ADAC reserviert zwei Multikopter bei Volocopter für die Luftrettung

Die ADAC Luftrettung hat zwei VoloCity Multikopter von Volocopter für sich reserviert. Es handelt sich dabei um elektrisch angetriebene, senkrechtstartende Fluggeräte (eVTOL). Nach zwei Jahren Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen sei dies laut den Partnern der nächste Schritt, um operative Tests von Multikoptern im Rettungsdienst ab dem Jahr 2023 vorzubereiten.

Die ADAC Luftrettung gibt an, dass Volocopter der einzige eVTOL-Anbieter sei, der ausreichend fortgeschritten ist, um ein Testprogramm zuverlässig zu planen. Dabei sei die ADAC Luftrettung laut eigenen Aussagen nun die weltweit erste Organisation, welche den Betrieb von Multikoptern für den Transport von Notärzten teste. Laut ADAC ergebe sich hier das Potenzial die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern.

In den nächsten zwei Jahren werden die ADAC Luftrettung und Volocopter Flugtests durchführen, um sich damit auf die gemeinsamen Betriebstests ab 2023 vorzubereiten.

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27 Kommentare

  1. Nur für den Transport von Notärzten von A nach B ist das überflüssig:
    Wir haben ein sehr effektives, gut ausgebautes Rettungswesen per Luft durch ADAC Luftrettung, Deutsche Rettungsflugwacht und SAR. Alle Hubschrauber von diesen Organisationen sind mit Notarzt und dem entsprechenden Pflegepersonal ausgerüstet. Die Stellen dort sind beliebt, und entsprechend rar.
    Was bitte sollen diese Multicopter besser machen…… auch ein herkömmlicher Hubschrauber startet senkrecht. Ja, ein herrkömmlicher Hubschrauber benötigt ein bisschen mehr Platz, aber solch beengte Platzverhältnisse, wo die Multicopter besser wären, sind in etwa so selten wie n 6er im Lotto.
    Und ohne Patiententransport macht so etwas nicht wirklich Sinn.
    Aber mit elektrischem Antrieb hat man auf jeden Fall die Klatscher und die Grünen auf seiner Seite.

    • Mit elektronischem Antrieb hat man nicht nur die Klatscher und die Grünen auf seiner Seite, sondern auch die Zukunft.

    • Ich nehme an, dass du aus dem Bereich kommst, um dir ein entsprechendes Urteil zu erlauben?

      • Um zu glauben, elektronische Mobilität ist NICHT die Zukunft, muss man wohl in der deutschen Automobilindustrie zu Hause sein.

        • Mir ging es hier in erster Linie nicht um die Aussagen zur eMobilität.
          Viel mehr ging es darum, dass wenn man als RTW-Besatzung am Arsch der Heide steht und dringlichst ein NEF braucht, aber im ganzen Kreis keins ist und auch der Hubschrauber nicht kommt, dann aber wieder Aussagen getroffen werden, dass das Rettungswesen in Deutschland ja ach so toll ist.

        • Dann beantworte bitte uns die Frage, woher der Strom für diese Elektrische Zukunft kommen soll? Für 83Mio. Bürger, für die Industrie, für den Verkehr und sonstiges? Mehr Windräder? Mehr solar? Oder doch lieber den Atomstrom aus Frankreich und der Tschechei kaufen, zu den „Grünen“ Ernegie Erzeugern selbstverständlich. Ich danke dir für eine detaillierte und gut erarbeitete Antwort. Ich persönlich kann mir es nicht beantworten. Danke viele Grüße die Andrea

          • https://www.zeit.de/auto/2012-11/elektroauto-strombedarf

            Andrea! Gute Nachrichten… Haben andere sich schon Gedanken gemacht.

