Amazon Echo Show muss aktuell ohne YouTube auskommen

Amazon hat mit dem Echo Show in den USA vor einiger Zeit ein neues Familienmitglied für die Reihe Echo veröffentlicht. Man munkelt, der smarte Lautsprecher mit Bildschirm solle auch sehr bald nach Deutschland kommen. In den USA ist die Stimmung rund um den Echo Show aktuell aber eher gedämpft. Denn die bisher zur Verfügung stehende YouTube-Unterstützung ist kürzlich am Amazon Echo Show weggefallen. Ursache sind offenbar nicht technische Gründe, sondern ein Zwist zwischen Amazon und Google.

Bisher griff der Echo Show auf YouTube zu, wenn man beispielsweise nach Musik- oder Rezeptvideos suchte. Aktuell steht YouTube am Echo Show aber nicht zur Verfügung Amazon hat in einem Statement erklärt, dass man von Googles Schritt selbst überrascht sei und die Gründe dafür nicht kenne. Google hingegen widerspricht dem in einer eigenen Aussage: Demnach verhandele man schon seit einiger Zeit mit Amazon, da die bisherige Einbindung von YouTube am Echo Show die Benutzungsbedingungen des Dienstes verletzte. Das Ergebnis sei eine „defekte Benutzererfahrung“. Man hoffe aber bald eine Einigung zu erzielen.

Meine persönliche Vermutung ist, dass es vermutlich um die Einbindung und das Tracken von Werbeanzeigen geht und hier im Hintergrund etwas nicht so läuft, wie Google das gerne hätte. Bei 9to5Google stellt man als Alternative in den Raum, dass Google eventuell am Echo Show tatsächlich die Möglichkeiten fehlen Kanäle zu abonnieren oder nach Ende eines Clips direkt ein weiteres Video laufen zu lassen.

Ob Amazon und Google nun bald eine Einigung erzielen, ist offen. Die beiden Unternehmen sind schon öfter aneinander geraten – etwa auch zum Fire OS, das eine extrem modifizierte Android-Variante ohne Googles Dienste darstellt. Ob und wann YouTube also auf den Amazon Echo Show zurückkehrt, steht in den Sternen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Wenn Google home doch nur bloß mein RM Mini 3 erkennen würde bzw den Hue Emulator (RM Plugin) auf dem Nexus Player, dann wäre ich weg von Amazon und würde mir ein Home Mini an dessen Stelle stellen! Da Amazon Google als Feind sieht, ich aber lieber Google mag wäre das der letzte Schritt weg vom Amazon Käfig!

  2. Eine Möglichkeit dafür wäre, den RM Mini mit einem Raspberry Pi zu verwenden. Damit bieten sich dann verschiedene Möglichkeiten, entweder über HABridge oder OpenHAB (falls man sowieso mehr damit machen will) den RM Mini als Hue Gerät zu Emulieren, was dann auch von Google Home erkannt wird. Ist aber etwas Aufwand und setzt einen Raspberry Pi voraus.

  3. Ich find das Vorgehen von Google nicht schlimm… Andersherum sperrt sich ja Amazon auch, seine Video-Dienste auf den Chromecast zu bringen. Ich gucke seit geraumer Zeit kein Prime Video mehr, weil mir das Handling zu blöd ist und ich nur wegen Prime Video keine neue (und schon gar keine Amazon-)Hardware kaufe.

    Microsoft und Google sind Apple und Amazon in ihrer Einstellung ein Stück weit voraus, finde ich. Sie versuchen ihre Services überall erreichbar zu machen.

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