Aldi Süd zieht nach: Führt wie Aldi Nord kontaktloses Bezahlen ein

aldi süd logo

Aldi Nord hatte es bereits im Juni 2015 vorgemacht: Der Discounter führte Mitte des Jahres die neue Möglichkeit ein mit Kreditkarte und sogar kontaktlos via NFC zu bezahlen – auch ohne Karte direkt mit dem Smartphone. Da ich selbst im hohen Norden vor mich hin vegetiere, habe ich von den neuen Optionen auch schon profitiert. Mittlerweile zahle ich bei Aldi ausschließlich mit Kreditkarte. Die NFC-Funktion, auch durch meine Karte unterstützt, habe ich zugegebenermaßen aber bisher nicht weiter ausgetestet. Vielleicht sind die im Süden beheimateten Nutzer unter euch experimentierfreudiger: Denn Aldi Süd zieht nun offiziell nach und bietet ebenfalls kontaktlose Zahlung über Kredit-, Maestro- sowie VPAY-Karten sowie Smartphones an.

Da waren die Nordlichter also mal fixer, denn das unabhängige Aldi Süd hat einige Monate mehr ins Land gehen lassen, um im Bezug auf die kontaktlose Bezahlung aufzuschließen. Allein ein NFC-fähiges Smartphone reicht aber noch nicht zum Bezahlen aus. So benötigt ihr auch eine Wallet-App, welche eure persönlichen Zahlungsdaten speichert. Falls ihr ein Smartphone ohne NFC nutzt, könnt ihr auch bei eurem Mobilfunkanbieter einen NFC-Sticker anfordern und jenen einspannen. Falls ihr lieber noch auf eine Kreditkarte setzt, erkennt ihr an dem Funkwellen-Symbol, ob jene NFC unterstützt.

©ALDI SÜD_Kontaktlose Zahlung_Zahlungsterminal

Spielt euer Zahlungsbetrag unter 25 Euro, genügt es, das Smartphone an das Terminal zu halten.Weitere Authentifizierungen sind nicht notwendig. Bei einem Einkaufswert von über 25 Euro müsst ihr aber auch eine PIN eingeben bzw. unterschreiben. Das Spielchen läuft also genau ab wie bei Aldi Nord.

Aldi Nord und nun auch Aldi Süd sind dabei in Deutschland nun an vorderster Front platziert, was kontaktloses Zahlen betrifft. So ist man hierzulande ja sonst eher rückständig, was die Etablierung unterschiedlicher Zahlungsmethoden betrifft. In unseren Nachbarländern etwa kann man selbst im Café einen Espresso via Kreditkarte bezahlen, wo bei uns ausschließlich „Bares auch Wahres“ ist.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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39 Kommentare

  1. Frage: was passiert eigentlich, wenn man eine Geldbörse mit MEHREREN Karten an das Terminal hält? Auswahloption am Lesegerät? Fehler?

  2. Kann man mit diesen „Wallet Apps“ anonym bezahlen, wie bei Pple Pay oder bekommt Aldi Daten des Kunden oder der Mobilfunkbetreiber Daten zum Einkauf?

  3. Zu Glück ist meine Mastercard entsprechend ausgestattet, so dass ich das bei Aldi gern nutze, um kein Kleingeld als Rückgeld zu erhalten. Allerdings ist der Vorgang nicht schneller als das übliche Bezahlen (Bar oder elektronisch mit PIN-Eingabe), da der Ausdruck des Bons eine echte Ewigkeit dauert. Man steht da jedesmal echt gefühlte Stunden, wenn man nicht soviel zum Einpacken hat.

  4. Ich habe letzte Woche die neue app von boon (gehört zu wirecard) gestestet bei Aldi und Kaisers. Gibt 5 Euro Startguthaben kostenlos. Hat auch reibungslos funktioniert. Aber auch hier ist der Nachteil, dass man nachdem die 5 Euro verbraucht sind, neues Guthaben erst umständlich per Überweisung aufgeladen werden muss. Das ist meines Erachtens völlig sinnfrei.

