Amazon bringt Kindle Touch und Kindle Touch 3G nach Deutschland – leider kein Kindle Fire

Ach Amazon, was machst du bloß? Viele freuten sich auf das Kindle Fire, stattdessen steht seit wenigen Augenblicken fest, dass lediglich Kindle Touch und Kindle Touch 3G nach Deutschland kommen (die Geräte stellte ich bereits vor). Kindle Touch und Kindle Touch 3G bieten zusätzlich zu den bekannten Funktionen, die Leser vom alten Kindle kennen, einen neuen, einfach zu bedienenden Touchscreen. Wie gehabt bekommt man hier das monochrome Display zu sehen, während die Kindle Fire-Benutzer ein fast waschechtes Android-Tablet zum schmalen Kurs bekommen.

Der Kindle Touch ist für 129 Euro erhältlich, der Kindle Touch 3G mit kostenlosem 3G Wireless zum Herunterladen von Kindle-Inhalten kostet 189 Euro. Die beiden neuen Kindle können unter www.amazon.de/kindletouch und www.amazon.de/kindletouch3G vorbestellt werden und werden ab dem 27. April ausgeliefert. Tja, was sagt der geneigte Digitalbuch-Leser? Heißer Kram oder doch enttäuscht, weil kein Kindle Fire nach Deutschland kommt?

Offizielle Feature-Liste seitens Amazon – Marketing-Gedöns nicht rausgefiltert:

Einfach zu bedienender Touch Screen: Kindle Touch und Kindle Touch 3G bieten eine benutzerfreundliche Touch-Schnittstelle. Schnell und einfach lassen sich Seiten umblättern, Bücher entdecken und kaufen sowie Notizen erstellen.

Leicht und kompakt: Trotz des schlanken Designs bieten die neuen Kindle-Geräte dasselbe 15cm/6-Zoll- Display wie die bisherigen Kindle. Der Kindle Touch wiegt nur 213 g, der Kindle Touch 3G 220 g.

Speicherplatz für bis zu 3.000 Bücher: Mit dem Kindle Touch und dem Kindle Touch 3G hat man seine komplette Bibliothek in der Tasche.

Bis zu zwei Monate Akkulaufzeit: Einmal aufgeladen, hält der Akku bei ausgeschaltetem Wireless bis zu zwei Monate.

NEU – EasyReach: Dank EasyReach kann man mühelos mit einer Hand umblättern und lesen.

Das modernste E Ink-Display: Das kontrasteiche Kindle E Ink-Display zeigt Texte und Bilder klar und gestochen scharf an. Anders als auf LCD-Bildschirmen liest man auf dem Kindle wie auf echtem Papier, ganz ohne Reflexion – und das sogar in hellem Sonnenlicht.

Bücher in 60 Sekunden: Durch die schnelle und kostenlose Drahtlosverbindung kann man Bücher in weniger als 60 Sekunden auf dem Kindle lesen.

Riesige Auswahl: Der Amazon.de Kindle-Shop bietet mehr als eine Million Bücher, darunter Neuerscheinungen und 85 der 100 Spiegel-Bestseller, beliebte Zeitungen wie Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Die Welt am Sonntag, Welt Kompakt, Welt am Sonntag Kompakt sowie bekannte Magazine wie Focus und Wirtschaftswoche.

Gratis Bücher: Mehr als 1 Million kostenlose Bücher sind zusätzlich zum Lesen auf dem Kindle erhältlich. Kostenlose Leseproben: Kunden können die ersten Seiten kostenlos herunterladen und lesen, bevor sie sich für ein Buch entscheiden.

Integriertes WLAN: Zuhause und unterwegs mit Wifi Hotspots verbinden.

Kindle Touch 3G mit kostenlosem 3G Wireless: Kindle Touch 3G ist der Kindle der Spitzenklasse. Mit ihm ist keine Einrichtung einer Wireless-Verbindung, kein Bezahlen von oder Suchen nach Wi-Fi Hotspots mehr nötig. Kunden können weltweit in über 100 Ländern und Gebieten Bücher herunterladen ohne Jahresverträge und monatliche Gebühren.

Einfach zu bedienen: Der Kindle lässt sich sofort in Betrieb nehmen. Kein Setup, keine Software und kein Computer sind notwendig, um Inhalte herunterzuladen.

