Amazon Dash Button: Bald in Deutschland?

Amazon Artikel LogoBereits seit April 2015 gibt es in den USA Amazon Dash. Das Programm las sich erst wie ein Aprilscherz, offensichtlich ist es aber mit Erfolg gekrönt, denn Ende Juli 2016 wurde Amazon Dash auch in England zugänglich gemacht. Doch kommen wir erst einmal dazu, was Amazon Dash eigentlich ist. Kurzum: Ein Schalter. Einkaufen über das Internet der Dinge. Prime-Kunden können so für bestimmte Waren – wie beispielsweise Spülmaschinen-Tabs – einfach einen vorkonfigurierten Knopf drücken – und die Ware kommt an.

dash

Die Buttons sind dabei vorkonfiguriert und arbeiten in Verbindung mit eurem Smartphone. Fallbeispiel Kaffeebohnen: Hersteller XYZ bietet die Hausmarke an, auch via Dash Button, so könntet ihr diesen an euren Automaten hängen. Neigen sich die Bohnen dem Ende zu, so drückt ihr den Button – und via des Smartphones wird die vorkonfigurierte Ware dann bestellt, wenn ihr bestätigt habt.

Ein Ausweiten der Märkte nach den guten Verkaufsergebnissen in den USA? Gut möglich. Amazon sagt selber, dass viele Produkte via des Buttons bezogen werden, weshalb man auch die Produktpalette ausgeweitet habe.

In just the last three months, total Dash Button orders have grown by 70%, with order frequency doubling and Dash Button orders now occurring over twice a minute; for many popular items, more than half of Amazon orders are now made via Dash Buttons

dash button deutschland amazon app

Amazon Dash-Bestellungen in Deutschland? Könnte bald der Fall sein, wenn man davon ausgeht, dass Amazon nicht aus Versehen die falschen Knöpfe gedrückt hat. Bereits seit Ende Juli haben mir einige Leser gemeldet, dass in den Einstellungen ihrer Amazon-App (sowohl Android als auch iOS) unter Benachrichtigungen der Dash-Button zu finden ist. Hier kann man aktivieren oder deaktivieren, dass Benachrichtigungen gesendet werden, wenn Bestellungen via des Dash Buttons aufgegeben werden.

Ein Indiz für einen bevorstehenden Start des Amazon Dash Button in Deutschland? Ich für meinen Teil kann mir derzeit nur schwer vorstellen, meine Bude mit Buttons vollzupflastern. Ihr?

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

26 Kommentare

  1. Hahaha, und dann drückt die Katze (oder der 2jährige Leander-Tristan) dauernd die Buttons 😀
    Dämlichstes Produkt ever.

  2. Definitiv nein. Wenn es mal so weit ist, dass ich mir von dem Weg zu Spülmaschine bis zu meinem Smartphone nicht mehr merken kann, dass die Tabs leer gehen dann habe ich ganz andere Probleme. Und dann hilft mir auch so ein Button nicht mehr :).

  3. Ich musste erst mal auf den Kalender gucken ob nicht plötzlich wieder April ist.

    Das beim Klopapier finde ich klasse. Allerdings müsste dann meine Frau mit einer Rolle anrücken.

    Mit fällt Grad auch echt nicht ein wo ich das bräuchte. Bei Windeln momentan vielleicht aber dank spar Abo kommen die eh automatisch und ab und zu muss ja mal die Größe angepasst werden.

    Also für mich is das wohl auch nix.

  4. Der Haken ist doch immer noch die Zustellung. Wenn ich dann alle Nase lang beim Paketshop oder im schlimmsten Fall bei der Post vorstellig werden muss, um mein Klopapier abzuholen, wird es auch wieder irgendwie unpraktisch.

  5. Och, die Bude zupflastern jetzt nicht gleich. Aber bei so manchem Kleinkram den man selten kauft und der irgendwo in einer dunklen Ecke steht kann ich mir das vorstellen…. Wären bei mir so Dinge wie Waschmittel, Swiffer oder Waschmaschinentabs. Bei denen ist es meistens so, dass die entweder plötzlich am Wochenende wirklich alle sind. Oder ich steh im Laden, denke mir die bräuchte ich mal wieder und stelle dann zu Hause fest dass noch genug da war. Insofern verfalle ich bei diesen Dingen häufig in die Extreme: Restlos alle oder viel zu viel auf Vorrat. Mit so einem Button könnte ich mir vorstellen, dass es besser laufen könnte. Bin halt IT’ler und mit Scrum und Kanban dem Prinzip der stetigen Verbesserung erlegen. 😉

  6. ich glaub keiner würde erstmal sagen, brauch ich – aber wenn es evtl. vor Ort installiert ist, findet man es nach und nach evtl. doch sinnvoll.
    ich finde https://fresh.amazon.com/dash/ cool

    PS: gibt es eigentlich ein clone um ggfls. eigene Dinge „zu programmieren“? – bspw. in der Lagerverwaltung für ein kleines Unternehmen wäre das interessant.

  7. Keine Art einzukaufen für mich. Aber Echo & Alexa würden mich schon interessieren. Eventuell gibt es ja einen Zusammenhang….

  8. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Smartphone dazu nicht verwendet werden muss. Die Buttons haben WLAN und kommunizieren direkt mit Amazon.
    Dadurch ist es einiger Tüftlern auch bereits gelungen, die Dash Buttons zu zweckentfremden. Sie haben bei der Konfiguration einfach den letzten Schritt, die Auswahl des eigentlichen Produkts weggelassen. Beim Betätigen wählt sich der Button so ins WLAN ein, bestellt aber nichts. Dieser Verbindungsaufbau mit dem Netzwerk wird per Sniffer überwacht und der Rest wird nur von der eigenen Fantasie begrenzt.
    Fazit: Ich bestelle mir sicherlich einige davon, aber ich nutze sie eben etwas anders (falls kein Firmwareupdate dies nun verhindert).