  5. @Ulrich
    Diese Insellösungen wie zum Beispiel beim netto sind auch hochgradig lächerlich. Die sind dermaßen umständlich und weltfremd, dass es schon an ein kleines Wunder grenzt wenn das überhaupt mal jemand nutzt. Den Projektverantwortlichen hätte man hochkant raus werfen müssen sowas ernsthaft auf den Markt zu bringen.
    Die Zahlungen per NFC Kreditkarte bringen wirklich in der Praxis echte Vorteile und werden sich auch rasend schnell in der Masse durchsetzen und genutzt werden. Im Ausland ist das schon länger Alltag in diversen Ländern.

  6. Wann startet Apple Pay denn endlich bei uns?

  7. Elkipso

    Welche Vorteile?

  8. @Cem
    Es ist bequemer und erheblich schneller als eine Bargeldzahlung. Bei Beträgen unter 25 Euro ist der komplette Bezahlvorgang in 1-2 Sekunden abgeschlossen. Du hältst wirklich die Karte an das Lesegerät und in dem Moment kommt die Quittung schon aus dem Kassendrucker. Das ist eine sehr komfortable Geschichte.

  9. Also es scheint hier ja noch ein großer Aufklärungsbedarf zum Thema NFC zu bestehen. Ich beantworte mal ein paar Fragen die mir aufgefallen sind.

    Bei Aldi, anders als bei z.B. den meisten IKEA Filialen, kann man auch mit der VISA oder MasterCard kontaktlos bezahlen.

    Wenn man mehrere Karten oder die ganze Geldbörse mit mehreren Karten dranhält gibt es einen Fehler bzw. es passiert nichts – das kann z.B. auch passieren wenn man RDIF Karten z.B. bei Monatsabos für den Bus/Bahn hat.

    Vorteile unter 25 € keine PIN oder Unterschrift notwendig – geht schneller.

    Anonym kann man mit Wallet Apps meiner Erfahrung nicht zahlen, man tut nichts anderes als eine bestehende Karte in dieser App abzulegen.

    Girokonto Karten mit NFC kommen im nächsten Jahr bzw. in den nächsten Jahren auf den Markt.

    Es reicht wenn man sagt das man mit Karte zahlen will, so sind die meisten Kassierer (unabhängig von Aldi gesehen) nicht überfordert – kontaktlos oder mit dem Handy ergibt meistens die Antwort: Machen wir nicht oder ein großes Chaos.

    Kreditkartenzahlungen haben erst einmal nichts mit NFC zu tun, NFC is eine Technologie für kontaktloses Bezahlen, welche nicht auf Kreditkarten beschränk sein muss. Siehe IKEA – die haben inzwischen überall die Terminals, aber akzeptieren (noch nicht) überall Kreditkarten.

    Samsung Pay gibt es in Deutschland noch nicht, ebenso Apple Pay und Android Pay. Wenn man es aber über einen ausländischen Account aktiviert hat, sollte es in der Regel funktionieren (Angabe ohne Gewähr – da ich Samsung Pay noch nicht getestet habe).

    Der Abstand muss meines Wissens weniger als 4cm sein um ausgelesen zu werden, ein Missbrauch ist außerdem nicht wirklich lohnenswert. Man kann alle unberechtigten Zahlungen zurückrufen die mit Karten getätigt werden! Außerdem sobald ihr zwei Karten mit dieser Technik habt, können die nicht ausgelesen werden. Also z.B. eine Visa und eine MasterCard oder eine Monatskarte die einen solchen Chip nutzt (z.B. eine Oyster Card vom London Urlaub).

    Neben Aldi gibt es bundesweit auch Kaufland die das anbieten und viele andere Händler bauen derzeit aus oder haben schon bekanntgegeben das 2016 die Technik kommen wird (natürlich ohne näheres zu nennen). Ich zahle seit einigen Wochen fast alles kontaktlos seit Kaufland, Aldi, netto (nicht alle Filialen), Rossmann(Großraum Berlin und alle neuen Filialen bundesweit – da werden die Mitarbeiter aber noch nicht geschult) und andere die Technik immer weiter pushen.

