Amazon E-Book-Flatrate soll im Oktober nach Deutschland kommen

Die E-Book-Flatrate gibt es bei Amazon in den USA schon eine Weile. Die Wirtschafts Woche berichtet nun, dass dieses Modell des Flatrate-Lesens auch nach Deutschland kommen wird. Und zwar pünktlich zum Start der Buchmesse am 8. Oktober. Allerdings werden zum Deutschlandstart nur wenige große Verlagshäuser beteiligt sein. Grund hierfür ist das angespannte Verhältnis zwischen der Bonnier Verlagsgruppe und Amazon. Amazon fordert höhere Rabatte für elktronische Bücher, die Bonnier offensichtlich nicht gewähren will.

kindle_unlimited

Kleinere Verlage sehen im Flatrate-Lesen hingegen die Zukunft, wie zum Beispiel der Münchner Verlag Dotview. Interessant wird dies in Deutschland auf jeden Fall. Es gibt bereits verschiedene E-Book-Lesemodelle, zum Beispiel von Skoobe oder Readfy, wo man ebenfalls für einen monatlichen Pauschalbetrag auf eine breite Auswahl an Büchern zurückgreifen kann.

Das in den USA Kindle Unlimited genannte Angebot ist nicht etwa ein weiterer Prime-Service, sondern wird extra abgerechnet. 9,99 Dollar werden pro Monat fällig. Wie die Preisgestaltung hierzulande aussehen wird, ist nicht bekannt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. DanielJackson85 says:

    Preis hier? 9,99€ wie immer 1:1
    Ansonsten muss man Amazon aber in dem Fall recht geben! E-Books müssen und können auch viel günstiger verkauft werden! man spart soviel an Vetriebswegen und Lagerkosten, dazu kein möglicher weiterverkauf/ausleihe, kein geschäft, wenig angestellten, kein papier, nix, und dann nur 1-3€ weniger?

    Selbst wenn der neue „Dan Brown“ statt 26€ als buch für 15€ als e-book angeboten wird ist es alles andere als ein verlustgeschäft!

  2. Ist in den USA auch Audible inbegriffen?
    Dann würde es sich ja lohnen.

  3. Ich will wie bei Amazon Vinyl/CD eine Cloud haben die Ebooks beim Kauf kostenlos mit sich bringt. Das wäre doch das einzig logische. Aber anders als Musik ist man bei Büchern an den Preis gebunden. Bei Musik kann ich abwiegen ob ich SecondHand/alternative Shops ohne Mp3 Autorip bekomme. Bei Büchern geht das nicht… Deshalb kämen wir nur bei Wegfallen der Buchpreisbindung im E Book Markt über dieses Problem hinweg…

  4. Eben bei Ebooks kann es nicht sein das es soviel kostet. Selbst wenn man großzügig einige Kosten berechnet, Autor soll ja auch leben, ebenso lektoren usw. das ordentliches material produziert wird. werbungskosten sinken, logistik, transport, materialkosten sind verschwinded gering oder fallen ganz weg. von daher sind solche traumtänzer preise nicht gerechtfertigt. das was mit der musikbranche passiert ist, wird wohl nun auch die buchbranche erreichen. hoffentlich bleibt die qualität nicht auf der strecke. wird es auch fachbücher bei dem preis inkl. geben? 😉

  5. Ist die Buchpreisbindung eigentlich auf DRM geschützte Bücher anwendbar? Das Buch geht ja nicht ins Eigentum des Bezahltenden über, man erhält nur das Nutzungsrecht.

  6. Ich hoffe das Angebot der ebook Flatrate wird deutlich besser als das was die amazon Kindle Leihbücherei für Prime Kunden bisher bietet. Da hab ich jedenfalls überhaupt nichts gefunden; das Angebot ist viel zu alt und klein um es wirklich nutzen zu können.

  7. Welchen Sinn hat eigendlich die Buchpreisbindung noch?!?

  8. @DanielJackson85
    Der Witz ist ja dass oft eBooks quasi zum Preis der Papierausgabe verkauft werden, was natürlich ein schlechter Scherz ist. Da mit dem Erwerb eines eBooks eine Menge Nachteile einhergehen (keine Verleihbarkeit, kein Weiterverkauf, etc.) sollte der Preis natürlich erheblich unter dem des klassischen Buches sein. Aber manche Verlage schrecken ja leider nicht einmal davor zurück das eBook teurer (!) als die Papierausgabe anzubieten. Habe ich leider auch schon gesehen bei Fachbüchern.

  9. Zur Buchmesse startet auch sobooks.de mit einem recht coolen Konzept.

  10. 10€/$ pro Monat halte ich für zu teuer. Wenn ich nicht gerade das neueste Buch als Hardcover haben will, bekomme ich Taschenbücher für um die 10€. Und wenn nicht gerade Urlaub ist und/oder es nur ein kleines Buch mit 200 Seiten ist, dann schaffe ich pro Monat maximal ein Buch. Da sehe ich noch keinen wirklichen Vorteil – auch wenn die Stoßrichtung interessant ist.