  9. Dürfte in DE nicht erlaubt sein.
    Nach „Fernabsatzgesetz“ (heisst ja jetzt anders) muss man bei Bestellung auf Button „zahlungspflichtig bestellen“ klicken mit Hinweis auf entstehende Kosten….

  10. Würde allenfalls dann Sinn machen, wenn das Klopapier alle ist, man da hilflos auf der Schüssel sitzt, auf den Knopf drückt und sofort eine Amazon-Drohne mit neuem Papier durchs Fenster geflogen kommt 😀

  11. Wüste bei mir spontan nicht ein Produkt, das ich auf diesem Weg ordern würde. Ich bestelle durchaus eine Menge, aber zumindest diese Art des Einkaufs möchte ich mir dann doch noch erhalten.

  12. @Rainer: Dann wird der Knopf halt beschriftet. 😉

  13. Grey Hound says:

    Gefällt mir nicht.

  14. @Rainer und Kalle: vor allem kriegt man ja wohl eh am Smartphone nochmal eine Nachricht, die man bestätigen muss. Dort können ja die nötigen Informationen und die Button-Beschriftung eingehalten werden.

  15. Wenn es dazu eine API gibt, sehe ich da durchaus einen sinnvollen Anwendungsbereich.

  16. Ohne Smartphone-Anbindung wärs witziger. Dann könnten zumindest auch alle Gäste problemlos neues Klopapier kaufen und uns gehts wirklich nie mehr aus 🙂

  17. Wers braucht warum nicht. Nur weil ich es nicht brauche kann es ja ein anderer brauchen.

    Immerhin ist Amazon kreativ. Vor allem wo Amazon mittlerweile auch mit Same Day liefert in großen Städten. Wenn ich dann wirklich in 2 Stunden die Tabs bekomme.

  18. Wieder ein Schritt in die weitere Verblödung der Menschheit – für Leute, die sogar zu doof sind, einen Einkaufszettel zu schreiben und sich rechtzeitig Klopapier zu kaufen.
    Und ordentlich Sondermüll, denn die Dinger (inkl. Batterie) halten ja nicht ewig. Und für jeden Verbrauchsartikel im Haushalt braucht man einen eigenen.

  19. @Rainer:
    Man muss am Ende immer über die App oder den Browser bestellen. Es werden damit lediglich die Artikel in den Warenkorb gelegt.

    @Marc: Es gibt bereits Hacks für den Dash Button, such mal nach „Amazon Dash Button Hack“

  20. Sehr geil. Den Button gedrückt und die Ware kommt, nur leider 10 Euro teurer weil der Ölpreis gestiegen ist. Nix für mich.

  21. In der Gegend, wo ich wohne, hab ich Verbrauchsmaterialien des täglichen Bedarfs schneller zu Fuß im Supermarkt/Drogerie geholt, als Amazon mir das in dieser Gegend zu meinen Lebzeiten liefern könnte.

  22. Christian says:

    Ich arbeite in einer sehr großen Firma die auch Konsumgüter für den täglichen Bedarf herstellt.
    Vor gut einer Woche wurde intern kommuniziert daß wir mit Amazon in diesem Bereich zusammen arbeiten werden.
    Ob jetzt Deutschland oder für andere Teile der Welt weiß ich nicht ob

  23. @Felix
    weiß ich, hab mir die yt-clips/blog-Anleitung gelesen, aber hier wird ja nur die Meldung usw. abgefangen, mich würde aber sowas „frei“ also als clone interessieren.
    Ein kostengünstiger WLAN-Button im Prinzip

    oder für andere Dinge/Einsatzzweck (schnelle Erfassung) den dash-key

    grundsätzlich finde ich das Amazon-Lab/-Entwicklung-Abtlg. genial und frag mich warum andere auf solche Dinge noch nicht gekommen sind.
    mit den Produkte wie Fire USB-Stick ab sie ja gezeigt, dass interessante Produkte entstehen können.

  24. Auf den ersten Blick fand ich die Idee ja witzig. Aber ich hab‘ jetzt stellenweise schon das Abo genutzt. Da wird dann der Klarspüler für die Geschirrspülmaschine nochmal extra verklebt, damit sie sich nicht versehentlich öffnet und dann kommt die in einer extra Schachtel verpackt. Die Ökobilanz geht da ganz schön in den Keller.
    Ich schreibe mir lieber alles auf einen Zettel oder meinetwegen in eine App und hole dann alles gesammelt. Ist für mich nicht viel Fahrerei, der Lieferdienst muss wegen eines 1-Euro-50-Produktes nicht extra einen Schlenker zu mir fahren, und ich trainiere mein Gedächtnis weiterhin.
    Was mir außerdem auch nicht klar ist: Bestätigen muss man den Kauf ja wahrscheinlich eh nochmal. Schließlich muss der Kunde ja auch über etwaige Preisänderungen oder veränderte Verpackungsgrößen unterrichtet werden.

  25. Kurz Klartext:

    1) Knopf drücken.
    2) Artikel im Warenkorb.

    Es passiert *nichts*, bis du die Bestellung nicht per Handy oder auf der Webseite im Warenkorb bestätigst. Vor dem Bestätigen kannst du im Warenkorb die Menge und auch sonst alles wie gewohnt anpassen. Gibt also keine bösen Überraschungen.

  26. @Jakob

    Der Artikel kommt nicht in den Warenkorb, man bestellt mit dem Dash-Button direkt.
    Wenn man die Option aus dem Artikel nicht eingeschaltet hat, bekommt man nicht mal eine Meldung dazu.

    Und ja, ich hab das Ding benutzt.