Auswahl verschiedener Schriftgrößen: Lesekomfort durch die Auswahl von acht verschiedenen Schriftgrößen sowie drei verschiedenen Schriftarten.

Schnelles Umblättern: Kindle Touch und Kindle Touch 3G besitzen einen starken Prozessor für das schnelle und flüssige Umblättern der Buchseiten.

PDF-Dateien und persönliche Dokumente: PDF-Dateien und persönliche Dokumente kann man einfach per E-Mail auf den Kindle übertragen. So kann man diese unterwegs lesen oder Notizen hinzuzufügen.

Audio-Unterstützung: Kindle Touch und Kindle Touch 3G bieten die Text-to-Speech Funktion für englische Bücher und unterstützen das Abspielen von Hörbüchern und MP3.

Kostenloses Cloud-Archiv: Bücher, die Kunden im Kindle-Shop kaufen, werden automatisch im „Worry- free“-Archiv kostenlos gespeichert und können von dort jederzeit wieder heruntergeladen werden.

„Einmal kaufen, überall lesen“: Kindle-Bücher kann man auf dem Kindle, iPhone, iPad, iPod touch, PC, Mac und Android basierten Endgeräten lesen.

Whispersync: Die Whispersync-Technologie von Amazon synchronisiert automatisch die zuletzt gelesene Seite, sodass man immer genau dort weiterlesen kann, wo man zuvor aufgehört hat.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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29 Kommentare

  1. Lässt sich der Kindle Touch eigtl rooten?

  2. @kaffee: ja. aber das interesse von seiten der entwickler fehlt etwas. ist halt ein e-ink display, was sich nicht so universell einsetzen lässt wie ein subventioniertes, billiges tablet á kindle fire …

  3. Habe den Touch seit Anfang des Jahres und bin echt zufrieden. Leider geht die Share-Funktion (noch) nicht und (noch) kann ich nicht direkt in den deutschen Kindle eBook-Store vom Touch aus.

  4. Zum lesen bleibt e-Ink einfach ungeschlagen. Wobei mir der klassische ohne Touch besser gefällt – aber das ist Ansichtssache.

  5. Tja langsam bekommt man echt den Eindruck, die Android-Hersteller wollen überhaupt nicht, dass deren Tablets an den Erfolg des iPads herankommen. Kein Verkauf in Deutschland und insbesondere kein Content (Musik / Filme / Serien / Bücher) außerhalb USA. Ohne Content kein Erfolg. Das begreifen Amazon, Google & Co. offenbar nicht oder wollen es nicht begreifen, obwohl Apple es ihnen doch täglich vormacht, dass sich Tablets insbesondere über den Content verkaufen.

  6. Für mich ist e-ink-Reader und Touch auch etwas, das nicht zusammen gehört. Besser lesbar wird das Display dadurch nicht (auch wenn es beim Kindle nicht so bemerkbar ist wie bei den Sony’s). So oder so möchte ich nicht auf einem Reader rumfassen und Schlieren ziehen …

    Bei meinem alten Kindle 3 vermisse ich keinen Touch. Den Kindle 4 finde ich durchaus interessant und würde ihn mir heute wohl kaufen, aber die kleinere Form hat Vor- und Nachteile.

  7. greenkohl23 says:

    schade… kein Fire für uns …

  8. Habe den Kindle Touch seit Markteinführung über Mexxbooks. Habe es jailbroken.
    Bin total begeistert, man kann es komplett auf deutsch stellen, Werbung deaktivieren, surfen, mails checken, onlineradio hören, Linux apps ausführen und natürlich auch lesen (sogar epub) 🙂

  9. @Matthias:
    Touch macht durchaus Sinn:
    schnellere Tastatureingabe, bedienung vieler Jailbreak apps, im Web surfen etc.

  10. Schönes Teil eigentlich, ich hätte gerne mehr Zeit zum Lesen.

  11. Es schwärmen ja so viele, dass die durch ein Kindle wieder mehr zum Lesen kommen, vielleicht sollte ich den neuen Modellen eine Chance geben.

