Amazon Drive: Unendlicher Speicher wird in Deutschland eingestellt

Amazon bietet seinen Prime-Kunden nicht nur Versandvorteile für die jährliche Gebühr an. Man bekommt einen Videodienst dazu, ein Mehr an Musik und noch einiges weitere. Zu verschenken hat man aber offensichtlich auch nichts, denn in Sachen Prime tat sich in diesem Jahr auch etwas. Bereits Anfang des Jahres teilte man mit, dass Amazon Prime teurer wird. Der Dienst kostet nun 69 Euro im Jahr. Recht aktuell hat man dann auch noch das Teilen von Prime-Vorteilen stark eingeschränkt.

Im Paket für Prime-Mitglieder ist auch Datenspeicher enthalten. Prime-Mitglieder können „unendlich viele“ Fotos in der Cloud bei Amazon speichern, dort also sichern und diese über Apps oder Geräte wie den Echo Show und den Fire TV betrachten. Amazon hat in vielen Dingen die Hände drin und einer der ältesten und größten Zweige ist das Cloud-Geschäft.

Amazons Cloud ist nicht nur Basis für unzählige Internet-Anbieter und -Dienste, man selber bietet de Kunden auch Speicher für Backups und Co an. Unbegrenzt kostete dieser Speicher bislang 70 Euro im Jahr. Für Menschen mit vielen Daten ein lächerlicher Preis. Rechner oder NAS an den Amazon Drive angebunden, Backups ohne Ende machen und lediglich 70 Euro im Jahr zahlen – da hält kein Anbieter mit.

Dass das Angebot hierzulande eingestellt wird, konnte man ahnen. Amazon schob schon Mitte des Jahres in den USA den Riegel vor die Speicher-Flatrate. Dies ist nun zum 1. Dezember auch in in Deutschland der Fall. Die Preise sind im Vergleich zum Wettbewerb ähnlich, in keiner Form mehr mit der alten Preisstruktur vergleichbar.

So kostet der Jahresplan mit 100 GB 19,99 Euro im Jahr, 1 Terabyte pro Jahr nun 99,99 Euro. 2 TB liegen bei 199,98 Euro. Es gibt keine Vergünstigungen in den Plänen, sodass 10 Terabyte knapp 1000 Euro im Jahr kosten. Will man mehr als 10 Terabyte, so kann man noch auf den Plan mit 20 oder 30 Terabyte wechseln.

Was bedeutet das für euch? Wer viel speichert und den 70-Euro-Jahresplan hatte, der wird diesen natürlich noch in der Laufzeit nutzen können. Nach Ablauf muss man sich eine Alternative suchen oder mehr bezahlen. Nicht davon betroffen ist der Speicher für reine Fotos, also Prime Photos für Prime-Mitglieder – hier kann man weiter unbegrenzt Fotos sichern.

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caschy

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44 Kommentare

  1. Über amazon.com kosten 100GB nur 12 Usd, also etwa die Hälfte der hier fälligen 20 Eur.

  2. Das war nur eine Frage der Zeit, bis die Umstellung auch in Deutschland vollzogen wird. Nun werde ich mich nach einem anderen Backup-Zeit für mein Synology-NAS umschauen. Der hauseigene Dienst C2 klingt recht vielversprechend.

  3. Da haben es einige sicher massiv übertrieben und TB weise Daten hochgeladen :).

  4. Dass Amazon das einstellt – tja, das war irgendwie klar. Aber die Preise finde ich verglichen mit dem bisherigen Unlimited-Modell einfach heftig. Ich habe 2,5TB (verschlüsselt) im Drive abgelegt. Halte ich in heutigen Zeiten für nicht wirklich viel. Macht dann knapp 300 statt 70 Euro pro Jahr.

    Gibt es denn Alternativen die preiswerter sind? Dropbox finde ich in Sachen Usability immer noch Top, aber um mehr als 1TB zu erhalten bräuchte man direk den Business Plan mit 3 Benutzern – geht ins Geld. Und bei MS gibt es ja beim OneDrive 5 Nutzer mit je 1TB – lässt sich vermutlich auch unmöglich als ein zusammengefasster Speicher verwalten? Hubic mit den 5 Euro für 10TB fand ich aućh interessant, aber da soll Software und Support mehr als unterirdisch sein – schwierig.

  5. Vielleicht ist ja Backblaze eine Alternative zu Amazon, auch wenn die Server in den USA stehen.

  6. Wasabi ist günstig und schnell. Zusammen mit Duplicati als Backup Client prima nutzbar.

  7. Christopher says:

    Wäre gute Gelegenheit für einen Übersichtsartikel aktueller Preise und Volumen in nem lesenswerten Tech Blog 😉

  8. Schade, hatte da 6 TB Backups liegen. Jetzt werde ich mir dann wohl den 10 TB Speicher von HuBic für 50 Euro im Jahr genauer anschauen.
    Klingt ganz vielversprechend. Leider halt mit 10 MBit Upload und Download Beschränkung. Aus diesem Grund fiel meine Wahl damals auf Amazon.

