, die in ganz Deutschland verteilt sind.

  10. […]Enthält eine Tüte einen Inhalt, der verschüttet werden könnte, kann Amazon entscheiden, eine äußere Verpackungsschicht aus Kunststoff hinzuzufügen.[…]

    Ja, sehr geil wenn das Duschgel lose in einer Plastiktüte steckt. Dann wird nicht nur das Paket, sondern auch die Plastiktüte vollgeschmiert. Soll heißen: lasst die Tüten weg, bringt eh nichts!

    Zum Rest: begrüße ich sehr! Einziger Nachteil: unsere Papiertonne platzt aus allen Nähten 🙂

    • Bei Amazon bestelle ich gar nichts mehr. Hochwertiger Cabel Router kam in der original Verpackung in einem übergroßen Karton, wo es während des Transports schön hin und her wackeln konnte.

      Bei Otto Market place noch nie erlebt.

      Amazon go to Ami home

      • Das geht ja fast noch. Kleines Kellerschloss gekauft (3cm!), kam in einem 90cm Karton. Aber Bäume sind in Deutschland nichts Wert.

  11. „Man werde die Artikel mit recycelbarem Packpapier verpacken, um Bewegungen in den Kartons zu verhindern.“
    Klar wird man das. So wie bei meiner externen Festplatte, in den gewählten Karton hätten drei oder vier davon hinein gepasst. Alibimäßig wurde dann ein nicht mal DinA4 großes Stück Packpapier draufgelegt. Was dieses Packpapier verhindern oder schützen sollte, weiß wohl auch bloß der Verpacker. Zum Glück sind die externen von WD in ihrer eigenen Verpackung gut geschützt.

  12. Vielleicht einfach dafür sorgen, dass Plastik in Deutschland bleibt und wiederverwertet wird anstatt es ins Ausland zu senden, wo es verbrannt wird, damit wir das zu sehen bekommen.

    Ach ne.. lieber Bäume holzen. Bin gespannt ob ich noch erlebe, wenn die was mit dem Trinkwasser anstellen.

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