  12. Ich habe einen Kindle ohne Touch, ich wollte auch gar keinen Touch.
    Dann wäre das Display immer verfettet und das mag ich nicht, da es dann dazu neigt zu reflektieren, gerade unter Sonneneinstrahlung.

  13. Ich benutze schon länger den Kindle Keyboard, meine Frau den Kindle. Wir wüßten beide nicht, wozu man auf dem Teil rumtatschen soll?
    Die Bücher werden meist am PC ausgesucht und gekauft (die Tastatur wird fast nur zur Kennwortsperre benutzt). Die Bedienung mit den Vor-/Zurückblättern-Tasten funktioniert wunderbar und auch einhändig. Der Kindle Keyboard liegt m.M. besser in der Hand.
    Für uns sind diese Geräte aber auch nur reiner Buchersatz. Zum „Touchen“ habe ich das iPad.

  14. 99 Dollar in den Staaten und 129 Euro hier? also irgendwann ist auch mal gut ne…

  15. Fun-Tools!
    Zitat:“Durch die schnelle und kostenlose Drahtlosverbindung kann man Bücher in weniger als 60 Sekunden auf dem Kindle lesen.“
    Das nenne ich mal „Power-Reading“!!! ;o))
    Gemeint ist wohl eher:“… Bücher in weniger als 60 Sekunden auf dem Kindle laden.“

  16. Black Eagle says:

    Also ich hab n Kobo Touch …
    Find ich total Prima. Leute, die sich den Kindle Touch anschaffen wollen, sollten da auch mal ein Blick hin riskieren ..

  17. Auch wenns nicht der Kindle Fire ist,aber ich bestell mir das Ding. Ich will mir schon lange einen EBook Reader holen. Ein Tablet hol ich mir irgendwann noch separat.

  18. Ich habe mir den Touch vor ein paar Monaten aus den Staaten importiert und bin damit weitgehend zufrieden – wenn er dann bald auch mit dem deutschen Store vom Gerät aus geht, umso besser. Touch finde ich super, weil das Eintippen von Notizen damit viel besser funktioniert als über den komischen Cursor beim 4er.

    Den Fire fand ich persönlich nicht interessant, weil ich ein reines Lesegerät gesucht habe – und für ein Tablet würde ich dann doch eher ein bisschen mehr ausgeben für ein Gerät mit besserer Leistung.

  19. Ich habe mir den „klassischen“ Kindle zu Weihnachten geschenkt und bin wirklich zufrieden, es ist ein sehr schönes Gerät – allerdings finde ich die Tasten etwas zu „hakelig“ (ich blättere immer wieder mal versehentlich vor oder zurück – wahrscheinlich halte ich ihn falsch…;-) )

    Ich werde mir den Touch mit Sicherheit zumindest mal ansehen – ich bin auch zu sehr durch iPad und iPhone geprägt, irgendwie muss ich immer ein bißchen gegen den Impuls ankämpfen, mit dem Finger und einer Wischgeste blättern zu wollen…

  20. Ich hab mir meinen Kindle Touch 3G noch über eine dubiose Drittwebsite liefern lassen müssen … mit dem Gerät bin ich aber sehr zufrieden, es ist echt noch eine ganze stufe intuitiver als der Kindle Keyboard …

    Dass Amazon den Fire nicht nach Deutschland bringt dürfte daran liegen, dass sie sich noch nicht mit GEMA etc über Rechte an Musik und Filmen geeinigt haben. Ohne, dass Amazon mit dem Fire Content verkaufen kann, ist der ja ein einziges Verlustgeschäft für sie. Was solls, zum e-books-lesen ist der ja eh nicht zu gebrauchen.

  21. leosmutter says:

    Der Fire gefällt mir sehr gut von der Verarbeitung und der allgemeinen Haptik. Vielleicht schafft er es ja mal über den Teich. Mit einem richtigen E-Ink kann er es nicht aufnehmen, das stimmt wohl soweit. Aber auf XDA ist er ganz gut vertreten und ich kann von Stock bis ICS alles draufziehen. Ich habe den Kauf bis jetzt noch nicht bereut.

  22. Ich habe schon länger den Kindle Fire und bin damit sehr zufrieden, hatte aber gehofft, daß Amazon mit dem Kindle Touch auch den Fire mit rausbringt, weil natürlich einfach der Content fehlt (Whispersync funktioniert hervorragend, aber der Market zB nicht.
    Hatte auch überlegt, mir dann einen Kindle Touch zuzulegen, aber der Vorteil scheint ja nach den Kommentaren hier es nciht wert zu sein.