    • @Horst
      Der verlinkte Artikel ist lächerlich, und nicht gerade ein Aushängeschild für die Journalistin welche ihn geschrieben hat.
      Der Artikel verkennt nämlich, genau wie Du offensichtlich, eine fundamentale Tatsache. Die meisten Nutzer sind durchaus bereit für gebotene Leistung auch einen fairen Preis zu zahlen. Es ist ein Irrglaube, dass „die Internetnutzer“ immer alles kostenlos haben wollen. Die meisten geben durchaus Geld aus, auch für digitale Inhalte. Der Preis muss aber „fair“ sein und irgendwo in einem gesunden Verhältnis stehen, und das tut er aktuell weder bei digitalen Film-Leihangeboten noch bei eBooks. Bei der Musik geht es so ganz, ganz langsam in die richtige Richtung. Aber für einen ausgeliehenen Film per Download das 3 – 5 fache dessen zu verlangen was der gleiche Film in einer Videothek oder einem DVD-Verleihautomaten kostet ist vollkommen absurd und wird zu Recht kritisiert. Genau so ist es nicht nachvollziehbar wieso eBooks nahezu das gleiche wie gedruckte Bücher kosten, manchmal sogar noch mehr, und das bei ebenso erheblich geringeren Produktions- und Vertriebskosten.

  11. Dank Spotify bei Musik aktuell sehr in Ordnung. Bücher und Filme kA. Filme schaue ich wenig, Bücher auch nur gezielt und häufig Fachbücher. Da trifft in der Tat das zu das Digitale Bücher teilweise viele hundert prozent teurer sind als die Papierausgaben. Wobei ich zum arbeiten am liebsten immer beides hätte, auf ein klassisches papierbuch möchte ich nicht verzichten wollen.

  12. Zu elknipsos Kommentar habe ich nur hinzuzufügen, dass speziell Fachbücher mit geringer Auflage eigentlich per eBook extrem deutlich billiger sein müssten, da bei geringer Auflage die Druck- und Logistikkosten pro Buch einfach sauteuer sind. Ich bin an der Erstellung eines Fachlexikons beteiligt, das 300 mal aufgelegt wurde. Allein der Druck für dieses fast 1000 Seiten große Werk kostete vor 4 Jahren rund 55 Euro pro Stück. Wenn ich dagegen die digitalen Kosten rechne ist es um so unverständlicher, warum da einige das so teuer machen.

  13. Die leute überschätzen die Material und Druck, Trasportkosten der Bücher vollkommen.

    Der Rabbat also was die Industrie Spart liegt im Centbereich. Für den großteil der bücher.

    Man darf nicht übersehen der großteil der Bücher sind Romam die Millionen bzw Milliarden auflage haben.

    Und Fachbücher und Konsorten als Ebooks sind aufwenig. Das ist viel mehr Layout Arbeit als ein Buch. Auch da sind die ersparrnisse lange nicht so hoch wie man glaubt.

    • @John
      Du darfst auch nicht nur die Druckkosten nehmen. Die komplette Lagerung, Transport, Zwischenhändler, Rücknahme und Abschreibungen durch nicht verkaufte Exemplare und so weiter fällt alles weg. Alleine dadurch fallen schon weit über 50 Prozent der Kosten weg.

  14. @elknipso
    Ein Taschenbuch gibt es für 5.80.
    http://www.amazon.de/Star-Trek-Voyager-Acts-Contrition/dp/1476765510/ref=pd_rhf_se_s_cp_2_HJQM?ie=UTF8&refRID=0H945XKY36B07RTYPAF7

    Ich weiß nun nicht, ob da eine Buchpreisbindung drauf ist. Der Punkt ist aber.

    Wenn Du bei einem 5,80-9.99 Euro Taschenbuch diese Kosten ansetz, die hier stellenweise angesetzt werden. Dann wäre schon heute jedes Taschenbuch ein Verlustgeschäft.

    Oder nehme CDs. Du bekommst diese stellenweise neu für 5 Euro. Deine Sortenkalkulation kann simpel nicht stimmen. Wenn Du da schon 3 Euro für Herstellung und Lagerung und Transport ansetz. Selbst bei 10 Euro CDs würde es mit dem Gewinn schon knapp.

    Also einfach zu sagen ein 30 Euro Hardcover kann 15 Euro billiger werden. Wegen dem Format.
    Diese Rabatte wären nur ohne die Buchpreisbindung möglich aber niemals wegen dem Format.

    Oder nehmt den berühmten Joghurt becher, wo das Granulat in ein anderes Land geschickt wird. Da wird der Becher gegossen. In einem anderen Land befüllt.

    http://www.verbraucherschutz.be/cms/index.php?article_id=45&clang=0&article=143

    Und nun siehe, was der Joghurt kostet. Dann hast Du eine Vorstellung, was Transport, Material, Lagerung usw kostet.