            „Für die sechs Millionen im Jahr 2030 angepeilten Elektroautos und Plug-in-Hybride erwartet man einen Stromverbrauch von sieben bis zehn Terawattstunden pro Jahr. Gemessen an den rund 600 Terawattstunden, die in Deutschland insgesamt jährlich verbraucht werden, wäre das also ein Anteil von unter zwei Prozent. Da sind selbst die Schwankungen durch konjunkturelle Auf- und Abschwünge größer. „

            • Vielen Dank für die Nachricht. Interessant ist ja das: Der Grund: Auch auf lange Sicht werden Elektroautos nur in geringer Zahl auf der Straße fahren. Das zeigt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI). Wenn man überlegt das dieses Szenario eintritt: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/verbrenner-aus-immer-mehr-verbote-zukunft-elektroauto/, dann wird es ja auch interessant oder? Dann ist der Zeit Artikel von 2012 obsolet. Dann könnte es passieren das neue Abwarckprämien kommen und mit einem Ruck ein großer Anteil E- Autos unterwegs ist. Dazu interessiert mich, was passiert bei einem Stau, noch schlimmer im Winter? Wenn, Mal gesponnen nur E-Autos auf einer gesperrten Autobahn stehen, und die Heizung läuft? Denn der Winter wird ja auch wieder wahrscheinlicher, da wir ja voll auf Elektro umgestiegen sind, und durchaus weniger CO2 Emissionen produzieren. Es bleibt spannend. Hier ist auch eine interessante Seite. https://strom-report.de/photovoltaik/ beste Grüße die Andrea

        • Die hellste Kerze bist du nicht gerade, oder? Es bringt zumindest wenig, den Unsinn anderer einfach unreflektiert zu wiederholen. Dafür ist das hier der falsche Blog. Das kannst du dann besser bei Telegramm machen.

        • hallo Bolle: Erstens geht es um elektrische Antriebe – nicht um elektronische – und zweitens sind die nix Neues: Tram, U- und S-Bahn , ja generell schienengebundene Verkehrsmittel und busse mit oberleitung – es gibt viele sinnvolle Anwendungn für elektrische Antriebe – immer da wo der Strom nicht über eine teuere , schwere und mit langen ladezeiten verknüpfte Batterie gewonnen werden muß. Solange wir keine gerade was ladezeiten, langlebigkeit und Gewicht mit der Energiedichte von flüssigen Kohelnwasserstoffen vergleichbare Speicherlösungen für elektrische Energie haben sind Batterie-Autos meiner meinung nach nur im Kinderzimmer die zukunft. Tram und O-bus gern in die Städte unm den ÖPnV zu elektrifizieren – o-Bus ist dabei , weil man keine Schienen braucht eine leider fast vergessene aber kostengünstitere Lösung als die Tram . Aber Batteriespeicher sind noch nicht konkurrenzfähig zu chemischen Energieträgern. Das ist aber eben durch die nutzewertbrille gesehen, nicht durch die Öko-Brille. Die setz ich mir aber auch nicht auf. Ist nicht meine Sichtweise . Übrigens: helikopter funktionieren nicht mit Oberleitungen – lach !

    • Danke Rolf.
      Hast mich Schäfchen aufgeweckt und mich dazu gebracht,meine Porsche Taycan Bestellung zu stornieren.
      Pferde waren auch mal ein Fortbewegungsmittel,just sayin‘

    • Wenn der ADAC dafür Geld ausgibt, wird es dafür wohl einen Grund geben. Bleibt spannend.

    • Im Moment ist es so, dass wir Landkeise in diesem Land haben, in denen es in mehr als 30% aller Fälle dazu kommt, dass der Notarzt erst nach mehr als 12 Minuten eintrifft. Es wird in vielen Fällen nicht diekt ein Hubschrauber geschickt, wir haben in Deutschland ja auch nur etwas mehr als 80 Rettungshubschrauber an Rund 80 Standorten verteilt. Da ist reichlich Luft für verbesserungen, 12 Minuten sind zu viel. Mit einigen Dutzend Volocoptern an Standorten die sich bisher nicht als Helikopter-Standort eigneten, könnte man da also schon viel erreichen. Entscheidend ist, wie du ja weißt, vor allem wie schnell der Notarzt vor Ort ist um den Patienten zu stabilisieren. Es kann dann ja immer noch ein Heli von weiter weg kommen um den Transport zu erledigen, falls ein RTW ausscheidet…
      Wir haben zwar im Vergleich mit den meisten anderen Ländern ein hervorragendes Rettungswesen, das heißt aber nicht, dass die gesamte Bevölkerung gleich gut abgedeckt ist und es keinen Spielraum für Verbesserungen gibt.

