AeroFS: Datei-Synchronisation ohne Cloud auf Basis von P2P (Mac OS X, Linux und Windows) geht live

Im März hatte ich von AeroFS berichtet, quasi die persönliche Dropbox auf P2P-Basis mit und ohne Cloud. Über Nacht bekam ich meinen Invite – also habe ich mir den Spaß mal angeschaut. Wir haben da also eine Software, die primär unseren eigenen Plattenplatz nutzt und diesen auf P2P-Basis nutzt. Ich kann also nicht nur mit meinem eigenen Account auf die Ordner aus zugreifen, ich kann auch Freunde (die auch AeroFS nutzen) einladen. Die Client-Software gibt es für Mac OS X, Windows und Linux.

P2P hat natürlich auch immer die Voraussetzung, dass erst einmal der Rechner komplett laufen muss, der die Daten bereit stellt, zumindest, bis sie sich auf einem anderen Rechner befinden – wird ja nicht erst (wie bei Dropbox) in die Cloud gepustet. AeroFS stellt Cloud-Speicher zur Verfügung. 1 GB für lau, mehr soll kosten. Damit können Libraries (also Ordner) in die Cloud gesichert werden.

Meine Denke dazu? P2P. Rechner müssen an sein. Kein Zugriff via Web, Smartphone oder Tablet. Minuspunkte. Zum Sharen und Teilen von Daten unter Freunden vielleicht ganz interessant. Übrigens: die Jungs blasen die Invites raus – also erstellt Libraries und ladet Freunde in die Library ein, denn dann erhalten auch diese einen Invite. Ich werde das Projekt im Auge behalten, aber selber erst einmal nicht nutzen. Wenn ich P2P-Space, oder Nicht-Cloud-Space generell brauche, dann nutze ich mein Synology-NAS.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

18 Kommentare

  1. Interessanter Artikel! Nachdem die dropbox bezüglich ihrer geänderten Terms-of-Service nur noch mit Vorsicht zu genießen ist, kann ein Blick auf Alternativen nichts schaden. Soweit ich die Beschreibung auf der AeroFS-Site verstanden habe, wird auf jedem Computer, der sich zur Synchronisation anmeldet, ein individueller Schlüssel generiert, der von den AeroFS-Leuten „authentifiziert“ wird. Heißt das nun, dass der Schlüssel den individuellen Computer nicht verlässt, was (als Alternative zum dropbox-Modell) die volle Kontrolle des Users über die Privatheit seiner Daten gewährleisten würde, oder bedeutet „Authentifizierung“, das die AeroFS-Betreiber irgendwie doch Zugang zum individuellen Schlüssel haben?
    Für mich als Laie im Moment noch nicht so durchschaubar.

  2. Hört sich nicht danach an, als könnte man einen Server mit einbinden? Per FTP meinetwegen? Gibt es eine Dropbox Alternative die das kann? Einfach irgendwo auf Webspace greifen?

  3. Teamdrive kann das über WebDAV. Mit der Zuverlässigkeit der Syncs habe ich bei denen aber durchwachsene Erfahrungen gemacht. Den Cloud-Ansatz (als alternative Option) von AeroFS finde ich interessant; unter der Voraussetzung, dass der Schlüssel beim Client bleibt.

  4. paul peter says:

    nicht zu vergessen, dass der Upload des einen Rechners („Server“, auf dem die eigenen Daten liegen) die ganze Verbindung bremst.

    Alternative: Opera Unite (File Sharing, Media Player usw.):
    http://unite.opera.com/de/applications/

  5. Ich habe vor knapp einer Woche meinen AeroFS invite erhalten und gleich mal munter fröhlich darauf los getestet …

    Möchte Caschy wiedersprechen das daß P2P von AeroFS einen Nachteil darstellt.

    Für den Androiden, für welchen es momentan kein AeroFS gibt, habe ich einfach einen kleinen Umweg gewählt. Auf einem Atom basierten Linux Rechner – der weniger Strom verbraucht als gängige NAS Boxen – AeroFS drauf getan damit dieser gleich mal auch noch ein Backup-Backend der Libraries ist, und dann mittels ProFTPd und virtuelle User das AeroFS Verzeichnis „freigegeben“.

    Benötigt also nur mehr AndFTP am Android um etwas aus der Library auf die lokale SD zu holen, oder um etwas in die Library raufzuladen. Nicht wirkich umständlicher als Dropbox unter Android.

    Unter Windows müsste sich das ganze mit einem Portablen FileZilla Server (der somit unter dem User-Account läuft) auch realisieren lassen; da es Windows einem nicht ganz so schwer macht mit den Datei-/Ordnerberechtigungen im Filesystem.

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen das ich im bisherigen Zeitraum keine wesentlichen Probleme mit AeroFS festellen konnte, obwohl die Software als „Alpha“ eingestuft ist und die Entwickler im Zyklus von nur wenigen Tagen die nächste Version zum Update stellen.

    Die Vorteile (P2P, verschlüsselter Datentransfer, Platz soviel die Festplatte auf welcher das AeroFS Datenverzeichnis liegt andient, Daten nicht auf einer Storage Cloud die von einem dritten Betrieben wird) überwiegen dermaßen das Dropbox und co sich sehr warm anziehen müssen wenn die Software der breiten Masse zugänglich gemacht wird.

