Der Amazon Echo Show 15 ist auf dem Markt. Alexa in ganz großem Format. Ein intelligentes Display, welches stationär betrieben wird, im Gegensatz zu Tablets, welche portabel genutzt werden. Amazon teilt leider keine Verkaufszahlen mit, sodass man nicht weiß, wie viele Echo Show da draußen ihren Dienst verrichten. Auf der anderen Seite wäre es mal interessant zu wissen, wie sehr die Nutzer ihre smarten Displays auch ausnutzen. Grundsätzlich macht der Amazon Echo Show mit 15,6 Zoll (39,62 cm, 1.920 x 1.080 Pixel) nicht viel anders als andere Modelle auch. Doch der Reihe nach.
Wahlweise lässt sich der Show 15 an der Wand befestigen oder auf einem separat erhältlichen Ständer anbringen. Ob Hoch- oder Querformat, spielt keine Rolle. In puncto Auflösung setzt man auf Full HD.
Die lassen sich auf dem großen Bildschirm anpinnen. Neben dem Kalender steht etwa eine Notiz-Funktion bereit, mit der man Nachrichten für andere hinterlassen kann (Alexa, sende eine persönliche Notiz an NAME). Neben einer Haftnotiz lassen sich beispielsweise die Einkaufsliste oder die favorisierten Smart-Home-Geräte abrufen. Über den integrierten Browser lässt sich auch YouTube starten.
Der Amazon Echo Show 15 setzt auf den Neural-Edge-Prozessor AZ2. Der bietet vier Kerne und ermöglicht es, viele Algorithmen lokal auf dem Gerät zu verarbeiten. Darunter auch Visual ID, eine Technologie, die dafür sorgt, dass der Echo Show den Nutzer erkennt und dementsprechend Inhalte auf Nutzerbasis angezeigt werden. (Die Gesichtsprofile werden nicht geräteübergreifend geteilt.)
Hier gebe ich euch direkt mal Bescheid: Es reicht, das Foto einer anderen Person zu nutzen, damit deren Inhalte angezeigt werden. Sicher ist das Ganze mitnichten, seht es also maximal als Komfort-Funktion, dass Profile automatisch umgeschaltet werden.
Ansonsten bietet man die volle Bandbreite an Alexa-Funktionen – im Speziellen jene Funktionen, die auch die anderen Echo-Geräte mit Display ermöglichen. Da wäre zum Beispiel das Streaming von Prime Video, Netflix, die ZDF Mediathek und ARTE. Videoinhalte stellt unter anderem auch die Tagesschau zur Verfügung. Disney+ fehlt allerdings. Ist der bisherige Echo Show nur rund 10 Zoll (ca. 25 cm) groß, ist da der Größenzuwachs beim Streaming auf dem Echo Show 15 spürbar.
Ein paar Punkte zum Echo Show 15
- Ein Sensor erkennt, ob er hochkant oder quer ausgerichtet ist.
- Die Personenerkennung lässt sich mit dem Bild einer anderen Person umgehen.
- Es gibt einen speziellen Kippständer gegen Aufpreis.
- Es ist eine VESA-Halterung anbringbar.
- Das Kabel ist 1,5 Meter lang.
- Man kann anderen Nutzern, deren Profile mit Stimme und Bild hinterlegt sind, Notizen hinterlassen (Alexa, sende eine persönliche Notiz an NAME).
- Die Kamera hat eine physische Abdeckung, auch das Mikrofon kann stumm geschaltet werden.
- Angezeigt Widgets lassen sich anpassen, die Widget-Galerie dürfte aber größer sein.
- Die Kamera kann in der Alexa-App auch genutzt werden, um einen Blick ins Haus zu werfen. Ihr könnt euch auch aus der Ferne über die Alexa-App einloggen und so mit jemandem reden, der im Haus ist. Heimliches Beobachten? Nö. Der Echo Show 15 zeigt an, wenn die Kamera aktiv ist – zudem kann man einstellen, dass ab Start ca. 7 Sekunden das Bild beim Beobachter unkenntlich ist. Oder man macht die Kamera ganz aus.
- Mit 5 MP löst die Kamera auf, das geht für den Anwendungszweck gerade noch so in Ordnung.
- Der Sound lässt sich schon recht laut justieren, ist aber nichts für Audiophile. Bisschen matschig das Ganze.
- Das Display finde ich ganz gut und es ist auch blickwinkelstabil.
- Könnte mehr Video-Apps vertragen – oder eine Funktion wie Chromecast.
- Mikrofon-Erkennung ist gut, Spracherkennung akkurat
- Leider ohne Smart-Home-Zentrale für Zigbee
- 5 MP-Cam – Show 8 und 10 bieten 13 MP
- Foto-Darstellung leider nur aus dem Amazon-Dienst
- Bilder eingebundener Kameras lassen sich per Sprachbefehl auf dem Show anzeigen. Dies klappte aber nicht, wenn beispielsweise YouTube spielt.
- Praktische Familienfunktionen für Kalender, Erinnerungen und Einkaufslisten, die allerdings voraussetzen, dass man tief ins Amazon-Universum eintaucht.
- Prime Video lässt sich sprachtechnisch auch durch Kategorien steuern, schöner wäre eine Oberfläche wie beim Fire TV gewesen.
- Oberfläche besser bedienbar als bei anderen Shows, aber immer noch etwas ruckelig
- Limitierte Anpassungsoptionen
- Kamera lässt sich derzeit (bei mir) nicht in Routinen nutzen.
- Kamera-Ansicht lässt sich Bild-im-Bild nutzen.
- Der Echo Show kann auch Stimmen unterschiedlicher Nutzer erkennen, aber das hat in meinen Tests regelmäßig versagt.
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Amazon Echo Show 15: Unterm Strich
Leider nur ok, nicht gut. Sound ist lala, die Cam schlechter als in anderen Echos. Heimzentrale für Smart Home? Auch nicht dabei. Einkaufslisten und Notizen? Nun ja, schön das auf dem Display zu sehen – aber eigentlich habe ich das ja in der App, wenn ich einkaufen gehe. Und selbst dann ist man auf Amazon angewiesen.
Aus dem Widget-Bereich muss Amazon definitiv mehr machen, denn die meisten Nutzer kennen Amazon Alexa vermutlich nur sprachgesteuert – und vermutlich möchten Nutzer auch andere Dienste sehen. Das große Touch-Display lädt aber definitiv zu mehr ein. Für mich ist die Größe des Geräts eigentlich das beste Feature, wenn man es denn ausnutzt. Für 250 Euro suche ich persönlich aber noch nach einem echten Mehrwert. Ein Problemlöser ist der Show nicht.
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