  2. Danke Rolf, Dank deiner Expertise und Aufgeschlossenheit wird Deutschland demnächst wieder ein global Player sein.

    • Im Gegensatz zu Dir, lieber Marcus, weiß ich wenigstens, wovon ich rede.
      Aber Du darfst mir gerne erklären, worin der tiefere Sinn dieses Transportmittels im Rettungsdienst bestehen soll. Da sollte dann aber schon mehr kommen ala leere Worthülsen.

      • Du bist nicht HEMS-TC und hast wohl auch noch nie luftgebunden gerettet. In meiner Region mit Christoph Berlin, 31 und 49 wird der Heli oft benutzt, um einen NA zur Einsatzstelle zu bringen, wenn kein bodengebundener zur Verfügung steht. Es wird auch nicht zwangsläufig mit RTH transportiert. Ich sehe schon einen Sinn in dem neuen Vehikel, da gerade in der Fläche der NA oft erst lange nach dem RTW eintrifft.

  3. Einfach mal mit dem Porsche oder Tesla kräftig vor den Brückenpfeiler donnern und schon weiß man warum dieser Rettungsmultikopter völliger Blödsinn ist und man den klassischen Helikopter mit Notarzt, Rettungsassistenten, medizinischer Ausrüstung und schneller Transportmöglichkeit bevorzugen sollte. Dieses ganze hirnlose „Elektro ist die Zukunft“ Geschwafel ist kaum noch zu ertragen. Halbgarer Schwachsinn der vorn und hinten nicht funktioniert und nur von Grünen, Körnerfressern und verrückten Weibern zelebriert wird.

    • Nicht mal die deutschen Autobauer haben ihren Kopf noch so sehr bis zum Anschlag in ihren Arsch. Und die waren in den letzten Jahren wirklich Großmeister in dieser Disziplin.

    • Genau,weil es auch die Regel ist,dass jeder sein E-Auto vor die Wand fährt.
      Hey geh doch am besten nie aus dem Haus und beweg mich am besten nicht
      Lauern viele Gefahren draußen.

    • Gut, dass der beiläufige Sexismus am Ende den Wert des Kommentars nochmal unterstreicht.

  4. Oh man,

    das ist ja ganz großes Kino hier. In welcher Telegram Gruppe haben sich hier denn einige radikalisiert? 😀

    Ich sehe da spontan einige große Vorteile:
    1. Ein normaler Hubschrauber ist wahnsinnig teuer. In der Anschaffung und im Unterhalt. So ein Turboprop muss ja auch gewartet werden. Ein Volocopter ist ja letztendlich nur ein Haufen Elektromotoren + Akku. Viel Software natürlich, aber software skaliert sich etwas besser als Turbinen.
    2. Ein Hubschrauber braucht sehr viel Platz zum Landen. Der Volocopter ansich ist ja schon kleiner. Wenn der Rotor vom Hubschrauber irgendwo anstößt ist aus die Maus. Beim Volocopter kann im Zweifel schätzungsweise mal ein Motor ausfallen. Verkleinert den Sicherheitsradius nochmal deutlich.
    3. Wenn ich im Idealfall keinen dedizierten Piloten braucht senkt das die Kosten natürlich nochmal
    4. Ich kann es mir vorstellen, dass es in vielen Fällen Sinn erigbt möglichst schnell einen Arzt vor Ort zu haben um den Patienten stabil zu kriegen. Z. B. der das passende Mittel bei einem allergischen Schock gibt oder die Wiederbelebung einleitet.

    Was viele vllt nicht sehen: Wir sind ja noch ganz am Anfang der Elektromobilität. Gib dem ganzen mal noch 10 Jahre und noch 1 oder 2 Akkugenererationen. Dann glaub ich ist sowas garkeine Frage mehr.

