Amazon Dash: Virtuelle Buttons auch für Drittanbieter, neue Partner für automatische Nachbestellung

Die Dash-Buttons von Amazon kennt Ihr wahrscheinlich, per Knopfdruck lässt sich ein vorher festgelegtes Produkt bestellen. Kein Aufwand, alles wird vorher definiert, steigt der Preis bei einer neuen Bestellung, bekommt man das mitgeteilt. Die Dash-Buttons wurden auch in Deutschland schon erweitert, es gibt sie relativ zahlreich, aber dennoch sind sie sehr speziell. Ich würde die Buttons zum Beispiel gerne nutzen, für meinen Bedarf gibt es aber nicht die passenden Produkte, es lohnt sich schlichtweg nicht für mich.

Seit rund einem Jahr hat Amazon außerdem virtuelle Dash-Buttons, die seit Oktober (in den USA) zum Beispiel im Echo Show zum Einsatz kommen. Sie lösen ebenso eine Bestellung aus wie die physikalischen Buttons, nur eben auf einem Display. Außerdem gibt es das Dash Replenishment Program, Geräte können damit automatisch Dinge bestellen, ein Drucker zum Beispiel Tinte, wenn sie ausgeht.

Für Dash Replenishment hat Amazon nun neue Partner, unter anderem HP, Kenmore und Epson. Für Druckerhersteller bietet sich das natürlich an, Tinte leer, automatisch nachbestellt, keine günstigere Drittanbieter-Farbe, maximaler Gewinn. Und ja, das kann auch für den Kunden praktisch sein, wenn er es sich leisten möchte.

So gibt es auch gleich neue Produkte, die von dieser Methode Gebrauch machen. Zum Beispiel eine Kaffeemaschine, die automatisch Kapseln nachordert. Oder eine Belohnngsspender für Haustiere, der automatisch entsprechende Snacks bestellt, wenn diese zur Neige gehen.

Aber Amazon geht noch einen Schritt weiter, der Virtual Dash Button Service steht nun nämlich auch für Hersteller zur Verfügung. Sie können also virtuelle Dass-Buttons in ihren Geräten verbauen. Das wiederum setzt ein Display voraus – Smart Displays gab es zur CES ja bereits zu sehen. Auf diese Weise lässt sich dann auch auf Drittanbieter-Geräten eine One-Touch-Bestellung für Produkte realisieren.

Ich halte die Idee der Dash-Button, egal ob physikalisch oder virtuell, immer noch für großartig, allerdings auch immer noch für zu unflexibel umgesetzt. Warum kann sich der Kunde nicht selbst Dash-Buttons konfigurieren? Gerade auf virtueller Ebene wäre das so einfach und ich glaube auch fest daran, dass dies für mehr „blinde“ Bestellungen sorgen würde, was durchaus auch im Interesse von Amazon sein dürfte.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

12 Kommentare

  1. Dass-Button – Nash-Button: liesst das keiner wenigstens kurz mal Korrektur?

  2. Unabhängig vn der Grammatik find ich das System einfach nur dämlich.

    Ich soll also ernsthaft überall irgendwelche dämliche (funkende) Buttons hinballern (Die nebenbei ja auch produziert werden müssen und irgendwann zu Müll werden) Um mir was zu bestellen ?

    Ich hab da mittlerweile so Visionen von Raumschiffen in denen wir einfach nur Fettleibig auf schwebenden Tragen liegen.. Ach nein. das war ein Film.. (Wall-E) ..

    Naja. Wers braucht…

  3. Liest*
    Eigene Nase und so 🙂

  4. schau mal hier nach https://github.com/sidho/netflixandchill das ist schon lustig als Hack, und hier ein paar zur Auswahl.

  5. @manu: ich finde das System dagegen sehr nützlich. Ich klebe mir die Dinger immer genau dahin, wo ich feststelle, dass ich das Produkt x nicht mehr habe. Findest du das nicht sinnvoll?

    Und klar, müssen die Dinger produziert werden… wie so viele andere Geräte auch… wie viele Arbeitsplätze entstehe wohl durch die Produktion der Dash-Buttons?

  6. Den Caffè Vergnano 1882 Dash Button aus dem Bild hätte ich auch gerne. Das ist das einzige“Dash“-Produkt, das ich häufiger kaufe. Aber gerade diesen Button gibt es nicht (mehr?) :-(..

  7. @Sascha: Nimm es mir nicht übel. Vor 1 Jahr klangst du noch deutlich positiver zu dem Thema. Wahrscheinlich hat dich nun auch die Realität dieser Buttons eingeholt. Da sage ich doch einfach : Welcome back to the reality !

  8. Mit dem Batterie-Button (der früher oder später unsere Müllberge vergrößert) Kaffeekapseln bestellen, die eine katastrophale Ökobilanz haben (und für die dann auch noch extra ein Paket losgeschickt wird = neuer Verpackungsmüll), weil man zu faul ist, das einfach auf den Monats-Einkaufszettel zu schreiben.
    Und die gleichen Leute demonstrieren dann irgendwo gegen eine Umgehungsstraße oder jammern über Kohlekraftwerke….

  9. MonteCaterno says:

    Ich verstehe nicht, warum Amazon es immer noch nicht geschafft hat, einen selbst konfigurierbaren Universal-Dash raus zu bringen. Alle (wirklich alle!) Produkte von Amazon, die bei uns im Haushalt regelmäßig bestellt werden (bspw. Druckerpatronen, usw.) haben keinen passenden Dash-Button. Gäbe es einen konfigurierbaren, könnte ich den bei Amazon mit dem entsprechenden produkt verknüpfen, an den Drucker pappen und fertig.
    Aber nö, nichts dergleichen. Nur Dash-Buttons für allen möglichen Krempel, den ich nicht regelmäßig bestellen will. Sow ird das nichts….

  10. @MonteCaterno: So geht es mir auch. Z.B.: Die Kaffeesorte, die ich mag gibbet nicht mit Button.
    Und wenn: Vielleicht ändert sich ja mal der Geschmack, dann möchte ich den Button von „Sorte A“ auf „Sorte B“ umstellen können. – Da springt Amazon m.E. nach wirklich zu kurz.

  11. Sri Syadasti says:

    Derweil in der Küche: Mutti holt gerade den Besen um den Button für „Spülmaschinenreiniger“ zu betätigen, der an der Decke befestigt werden musste, weil die Schranktüren und Wände schon mit den gebräuchlichsten Kochzutaten beklebt sind.

    2 Jahre später: 3 Sattelschlepper parken vor dem Haus, weil die Kinder von Onkel Albert schauen wollten, ob einer dieser vielen bunten Knöpfe irgendwas macht.

    Monate später: Papa klopft mit Hammer und Meißel die Buttons von der Wand, weil er wieder mal streichen will.

    1 Jahr später: Die Familie ernährt sich nur noch von Orangensaft und Schokolade, weil die restlichen Buttons ausgefallen sind.

    2 Wochen später: 3 stämmige Kerle stecken Papa ins ein weißes Jäckchen, weil er stundenlang auf einen Button mit der Aufschrift „Brot“ eingedroschen hat und dabei „Herr, wird Manna vom Himmel“ schrie.

    5 Jahre später: Amazon wird als Glaubensgemeinschaft anerkannt und muss nun gar keine Steuern mehr zahlen.

  12. Wenn ich die Dash-Buttons komplett frei belegen könnte, würden mir sofort drei Orte einfallen, wo ich sie einsetzen kann. Wenn es weiterhin nur vorgeschriebene Produkte sind, ist es auch weiterhin absolut uninteressant.

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