    Ich habe meine Dropbox zwar noch in Verwendung, jedoch nicht mehr wirklich angefasst seitdem AeroFS zwischen meinen Rechner synced.

    Das einzige Problem das AeroFS noch zu lösen hat: Symlinks/Links zu Verzeichnissen funktionieren derzeit noch nicht.

  6. Ist erst interessant wenn es nen droid app gibt…

  7. Vielen Dank für den Erfahrungsbericht! Mein Sync-Szenario sieht in der Regel so aus, dass ich Daten zwischen meinem Arbeitsplatz und zuhause up-to-date haben möchte, also meisten keine zwei Rechner gleichzeitig laufen. Insofern wäre die Cloud-Variante von AeroFS wichtig für mich.

  8. @Dietmar

    „Den Cloud-Ansatz (als alternative Option) von AeroFS finde ich interessant; unter der Voraussetzung, dass der Schlüssel beim Client bleibt.“

    Siehe:
    What is stored on the server (or how does AeroFS work)?
    http://goo.gl/noYTZ

    Als Fazit der doch recht langen Erklärung die zudem auch noch in Englisch abgefasst ist: Der _private_ Schüssel verläßt zu keinem Zeitpunkt den eigenen Rechner; AeroFS übermittelt nur den public key an den Server.

    „Mein Sync-Szenario sieht in der Regel so aus, dass ich Daten zwischen meinem Arbeitsplatz und zuhause up-to-date haben möchte, also meisten keine zwei Rechner gleichzeitig laufen. Insofern wäre die Cloud-Variante von AeroFS wichtig für mich.“

    Tjo, wenn Du auf Deinem Arbeitsplatz mit AeroFS nicht raus kannst weil die Firewall blockt dann ist es ein Problem … obwohl diese FAQ hier vermuten läßt das es selbst in restriktiven Umgebungen funktionieren sollte:

    What are the firewall requirements?
    http://goo.gl/3zQz8

    Im schlimmsten Fall kann man sich immer noch ein VPN oder einen SSH Tunnel zum Computer der Zuhause steht einrichten – oder eben Platz auf den AeroFS Cloud Servern anmieten.

  9. Also da finde ich Wuala momentan praktischer, aber mal sehen.

  10. @Jochen B.
    Danke für den Link. Dann sieht es mit der Sicherheit also gut aus. 🙂

    „Im schlimmsten Fall kann man sich immer noch ein VPN oder einen SSH Tunnel zum Computer der Zuhause steht einrichten“
    Das habe ich mit meinen beiden Fritzboxen schon durchexerziert. Leider scheint sich jedweder USB-Stick, der an der Fritzbox hängt und Daten von remote via VPN-Tunnel empfängt, über kurz oder lang zu verabschieden und ein Reset der Fritzbox ist fällig. Also keine zuverlässige Lösung. Was mich an den selbstgebastelten Varianten ebenfalls etwas stört, ist die Abhängigkeit von third-party-sync-tools, die mehr oder weniger gut mit Konfliktfällen umgehen. Auf die Art können z. B. sparsebundles schnell mal geshreddert werden, was mir mit der Dropbox noch nie passiert ist. Eine ausgefeilte Alternative wie vielleicht AeroFS, die die Vorteile der Dropbox mit unbedingter Vertraulichkeit verbindet, wäre super. Achja, und delta-sync steht schon auf der Wunschliste beim AeroFS-Uservoice. 🙂

  11. @7ero
    Wuala ist sehr schön, hat eine verlässliche Privacy-Politik mit lokalem, individuellem encryption-key, aber muss noch beim delta-sync nachbessern. Also im Moment mit großen Files wie outlook.pst oder größeren dmgs/sparsebundles nicht zu gebrauchen bzw. nicht besonders fix.

  12. Wichtig für Windows-Benutzer: die Clientsoftware wird von Norton Antivirus als Schadsoftware eingestuft (Nortons Sonar meldet verdächtiges Verhalten) und die dazughörige aerofs.exe wird blockiert und sogar entfernt.

  13. Danke für den Beitrag Caschy!

  14. la_tristesse says:

    Kann mir jemand einen Invite schicken?

  15. Volker A Mönch says:

    Ich würde mich auch über eine Einladung freuen. Ist da draußen jemand, der mich erhört?

  16. Hm; ich glaube, der Autor hat das Prinzip von AeroFS nicht ganz ‚durchdrungen‘ 🙂

    Das AeroFS ist selbst im Zusammenspiel mit einem Synology-NAS extrem praktisch und vor allem wesentlich flexibler als die (ansonsten sehr gute) Dropbox. Der unschlagbare Vorteil liegt darin, dass ich eine beliebige Anzahl von Bibliotheken erzeugen kann, die ich mit einer beliebigen Anzahl von Rechnern teilen kann. Ich bin dabei nicht auf eine bestimmte Obergröße festgelegt und ich kann beliebig viele andere Bibliotheken abonnieren, ohne dass dies von meinem eigenen Speicherplatz abgezogen wird (wie leider bei der Dropbox)

  17. Ich waere SEHR an einem Invite interessiert!

    Vielen Dank im voraus!

  18. Hallo,
    ich würde mich auch sehr über ein Invite freuen!
    Danke!!

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.