    Manche tuen sich halt noch etwas schwer mit der Zukunft 🙂

  5. Naja, wenn 6 Millionen Elektroautos das Ziel sind, dann ist ja alles gut. Dumm ist nur, dass wir im Jahr 2020 in Deutschland 47,7 Millionen zugelassene PKW hatten. Da bringen die 6 Millionen Elektroautos keine nennenswerte Entlassung der Umweltbilanz. Vor allem auch deshalb, weil man mittlerweile technisch in der Lage ist, die Abgase der Benzin und Diesel Motoren weitestgehend herauszufiltern. Und bei der Feinstaubbelastung haben die Elektrofahrzeuge keinen wirklichen Vorteil. Zwar gibt es weniger Bremsabrieb, dafür entsteht durch das höhere Gewicht der Elektroautos mehr Reifenabrieb.

    Die Kernfrage bleibt also weiterhin, wie man bei der Elektromobilität auf mindestens 20 oder 30 Millionen Fahrzeuge kommen und gleichzeitig auf fossile Energieentwicklung für den Strom verzichten möchte.

    Von den Rohstoffen für die Akku Herstellung möchte ich gar nicht anfangen. Da mag es in Zukunft andere Entwicklungen geben. Aber zumindest bei der aktuellen Akku Generation sind die Rohstoffe für die Herstellung der Akkus vermutlich vor den fossilen Energiequellen erschöpft.

    • Verbrenner mögen heutzutage eine gute Abgasreinigung haben, sind aber kein bisschen CO2 neutral. CO2, welches mal in Erdöl gebunden war, landet komplett in der Luft.

  6. „ Der Volocopter soll bei 70 Kilometern pro Stunde 27 Kilometer weit kommen“

    Und das wäre dann nur eine Richtung? Mit Rückflug also unter 13km weil start und Landung vermutlich mehr verbrauchen?

    Ich wohne auf dem Land und wir haben einen Rettungshubschrauber in der Nähe stationiert. „Nähe“ ist aber schon am Limit der Velo Reichweite. Ich sehe und höre den häufiger fliegen und vermutlich keiner der Einsätze wäre mit dieser Reichweite möglich. Hm.

    Ich kann mir denken, dass die sinnvollen Einsätze eher übersichtlich sein werden.

  7. Die Reichweiten des Volocopters sehen auf den ersten Blick nicht sonderlich berauschend aus, allerdings ist dies ja auch nur der Einstieg in diese Art der Mobilität. Wenn man sieht, dass in Mecklenburg-Vorpommern bereits seit mehreren Jahren mit einem Robinson R44 der Notarztzubringerdienst gewährleistet wird ist der Volocopter vielleicht ein interessanter Ansatz. Auch wenn die R44 natürlich eine andere Reichweite hat. Patienten bewegt er aber auch nicht.

  8. Hallo,
    der größte Vorteil des Volocopter ist die Steuerung des Fluggerätes.
    Die Anforderung an Heli-Piloten ist größer als an Flächenpiloten. Und die Steuerung einer
    „Drohne“ ist nochmal einfacher als Heli und Fläche.
    Dadurch wird die Anforderung und Ausbildung einfacher…
    LG

  9. Schade daß man wieder nur mal in maschinen denkt: warum nicht mehr ärzte und Rettungspersonal? Und dann bitte flächendeckend so daß auch auf dem „platten Land“ schneller zugang zu den PatientInnen gewährleistet ist. Sowas kann man prima auf ner maschine = Pc planen und muß dann menschen ausbilden, stationieren und ja bezahlen. Ich bin ein Kind der 60er : Fahrkartenautomaten? nein da saß noch an jedem Bahnhof eine Person in einem Kabuff und ja verkaufte Fahrkarten, beriet über den richtigen Tarif usw. Und die Welt funktionierte wunderbar ohne Smartphone , App und die bahn war sogar oft pünktlich. Auf diese Fragestellung übertragen: viele Stützpunkte mit Mann, maus , Equipment und Gahrzeugen und man braucht keine Flugmaschinen mehr. ja kostet mehr , aber dafür kommen auch wieder mehr menschen in Arbeit , nicht alle in hippen pC-und Flimmer-Screen-bestückten offices sondern auf der Straße aber wir haben wieder menschen die bedienen , beraten und wie hier helfen schnell vor Ort. Gebt dem mensch wieder mehr Platz und Arbeit ! maschinen sind eine Hilfe keine Lösung.

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