
Google ist weiterhin der Teil von Alphabet, der den meisten Umsatz macht, bei Google wiederum ist es das Geschäft mit Werbung, welches hauptsächlich für Einnahmen sorgt. Lässt man die EU-Strafe einmal außen vor, ergibt sich ein sehr viel freundlicheres Bild, was Wachstum bei Google angeht.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 26,010 Milliarden Dollar, der Gewinn beträgt 6,26 Milliarden Dollar (3,524 Milliarden Dollar mit EU-Strafe eingerechnet). Die Marge sinkt durch die Strafe auch, statt 28 Prozent im gleichen Zeitraum 2016, sind es 2017 nur noch 18 Prozent. Das sollte – folgen keine weiteren „Sonderausgaben“ – im nächsten Quartal wieder normaler aussehen.
Allerdings ist auch bei der Werbung nicht alles Gold, was glänzt. Denn Google konnte zwar bezahlte Werbeanzeigen um 52 Prozent steigern, muss allerdings auch einen niedrigeren Erlös pro Klick hinnehmen, dieser sank nämlich um 23 Prozent.
Erfreulich für Alphabet ist auch die Sparte „Other Bets“, wo Google diverse Unternehmen sammelt. Hier konnte der Verlust verringert werden, von 855 auf 772 Millionen Dollar. In dieser Sparte sind zum Beispiel Waymo oder Nest zu finden.
Ohne die EU-Strafe sähen die Zahlen gesamt zwar besser aus, dennoch würden sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass Google nicht mehr alleine auf dem Werbemarkt ist und Werbung kein Selbstläufer mehr ist. Die weiteren Zahlen gibt es direkt bei Alphabet.