    Zum Anfang um die Technik kennenzulernen, reicht in meinen Augen eine NFC Kreditkarte die man umsonst von vielen Banken zum Konto bekommt oder mPass (wobei der Aufkleber nicht wirklich reizvoll ist, aber das Hand vor das Terminal zu halten kann Eindruck machen! :-D)

    Ansonsten einmal in England oder Irland Urlaub machen, da ist kontaktlos normal und da wird man auch nicht schief angeschaut, in Deutschland passiert einem das noch sehr oft!

    Sollte noch jemand Fragen haben oder irgendwas unklar sein, ich beantworte die gerne.

  10. zumindest die Vodafone Wallet App setzt leider ein nicht-gerootetes Smartphone voraus. Kann ich gewissermaßen nachvollziehen, ist aber schade, hätte das gern direkt genutzt

  11. In Österreich bei Hofer(Aldi), Spar, Trafiken usw wird seit mehr als 3 Jahren mit NFC Bankomartkarten gezahlt. 3 bis 5 mal (legt die Bank fest) wird bei Beträgen unter 25€ ohne Pin bezahlt. Die Karte habe ich in einer NFC-Schutzhülle (Amazon) verstaut. Zum Bezahlen muß die Karte min. zu 50% herausgezogen werden, funktioniert sonst nicht.

  12. Lidl führt das ganze (war ja zu erwarten) auch ein – http://www.presseportal.de/pm/58227/3199665

  13. Freut mich zu lesen

    Die Terminals hat Aldi ja schon eine ganze Zeit – NFC war aber „noch nicht frei geschaltet“

    Werde ich die Tage gleich mal testen

  14. Muss denn wirklich beim Bezahlen im Aldi noch ein dritter damit zu tun haben und prozente abgreifen die ich als Kunde dann irgendwo draufgeschlagen bekomme? Nur weil es gerade so modern rüberkommt?
    Ich bleibe da doch lieber beim anonymen Bargeld.
    Apropos anonym, ich frage mich wann Payback auf den Zug aufspringt…

  15. @OxKing
    Das genaue Gegenteil ist der Fall.
    Was immer gerne vergessen wird, auch Bargeld verursacht bei den Händlern Kosten. Sehr hohe Kosten sogar. Neben den Gebühren von der Bank für das Bargeld (Münzrollen, etc.) fallen unter anderem noch hohe Kosten die Sicherungssysteme der Wechselgeldbestände, aufwendige Sicherheitstransporte der Tageseinnahmungen und Versicherungskosten gegen Diebstahl Vor-Ort, und Verlustrisiko auf dem Transportweg an. Darüber hinaus verursacht es natürlich auch noch Aufwand und Kosten die Bargeldbestände zu verwalten, zu zählen usw.
    Wenn es nach den Händlern ginge würden diese sofort von heute auf morgen am liebsten kein Bargeld mehr nehmen, und nur noch Kartenzahlungen durchführen. Dadurch würden sie sehr viel Geld sparen.
    Sie tun es nur aus einem einzigen Grund nicht: Weil der Kunde (noch) sein Bargeld liebt und bevorzugt damit bezahlen möchte.

  16. @elknipso das trifft aber nicht auf alle zu… ein Friseur oder Handwerker wird niemals auf seine Bargeldannahme verzichten wollen – wie soll er sonst seine Steuerhinterziehung möglich machen? Mein Friseur bittet mich jedes mal doch lieber Bar zu zahlen weil er es dann nicht in die Kasse eintippen müsse… Kenne duzende Berufszweige die auf Bargeld angewiesen sind und nur zur not Kartenzahlung hinnehmen…

  17. @3rain3ug
    Darüber, dass sich mit Bargeld leichter Steuerhinterziehung betreiben lässt, brauchen wir nicht zu disktutieren. Das ist bekannt.

  18. @Fraggle: „Angenommen, man hat nun eine Geldbörsen-App (Wallet App für unsere englischsprechenden Leser )“
    Wieso denn „Geldbörsen-*App*“? Seit wann ist „App“ denn ein urdeutsches Wort? Wenn schon deutsch, dann bitte „Geldbörsen-Anw“. Abgesehen davon: Ich habe noch nie gehört, dass jemand „Geldbörse“ sagt. Für mich klingt das wie „Gliedermaßstab“ (besser bekannt als Zollstock). Das normale deutsche Wort für den betreffenden Gegenstand ist immer noch Portemonnaie… :p

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