Amazon: Kauf von MGM abgeschlossen

Wir berichteten bereits im vergangenen Jahr darüber, dass Amazon den Kauf von MGM zum Kostenpunkt von 6,9 Milliarden Euro plant. Neben der Übernahme des Filmstudios ist man auch am Katalog und den Marken wie James Bond interessiert. Grünes Licht erhielt Amazon erst gestern für den Deal vonseiten der EU. Man sieht hier keine Nachteile für den Wettbewerb, Alternativen seien ausreichend vorhanden. Amazon sichere sich durch die Übernahme also keine vorherrschende Marktstellung, denn es gebe sowohl bei Kinofilmen als auch Streaming-Angeboten scharfe Konkurrenz.

Während eine offizielle Stellungnahme der FTC (Federal Trade Commission) nach wie vor aussteht, macht Amazon scheinbar den Deckel drauf. Nach Informationen des Wall Street Journals setzte Amazon eine Frist bis Mitte des Monats. Nun hat man sich anscheinend dazu durchgerungen das Geschäft auch ohne Antwort der Behörde abzuschließen, sonst wäre hier sicherlich bereits eine entsprechende Pressemitteilung der FTC vorliegend.

Nach eigenen Angaben würde MGM die Arbeit von Prime Video und den Amazon Studios prima ergänzen. Immerhin weist MGM einen Katalog mit mehr als 4.000 Filmtiteln, 17.000 TV-Episoden auf. Prämiert mit 180 Academy Awards und 100 Emmy Awards befinden sich darunter Größen wie „James Bond“, „Rocky“ und „Creed“ sowie Klassiker wie „Thelma & Louise“, „Das Schweigen der Lämmer“ sowie „Die glorreichen Sieben“ und „Raging Bull“. Mal schauen, wie die Inhalte integriert werden – und was das für Prime Video bedeutet.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Das wär was: Alle Bond-Teile bei Amazon Prime.

  2. Grumpy Niffler says:

    Ich hoffe ja auf eine neue Stargate Serie. Die vielen neuen Star Trek Serien zeigen ja, dass ein etabliertes Sci-Fi Franchise durchaus ein Kundenmagnet sein könnte.

  3. „Man sieht hier keine Nachteile für den Wettbewerb, Alternativen seien ausreichend vorhanden.“

    Sure.

    • Grumpy Niffler says:

      MGM braucht Geld, Amazon hat davon mehr als sie ausgeben können. Besser als wenn das Studio an Disney geht.

      Außer vielleicht Apple haben nur wenige Unternehmen das Geld und eine Verwendung für ein Studio wie MGM. Amazon braucht dringend mehr eigenen Content im Wettbewerb der Plattformen, von daher macht der Kauf absolut Sinn.
      Mit Netflix, Disney+ und bald Paramount+ (warum eigentlich überall das „+“?) sind als Player mit entsprechenden Eigenproduktionskapazitäten tatsächlich eine Menge Wettbewerb.

      • Wolfgang D. says:

        „warum eigentlich überall das „+“?“
        Das steht für „noch mehr bezahlen, für weniger Inhalt“.

        • Jupp….bald gibt es auch ein „Netflix+“ inkl. Accountsharing 🙂

          Wobei ich schon die Firmen mit großem Backkatalog im Vorteil sehe. Ich zumidest sehe mir machnchmal auch gern einen „KLassiker“ an.
          Netflix verliert nach und nach das, was nicht selbst produziert worden ist. Amazon hat mit MGM dann viel Material, Disney und Paramount haben ja logischerweise eh die Archive voll mit „Content“.
          Insofern heißt es ja evtl bald „Netflix -“ 🙂

          • Wolfgang D. says:

            @HPK “ „Netflix -“
            Das wäre wohl analog zu den Umsatzverlusten von Onlineshops, weil Hersteller ein Produkt nur direkt selber an Endkunde vertreiben. Noch gibt es beim Streaming Fremdlizensierungen (nicht unbedingt für alle Neuerscheinungen), sonst würde wohl eine Kartellbehörde laut geben.

  4. Stargate

  5. War MGM nicht seit Jahren schon in finanzieller Schieflage. So ist das jetzt immerhin gerettet und es sollten einige Filme hinzukommen ins Prime portfolio.
    Bin gespannt

  6. „Während eine offizielle Stellungnahme der FTC (Federal Trade Commission) nach wie vor aussteht, macht Amazon scheinbar den Deckel drauf. “

    Wenn ihr scheinbar schreibt, müsst ihr sagen, warum es eben nicht so ist. Nun scheint ihr, dass Amazon nur scheinbar den Deckel drauf mehr, aber nicht was dagegen spricht.

  7. Könnten Sie dass vielleicht klarstellen?
    So ist der Artikel doch schwer zu verstehen.
    Ich weiß ja, der scheinbar/anscheinend Fehler ist in Deutschland weit verbreitet. Aus dem Kontext geht es in diesem Artikel aber nicht klar hervor, denn am Schluss schreibt der Autor: „Nach eigenen Angaben würde MGM “ im Konjunktiv. Es ist also tatsächlich möglich, dass der Autor scheinbar meinte. Für den Fall das dem so wäre, würde ich aber eine Auflösung erwarten: warum ist es nicht so wie es scheint?

    Und, Verdammt!! Wenn er „anscheinend“ meinte, so kann man das doch korrigieren.

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