    Und entfallen tun ja bei Ebooks auch nicht alle Kosten. Eine Infrastruktur für das Hosten ist auch nicht gerade billig. Die Server müssen da schon etwas dicker sein für das Ganze. Man tut hier so als braucht Amazon nur einen Laptop in den Keller stellen. 🙂

    Sicher ist da massig Luft. Die meisten Ebooks sind auch etwas billiger als die Bücher, wenn man genau schaut. Das heißt, die Preise können runtergehen. Aber nicht wegen enormen Einsparungen vom ebook als Format, sondern wenn die Buchpreisbindung entfallen würde.

    Und die Buchpreisbindung gilt auch für Ebooks.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Buchpreisbindung

    • @John
      Du argumentierst etwas wirr. Mir ist nicht ganz klar wieso Du an der Stelle mit irgendwelchen absoluten Verkaufspreisen kommst, und was diese beweisen sollen.
      Auch die Buchpreisbindung hat nichts mit den hohen Preisen für die eBooks zu tun. Selbst mit der Buchpreisbindung ist es möglich für eine „besondere Ausgabe“ eines Buches (eben eine digitale Ausgabe) einen gesonderten Preis festzulegen.
      Aber selbst davon abgesehen bleibt ein Fakt, dass viele der Kosten bei einem digitalen eBook Vertrieb weg fallen. Um mal den größten Brocken zu nennen sind dies die 40% „Grundrabatt“ den ein Verlag dem klassischen Buchhandel auf den Verkaufspreis gewährt (sprich Marge für den Buchhandel). Dies ist der übliche Grundrabatt welcher vorausgesetzt sind, sprich dieser kann auch noch höher sein.
      Dazu kommt wie bereits erwähnt auch noch die Einsparungen bei Produktion, Lagerung, etc. Die Serverinfrastruktur für den Buchdownload kostet zwar auch Geld, aber umgeschlagen auf die Kosten pro Buch ist dieser Anteil derart vernichtend gering, dass er völlig vernachlässigbar ist. Selbst wenn man unverhandelte Standardkonditionen für das Hosting eines Webshops, den Traffic und angemietete Serverkapazität zu Grunde legt liegen die verursachten Kosten für einen Buchdownload von wenigen hundert Kilobyte weit, weit unter einem Cent pro Buchdownload.
      Also ein Rabatt von 50% auf den normalen Listenverkaufspreis wäre locker möglich für einen Verlag bei dem Kostenvorteil, und dann würde der Verlag an einem eBook immer noch deutlich mehr verdienen als an einem normalen Buch bei einem sogar noch geringeren Risiko (keine Rückläufer, keine großen Lagerbestände bei schlechten Verkaufszahlen etc.).

  15. @elknipso

    Ein Taschenbuch gibt es für 5.80.
    http://www.amazon.de/Star-Trek-Voyager-Acts-Contrition/dp/1476765510/ref=pd_rhf_se_s_cp_2_HJQM?ie=UTF8&refRID=0H945XKY36B07RTYPAF7

    Ich weiß nun nicht, ob da eine Buchpreisbindung drauf ist. Der Punkt ist aber.

    Wenn Du bei einem 5,80-9.99 Euro Taschenbuch diese Kosten ansetz, die hier stellenweise angesetzt werden. Dann wäre schon heute jedes Taschenbuch ein Verlustgeschäft.

    Oder nehme CDs. Du bekommst diese stellenweise neu für 5 Euro. Deine Sortenkalkulation kann simpel nicht stimmen. Wenn Du da schon 3 Euro für Herstellung und Lagerung und Transport ansetz. Selbst bei 10 Euro CDs würde es mit dem Gewinn schon knapp.

    Also einfach zu sagen ein 30 Euro Hardcover kann 15 Euro billiger werden. Wegen dem Format.
    Diese Rabatte wären nur ohne die Buchpreisbindung möglich aber niemals wegen dem Format.

    Oder nehmt den berühmten Joghurt becher, wo das Granulat in ein anderes Land geschickt wird. Da wird der Becher gegossen. In einem anderen Land befüllt.

    http://www.verbraucherschutz.be/cms/index.php?article_id=45&clang=0&article=143

    Und nun siehe, was der Joghurt kostet. Dann hast Du eine Vorstellung, was Transport, Material, Lagerung usw kostet.

    Und entfallen tun ja bei Ebooks auch nicht alle Kosten. Eine Infrastruktur für das Hosten ist auch nicht gerade billig. Die Server müssen da schon etwas dicker sein für das Ganze. Man tut hier so als braucht Amazon nur einen Laptop in den Keller stellen. 🙂

    Sicher ist da massig Luft. Die meisten Ebooks sind auch etwas billiger als die Bücher, wenn man genau schaut. Das heißt, die Preise können runtergehen. Aber nicht wegen enormen Einsparungen vom ebook als Format, sondern wenn die Buchpreisbindung entfallen würde.

    Und die Buchpreisbindung gilt auch für Ebooks.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Buchpreisbindung

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