  9. @Torsten: Wenn ich es richtig verstehe, zahlt man bei Wasabi auch für den Downloadtraffic? Bei 2TB wären das wohl auch USD40 für den Transfer .. ansonsten sind die Preise aber recht ansprechend 🙂

    @Felix: Schau dir das aber am besten gaaaanz genau an, gibt einige wirklich sehr, sehr negative Erfahrungsberichte. Hab letztlich die Finger von gelassen.

  10. Ich brauche Online-Speicher eigentlich nur für mein Backup (derzeit knapp 1 TB), da steht Backbalze mit 5 USD pro Monat gut da. Allerdings leider nur für einen Rechner, jeder extra Rechner kostet extra.

  11. Werde den Dienst gleich kündigen und dann zu Backblaze wechseln. Amazon soll erstmal erklären wie die Differenz zu den USA für 100 GB kommt…

  12. Na das sind ja mal tolle Nachrichten am Morgen … Hat jemand schon Erfahrung mit Blackblaze ??? Ich persönlich benötige den Speicher nur als BackUp. 10TB reichen mir völlig.

  13. Wenn es nur um Backups geht, halte ich Amazon Glacier für sehr gut geeignet und günstig.

  14. @Stephan Ja, das ist so richtig. Ich lade aber in der Regel nur hoch und selten runter, daher stört es mich nicht. Es ist halt ein reines Backup für mich. Man muss aber beachten, dass zumindest Duplicati beim inkrementellen Upload immer eine gewisse Menge Daten runterlädt um den aktuellen Stand zu prüfen. Das könnte bei stündlichen Backups Probleme geben.

  15. Also Amazon zeigt bei mir folgende Preise an: 100 GB -> 19,99 € / 1 TB -> 99,99 € / 2 TB -> 199,98 € / usw. Aktuell verwende ich ca. 7,5 TB, nach dem neuen Speicher-Plan kostet mich der Spaß schlappe 799,98 € im Jahr. Klingt nach einem *SCHNÄPPCHEN*

  16. Das ärgerliche bei Backblaze:

    Hätte ich eine große HDD in meinem Mac, könnte ich mit Private oder Business für 50/Jahr oder 5/Monat ein Backup meiner RAW-Bilder machen….

    Da ich habe nur eine 500GB SSD habe, sind diese Daten auf ein Netzwerk-Laufwerk ausgelagert – und genau das wird nicht unterstützt! So wird sofort der B2-Vertrag notwendig und damit wird es wieder kompliziert (Upload kostet, download kostet jeweils pro GB) und vor allem teurer 🙁

  17. Da hab ich doch direkt mal bei Amazon Drive mein Abo beendet (und die 1,5TB Backup gelöscht) … genau so wie ich es schon mit Prime bei der letzten Preiserhöhung gemacht hatte. Ebenso wie ich meine Amazon Einkäufe deutlich reduziert habe (Jahresumsatz von 10.000€ und mehr), nachdem Hermes und Co hier eine totale Katastrophe sind und amazon es einfach Wurscht ist.

    Amazon wird davon nicht untergehen … ist auch nicht mein Ziel. Aber warum soll ich für Dinge zahlen (Amazon Prime Video/Music) das ich überhaupt nicht nutze. Und bei den Speicherplänen fürs Drive hätten sie sich auch was neues einfallen lassen können und nicht stumpf von der Konkurrenz kopieren brauchen.

  18. Prime wurde mir jetzt angeboten für 7.99 im Monat..Von wegen 69 im Jahr..
    Das lohnt nicht mehr.

  19. Einfach Google Drive Business nutzen da kriegt man unendlich speicher für ein paar Kröten im Monat

  20. Kleiner Hinweis zu Synology C2, da dies oben als Alternative gelistet wurde:
    Ich habe den Dienst in der Betaphase und danach getestet. Es läuft eigentlich alles ganz gut, aber einen großen Nachteil hat das Ganze: Man kann die Daten zwar im Browser einsehen und einzeln runterladen, aber wenn die Discstation mal kaputt ist, kommt man auch nur über diesen Weg des Einzeldownloads an seine Daten. Es gibt keine Möglichkeit das ganze Archiv oder zumindest ganze Ordner herunter zu laden. Somit MUSS man sich eine neue Synology kaufen. Für mich so ein NoGo, ein Backup muss immer zur Verfügung stehen – vor allen dann, wenn die Promärquelle (NAS) ausfällt.

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