  23. Lustig, wie immer über Touch auf E-Ink geredet wird, obwohl diese Kritiker scheinbar davon so viel Ahnung haben wie der Papst vom Sex 🙂

    Ich hab seit 1,5 Jahren eine Sony 650 mit Touch und E-Ink. Das Display ist matt, der Touch wird per Infrarot realisiert (genau wie beim Kindle), was die Lesbarkeit kein bisschen beeinträchtigt, bei der Bedienung verschmiert da nix (sofern man nicht direkt von den Fritten auf den Screen wechselt). Vielleicht mal ausprobieren, bevor man skeptisch meint, dass könne doch nix sein? Oh Deutschland, Deine Zweifler …

  24. Es ist wie bei crApple: Über den Content wird das Gerät subventioniert und kann daher im Vergleich zur Konkurrenz billiger angeboten werden. Damit werden innovative kleinere Unternehmen vom Markt gedrängt (und ja, es gibt bessere eInk-Reader als den Kindle, der erst mit alternativem OS halbwegs brauchbar wird).

    Ich liebe meinen eInk-Reader (könnte mit einem Tablet nichts anfangen, da bei normalem Tageslicht nicht lesbar bzw. Hintergrundbeleuchtung bei weitem nicht so augenschonend), aber ein Gerät mit Touch würde ich nicht verwenden (bringt mir keinen Mehrwert, Fettschlieren am Bildschirm müssen nicht sein… und ja, ich habe mehrfach einen ausprobiert).

  25. Den Kindle Fire hätte ich mir direkt geholt, die anderen Kindles will ich nicht. Schwacher Zug von Amazon.

  26. @Pietz erst informieren, dann posten. Der Touch ohne Werbung kostet in den USA $139 _plus_ sales tax, also eher um $159.

    Der ePaper Kindle ist zum _Lesen_ unschlagbar und alternativlos. Ich freue mich darauf für meinen importierten dann vernünftige Unterstützung für deutsche Sprache und den deutschen Store zu erhalten.

    Der Touch wäre nett um ein billiges Tablet zu haben (wer’s braucht…), ist aber auch problemlos als Deutscher für < 200 zu bekommen, wozu also die Aufregung.

    Ich warte immer noch auf die Welle der Aufregung in Blogs dass der Fire ja gar keinen herausnehmbaren Akku hat… 😉

  27. @Frank

    Es sollten natürlich genauso bei Android-Tablets die typischen crApple-Mängel kritisiert werden (kein USB mass storage, kein microSD-Card-Slot, kein wechselbarer Akku, etc.).

    Für mich total unverständlich, dass man bei den Unzulänglichkeiten dem Fallobst genauso nacheifert wie bei den positiven Dingen.

    Es gibt natürlich auch positive Ausnahmen, aber es ist eben leider nicht die Regel.

    Und als Anmerkung: Das Kindle Fire ist nicht wirklich ein vollwertiges Android-Tablet, es ist übelst kastriert und damit außer zum stupiden Konsumieren (was der Mehrheit der Bevölkerung allerdings wohl reichen wird) unbrauchbar.

  28. @Don:
    Stimmt wirklich, man liesst wirklich wieder mal was und vor allem ist irgendwie die Lesegeschwindigkeit schneller, als mit bei echtem Papier.

    @iZerf:
    Display ist Matt, man sieht Fingertoucher nicht so sehr wie aufm iphone etc.

    @Oldkraut:
    Wenn man das Gerät nicht nur zum umblättern verwendet, sondern für Apps steuern, surfen, notizen machen, stichwörter ausm Buch nachlesen etc. dann macht eine Touch Tastatur viel mehr sinn als die Buchstaben auf der virtuellen Tastatur mit 2 Tasten auswählen zu müssen.

  29. Der Kindle Touch macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Das neue Touchscreen erleichtert erheblich die Bedienung. Schade ist nur das es auch in den neuen Modell imm noch kein Steckplatz für eine SD_Karte gibt und somit der Speicher auf 4GB beschränkt ist.

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